Beim Videoencoding wirds komplizierter.
Es gibt im Consumerbereich keine Spezialchips/Schaltungen die speziell dafür gemacht wurden wirklich zu konvertieren. Es gibt eben nur Videobeschleunigungseinheiten, die Standardbefehle abarbeiten und Videos abspeichern können.
Echtes konvertieren in ein qualitativ hochwertiges Format und guten Einstellungen ist aber sehr sehr komplex und kann aktuell nur von x86-CPUs ausgeführt werden, selbst die GPGPU-Variante ist für die höheren Funktionen noch nicht gewappnet obwohl es da schnell vorangeht die letzte Zeit (Maxwell kann theoretisch schon h.265 in Hardware, wenn auch nur mit grundlegenden Settings).
Da reden wir auch von ganz andren Rechenleistungen - wenn ich etwa einen FullHD-Clip mit wirklich guten (rechenintensiven) Einstellungen konvertieren will geschieht das grob mit vielleicht 5 fps - auf einem 5960X@4,1 GHz! Bei 4K oder h.265 oder gar beidem wartest du auf die fertigstellung eines 30-Minuten-Videos auch mal zwei oder drei Tage.
Das darf man eben nicht vergleichen mit dem Mainstream-Mist der einem so verkauft wird bei YouTube oder ShadowPlay usw. - da sind die Einstellungen sehr viel einfacher weil es zum Massenmarkt passt: Der Normalnutzer will alles sofort und Idiotensicher und sieht Detailunterschiede nicht. Ihm ist es egal ob die Datei am Ende 2, 5 oder 10GB groß ist bzw. er weiß nicht mal, dass man die gleiche Qualität mit mehr Rechenaufwand auch in die halbe Größe drücken könnte. Dass Speicherplatz für die Betreiber von YT beispielsweise auch noch immer sehr viel billiger ist als Rechenpower verstärkt das ganze zusätzlich - deswegen sehen die allermeisten YT-Videos in 1080p schlechter aus als gut konvertierte 720p-Videos.
Fairerweise muss man aber auch sagen dass die Qualität mittlerweile besser geworden ist als vor einigen Jahren und für 99% der Nutzer diese ja auch ausreichend ist.