Lautsprecher mit guter Soundqualität gesucht 2.0

Natürlich haben die beiden etwas damit zu tun.
Angenommen der Lautsprecher hat einen Kennschalldruck (Wirkungsgrad) von 90dB/W/m und eine theoretisch "Belastbarkeit" von 100W, erreicht man in einem Meter Entfernung einen Pegel von:
1W -> 90dB
10W -> 100bB
100W -> 110dB

Der Kernschalldruck gibt allenfalls Auskunft mit welcher benötigten Leistung das erreicht wird, keinesfalls darüber wie laut es werden kann.

Kleines Rätsel, was wird bei 50 Hz lauter spielen, ein 8" Breitbänder mit nem linearen Hub von +/-3mm und einem Kernschalldruck von 96dB (2.83V; 1m) oder ein 6" Tieftöner mit +/-10mm linearem Hub und einem Wirkungsgrad von 84dB (2.83V; 1m)?

Die Belastbarkeit spiegelt im Übrigen praktisch nie den Wert wieder, mit dem das Chassis noch angesteuert werden kann und dabei noch irgendwie erträglich klingt, sondern meist den, bei dem das Chassis noch nicht kaputt geht. Meist schlägt die Membran schon weit vorher an und obendrein zerrts furchtbar - völlig unbrauchbare, fürs normale Leben unwichtige Angabe!

In deinem Beispiel werden die 110dB wohl ein Wunschtraum bleiben, weil die Box schon aus dem letzten Loch pfeift und unerträglich klingt. Obendrein werden die 110dB auch nur dann erreicht, wenn der Hubraum des Chassis groß genug ist, ansonsten schlägts halt an und wird nicht lauter (ok, vorher wirds vermutlich komprimieren und das Chassis schützt sich so selbst).

Zum Beispiel erreicht man mit einem Bassreflexlautsprecher einen höheren Kennschalldruck, allerdings kann er dann keine tiefen Frequenzen (meist <40Hz) wiedergeben.

Erstens finde den Widerspruch in deinem Satz...

und dann halt Zweitens:
Ne, den Kennschalldruck einer geschlossenen Box wird natürlich erst mal genauso hoch sein wie der einer Bassreflexkonstruktion (mit gleichem Chassis). Die Bassreflexunterstützung wirkt ja nur im Bereich um die Abstimmfrequenz im Bass und füllt diesen ein wenig auf (-> höherer Wirkungsgrad im Bass). Damit erreicht man unter diesen Vorraussetzungen einen tieferen (und für gewöhnlich qualitativ schlechteren) Bass. Also umgekehrt wie du geschrieben hast.
Nochmal ne, die wenigsten Boxen erreichen untere Grenzfrequenzen unter 40Hz - egal wie sie gebaut sind!
 
Natürlich haben die beiden etwas damit zu tun.
[...]
Klar, der Hubraum und die Bauform beeinflussen den Kennschalldruck ebenfalls.
Zum Beispiel erreicht man mit einem Bassreflexlautsprecher einen höheren Kennschalldruck, allerdings kann er dann keine tiefen Frequenzen (meist <40Hz) wiedergeben.
Der Pegel wird gerade im Bassbereich quasi immer vom Hubraum begrenzt. Es gibt auch keinen Grund warum man mit BR-Kisten nicht unter 40 Hz kommen sollte ...

bassbereich.PNG

Man beachte den Einbruch in der Belastbarkeit und im Maximalpegel.
Deine Klipsch hat übrigens keine 98 dB @1 W in 1 m, das ist ein reiner Wunschwert.
 
@Zappaesk
Die angegebenen Leistungsdaten sind leider meist nur Marketinggeschwafel der Hersteller und haben mit der Realität nicht viel gemeinsam. Vor allem die Belastbarkeit wird oft sehr großzügig angegeben.

Bezüglich Kennschalldruck: Dein Beispiel stimmt nur halb bzw. meine Formulierung von vorhin. Der Kennschalldruck wird dummerweise bei 1kHz gemessen und hat keine Aussage über den Tieftonbereich...dafür benötigt man den kompletten komplette Frequenzgang.

Die angenommen 100W Belastbarkeit sollten ein eigentlich nur den Zusammenhang demonstrieren und nicht unbedingt die Realität wiederspiegeln.[emoji28]

@soth
Das Bassreflex Lautsprecher nicht tiefer als 40 Hz gehen habe ich auch gar nicht gesagt[emoji1]. Das Problem ist dann eben, dass das Gehäuse recht groß wird (Hörner sind im Tieftonbereich dann nochmal ein ganzes Stück größer)

Das meine Klipsch keine 98dB/W/m haben ist mir soweit bewusst, da es 4Ohm Lautsprecher sind und die der Wirkungsgrad bei 8Ohm angegeben wurde -> 95dB/W/m
Wahrscheinlich wurde auch sonst noch etwas getrickst. Allerdings ist allgemein zu sagen, dass sie effizienter sind als die meisten anderen Lautsprecher.

Ich glaube unsere Diskussion ist jetzt nicht unbedingt Zielführend, dementsprechend würde ich es erstmal so beruhen lassen...der TE wirds wohl danken.


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Wie der Kennschalldruckpegel angegeben wird steht bei vielen seriösen Abietern sogar im Datenblatt.
18s schrieb:
Sensitivity represents the averaged value of acoustic output as measured on the forwardcentral axis of cone, at distance 1m from the baffle panel, when connected to 2,83 V sine wavetest signal swept between 100Hz and 500Hz with the test specimen mounted in the same enclosure as given for (1) above.
Sica schrieb:
Calculated by Thiele & Small parameters, for SPL average in box refer to frequency response.

Das Bassreflex Lautsprecher nicht tiefer als 40 Hz gehen habe ich auch gar nicht gesagthttp://emoji.tapatalk-cdn.com/emoji1.png. Das Problem ist dann eben, dass das Gehäuse recht groß wird
Genau so liest es sich allerdings. Die Gehäuse werden auch nicht zwangsweise groß, das ist schlicht eine Frage der Chassisparameter.

Bei den Angaben von Klipsch reden wir eher von 7-8 dB zu viel.
 
Von den Datenblätter kann man ja halten was man will, aber wenn man sich Lautsprecher kauft geht in ein Geschäft und hört sie sich an. Niemand kann, anhand der angegebenen Daten, Rückschlüsse ziehen ob die Lautsprecher zu einem passen oder nicht.

Ich habe Lautsprecher Probegehört und letztlich mehr Geld ausgegeben als vorgesehen, aber ich kann mich über, für mich gut klingende, Lautsprecher freuen.
Und so möchte ich es auch dem TE ans Herz legen, einige Lautsprecher anzuhören und sich dann zu entscheiden.


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@Zappaesk
Die angegebenen Leistungsdaten sind leider meist nur Marketinggeschwafel der Hersteller und haben mit der Realität nicht viel gemeinsam. Vor allem die Belastbarkeit wird oft sehr großzügig angegeben.

Hab ich behauptet sie seien relevant? Du hast die doch herangezogen.

Bezüglich Kennschalldruck: Dein Beispiel stimmt nur halb bzw. meine Formulierung von vorhin. Der Kennschalldruck wird dummerweise bei 1kHz gemessen und hat keine Aussage über den Tieftonbereich...dafür benötigt man den kompletten komplette Frequenzgang.

Wo stimmt denn mein Besipiel nicht? Der Kernschalldruck bzw. Wirkungsgrad eines Chassis oder einer ganzen Box spielt doch im Zusammenhang max. Lautstärke gar keine Rolle, deswegen ist es irelevant wo, wie und womit er gemessen oder wie er angegeben wird - zumindest in diesem Zusammenhang.

Die angenommen 100W Belastbarkeit sollten ein eigentlich nur den Zusammenhang demonstrieren und nicht unbedingt die Realität wiederspiegeln.http://emoji.tapatalk-cdn.com/emoji28.png

Danke, aber der Zusammenhang zwischen anliegender Leistung und Lautstärke ist denke ich sowohl soth als auch mir klar.

Das Bassreflex Lautsprecher nicht tiefer als 40 Hz gehen habe ich auch gar nicht gesagthttp://emoji.tapatalk-cdn.com/emoji1.png.

äh doch:

Zum Beispiel erreicht man mit einem Bassreflexlautsprecher einen höheren Kennschalldruck, allerdings kann er dann keine tiefen Frequenzen (meist <40Hz) wiedergeben.

Das kann man zumindest so verstehen.

BtW meine Schreibtischbeschallung geht bis knapp 40Hz runter, mit nem 4" Bass in nem Gehäuse, kleiner als ein Schuhkarton... also so richtig gro- ist das nicht, wie ich finde. Nur laut kanns halt net, da lang der Hubraum net...

Das meine Klipsch keine 98dB/W/m haben ist mir soweit bewusst, da es 4Ohm Lautsprecher sind und die der Wirkungsgrad bei 8Ohm angegeben wurde -> 95dB/W/m

Die Frage ist, wie für ne 4Ohm Box der Wirkungsgrad für 8Ohm angegeben werden soll. Das macht irgendwie gar keinen Sinn.
Normal misst man mit 2.83V was ja bei ner 8Ohm Box theoretisch 1W ist und bei 4Ohm eben derer zwei. Alternativ wird auch mit 1W angegeben, aber ne 4Ohm Box kann nicht bei 8 Ohm gemessen werden...

Generell kann man aber sagen, dass ne Box mit echten 98dB Wirkungsgrad, die auch noch einen halbwegs tiefen Bass machen soll sehr groß wird und in den meisten Wohnzimmern nicht mehr stellbar sein dürfte.
 
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