Kryptowährungen: Anwohner beschweren sich über Wassertemperaturen im Seneca Lake

Ich versuche mich auch einmal. Der Bodensee verdampft pro Sekunde 30 Kubikmeter Wasser, was einer Kühlleistung von 70 GW entspricht(!). Auf die 173 km^2 runtergerechnet wären das etwa 22 GW.
Jetzt könnte ich ganz grob raten, wie groß die Abkühlung des Bodensees dadurch maximal ist, und es sind wohl weniger als 10 Grad. Wenn alles linear wäre, würde die Temperatur des Sees durch zusätzliche 45MW also um weniger als 0,03 Grad Celsius steigen.
Da die Verdunstungsrate mit der Temperatur exponentiell zunimmt ist es wohl noch weniger.
Mit Sicherheit ist nicht die Miningfarm an hohen Wassertemperaturen schuld.

Edit: Am lake keowee mit 75 km^2 befindet sich das AKW "okonee nuclear station", das mit schlappen 5 GW thermisch den (übrigens menschengemachten) See heizt. Also die hundertfache Leistung auf 43% der Seeoberfläche.
 
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Indirekt würde ich das nicht so unterschreiben.
Wer gerade zockt, kann nicht gleichzeitig andersweitig Energie verbrauchen, z.B. durch Motorrad oder Cabrio fahren, häufiger in den Urlaub fliegen oder massenhaft Dinge kaufen, die man eigentlich nicht braucht.
Kryptofarmen hingegen laufen zusätzlich zu den Freizeitaktivitäten der Menschen, können also nicht als Alternative für eine andere Beschäftigung dienen.
Dann könnte der Betreiber der Miningfarm sagen: "ich sitze 12h da und überwache die Anlage, mein Kollege löst mich für 12h ab. In der Zeit können wir nicht anderweitig Energie konsumieren, von dem her ist unser Mining in Ordnung"
;-D

Spielen hat überhaupt keinen Mehrwert, es ist einfach nur ein luxuriöser Zeitvertreib ohne nutzen für die Gesellschaft, und somit definitiv genau so gut oder genauso böse wie Mining. Ist natürlich verallgemeinert da nicht alle Spiele gleich sind, aber genau so verallgemeinert ist die Mining-Diskussion.
 
Dann könnte der Betreiber der Miningfarm sagen: "ich sitze 12h da und überwache die Anlage, mein Kollege löst mich für 12h ab. In der Zeit können wir nicht anderweitig Energie konsumieren, von dem her ist unser Mining in Ordnung"
;-D

Völlig andere Größenkategorie, was Erholungswert/Energieaufwand angeht.
Erholungswert geht gegen 0 (da es sich da eher um Arbeit als um Erholung geht) und der Energieaufwand ist mehrere Größenordnungen (also 10^n) größer, als bei einem PC/Konsole.

Jemand, der in seiner Freizeit nen paar Stunden zockt und danach wieder erholt ist, um etwas greifbar Produktives zu leisten, spielt nicht nur in einer anderen Liga - das ist eine ganz andere Sportart, auf einem anderen Planeten.


Spielen hat überhaupt keinen Mehrwert, es ist einfach nur ein luxuriöser Zeitvertreib ohne nutzen für die Gesellschaft, und somit definitiv genau so gut oder genauso böse wie Mining. Ist natürlich verallgemeinert da nicht alle Spiele gleich sind, aber genau so verallgemeinert ist die Mining-Diskussion.

Das ist eine tolle Gesellschaft, bei der "Erholung" keinerlei Mehrwert darstellt :ugly:
Erholung ist nicht nur ein Grundbedürfnis (sowohl in der Natur als auch rechtlich), sondern wird mittlerweile sogar als Wirtschaftsresource angesehen.
WIE jemand diese Erholung nutzt bzw. erlangt, ist am Ende seine Sache - so lange es in den generellen Rahmen passt (sprich sowas wie keine andere Menschen gefährden oder Anderen Schaden zufügen).

Dabei wird in den letzten Jahren immer deutlicher, dass "anderen Schaden zufügen" nicht nur mittelbar gilt, sondern durch ausschweifenden Resourcen- und Energieverbrauch auch über einen längeren Zeitraum passiert.
Wo genau da die Grenze zwischen "in Ordnung" und "überzogen" herrscht, ist Diskussionssache.
Ich sehe aber keine Welt, in der der Energieverbrauch, den Mining zum Teil hatte, in irgendeiner Weise durch die möglichen positiven Effekte ausgeglichen werden könnte.
 
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