liest du deine eigenen Artikel eigentlich?
Ja, meine eigenen Artikel, von denen es genau null gibt, würde ich natürlich lesen. Aber weder der Artikel, noch die Studie ist von mir.
der Journalist hat seine Quellen angegeben. Man muss halt mal lesen was in der Studie steht ich habs mal extra dick markiert und unterstrichen
Außerdem ein Screenshot aus der Studie. Der Nebenbei auch klar zeigt, das eigentliche Problem ist nicht die AC sondern das fehlen von Verschattung und aufheizen der Oberflächen mehr Einfluss hat. Der Messpunkt Buch ist ca. 1-1,5K kühler
Danke für den Link und den Textausschnitt. Die Studie bezieht sich auf eine normale, durchschnittliche Sommernacht, nicht auf Hitzewellen, in denen die Menschen jetzt schon zu Tausenden sterben. Dennoch bin ich von den niedrigen Werten erstmal positiv überrascht.
Bei Hitzewellen müssen einige Faktoren allerdings anders behandelt werden.
Wenn die Gebäudesubstanz in einer Hitzewelle insgesamt stark aufgeheizt ist, laufen die Klimaanlagen sehr viel häufiger unter Volllast (womit wir auch wieder beim Lärm sind). Außerdem sinkt die Effizienz der Wärmetauscher in Tropennächten deutlich ab. Dazu kommt, dass bei Hitzewellen nachts häufig kaum oder kein Wind geht. Die Hitze steht. Die 0,6K sind in einer Hitzewelle wie Ende Juni für einen Stadtteil wie Neuköln völlig utopisch.
Übrigens benennen die Studienautoren sogar die 0,6K schon als erheblich. Also selbst wenn das bei 0,6K in einer typischen, deutschen Großstadt bleiben würde, ist von da "vernachlässigbar" keine Rede.
Nebenbei sagt Quelle selbst doch das neue Anlagen leise sind. Eine Klimanlage läuft nachts nicht voll sondern in Teillast. Und bei deren Angaben reden wir von Abständen von unter 1m. Damit das einen stört müsste man sich direkt neben stellen.
Eine Lärmemission von bis zu 58db wenige Meter von einem Schlazimmerfenster entfernt sind leise. Klar! Und wenn dann 20 Geräte, teilweise unrund laufend (viel Spaß beim Klagen), gleichzeitig unter Volllast laufen, liegen wir noch deutlich über 58db (zu beachten: logarithmischer Pegeladdition und Hallraum-Effekt). In Deutschland liegt der maximal zulässige, nächtliche Schalldruckpegel in Wohngebieten bei den Bewohner ankommen darf, übrigens bei 35db. Das halte ich bei geöffnetem Fenster für nicht machbar.
Und natürlich gibt es auch dazu Studien. In den USA liegt die Klimatisierungsquote in new York City meines Wissens bei ca. 90%. Da schaut man etwas genauer hin:
https://www.osc.ny.gov/files/reports/special-topics/pdf/health-noise-in-nyc-2018.pdf
Klimaanlagen werden von den Bewohnern als eine der Hauptquellen für Lärmbelästigung genannt.
Die Leute können bereits jetzt mit wenigen verbauten Anlagen nicht lüften, wenn es draußen nachts noch 27° oder sogar mehr hat.
Die bauliche Situation in Städten, sprich weniger Windbewegungen, macht es sogar bei niedrigeren Temperaturen oft genug schwierig.
Diese Probleme hatte ich sogar hier auf dem Dorf, mit einem freistehenden Haus.
Interessant. Also Du hast ganz konkret Erfahrungen damit gesammelt, dass bereits wenige verbaute Klimaanlagen zu einer höheren Wärmebelastung bei dir führen? So, dass Du ganz konkret durch die Anlagen schlechter lüften kannst?
Das wäre dann echt krass! Würde ich als Laie tatsächlich erst bei einem massiven Ausbau mit Klimaanlagen erwarten.