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Kleines Brett für NAS

watercooled

PCGHX-HWbot-Member (m/w)
Kleines Brett für NAS

Habe mal eine kleine Frage, wenns der falsche Bereich ist dann bitte verschieben :)

Ich habe/hatte bis vor einigen Tagen einen DLink DNS320 mit 2 Platten drin als Datengrab im Keller.
Der war immer abnormal langsam aber es war eben ein einfaches Konzept und hat seinen Dienst schon irgendwie getan.
Seit paar Tagen meldet sich der nicht mehr im LAN, habe jetzt einiges probiert aber der NAS scheint echt kaputt zu sein.

Ich würde jetzt gerne einen "richtigen" haben.
Also ein Mainboard mit "richtiger" CPU und der Fähigkeit Daten per LAN schneller als 3mb/s zu übertragen :fresse:
Als Platten habe ich 2 Samsung HD204UI (?) die im RAID 1 laufen, das soll auch gerne so bleiben.

Habt ihr Tipps für ein Mainboard mit CPU?
Wir viel RAM braucht es da?
Software oder Hardware RAID?

Und das wichtigste: Auf welchem System soll das ganze aufbauen?
Windows? Linux (keine Erfahrungen)? Irgend n Stand Alone Nas dingens? :D

Würde gerne von Windoof PCs, Android und Apfel Handys drauf zu greifen können.
Auch muss ich da Benutzer anlegen können, also das da quasi PC 1 nur auf Ordner XYZ zugreifen kann usw.

Mfg
 
AW: Kleines Brett für NAS

Kannst ja dann gern mal mit FreeNAS herum experimentieren, was dann die fehlende RAID-Funktion mitbringt.
 
AW: Kleines Brett für NAS

Kannst ja dann gern mal mit FreeNAS herum experimentieren, was dann die fehlende RAID-Funktion mitbringt.
Bei FreeNAS wird gerne vergessen, dass für die Nutzung von ZFS mindestens (!) 8GB RAM empfohlen werden. Zusätzlich wird meines Wissens pro TB Festplattenspeicherplatz ein Gigabyte Arbeitsspeicher empfohlen.

Als Platten habe ich 2 Samsung HD204UI (?) die im RAID 1 laufen, das soll auch gerne so bleiben.
RAID1 ist zwar praktisch für den Anfang, sobald du aber Speicherplatz nachrüsten möchtest, wird es unter Umständen teuer und kompliziert, da du dann immer zwei gleichgroße Laufwerke nachschieben musst. Wenn also absehbar ist, dass du in Zukunft mehr Speicherplatz brauchst, würde ich direkt auf RAID5 setzen - dieses kannst du (ich spreche mal nur von Linux) im laufenden Betrieb beliebig erweitern.
Habt ihr Tipps für ein Mainboard mit CPU?
Jede halbwegs aktuelle CPU kann problemlos ein NAS befeuern. In meinem Fileserver stecken ein Celeron G1610 und ein ASRock B75 Pro3-M mit 4GB RAM. Via NFS kann ich vom verschlüsselten RAID5 mit 80-100MB/s lesen, was für meine Bedürfnisse absolut ausreichend ist.
Wir viel RAM braucht es da?
Das kommt drauf an - willst du etwa das Dateisystem ZFS nutzen, brauchst du deutlich mehr. Ebenso würde ich Windows mit nicht weniger als 4GB RAM betreiben wollen. Linux kommt auch schon mit 1 oder 2 GB aus - erst recht, wenn du auf eine grafische Oberfläche verzichtest.
Software oder Hardware RAID?
Das hängt im Wesentlichen vom Betriebssystem, dem gewünschten RAID-Level und dem Budget ab. Ich betreibe seit rund 6 Jahren Software-RAID(1, 5 und 6) und hatte bislang keine Probleme damit. Andere wiederum schwören auf echte Hardwarecontroller.
Und das wichtigste: Auf welchem System soll das ganze aufbauen?
Windows? Linux (keine Erfahrungen)? Irgend n Stand Alone Nas dingens? :D
Diese Frage kann man nicht gut beantworten - es hängt ja schließlich davon ab, was DU möchtest, da DU ja das Ding administrieren wirst. Seit ich irgendwann 2005 mal für ein paar Monate einen WinXP-Server betrieben habe, setze ich auf Linux, die Gründe lauten wie folgt:
- es ist transparenter zu administrieren
- es ist anpassbar (du kannst etwa die komplette grafische Oberfläche weglassen und das System ohne Monitor und Eingabegeräte betreiben)
- Linux eignet sich deutlich besser für 24/7-Betrieb (persönlicher Rekord ~450 Tage Uptime :D, Neustarts sind nur dann notwendig, wenn ein neuer Kernel gebootet werden soll)
- es ist sicherer (es gibt nunmal deutlich weniger Schadsoftware als für Windows, zudem tragen Nutzerverwaltung und Transparenz zu mehr Sicherheit bei)
- es unterstützt sehr viele Dateisysteme
- mit mdadm ist das Betreiben von Software-RAID(0,1,5,6,10) möglich
- die Bedienung über's Netzwerk wird in der Regel von Haus aus unterstützt
- zentrale Verwaltung der installierten Software
- die Hardwareanforderungen sind wesentlich niedriger
- es ist kostenlos verfügbar
Ich bin natürlich ein Linux-Fan, daher ist Linux (und meinetwegen auch Unix) meiner Meinung nach in diesem Bereich ungeschlagen. Es gibt aber durchaus auch Leute, die von einem Windows-Server überzeugt sind.
Würde gerne von Windoof PCs, Android und Apfel Handys drauf zu greifen können.
Das ist sowohl unter Windows als auch unter Linux kein Problem. Netzwerkfreigaben für die Windows-Clients einrichten (SMB-/CIFS-Shares können zumindest auch unter Android genutzt werden, von iOS habe ich keine Ahnung) und, wenn du möchtest, ownCloud als private Cloud (darüber kannst du dann auch Kalender, Adressbücher etc. synchronisieren).
Auch muss ich da Benutzer anlegen können, also das da quasi PC 1 nur auf Ordner XYZ zugreifen kann usw.
Wieder spreche ich nur für Linux: das ist absolut kein Problem.

Ich rate dir, nochmal in meinen Guide zur Server- und NAS-Planung zu schauen. Dort sind viele Aspekte erklärt und du kannst dir dann ein bisschen besser Gedanken darum machen, was du brauchst und haben möchtest.

MfG Jimini
 
AW: Kleines Brett für NAS

Vielen Dank, das bringt mich schon mal weiter. Ich kopiere einfach mal deine Liste:

1) Was soll das System genau machen?

24/7 auf Kommando Daten zur Verfügung stellen.
Wichtig ist mir schnelle Verfügbarkeit (also nicht erst 1 Minute Bootzeit) und geringer Stromverbrauch und Wärmeentwicklung
(Geringe TDP, bei nichtbenutzung Standby).

2) Gibt es besondere Anforderungen an die Hardware?

Nö. Lautstärke egal.

3) Gibt es besondere Anforderungen hinsichtlich Software / Betriebssystem?

Zugriff von Telefonen, Benutzererkennung und Rechteverwaltung einzelner Rechner, evt eine Cloud Funktion, per Web GUI steuerbar.

4) Was ist der preisliche Rahmen?

So um die 100€ rum.

5) Wie soll auf das System zugegriffen werden?

Telefon, PC, TV und andere Mediatechnik wie Blurayplayer und Co.

6) Eigenbau oder Komplettsystem?

Eigenbau. Wo sind wir hier denn? :D

7) Worauf sollen die Daten gespeichert werden? Wie viel Speicherplatz wird benötigt?

Habe 2 Platten, jeweils 2 TB, soll im Raid 1 laufen. Software oder Hardware ist egal. Am ehesten aber Software (bei dem Preis).

8) Wie ausfallsicher soll das System sein?

Sehr.

9) Wie performant soll das System sein?

50mb/s lesen und vlt 20-30mb/s schreiben reicht aus.


Habe da noch eine Frage zur CPU Wahl: Profitieren FreeNAS und Konsorten eher von Takt oder von mehreren Kernen?
Frage mich eben ob ich da eher einen 3Ghz Singlecore einbaue oder einen kleinen Quad mit 4x1,5Ghz.
Intel oder AMD? Wie ist das bei Linux?
 
AW: Kleines Brett für NAS

3) Gibt es besondere Anforderungen hinsichtlich Software / Betriebssystem?
Zugriff von Telefonen, Benutzererkennung und Rechteverwaltung einzelner Rechner, evt eine Cloud Funktion, per Web GUI steuerbar.
Zumindest die Web-GUI-Lösungen (Webmin etc.) unter Linux sind in der Regel aus der Sicherheitsperspektive nicht empfehlenswert.
Eine eigene Cloud lässt sich beispielsweise mit ownCloud realisieren - sowas nutze ich seit ein paar Jahren und bin sehr zufrieden damit.
5) Wie soll auf das System zugegriffen werden?
Telefon, PC, TV und andere Mediatechnik wie Blurayplayer und Co.
Smartphones und PCs sind unproblematisch, bei TV und BluRay-Player hängt es davon ab, wie die auf die Daten zugreifen können. Linux wird hier aber sicherlich am flexibelsten sein.
7) Worauf sollen die Daten gespeichert werden? Wie viel Speicherplatz wird benötigt?
Habe 2 Platten, jeweils 2 TB, soll im Raid 1 laufen. Software oder Hardware ist egal. Am ehesten aber Software (bei dem Preis).
Bedenke, dass ein RAID1 nicht so leicht zu erweitern ist wie ein RAID5 oder 6. Zudem ist ein RAID5 billiger, sobald man mehr als 3TB Speicherplatz benötigt.
8) Wie ausfallsicher soll das System sein?
Sehr.
Wenn du das System gut im Auge behalten möchtest, kannst du dir ja mal an einem öden Tag "Administration eines Linux-Servers" in meiner Signatur ansehen. Dort sind einige Monitoringlösungen beschrieben, mit denen sich die Überwachung eines wichtigen Systems toll vereinfachen lässt.
Habe da noch eine Frage zur CPU Wahl: Profitieren FreeNAS und Konsorten eher von Takt oder von mehreren Kernen?
Frage mich eben ob ich da eher einen 3Ghz Singlecore einbaue oder einen kleinen Quad mit 4x1,5Ghz.
Intel oder AMD? Wie ist das bei Linux?
Die Frage kann ich nicht beantworten, da ich mich damit nicht auskenne. Ich würde aber bei der Wahl der CPU ausschließlich auf den Stromverbrauch achten - die CPU wird die allermeiste Zeit nichts zu tun haben und Däumchen drehen.

MfG Jimini
 
AW: Kleines Brett für NAS

Um die 100€ wird aber sehr knapp, wenn du cpu, board, Gehäuse Netzteil und RAM brauchst.
Am günstigsten wäre wahrscheinlich die AM1 Plattform. Da würde ich das Asrock AM1-H ITX nehmen mit kleinem externem Netzteil und einem Athlon 5350. Damit bist du Allerdings allein schon bei 100€. 8Gb RAM kosten auch ca 60€. Also würde ich eher 200 einplanen.
 
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