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Kleiner Home-Server

gabrielsaw

Kabelverknoter(in)
Hallo zusammen,

ich möchte mir für den Hausgebrauch einen kleinen Server zusammenstellen. Da ich nicht auf dem Laufenden in Sachen HW bin, benötige ich eure Hilfe.


1) Was soll das System genau machen?
Wie gesagt ich möchte einen Server betreiben. Er soll im Schlafzimmer stehen. Daher ist die Lautstärke besonders wichtig. Aber auch die Wärmeentwicklung ist nicht unerheblich. Er wird wahrscheinlich unterm Bett stehen.

2) Gibt es besondere Anforderungen an die Hardware?
Leise soll sie sein. Strom sparend nach Möglichkeit auch da es ein 24/7 - System werden soll. Naja mindestens zwei Ethernet-Ports wären schön. Vielleicht 8Gb wären nicht verkehrt denke ich. Bin mir aber nicht sicher.

3) Gibt es besondere Anforderungen hinsichtlich Software / Betriebssystem?
Ich will ihn unter anderem als Proxy,Webserver, evtl. Mailserver verwenden. Evtl. soll noch GIT drauf. Musik soll er auf jeden Fall Streamen können. Videos ist kein Muss aber wenn es geht gern.

4) Was ist der preisliche Rahmen?
Schwer zu sagen. Ich richte mich gern danach was gut ist. 300€ (evtl. mehr)? Kriegt man dafür schon was brauchbares nach meinen Wünschen?

5) Wie soll auf das System zugegriffen werden?
Per SSH.

6) Eigenbau oder Komplettsystem?
Eigenbau.

7) Worauf sollen die Daten gespeichert werden? Wie viel Speicherplatz wird benötigt?
1-2TB vielleicht.

8) Wie ausfallsicher soll das System sein?
Ist nicht so wichtig, da ich selbst meine wichtigsten Daten von Hand sichere. einen Raid benötige ich nicht.

9) Wie performant soll das System sein?
Naja 10min zum Booten sollte er nicht brauchen. Aber sonst bin ich da recht genügsam. Es sollte ein Debian drauf laufen können.

10) Wie erweiterbar soll der Speicherplatz sein?
Muss nur begrenzt erweiterbar sein. Evtl. eine Festplatte dran.

Könnt Ihr mir da evtl. weiterhelfen?

Lg gabrielsaw
 
Hallo,

ich habe gerade ein System in Betrieb genommen, was deine Anforderungen erfüllt. Allein der zweite Lan-Port fehlt. Allerdings gibt es mITX-Boards für den Sockel 1151, die zwei haben.

Intel Celeron G3900 - 34€
Fujitsu D3400-B (Mainboard) - 62€
8 GB Ram - 35€
Arctic Alpine 11 passiv (CPU-Kühler) - 11€
PicoPSU-90W - 30€
Leicke NT03015 120W externes Netzteil - 30€
OCZ Trion 150 240GB 60€
Seagate/Samsung Spingpoint M9T 1,5TB - 53€
AeroCool CS-101 - 30€

Gesamt: 345€ (ohne Versand)
Dazu braucht man noch 2 SATA-Kabel und einen 4-Pin-Molex auf SATA-Adapter. Das System braucht im Lehrlauf ca. 10-14W und ist fast unhörbar. Nur die 2,5'-Festplatte hört man. Dank der SSD kann man die aber oft ausschalten. Etwas gebastelt ist noch nötig, um das PicoPSU richtig zu fixieren (Loch bohren oder Blende aus Blech anfertigen um dem Anschluss für das Netzteil am Gehäuse richtig zu fixieren). Leider habe ich noch keine Langzeiterfahrungen, da ich heute erst Ubuntu 16.04 Server installiert habe. Allerdings habe ich die Zusammenstellung aus der c't, weshalb sie schon gut getestet wurde.

Viele Grüße
 
Proxy, Webserver, Mailsever, Musik... ...das kann jedes Pi 3 ohne Probleme ;)

Brauchst natürlich noch ein anständiges Netzteil und vermutlich ne Festplatte so wie ein Gehäuse.
 
Man könnte hier jetzt noch alle anderen Micro PC´s auflisten: BeagleBoneBlack, BananaPi, RaspberryPi 3, nanoPi, usw.
Ich glaube aber du wolltest einen Home Server und kein Bastel- Board.
Man könnte bei Intel noch eine Basis höher gehen (das taugt schon als Office PC)
Pentium G4400 - 54 Euro
AsRock H110m - 71 Euro
8Gb 2133er - 31Euro
Alpenföhn Sella - 18Euro (ist overkill)
BeQuiet pure Power 9 300W - 41 Euro
ITX Gehäuse: Wenns schön werden soll: Fractal Nano S - 63Euro
= 280 Euro
Fehlen noch die Festplatten
 
Proxy, Webserver, Mailsever, Musik... ...das kann jedes Pi 3 ohne Probleme ;)

Brauchst natürlich noch ein anständiges Netzteil und vermutlich ne Festplatte so wie ein Gehäuse.

Von der Leistung her reicht auch ein PI 3. Er hat jedoch ein nicht zu unterschätzendes Problem im Server-Einsatz. Als Speicher für das System wird eine SD-Karte eingesetzt. Die Verschleißen recht schnell im Dauerbetrieb. Bei zwei PI's habe ich es jetzt schon Probleme gehabt, das nach 1-2 Jahre die SD-Karte defekt war. Man kann allerdings auch das BS auf eine externe Festplatte verschieben. Da wird die SD-Karte nur noch zum booten gebraucht. Probiert habe ich das noch nicht. Auf alle Fälle sind Backups bei einen PI als Server sehr wichtig.

Allgemein ist aber ein PI als Server allerdings schon mit einen höheren Aufwand bei der Pflege verbunden. Dafür braucht er weniger Strom und günstiger in der Anschaffung.
Bei der Software gibt es im Linux-Umfeld dagegen so gut wie keine Probleme. Fast alles was unter x86 läuft, läuft auch unter ARM (ich kann Linux Mate 16.04 für den PI 2/3 empfehlen).

Vielleicht ist es ja eine Entscheidungshilfe. Folgende Gründe haben mich dazu bewogen, vom ARM-Einplatinen-Server zu einem x86-Server zu wechseln.
- Die Hardware ist stabiler -> Start-Probleme der externen Festplatte bei (neu)-Starts des Servers, Verschleiß der SD-Karte
- mieses I/O -> alles hängt an einen USB-2.0 Interface, nur 100 MBit-Lan Anschluss
- 1 GB RAM -> kann bei komplexeren Web-Anwendungen, wie OwnCloud knapp werden.
 
Bevor man den Pi nutzt, als kleine Alternative, falls es besonders günstig werden soll:
Frag Bekannte nach alten Laptops...
Hab nen ganzen Stapel hier liegen, mache da regelmäßig kleine Homeserver draus und verteil die...

Die haben meist nahezu alles was du willst, bis auf 2 Lan Ports.
 
Danke erstmal für die vielen Antworten. Ich dachte auch erst ein RPI bzw. andere SingleBoards würden reichen. Aber ich denke für einen sauberen Proxy brauche ich mindestens 2 Lans ( in den einen geht das Kabelmodem vom Betreiber und an den anderen LAN-Port hänge ich einen Router für WLAN etc.
 
Ja, passt, aber
Warum ein Kühler der für übertaktete i7 7700K reicht? Ein Ben Nevis tuts auch.
Warum eine Tray CPU?

Im allgemeinen: Das ist kein Home Server mehr, das ist ein ausgewachsener Multimedia PC. Wenn da dann noch eine Graka um die 200 Euro drin steckt, taucht sowas hier als Gaming PC auf. Also: 300W Pure Power reichen, 8GB RAM auch erst mal (wobei aufrüsten bei zwei Slots auch schwer ist).

Gehäuse ist eine gute Wahl :D
 
@Abductee
Ja Debian wäre "Pflicht" :-)

@airXgamer
Genau deshalb frage ich lieber vorher :-P ... Also Tray - CPU ... ist boxed günstiger? Naja ein zusätzliche Graka wollte ich nicht mit reinpacken. Beim RAM hab ich mir auch so was gedacht. Da dachte ich mir naja wann rüstet man schonmal RAM auf....
 
Tray heißt: Keine Garantie von Intel, keine Orginal Verpackung, deshalb wenige Euro billiger; manchmal Rückläufer.
Boxed: Neu, Versiegelt, in Intel Verpackung

Das mit dem RAM passt schon.
 
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