Update
: 17.10.2009
Wie der
Focus berichtet, haben bis zum frühen Nachmittag die überwiegend jugendlichen Teilnehmer rund zwei Dutzend Spiele in den bereitstehenden Müllcontainer geworfen. Nur wenige hunderte Meter weiter hätten sich Spiele-Fans zu einer Gegendemonstration versammelt.
Ich würde an dieser Stelle einfach mal behaupten, daß diese "rund zwei Dutzend Spiele" von betroffenen Personen aus dem direkten sozialen Umfeld der Opfer und / oder Täter dort eingeworfen wurden.
Wenn es ihnen hilft die Tat zu verarbeiten... - im Endeffekt redet hier wahrscheinlich schon morgen niemand mehr und die ganze Aktion, wie auch der Amoklauf werden wohl in Vergessenheit geraten.
Und zur Nationalmannschaft:
Die haben bestimmt unterschriebene Trikots quasi als "Palettenware" (übertrieben ausgedrückt).
Es steht ja auch im Artikel, daß der DFB vielleicht gar nicht genau über die Aktion bescheid wußte.
Alles in allem: Für alle beteiligten eine relativ peinliche aktion, geprägt von absolutem Halbwissen auf Bild- Zeitungsniveau. Jedoch bezweifle ich, daß man als betroffene/r überhaupt noch dazu fähig ist, bzw. interessiert daran ist, eventuelle "Ursachen" für diesen Vorfall
objektiv zu beurteilen / zu bewerten.
Von daher, kann ich die betroffenen schon in gewissem Maße verstehen. Wenn Wut, Unsicherheit und Angst ersteinmal in den Köpfen ist, manifestiert sich schnell ein gemeinsamer "Bösewicht" in diesem Fall in Form von sogenannten Killerspielen.
Wenn man sich einfach mal unter den oben genannten Aspekten versucht in eine der betroffenen Personen reinzuversetzen.. seid mal ehrlich - würdet ihr eine Gegendemo unterstützen und sagen
"Die Spiele sind nicht daran Schuld, sondern soziale Probleme etc."
Ich möchte nur ausdrücken, daß man als außenstehender solche Aktionen nicht zu vorschnell verurteilen sollte, insbesondere, da ja scheinbar nur direkte betroffene wirklich an der Aktion teilgenommen haben in dem sie z.B. ein 10€ Bioshock in 'nen Container geworfen haben.