Ich denke, die meisten Gamer werden das einfach akzeptieren und nutzen. Schaut euch an, wie massiv KI-Bildgenerierung bereits verbreitet ist – das sagt eigentlich alles. Dem Otto-Normal-Verbraucher ist es völlig schnurz, ob etwas mit KI generiert wurde. Am Ende zählt das Resultat, und die Geschichte gibt uns da ziemlich pragmatisch recht.
Als die Fotografie im 19. Jahrhundert aufkam, war es dasselbe Schema. Man nannte sie „seelenlos“, und es würde die Kunst ruinieren. Kritiker behaupteten, Fotografie könne niemals Kunst sein, weil sie nur ein „mechanisches“ Werkzeug ohne menschliches Genie sei. Heute hängen Fotografien in den großen Museen, und keiner fragt mehr, ob das „echte“ Kunst ist.
Oder der Buchdruck im 15. Jahrhundert. Schreiber und Mönche fürchteten um ihre Jobs. Das Ergebnis? Die Druckerpresse demokratisierte Wissen und schuf neue Jobs.
Dasselbe mit Synthesizern in den 70ern („Das ist kein richtiges Musizieren!“). Immer dieselben Argumente: Es sei „unmenschlich“, es verderbe den Geschmack, es zerstöre echte Kunst und Arbeitsplätze. Und jedes Mal wurde das Neue erst bekämpft, dann pragmatisch übernommen, bis es selbstverständlich war.
Darum mache ich mir da keine Sorgen. KI wird in Games kommen – genau wie Fotografie, E-Gitarren, CGI und all die anderen Innovationen, die angeblich „die Seele aus der Kunst saugen“ würden. Ich sehe da echt großes Potenzial. Der Nutzer entscheidet am Ende nicht nach Herkunft, sondern nach Ergebnis.