Kernfusion

Ich lebe in einem Land, in dem Nachstrom 20 bis 35% billiger ist, obwohl bereits Pumpspeicherkraftwerke mit rund 38 GWh Kapazität genutzt werden, um nachts produzierten Überschuss tagsüber verbrauchen zu können. Allein eine Nutzung dieser reinen Speichersysteme in Gegenrichtung würde, konzentriert auf 6-7 Nachstunden, der Durchschnittsproduktion aller deutschen Atomkraftwerke entsprechen/deren nächtliche Produktion vollständig ersetzen. Und im Vergleich zu den Regelkpazitäten bei (nicht-Pump-)Speicherkraftwerken, Gaskraftwerken und vor allem steuerbaren Industrieprozessen (Elektrolyse, E-Stahlöffen,... werden derzeit alle bevorzugt nachts betrieben, wenn es einen Überschuss an Strom gibt) sind das afaik (umfassende Statistiken gibts leider nicht) noch winzige Zahlen. Allein die Stahlindustrie hat einen Anteil von 16 % am deutschen Industriestromverbrauch. Dagegen sind deine paar Clubs in Berlin und Hamburg ein Witz - trotz der gängigen, überaus effizienten Kombination aus großen Glühbirnen-Showbeleuchtungen und ebenso großen Klimaanlagen, damit man es noch halbwegs drinne aushalten kann :schief:
 
Dagegen sind deine paar Clubs in Berlin und Hamburg ein Witz - trotz der gängigen, überaus effizienten Kombination aus großen Glühbirnen-Showbeleuchtungen und ebenso großen Klimaanlagen, damit man es noch halbwegs drinne aushalten kann :schief:

Du wirst es kaum ahnen, aber viele Clubs und Bars haben inzwischen auf LED Lampen gewechselt.
Hat meine Firma letztes Jahr gemacht. Die Kosten waren zwar spürbar :D aber schon innerhalb von 6 Monaten sind die Ausgaben wieder drin.
Schlimm ist nur, dass es Unternehmen gibt, die extra mehr Strom verbrauchen als sie müssten, weil sie sich dadurch von der EEG Umlage befreien lassen können. :(
Und die Politik fördert den Unsinn auch noch. :nene:
 
obwohl bereits Pumpspeicherkraftwerke mit rund 38 GWh Kapazität genutzt werden, um nachts produzierten Überschuss tagsüber verbrauchen zu können.

Ja und?

Glaubst du wirklich, jedes Tal in den Alpen wird mit so einem Ding zugepflastert,

damit die Energiewende funktioniert?

Man sollte vlt. mal darüber nachdenken, das die Energie auch für 80 Mio. Landsleute irgendwiewie bezahlbar bleibt ;)
 
Ja und?

Glaubst du wirklich, jedes Tal in den Alpen wird mit so einem Ding zugepflastert,

damit die Energiewende funktioniert?

Man sollte vlt. mal darüber nachdenken, das die Energie auch für 80 Mio. Landsleute irgendwiewie bezahlbar bleibt ;)

Wo ist das Problem? 1x gebaut und gut.
Man darf den Kram nur eben nicht von den Energieunternehmen bauen lassen, denn die sparen an allen Enden und Ecken, sieht man gut an den Kernkraftwerken.
Der Atomstrom wird noch so richtig teuer werden, wenn man den Müll verbuddeln muss und davon haben sich die Energiekonzerne ja schon frei gekauft und kassieren über den Strompreis trotzdem noch weiter für den Abbau der Kraftwerke.
Die Politik hat den Energie Unternehmen in den letzten 50 Jahren mit so viel Geld zu geschmissen, dass die darin fast ertrunken wären. ;)
 
Ja und?

Glaubst du wirklich, jedes Tal in den Alpen wird mit so einem Ding zugepflastert,


Ich spreche von Anlagen, die schon vor Jahr(zehnt)en gebaut wurden und die bis heute nicht einmal dazu genutzt, werden um Solarstrom nachts nutzbar zu machen. Ist das wirklich so schwer zu kapieren? Wir haben in Deutschland keinen Mangel, sondern ein massives Überangebot an Stromgrundproduktion. Wenn uns irgendwas fehlt, dann Spitzenproduktion tagsüber, obwohl wir große Anstrengungen unternehmen, die Belastungen irgendwie auf den nächtlichen Überschuss zu verlagen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
:wall:
Ich spreche von Anlagen, die schon vor Jahr(zehnt)en gebaut wurden und die bis heute nicht einmal dazu genutzt, werden um Solarstrom nachts nutzbar zu machen. Ist das wirklich so schwer zu kapieren?

Mässige doch mal deinen Ton etwas, du redest hier nicht mit totalen Vollidioten ;)

Ich komme ursprünglich aus der Elektrobranche

Es gibt in Deutschland momentan nicht genug Pumpspeicherkraftwerke, welche diesen Energieüberschuss abfedern könnten

Das nächste Problem besteht darin, das noch zusätzlich Windräder ihre Energie ins Stromnetz einspeisen,

was letztendlich dazu führt, das die Netze gar nicht mehr homogen ausgelastet werden können

Es bringt ja nix, die Energie vom Norden, bis nach Bayern, Baden-Würtemberg oder sonstewohin zu leiten

@Threshold

Ja sicher wird das teuer, momentan haben da die Konzerne auch viel zu wenige Rücklagen beiseitegelegt für Rückbau und Endlagerung :ugly:

Im Endeffekt spielt es doch keine Rolle mehr, ob nun jetzt 100 Tonnen Müll mehrwerden ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Entschuldige bitte den Tonfall. Ich bin nur etwas irritiert, wenn ich wiederholt erzählt bekomme, es gäbe einen Energieüberschuss aus erneuerbaren, für den wir gar nicht genug Pumpspeicher bauen könnten, wir de facto die vorhandenen Pumpspeicher nutzen, um im Umfeld der Produktionsmaxima der erneuerbaren noch mehr Energie ins Netz zu pumpen, weil gerade tagsüber trotz Solarausbau am häufigsten ein Mangel vorliegt.
Deswegen wiederhole ich noch einmal: Wir haben einiges an Speicherkraftwerken und bislang werden diese nicht zum Ausgleich der unregelmäßigen Produktion erneuerbarer genutzt, sondern zum Ausgleich der Dauerproduktion von fossilen und Atomkraftwerken. Die größte Belastung unserer Speicherkapazitäten ist derzeit eine zu hohe Grundproduktion. Das letzte, was wir brauchen, sind neue Grund"last"kraftwerke weil es schlichtweg nicht so viel Grundbedarf gibt.


[/letzter Versuch einen ganz primitiven Fakt rüberzubringen]
 
Das Problem besteht doch in der Geschäftemacherei an den Strombörsen, solange das nicht geregelt wird,

wird niemals eine angepasste Stromerzeugung möglich sein ;)

Als Kraftwerksbetreiber rechnen sich nun mal Pumpspeicherkraftwerke nicht, warum sollen sie investieren, wenn andere mit dem Produkt "Strom" zocken?

Eine zu hohe "Grundproduktion" liegt nur darin vor, das die Grundlastkraftwerke eine bestimmte Laufzeit haben,
bevor sie abgeschrieben sind und stillgelegt werden können
 
Wir benötigen vor allem erstmal gescheite Stromtrassen um unsern günstigen Windstrom von Norden weiter Richtung Süden zu transportieren. Aktuell verschenken wir den ja lieber an unsre europäischen Nachbarn als ihn mal selbst zu nutzen. Erneuerbare Energien sind ja nicht per se teuer, im Gegenteil. Teuer wurden sie durch diese Einspeisungssubventionen und durch die Strombörsen die ihr abstraktes Eigenleben führen.

Und selbst die sind noch ein Schnäppchen wenn man die Kosten für Atromstrom zusammenrechnet mit den Subventionen bei Bau und Betrieb und jetzt Milliarden über Milliarden an Kosten für Entsorgung und Lagerung die der Steuerzahler größtenteils tragen wird. Aber viele Menschen sind einfach dumm und sehn bei Stromkosten nur das was am Monatsende bei ihren Nebenkosten steht und nicht das was auch noch nebenbei an ihren Steuern dafür aufgewendet wird. Das gleiche Spiel mit Lebensmitteln, die in Deutschland spottbillig sind, aber im Gegenzug halt massiv mit Steuermitteln quersubventioniert werden.
 
...[/letzter Versuch einen ganz primitiven Fakt rüberzubringen]...
Du irrst aber mit Deiner Annahme. Wind und Sonne passen nicht in herkömmliche Bezeichnungen, weil sie nur temporär Strom produzieren. erst die Kombination mit jederzeit einschaltbaren Kraftwerken oder Speichern, kann man ein Netz betreiben. Niemand würde aber auf die Idee kommen, unseren gesamten Strombedarf für eine Wocdhe (typische Winterszenarien mit diesigen Tagen ohne Wind) über Speciher zu decken.

Was wir in Kombination zur EE brauchen, sind viele mittelgroße Gaskraftwerke, die sehr schnell an und jederzeit abschaltbar sind. Die baut aus vernünftigen Günden aber niemand, wil Strom aus Braunkohlekraftwerken viel billiger ist, und die stehen rum. Auch die abgeschriebenen alten Kernkraftwerke stehen halt rum und belegen die unteren 15GW am produziertem Strom. Sobald die Kernkraftwerke abgeschaltet und Braunkohlekraftwerke zurückgedrängt wurden, brauchen wir natürlich mehr Gaskraftwerke, die je nach Anteil vo Snne und Wind auch mit erheblichen Anteilen von Biogas betrieben werden können. Billig wird das alles nicht, aber es gibt uns Unabhängigkeit und sauberer Luft. Wenn dann noch die "verdammten" Dieselmotoren aus dem Verkehr gezogen werden und die überwiegende Masse aus Elektrofahrzeugen besteht, wird es eine andere Welt sein. Die Luft wird besser....
 
Du irrst aber mit Deiner Annahme. Wind und Sonne passen nicht in herkömmliche Bezeichnungen, weil sie nur temporär Strom produzieren. erst die Kombination mit jederzeit einschaltbaren Kraftwerken oder Speichern, kann man ein Netz betreiben. Niemand würde aber auf die Idee kommen, unseren gesamten Strombedarf für eine Wocdhe (typische Winterszenarien mit diesigen Tagen ohne Wind) über Speciher zu decken.

Was wir in Kombination zur EE brauchen, sind viele mittelgroße Gaskraftwerke, die sehr schnell an und jederzeit abschaltbar sind. Die baut aus vernünftigen Günden aber niemand, wil Strom aus Braunkohlekraftwerken viel billiger ist, und die stehen rum. Auch die abgeschriebenen alten Kernkraftwerke stehen halt rum und belegen die unteren 15GW am produziertem Strom. Sobald die Kernkraftwerke abgeschaltet und Braunkohlekraftwerke zurückgedrängt wurden, brauchen wir natürlich mehr Gaskraftwerke, die je nach Anteil vo Snne und Wind auch mit erheblichen Anteilen von Biogas betrieben werden können. Billig wird das alles nicht, aber es gibt uns Unabhängigkeit und sauberer Luft. Wenn dann noch die "verdammten" Dieselmotoren aus dem Verkehr gezogen werden und die überwiegende Masse aus Elektrofahrzeugen besteht, wird es eine andere Welt sein. Die Luft wird besser....

Jo, genauso ist es :daumen:

Der Vorteil bei diesen "Mittelkraftwerken" ist auch die relativ schnelle Lastanpassung,

welche bei den Grundkraftwerken, nicht so gegeben ist
 
JDer Vorteil bei diesen "Mittelkraftwerken" ist auch die relativ schnelle Lastanpassung,
Dazu kommt höhere Netzstabilität. Wenn 1GW Kernkraftwerke mal wieder in eine Notabschaltung gehen müssen, passierte um Hamburg herum hin und wieder, sind lokale Stromausfälle vorgekommen. Mit 5 Gaskraftwerken um 200MW würde das nicht passieren. Außerem sind die viel besser mit Kraft-Wärme-Kältekopplung in den städtischen Energiehaushalt zu integrieren. Wir haben deshalb so unglaublich viele Kraftwerke herumstehen, weil wir parallel zu Kernkraftwerken weitere Kraftwerke zur Sicherstellung des Strombedarfes errichteten.
 
Du irrst aber mit Deiner Annahme. Wind und Sonne passen nicht in herkömmliche Bezeichnungen, weil sie nur temporär Strom produzieren. erst die Kombination mit jederzeit einschaltbaren Kraftwerken oder Speichern, kann man ein Netz betreiben. Niemand würde aber auf die Idee kommen, unseren gesamten Strombedarf für eine Wocdhe (typische Winterszenarien mit diesigen Tagen ohne Wind) über Speciher zu decken.

Viele Leute in Norddeutschland wären froh, wenn sie dein "typisches" Winterszenario wenigstens einmal im Jahrzehnt erleben würden ;)
Und ich sagte weder, dass Wind und Sonne in gängige Konzepte passen, noch dass sie alleine die perfekte Lösung sind, noch dass man Strom für eine Woche speichern sollte. Meine einzige Aussage war, dass wir bislang nur ein einziges Problem mit "Grundlastkraftwerken" haben: Wir haben viel mehr davon, als wir brauchen. Und das einzige Problem, dass wir bis auf weiteres mit Speicherkraftwerken haben, ist, dass wir sie nicht für EE nutzen können, weil sie eben noch dafür gebraucht werden, das Problem mit der zu großen Produktion von AKWs und KKWs zu kompensieren.

Das könnte man aber auch mit "abschalten" und schon wäre der Weg frei für einiges an erneuerbaren.

Bezüglich Gaskraftwerke:
Kurzfristig erscheinen sie zwar als die beste Lösung, aber unser Biogaspotential ist begrenzt und dieser Energieträger ist auch für den mobilen Einsatz sehr attraktiv, zum Teil (Flugverkehr) bis auf weiteres alternativlos. Da muss man aufpassen, dass man nicht zuviel Geld in einer Technik versenkt, die dann mittelfristig stillsteht. Das Rückrat der Produktion muss jedenfalls ein europäisches Verbundnetz auf Basis von Sonne und Wind werden - und das eigentlich binnen 10 Jahren, wenn wir unsere Klimaschutzversprecher ernst meinen würden, was den Aufbau von "Brückentechnologien" eigentlich schwachsinnig macht. (De facto ist er doch sinnvoll, weil er wenigstens ein Bisschen was bringt und wir vermutlich noch 50+ Jahre brauchen, ehe wir neben der Hauptkonzentration auf Wohlstands- und Vermögenssteigerung -letztere natürlich vor allem für die oberen Schichten...- irgendwie mal ein Bißchen was für Nachhaltigkeit getan haben)
 
Viele Leute in Norddeutschland wären froh, wenn sie dein "typisches" Winterszenario wenigstens einmal im Jahrzehnt erleben würden ;)
Wir hattern schon drei Wochen lang keinen nennenswerten Windstrom im Netz. Schau Dir einfach täglich diesen Link an, dann bekommst Du ein Gefühl für die sehr unterschiedliche Einspeisung. Das ist besser, als einfach Dinge zu behaupten.
Transparency in Energy Markets - Homepage

Die Namen Grundlastkraftwerke und grundlastfähig sind leider irreführund. Jedes Gaskraftwerk ist grundlastfähig, wird aber aus ökonomischen Gründen nicht dafür eingesetzt, weil die Brennstoffkosten zu hoch sind. Jedes Kernkraftwerk wäre spitzenlasttauglich, aber die Investitionskosten für ein bis zwei Stunden am Tag der Energienutzung sind zu hoch, darum hat Frankreich auch ständig Probleme und Stromknappheit, sowohl im Sommer, wenn Klimaanlagen zusätzlich laufen als auch im Winter, wenn elektrische Heizungen genutzt werden. Wind und Sonne werden nie grundlastfähig sein oder sicher die Spitzenlast decken. Sie sind einfach da oder nicht, man spart mit ihnen nur Brennstoff, mehr nicht. Dafür hat man doppelte Investitionskosten. Ein teurer Spaß, aber ich bin trotzdem dafür.

Unser Biogaspotential ist riesig, wenn 10-20 Prozent der Bioabfälle über Pyrolyse vergast werden. Alle das Laub, Stroh etc... Und davon nur eine Handvoll Prozent, weil Humusbildung auch wichtig ist. Man muss es nur machen. Natürlich muss das Rückrat Wind und Sonne werden. Aber dazu müssten europäische Länder mitziehen. Aber wo ist deren Gewinn, wenn sie deutsche Windkraftanlagen und deutsche oder chinesische Solarzellen kaufen.
 
Nö, die großen Braunkohle- und Kernkraftwerke sind nur für die Grundlast zuständig,

weil sie über ein eingeschränktes Regelverhalten verfügen ;)

Gaskraftwerke sind für die Mittellast optimal, da man mit diesen schneller auf einen sich ändernden Bedarf reagieren kann ;)
 
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