AW: Jörg Haider - Unfall oder Anschlag ?
dieser pfeiler scheint ja nicht verankert gewesen zu sein, denn sonst wäre er wohl noch an ort und stelle und eher dort umgebogen. oder er wäre zerbröselt und der stahl würde rausgucken, wenn denn welcher drin gewesen wäre.
Wie gesagt, ich habe bislang keine Bilder oder detailierte Beschreibungen des Pfeilers oder seinen ursprünglichen Standortes gesehen. In sofern kann ich nicht sagen, was er wieder erwarten nicht macht - ich weiß weder was er macht, noch kenne ich genug Details über seinen Ursprungszustand, um eine gesicherte Erwartungshaltung zu haben.
Alles, was ich sage ist, dass sich in einem Objekt von der Größe, wie es auf den Bildern zu sehen ist (bei denen aber in Frage gestellt wird, ob sie den von Haider getroffenen Pfeiler zeigen), genug Stahlarmierungen unterbingen ließen, um einen erhebliche Festigkeit zu erreichen und das Objekt für sich bereits groß genug erscheint, um allein durch seine Masse einen erheblichen Schaden anzurichten.
Um näher zu beurteilen, was für das Objekt gilt, das Haider gerammt ist, bräuchte man zumindest Aufnahmen dieses Objektes, der Schäden am Objekt und des ursprünglichen Standortes.
nebenbei dazu: 1991 ist vor meinem elternhaus ein autofahrer verunglückt. er fuhr mit etwa 40kmh gegen eine betonierte straßenlaterne, welche dadurch auf das fahrzeug fiel. diese war auch im boden verankert. die laterne ist im durchmesser auch stärker gewesen als der pfeiler. das unfallfahrzeug war ein wartburg, der fahrer überlebte schwer verletzt.
Laternen sind i.d.R. hohl. Außerdem werden sie i.d.R. in sehr großen Stückzahlen professionell hergestellt. Das heißt Materialoptimierung/-minimierung lohnt sich, ggf. werden sie sogar gezielt so konzipiert, dass sie bei einem Unfall nachgeben. (wobei ich das bei Beton eher nicht glaube)
Grundstücksmarkierungen werden dagegen oft in Eigenregie hergestellt und dabei kann durchaus nach dem Prinzip "Loch graben, Stahlrohr rein, Verschalung drum rum und Beton auffüllen" vorgegangen werden, was sehr massive Klötze hervorbringt.
panzersperren sind doch nicht nur 30cm oder 40cm tief im boden verankert, oder etwa doch?
Afaik gibt es sogar mobile Versionen, die sich in kurzer Zeit mit einem Klappspaten installieren lassen. Aber vielleicht kann da ein Wehrdienstleisternder direkt was sagen, dann muss ich mich nicht totgoogeln. Es sagt außerdem niemand, dass dieser Pfosten die Wirkung einer Panzersperre hatte, schließlich hat er weder gesperrt noch geht es um Panzer. Es geht nur um eine erhebliche Beschädigung eines ~20mal leichteren Fahrzeuges, d.h. wenn der Pfosten die 2% der Festigkeit einer Panzersperre hatte, würde das bereits ausreichen. Die Verwendung des extremen Beispiels ist darauf zurückzuführen, dass sich das gut googlen lässt und außerdem sehr schön demonstriert, wie wenig die Bilder aussagen.
Denn es mag sein, dass der umgefahrene Pfosten einfach aus Hohlziegeln hingemauert war und mit nem Hammer hätte zerstört werden können - es ist aber auch ebensogut möglich, dass auf den Bildern zu erkennende Objekt eine sehr stabile Armierung hat und über einen halben Meter in den Boden ragt. Sicherlich: Das jemand ersteres gebaut hat, ist wahrscheinlicher. Aber wir reden hier über Theorien, die letzten Endes aussagen würden, dass dutzende von Personen aus Polizei, Feuerwehr/Rettungsdienst (macht das in Ö auch nur die Feuerwehr?), Medizin, Gerichtsmedizin, Staatsanwahltschaft, Anwohner und -als Hintermänner- Politik alle unter einer Decke stecken und ein riesiges Lügenkartell hochgezogen haben, dass den meisten von ihnen kaum was bringt, aber jedem einzelnen die Karriere und ein Jahrzehnt seines Lebens kosten kann. "Unwahrscheinlich, dass jemand sowas macht" sollte man in einer solchen Diskussion also mit Vorsicht verwenden und nicht gerade als Todschlagsargument ansehen.
ich habe auch noch kein bild gesehen wo direkt kenntlich war wo der pfeiler stand.
Dann wird es wohl auch schwer, Aussagen zu machen, wie von da verschwinden konnte und ob das im Wiederspruch zum Untersuchungsbericht steht.
nenne mir die seriöse quelle die angibt das der wagen nicht gepanzert war?
Google mal nach irgendwas mit Haider... - seriöse Quellen ersaufen in der Masse an Forenbeiträgen. Zu allem Überfluss scheinen die Belgier auch noch in Zusammenhang mit Haiders Machtgewinn irgendwann mal die Lieferung von gepanzerten Krankenwagen für die Österreichische Armee gestoppt zu haben bzw. es wurde zumindest über sowas berichtet, was eine Einschränkung der Suchergebnisse weiter erschwert.
Es gibt immerhin jede Menge
unseriöse Quellen, die von 2t Gewicht sprechen. Auch viele Seiten, deren Thesen durch eine Panzerung unterstützt werden würden, sprechen von einem ungepanzertem Fahrzeug.
Unabhängig davon sind sich alle Quellen -auch seriöse- in der Motorisierung einig: ein kleiner 6-Zylinder ist normalerweise nicht ausreichend stark, um eine schwere, gepanzerte Limousine zu bewegen. Ebenfalls berichten mehrere Quellen (darunter eine
leidlich seriöse) davon, dass der Wagen -wie alle Dienstwagen des Landes- geleast war. Mir wäre nicht bekannt, dass normale Leasingunternehmen auch den sehr, sehr kleinen Markt für schwergepanzerte Personenschutzfarhzeuge bedienen.
Ganz ohne Quelle möchte ich noch anmerken, dass ich in mehreren Berichten über Personenschutzfahrzeuge gehört habe, dass bereits bei sehr niedrigen Schutzklassen die Tür/Rahmenprofile gegen mehrfach gestufte ausgetauscht werden, damit sich an dieser Stelle nicht zwischen die Panzerung schieben kann. Das Buisness scheint zu geheimniskrämerisch zu sein, als das ich irgend eine Aussage im Netz finden könnte - aber es klingt zumindest logisch. Sollte es stimme, dann würde Haiders maximal eine sehr schwache Panzerung (z.B. einfache Kevlarmatten) aufweisen. Diese würde dann aber weder bei der Steifheit noch beim Gewicht einen großen Unterschied machen, sondern nur das Eindringen nicht-panzerbrechender Munition erschweren. (VW soll auch einen Phaeton "protect" mit niedriger Schutzstufe anbieten. Aber auch gilt: Abgesehen von mehreren -durchaus seriösen- Seiten, die über die prinzipielle Existenz dieser "ab Werk"-Modelle berichtet, sagt niemand etwas dazu)
es ist allzulogisch anzunehmen das ein landesoberhaupt in einer gepanzerten limousine unterwegs ist, gerade mit einem hintergrund wie den von haider!
Nun, da wären auch die Kosten zu berücksichtigen. Auf alle Fälle wäre es im Gegenzug logisch, dass ein 3-4-5t Panzerwagen ausschließlich von einem Chauffeur gelenkt wird, der speziell für so etwas ausgebildet wurde. Denn eine Panzerung nutzt einem im Zweifelsfall wenig, wenn man nicht in der Lage ist, den Wagen (auf platten Reifen) schnell aus der Gefahrenzone (oder überhaupt einigermaßen sicher) zu bewegen, so dass Attentäter beliebig weiter angreifen können.