Richtig, der Mittestand ist zweifellos gut für Deutschland.
Global betrachtet möchte ich aber erneut auf den Fakt eingehen, dass wir uns durchaus in einem realen wirtschafts-Krieg befinden, ob es uns passt oder nicht.
Und natürlich im Hinblick auf z. B. Rohstoffknappheit, Inflation, 0-Zins-Politik, Flucht des Kapitals in Aktien, die keinerlei materiellen Gegenwert aufweisen, wirkt dieser Krieg wie ein Katalysator und wird Dinge beschleunigen, die eh schon langfristig absehbar waren.
Er wird zu Arbeitslosigkeit, relativer Armut usw. auch bei uns kommen, unabhängig davon, ob nun der Gashahn zu oder auf ist.
Die Kernfrage ist eher, wie reagiert das jetzige System bei uns darauf?
Immer global betrachtet, nicht auf das manchmal bedauernswerte Einzelschicksal heruntergebrochen.
Da bin ich der Meinung, je freier der Markt sein wird, desto eher wird sich das Land als Ganzes davon erholen.
Restriktive angedachte oder auch hypothetische Maßnahmen wie "Grundeinkommen", Einschränkungen des Bargeldverkehrs, zu hohe digitale Überwachung des Bürgers sind alles kleine Einschnitte, die in Summe die Kreativität eines künftigen "Bezos aus Deutschland" in ihrem Wirken einschränken bzw. nicht zur vollen Entfaltung kommen lassen.
Man muss höllisch aufpassen, dass wir in unserer Regulierungswut uns nicht immer mehr Staatenmodellen angleichen, die wir eigentlich ablehnen, wie eben China oder Russland.
Sie alle kamen mindestens aus sozial und finanziell gut aufgestellten (mittelständischen) Haushalten und genossen somit ein recht sorgenfreies heranwachsen, auch materiell, und die Möglichkeit auf eine sehr gute Ausbildung!
Ja und, ist dass verboten?
Natürlich gab es gewisses Startkapital, auch das galt es es zu organisieren.
Aber vermutlich weder du noch ich hätten aus dem gegebene Kapital das Gleiche wie ein Musk gemacht, oder?
Schon alleine an diesen Punkten hast du eben keine Chancengleichheit, bestimmt die Herkunft und Geburt stark deine Chancen und hast du keinen wirklichen, eigenen Einfluss dadrauf.
Wie genau soll denn die Chancengleichheit verbessert werden?
Staatliche Umschichtung des Vermögens von jenen, die es sich erarbeitet haben auf jene, die nie gearbeitet haben - Mahlzeit.
Und es ist nunmal schon lange nachgewiesener Fakt das alleine die sozialen und finanziellen Bedinungen, sowie deine Bildungschancen / Möglichkeiten, unter denen du heranwächst, sehr großen Einfluss auf deine späteren Chancen im Leben haben sozial / finanziell aufzusteigen!
Bestreite ich doch gar nicht, war auch nicht der Diskussionspunkt.
Den Menschen daher bzgl. dieser Punkte nur Neid und Ärger über ihre eigene Unfähigkeit zu unterstellen, ist gelinde gesagt einfach nur menschenverachtend und völlige Empathielosigkeit, sich in ihre Bedingungen und Lage versetzen zu können!
Das ist völliger Blödsinn.
Ich habe schon eine Firmenpleite hinter mir, war hochverschuldet (> 1Mio. E) und arbeitslos.
Ich weiss ganz genau wie es ist, nicht zu wissen, woher der Euro für ein McDoof Burger herkommen soll.
Evtl. sogar besser als Du, wenn du so eine Krise noch nicht durchgemacht hast.
Aber ich habe die Freiheiten in unserem System genutzt, wieder komplett auf die Beine zu kommen, ohne jegliche Hilfe von Staat oder Verwandten - und diese Möglichkeit hat jeder.
Ich verwehe mich aber der Idee, das man armen Menschen einfach nur Geld hinterherschieben muss und dann wird alles gut.
Wird es eben nicht, wenn man nicht in die Eigeninitiative geht.
Bildung ist allerdings wieder ein eigenes Thema, die Chance ist in der Tat in D. nicht gegeben, das jeder aus jeder Schicht gleiche Chancen hat.
Aber auch hier gilt, man muss, wenn denn Chancen da sind, diese eben auch nutzen.