IPS Panel so schlecht oder liegt es an mir? Suche Monitor

maverick_zero

Schraubenverwechsler(in)
Hallo zusammen,
ich habe seit langem einen Monitor Typ Samsung S24D330H im Einsatz und bin mit diesem bisher wunderbar zufrieden.
Nun habe ich für meinen zweiten Rechner (baugleich zum ersten PC) einen neuen Monitor geholt, Typ Samsung S24F350F und erhoffte mir ein mit dem Erstmonitor vergleichbar gutes oder gar besseres Bild. Leider kam beim ersten Test die Ernüchterung:

Der S24F350F hat ein IPS Panel. Diese sollten meines Wissens nach durch ihre große Blickwinkelstabilität punkten.
Leider sehen dunkle Flächen bereits bei kleinen horizontalen Blickwinkeln wie "neblig" aus. Die Farbwiedergabe ist etwas schlechter als bei meinem alten Monitor, wenngleich das Schwarz tiefer ist. Das Bild wirkt dennoch unausgewogen - als hätte jemand den Gamma-Wert verstellt.
Per Monitortestprogramm habe ich versucht, das Bild besser einzustellen. Dabei ist mir bei einem vollflächigen Schwarz aufgefallen, dass die Helligkeitsverteilung nicht gut ist. Ich schätze, dass dies wohl das sog. "Backlight Bleeding" ist. Siehe angehängtes Bild (Effekt wirkt auf dem Bild stärker als in echt).

Jetzt stellen sich mir mehrere Fragen:
- Habe ich hier ein Montagsmodell erwischt oder ist der S24F350F einfach kein guter Bildschirm?
- Sind alle IPS Panels so "schlecht"? Lieber Finger weg von IPS?
- Was wäre eine bessere Alternative im Preissegment unter 200 Euro?

Hat hier jemand ein wenig Ahnung von der Materie und kann mir ein paar Ratschläge geben?
Beste Grüße
Stefan
 

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Kaum etwas ist so subjektiv wie die Monitorwahrnehmung. Es natürlich auch ein bisschen eine Gewöhnungsfrage. Dein alter Monitor ist halt TN und beim neuen hast du die IPS Version gekauft. Wenn dir der TN besser gefällt dann kauf dir doch einen zweiten S24D. Ich kann dich grundsätzlich verstehen, vielfach finde ich auch die TN Panele besser als die IPS. Aber die IPS kommen oft bei gewissen formalen Messungen zur Farbwiedergabe besser weg. Ob das dann für dein Empfinden natürlich oder ausgewogen ist kannst nur du selber bewerten.
 
Was mich vor allem stutzig macht, ist dass beim neuen IPS vom Hersteller ein höherer Betrachtungswinkel angegeben wird als beim alten TN, jedoch beim neuen der Betrachtungswinkel deutlich schneller zu Verfälschungen führt, diese sich jedoch hauptsächlich auf die Wiedergabe dunkler Farben beschränken.

Gerade der hohe Betrachtungswinkel und bessere Farbwiedergabe von IPS-Panels waren eigentlich Kaufgrund. Dazu der kommt, dass mir die FreeSync-Funktion wirklich gefällt, und TN-FreeSync-Displays rar gesät sind.
Schade, geht dann wohl in Retoure und ich hole nochmal den S24D.
 
Tja der Betrachtungswinkel wird normalerweise so definiert, dass unter dem entsprechenden Winkel noch ein gewisser Kontrast besteht. Farbechtheit bezieht der normalerweise nicht mit ein. Meistens geben die Hersteller aber nicht so offensichtlich an wie sie den maximalen Blickwinkel definieren. Samsung ist übrigens auch bekannt dafür durch Tricks formal sehr hohe Kontrastwerte zu "boosten".
Ansonsten sparste mit dem 24D ja sogar noch etwas Geld :-)
 
Also ganz im ernst... Samsung ist für vieles bekannt, aber bestimmt nicht gute Farben. Die haben doch mit amoled den Handymarkt jahrelang versaut was die unnatürlich gepushten Farben angeht. Das backlight bleeding bei deinem erworbenen Monitor ist aber auch schon heftig. Da spielt die Preisgestaltung seitens Samsung aber auch mit hinein. Es gibt außer Dell, Fujitsu und Iiyama mMn keinen Hersteller momentan, der sich da unter 400 Euro überhaupt Mühe gibt.
Das ist aber auch recht subjektiv, wie hier schon erwähnt wurde.
Samsung macht bei deinem Monitor soweit ich das gesehen habe überhaupt keine Angaben bezüglich Farbraumabdeckung. Das hätte dich stutzig werden lassen sollen mMn.

Falls es nicht unbedingt 1080p sein muss, schau dir den mal an.

Edit
Schau dir die mal an:

Edit 2
Falls dir der Schwarzwert sehr wichtig ist, solltest du VA-Panel mit in deine Auswahl einbeziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es halt wie immer ein Glückspiel mit dem IPS Glow, es gibt durch aus Panels wo es entweder nicht auffällt oder kaum vorhanden ist.:) Ganz verschwinden wird es nie.
 
In der Billig-Preisklasse ist IPS auch in der Blickwinkelstabilität nicht unbedingt besser. Davon abgesehen haben Samsungs klar gute Farben, wie alle anderen aber auch erst in höheren Preisklasse.

Bei 100 Euro darf man einfach keine Ansprüche in Sachen Bildqualität haben. Wenns billig sein soll, würde ich eher nen VA nehmen.
 
Ich scheine hier durch meinen alten Monitor regelrecht verwöhnt zu sein: Dieser hat neu unter 200 Euro gekostet und ist so über die Maßen gut, sowohl in Farbwiedergabe als auch in Blickwinkelstabilität... da dachte ich, es müsse doch heute ein vergleichbares Produkt geben.
Ich nehme für mich mit: Finger weg von IPS, ausser es ist ein hochpreisiges Display.
 
Blickwinkel sind bei IPS wesentlich besser als bei TN, auch bei den billigen Monitoren.
Ändert ja nichts an der Technik.
Bei seitlicher Betrachtung fällt es nicht so sehr auf und bei dunklen Inhalten kommt halt der IPS Glow dazu.
Falls man aber zu weit von oben oder unten auf den Monitor guckt, ist TN teils grausam schlecht.
Ebenfalls ist der Effekt bei kleineren Monitoren nicht so stark zu sehen.

Davon ab, du hast dich über die Jahre an deinen Monitor und dessen Eigenschaften gewöhnt.
Gerade wenn Leute zum ersten Mal vor nem kalibrierten Monitor sitzen, sind sie meist von den Farben enttäuscht.
 
Die Werbung muß man immer kritisch sehen.
Hier spielen Faktoren eine Rolle die technisch bedingt sind. Bei Röhrenmonitoren war das besser.
Kein Flachmonitor kam bisher an meine alte Röhre heran beim Blickwinkel.
Man kann versuchen in hohen Preisklassen ein gutes Bild zu bekommen, aber auch da ist nicht sicher, daß man Glück hat. Etwas besser ist die Ansicht im Landengeschäft. Aber da sind die Umgebungsbedingungen meist so schlecht, daß eine Beurteilung schwer ist. Die Präsentation kann auch absichtlich manipuliert sein um zum teureren zu verleiten.
Hilft nur Tests zu studieren und ausprobieren.
Aber manches muß man prinzipbedingt in Kauf nehmen.
 
Die Werbung muß man immer kritisch sehen.
Hier spielen Faktoren eine Rolle die technisch bedingt sind. Bei Röhrenmonitoren war das besser.
Kein Flachmonitor kam bisher an meine alte Röhre heran beim Blickwinkel.
Wer will denn die 40kg Klötzer noch auf dem Tisch stehen haben?

Ansonsten sitze ich gerade an einem Billiggerät:
LG 22 MP67.

Der reicht mir völlig aus und hat eine erstaunlich hohe Blickwinkelstabilität und ein flackerfreies Bild.

Man kann versuchen in hohen Preisklassen ein gutes Bild zu bekommen, aber auch da ist nicht sicher, daß man Glück hat. Etwas besser ist die Ansicht im Landengeschäft. Aber da sind die Umgebungsbedingungen meist so schlecht, daß eine Beurteilung schwer ist.
Geh zur Seite.
Alles, was Du bei 5° noch sehen kannst, würde ich in die Auswahl nehmen.

Die Präsentation kann auch absichtlich manipuliert sein um zum teureren zu verleiten.
Ist sie nicht.
Ich war lange PC-Fachverkäufer.
Die Monitore werden ausgepackt und so, wie sie sind, an den Videoverteiler des DVD-Players angeschlossen.
Niemand hat da Zeit für irgendwelche Einstellungen.

Das sieht man auch an der unterschiedlichen Farbdarstellung.
Hätte ich Zeit gehabt, hätte ich mir ein Kalorimeter geschnappt, und alle gleich eingestellt.

Da hättest Du dann aber lange gesucht. ;)
Hilft nur Tests zu studieren und ausprobieren.
Sehr richtig.
 
Thema Blickwinkelstabilität und PC-Monitor:
Wird meiner bescheidenen Meinung nach überschätzt.
Bei einem PC Monitor sitzt man ja normalerweise immer ziemlich zentral vor dem Monitor. Da spielt die Blickwinkelstabilität dann meiner Erfahrung nach keine so große eine Rolle. Insbesondere bei curved, die ja noch mehr dem Betrachter zugewandt sind. Zumindest kann ich mich nicht erinnern, jemals bei meinen TN-Panels Probleme damit gehabt zu haben... (Oder z.B. auf der Arbeit, wo ich sogar drei stehen haben, die nicht mal alle 100%ig ideal stehen.)
Bei einem Fernseher sieht das natürlich ganz anders aus. Ausser man hat einen Einpersonenhaushalt und sitzt immer perfekt vor dem Fernseher. Das gleiche gilt natürlich, wenn der PC-Monitor auch als Filmwiedergabe-Gerät aus nicht so perfektem Winkel genutzt wird. Da spielt die Blickwinkelstabilität dann schon noch eine Rolle.

=> Meiner Meinung nach einfach den Anwendungsfall betrachten.
Zumindest was Blickwinkelstabilität angeht finde ich IPS/OLED für PC-Monitore überflüssig. Aber IPS/OLED können natürlich andere relevante Vorteile und Nachteile haben (Farben/Einbrennen/etc).
 
Das Problem ist, je größer der Monitor ist und je näher der Sitzabstand, desto eher sieht man schlechte Blickwinkel.
Bei TN 27" sieht man es schon bei 60cm Abstand, also sollte es schon 80cm oder mehr sein.
 
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