Internetausbau: Scholz will Gigabit für alle bis 2030

Das Steigen des BIPs ist in jedem Entwicklungsland so.
Dann sinkt es auf wenige % ab, weil der Markt gar nicht mehr abnehmen kann.
Du kannst ja googlen, wo ich das Statement her habe. Und in den 5 Jahren hat sich das noch einmal drastisch nach oben korrigiert:

2009 erzielte das Land ein durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen von 1000 US-Dollar pro Einwohner und wurde damit nach Definition der Weltbank ein Land mit mittlerem Einkommen. Zwar liegt Vietnam im unteren Bereich der "Middle Income Countries" - doch ein Entwicklungsland ist es damit nicht mehr. (20.10.2015)


Hast Du das vor Ort oder im Internet erlebt?
Beides. Im Gegensatz zu Dir beschäftige ich mich damit wie die Welt aktuell ist, nicht wie sie 1998, 2000 oder vor 2009 war.
 
Bis Vietnam von seinem BIP von rund 250 Milliarden USD auf die 4000 Billionen USD Deutschlands kommt, müssten die Internetanschlüsse dort aber noch viel schneller werden - wenn das überhaupt irgendwie korrelieren würde.
Was es nicht tut.
Darüber sollte man diskutieren. In der Tat bin ich der Ansicht, dass es in immer stärkeren Umfang korreliert.

In Thailand liegt der Anteil der Bevölkerung, die das Internet nutzen kann, bei 33 Millionen von 70 Millionen Einwohnern, also weniger als 50%.
In Deutschland sind es 67 Millionen von 83 Millionen, also über 90%.
Da kannst Du auf viele weitere Staaten in dem Raum gehen, inklusive China. Du hast einfach ein starkes Gefälle von Landbevölkerung, die teilweise noch (fast) wie im Mittelalter lebt (aber fast alle mit Smartphone - kein Witz). Deswegen war zum Beispiel MS Kaizala in dem Raum ein Hit: Du hattest eine App, die Warenwirtschaftssystem, Kasse und Bezahlvorgang (per Handy abgebildet hat). Bei gefühlt jedem Straßenhändler oder Imbiß kannst Du auch auf dem Land mit Handy oder Karte zahlen und das mit einem sicheren Bezahlsystem.

Gleichzeitig hast Du Stadtbevölkerung, die im Standard eher fortschrittlicher leben als wir hier. Das Gefälle im Lebensstandard zwischen Stadt und Land ist definitiv krass - stimme ich Dir zu, habe ich selbst erlebt.

Möchtest du deine Einschätzungen nicht doch noch einmal grundsätzlich neu bewerten und sie vielleicht etwas mehr auf harte Zahlen statt auf gefühlte Fakten stützen?
Was ich bisher erlebte: es kommen Fakten, sowohl zu Privatanschlüssen, als auch BIP, als auch Lebensstandard und das aus offiziellen Quellen von mir. Als Antwort kommt:
  • Das ist ein Entwicklungsland (was es seit 2009 nicht mehr ist)
  • Das ist nur Luxus und für ein paar Privilegierte verfügbar (was nicht stimmt)
  • Was Boko Haram mit Digitalisierung zu tun hat, erschließt sich mir eventuell 2050..
  • Wenn der Ausbaugrad und die Nutzbarkeit für weite Bevölkerungsteile an Bedingungen hängen,.. (Zusammenhanglos - sinnbefreite Anmerkung und vermutlich unwahr wenn ich richtig verstanden habe, was Du meintest)
  • Die paar Glasfaserleitungen in den Ländern können sich 90% der Bevölkerung einfach nicht leisten. (Einfach nur Unfug weil unwahr)
  • ...

Das ist nur ein aufrichtig gut gemeinter Vorschlag, denn ich würde nur sehr ungern so ruppig die Sinnlosigkeit einer Diskussion mit dir konstatieren, wie @wuselsurfer es getan hat. :)
Kein Problem. Wenn Du eine Diskussion beenden musst, weil Dir ein anderer aufzeigt, dass Du einfach weit daneben liegst, dann solltest Du es beenden.

Und @wuselsurfer ist der, der nicht lesen will: Von Nonsens spricht wenn er was nicht verstanden hat. Von Netzwerksignalisierung und 100MBit-Ausbau für alle redet, aber eine primitive Gundlagenfrage offensichtlich nicht beantworten kann. Und der in 2021 ein Land als Entwicklungsland bezeichnet, das es 2009 schon nicht mehr war.

Liest sich wie Kindergarten. Da zeige ich gerne Grenzen auf.

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PS: Ach ja und die "Nazikeule", die @wuselsurfer mal schwingen wollte, weil es ihn anätzt zu lesen wo er falsch liegt - "Hört das volkstümlerische Geplärre denn mal auf?" ( @wuselsurfer ). Finde ich sinnbefreit, niveaulos zur Diskussion, sagt am ehesten etwas über ihn aus - findest Du gut? Finde ich peinlich.
 
Darüber sollte man diskutieren. In der Tat bin ich der Ansicht, dass es in immer stärkeren Umfang korreliert.
Wie kommt man nur auf einen solche Quark?
Quelle: .... .

Da kannst Du auf viele weitere Staaten in dem Raum gehen, inklusive China. Du hast einfach ein starkes Gefälle von Landbevölkerung, die teilweise noch (fast) wie im Mittelalter lebt (aber fast alle mit Smartphone - kein Witz).
Das ist doch überall auf der Welt so.
Warum schlägst Du hier so ein Wunder auf?
Zum Brabbeln halt .

Deswegen war zum Beispiel MS Kaizala in dem Raum ein Hit: Du hattest eine App, die Warenwirtschaftssystem, Kasse und Bezahlvorgang (per Handy abgebildet hat). Bei gefühlt jedem Straßenhändler oder Imbiß kannst Du auch auf dem Land mit Handy oder Karte zahlen und das mit einem sicheren Bezahlsystem.
MS ist sicher?
Deswegen die täglichen Updates von der Firma?
  • Was Boko Haram mit Digitalisierung zu tun hat, erschließt sich mir eventuell 2050..
Bei manchen dauert es halt ein bißchen.
Die leben in der Vergangenheit ... .
Kein Problem. Wenn Du eine Diskussion beenden musst, weil Dir ein anderer aufzeigt, dass Du einfach weit daneben liegst, dann solltest Du es beenden.

Lesen und verstehen ist halt schwer.
EOT heißt was ganz anderes.
Und @wuselsurfer aber eine primitive Gundlagenfrage offensichtlich nicht beantworten kann. Und der in 2021 ein Land als Entwicklungsland bezeichnet, das es 2009 schon nicht mehr war.
Genug gefüttert.
 
Darüber sollte man diskutieren. In der Tat bin ich der Ansicht, dass es in immer stärkeren Umfang korreliert.
Wie kommt man nur auf einen solche Quark?
Quelle: .... .
Nennt man Meinung - ist meine.
Sieht z.b. das österreichische Bundesministerium genauso.
Gibt es aber auch wissenschaftliche Artikel dazu, die ich Dir gegoogelt habe.
Hat auch Auswirkungen direkt auf Arbeit und Bildung, was wiederum ein Wirtschaftsfaktor ist.
Brauchst Du mehr?

Was Du als Quark bezeichnest, nennen andere Realität.

MS ist sicher?
Deswegen die täglichen Updates von der Firma?
Ich schrieb von Bezahlsystem. Und die Updates sind vielfach sogenannte Patches. Kriegst Du auch auf RHEL, BSD, sogar auf OpenBSD und allen Linux-Distributionen.

Bei manchen dauert es halt ein bißchen.
Die leben in der Vergangenheit ... .
Zum Beispiel vor 2009 in 2021.
 
Darüber sollte man diskutieren. In der Tat bin ich der Ansicht, dass es in immer stärkeren Umfang korreliert.
Jetzt müsstest du diese Ansicht nur noch irgendwie belegen, denn selbsterklärend/-begründend ist sie offenkundig nicht.

Da kannst Du auf viele weitere Staaten in dem Raum gehen, inklusive China. Du hast einfach ein starkes Gefälle von Landbevölkerung, die teilweise noch (fast) wie im Mittelalter lebt (aber fast alle mit Smartphone - kein Witz).
Und inwiefern unterstützt das jetzt dein Fortschrittsargument? Im städtischen Raum können hierzulande auch 50% der Bevölkerung sofort Gigabit-Internet bekommen, wenn sie bereit sind, den (an unsere Einkommens- und Kostenstruktur angepassten) selben Preis dafür zu zahlen.
Der wesentliche Unterschied ist der, dass bei uns 90% auch im ländlichen Raum einen Internetanschluss bekommen und sich diesen auch leisten können. Thailand kann das offenbar nicht.

Das Einzige, was Thailand gegenüber Deutschland anders macht, ist also, dass man sich dort auf einen Internetausbau für zahlungskräftige, gut zugängliche Klientel konzentriert und die gebotene Leistung dieser anpasst. Das geht hier auch, es ist aber gar nicht das Ziel.

Gleichzeitig hast Du Stadtbevölkerung, die im Standard eher fortschrittlicher leben als wir hier.
Ich bin im Schnitt alle zwei Jahre beruflich in Thailand, zuletzt 2019 in Bangkok und Chon Buri. Den "fortschrittlicheren Standard" haben diese Städte zumindest zu dem Zeitpunkt ziemlich gut versteckt. Ja, es gibt dort jeweils zweifelsohne eine City, die dem internationalen Standard entspricht, aber daneben in viel größerer Breite Erscheinungen, gegen die selbst unsere Problemviertel paradiesisch sind, weil selbst in diesen Strom- und Wasserversorgung, Abwasser und eben auch Telekommunikation grundlegend funktionieren.
Highspeed-Internet in den Slums von Bangkok? Die Leute wären froh, wenn es überall eine stabile oder wenigstens überhaupt eine Versorgung mit Elektrizität gäbe. Und wenn nicht das, dann wenigstens sauberes Trinkwasser.

Noch einmal: Wenn man hierzulande die am schwierigsten zu versorgenden und/oder nicht ausreichend zahlungskräftigen 50% der Bevölkerung mal eben komplett ignorieren würde, könnte man für die andere Hälfte auch problemlos alles auf den technisch neuesten Stand bringen und halten.

Daher: Äpfel und Birnen, wenn nicht sogar nur Quitten.

Kein Problem. Wenn Du eine Diskussion beenden musst, weil Dir ein anderer aufzeigt, dass Du einfach weit daneben liegst, dann solltest Du es beenden.
Weise Worte, sofern diesen von Selbsterkenntnis begleitet sind. :D
 
Jetzt müsstest du diese Ansicht nur noch irgendwie belegen, denn selbsterklärend/-begründend ist sie offenkundig nicht.
Hey bei aller Liebe: insgesamt mehr als 300 Links in meiner vorigen Antwort an das Wuselchen. Direkt über Deinem Post.

Infrastruktur und damit auch digitale Infrastruktur ist ein Wirtschaftsfaktor. Waren werden darüber geliefert, Rechnungen versandt, Zahlungen abgewickelt und vieles mehr. Auch die hier so verächtliche genannte Werbung (die mich auch annervt) gehört dazu. Hat man die Infrastruktur nicht oder nur eingeschränkt, dann ist die Auswrikung eben auch geringer zB hinsichtlich des BIP. Dazu kommen etliche weitere Dinge im Umfeld Arbeit, Soziales, Bildung,.. Muss man nicht gut finden ist aber täglich gelebte Realität. Gerade zu Corona erleben wir es hautnah.

Und inwiefern unterstützt das jetzt dein Fortschrittsargument? Im städtischen Raum können hierzulande auch 50% der Bevölkerung sofort Gigabit-Internet bekommen, wenn sie bereit sind, den (an unsere Einkommens- und Kostenstruktur angepassten) selben Preis dafür zu zahlen.
Nein.
  1. Aktuell verfügen 3% der Teilnehmer in Deutschland über Gigabit-Anschlüsse.
  2. Gigabit bietet DTAG für weniger als 1% der Haushalte überhaupt an. Alternativ bieten es lokale Betreiber wie Stadtwerke oder Kabelnetzbetreiber an, die gerade aufgekauft werden (bzw. deren Netze), Beispiel Unitymedia/Vodafone.
  3. Alle anderen können nur gewerbliche Standleitungen oder Funk-/Satellitenanbindung anmieten, die preislich nicht für Haushalte relevant sind.

Der wesentliche Unterschied ist der, dass bei uns 90% auch im ländlichen Raum einen Internetanschluss bekommen und sich diesen auch leisten können. Thailand kann das offenbar nicht.
Internet per Mobil/Smartphone bekommst Du dort wie hier. Zu allem weiteren - einfach weiter unten lesen.

Das Einzige, was Thailand gegenüber Deutschland anders macht, ist also, dass man sich dort auf einen Internetausbau für zahlungskräftige, gut zugängliche Klientel konzentriert und die gebotene Leistung dieser anpasst. Das geht hier auch, es ist aber gar nicht das Ziel.
Nein. Nennt man Strukturgefälle. Bei uns gibt es auch ein Einkommensgefälle Ländlich <-> Stadt. Sieht man an Lebenshaltungskosten, Mieten, Immobilien uvam. Und wenn Du mit dem Punkt "zahlungskräftige, gut zugängliche Klientel" wohlhabend/vermögend bezeichnest, dann nein. Das stimmt dann auch nicht.

Das, was in den Ländern anders läuft: die fördern keine Kupferleitungen mehr. Seit Jahren nicht mehr. Hier wird Kupferleitung staatlich gefördert und nach wie vor verlegt.

Ich bin im Schnitt alle zwei Jahre beruflich in Thailand, zuletzt 2019 in Bangkok und Chon Buri.
Ganz offen: kann ich nicht mitreden. In Bangkok sah ich mehrmals den Flughafen, ein Hotel und zwei Restaurants. Das ergibt nicht mal eine sinnvolle erste Einschätzung. Wir wissen aber wie der Ausbau, die Nutzung und die Verfügbarkeit ist.

Highspeed-Internet in den Slums von Bangkok? Die Leute wären froh, wenn es überall eine stabile oder wenigstens überhaupt eine Versorgung mit Elektrizität gäbe. Und wenn nicht das, dann wenigstens sauberes Trinkwasser.
Dennoch bekommst Du überall mindestens 100MBit Internet. Über Stabilität in manchen Regionen zB während Monsum haben wir noch nicht geredet. Sicherlich nicht prickelnd.

Und wenn Du weißt, dass das so nicht stimmt, solltest Du die örtlichen Telekommunikationsbetreiber, Statistischen Ämter und auch die Presse kontaktieren und mitteilen, dass sie alle Unrecht haben. Hier noch die Berichte von deutschsprachigen aus dem ländlichen Raum von 2016 als 100MBit noch nicht Minimum war, die dann ja auch alle falsch liegen.

Den Absatz mit den aus der Luft gegriffenen 50% ignoriere ich einfach mal geflissentlich. Die Zahl hast du meines Erachtens nämlich erfunden.
 
Hey bei aller Liebe: insgesamt mehr als 300 Links in meiner vorigen Antwort an das Wuselchen. Direkt über Deinem Post.
Die alle nur nichts zu der Behauptung beitragen, ein Highspeed-Internetausbau würde sich isoliert auf das BIP eines wirtschaftlich konsolidierten Landes auswirken.

In einem Schwellenland macht sich jede zusätzliche Möglichkeit für weitere Produktions- und Serviceleistungen sofort bemerkbar. Dies gesagt: Elektrizität und Wasserversorgung in den Slums von Bangkok und höhere Bildungschancen für die dortigen Einwohner (und vielleicht auch irgend ein Internetzugang, egal wie simpel) hätten sicherlich mehr Auswirkungen auf die steigende Wirtschaftsleistung als Highspeed-Internet für rund 50% der Bevölkerung und würde auch mehr Menschen erreichen. Die Priorisierung ist also zumindest fraglich.

Übrigens steigert sich das BIP Thailands schon seit 2000 ziemlich linear. Der später einsetzende Netzausbau führt zu keiner feststellbaren Steigerung. Sprich, die relative Verfügbarkeit von Highspeed-Internet schadet zwar logischerweise nicht, hat aber auch nicht den von dir behaupteten Schub ausgelöst.

Nein.
  1. Aktuell verfügen 3% der Teilnehmer in Deutschland über Gigabit-Anschlüsse.
  2. Gigabit bietet DTAG für weniger als 1% der Haushalte überhaupt an. Alternativ bieten es lokale Betreiber wie Stadtwerke oder Kabelnetzbetreiber an, die gerade aufgekauft werden (bzw. deren Netze), Beispiel Unitymedia/Vodafone.
  3. Alle anderen können nur gewerbliche Standleitungen oder Funk-/Satellitenanbindung anmieten, die preislich nicht für Haushalte relevant sind.
Das ist doch genau der Punkt. Auch in Thailand sind die verfügbaren Optionen preislich für weite Bevölkerungsteile nicht relevant. Sonst hätten nicht nur rund 50% der Bevölkerung überhaupt irgend einen Internetanschluss. Und das bestärkt meine bereits getätigte Aussage, dass Ausbau in der Breite und Erschwinglichkeit für möglichst weite Bevölkerungsteile viel wichtiger sind als Geschwindigkeitsrekorde.

Noch einmal:
Wer in Deutschland bereit und in der Lage ist, ebenso viel von seinem Einkommen für einen Highspeed-Internet auszugeben, bekommt es auch.
Wäre es in Deutschland das Ziel, Highspeed-Internet in dieser Preislage und für lediglich Bruchteile der Bevölkerung anzubieten, hätten wir es längst.

Internet per Mobil/Smartphone bekommst Du dort wie hier. Im Nachsatz sobald es um Festnetzanschlüsse geht hast Du Recht, so wie ich es vorher schrieb.
Ich habe aus guten Grund keine Aufteilung der Art des Anschlusses vorgenommen, sondern mit dem Anteil der Internetteilnehmer argumentiert. Egal was man in Thailand über Festnetz und mobil haben kann, es bleibt für weite Bevölkerungsteile unerschwinglich, weil das Preisniveau in keinem Verhältnis zum Lohnniveau steht. Das könnten wir hier auch haben, wollen es aber gar nicht.

Nein. Nennt man Strukturgefälle. Bei uns gibt es auch ein Einkommensgefälle Ländlich <-> Stadt. Sieht man an Lebenshaltungskosten, Mieten, Immobilien uvam. Und wenn Du mit dem Punkt "zahlungskräftige, gut zugängliche Klientel" wohlhabend/vermögend bezeichnest, dann nein. Das stimmt dann auch nicht.
Die Slums liegen nicht auf dem Land, sondern logischerweise in der Stadt. Das hilft aber nichts, weil sie schlicht und ergreifend nicht angeschlossen sind, obwohl das Argument der ländlichen Abgeschiedenheit und weiter Wege entfällt. Angeschlossen sind die Cities, und die können sich auch bei uns nicht beklagen. Aber bei uns gibt es eben auch in Randbereichen, strukturell schwächeren Vierteln und sogar auf dem flachen Land (mit einigen wenigen Totalausfällen) eine für die jeweilige Bevölkerung erschwingliche Versorgung.

Thailand kannst du als Musterbeispiel anführen, sobald es dort - auf das Lohnniveau angepasst - Internetanschlüsse für rund 150 Bhat gibt. Und überall Elektrizität, um nutzbare Endgeräte zu betreiben. Und eine Job- und Einkommensstruktur, um sich diese Endgeräte leisten zu können. Das extreme Zweiklassen-Internet (Alles oder Nichts), das sich Thailand und andere Schwellenländer leisten, wäre auch hierzulande im Schlaf realisierbar, ist jedoch ausdrücklich nicht gewollt.

Das, was in den Ländern anders läuft: die fördern keine Kupferleitungen mehr. Seit Jahren nicht mehr. Hier wird Kupferleitung staatlich gefördert und nach wie vor verlegt.
Andere Länder hatten vorher nicht einmal Kupferleitungen bzw. fördern gar nichts. Sie lassen einfach Betreibern freie Hand, ein Produkt nur für zahlungskräftige Kundschaft anzubieten. Jeglicher Versorgungsauftrag für die Allgemeinheit entfällt, und damit kann man ganz anders loslegen.
Wenn beispielsweise die Telekomik auch nur Glasfaser in die Cities, in die Gewerbe- und Industriezentren legen müsste, wäre das ruckzuck erledigt. Aber was glaubst du, was hier los wäre, wenn der Ausbau hier um nicht lohnende Bereiche herumgeführt würde. Das ist eine der Gelegenheiten, bei denn der eigentlich ordnungsliebende Deutsche zum Protest (auch ohne Aluhut) den abgesperrten Rasen betreten würde.

Dito beim Mobilnetzausbau. Kein Ding für eine kleinere Nutzergruppe. Fläche überbrückt man einfach und billig mit Kleinverstärkerstationen, wie man sie in Thailand und Co. problemlos an strategischer Stelle platzieren kann, wenn man Hausbesitzern dafür ein Bakschisch zahlt.
Hierzulande wollen aber alle mitmachen, du brauchst entsprechend leistungsstarke Abdeckung, teure oder gar nicht erst vakante Grundstücke zur Aufstellung von Türmen. Für Sender/Empfänger und Verstärker auf bestehender Infrastruktur gelten elektro-, brandschutz- und gesundheitstechnische Auflagen, von denen in Thailand und Co. noch niemand gehört hat oder zumindest erfolgreich und weitestgehend unbehelligt so tut.
Du hast elektr(omagnet)ische Störungen oder gesundheitliche Probleme durch die Antenne, die ein Mobilfunkanbieter auf dem Dach deines Nachbar betreibt? - Pech gehabt. Anwälte kannst du dir nicht leisten und und offizielle Beschwerden versumpfen allerspätestens auf Bezirksebene. Aber der Tourist und Banker aus der Großstadt freut sich natürlich, selbst im hinterletzten Dorf noch 5G-Emfang zu haben und denkt sich, wie toll doch alles ist.

Ganz offen: kann ich nicht mitreden. In Bangkok sah ich mehrmals den Flughafen, ein Hotel und zwei Restaurants. Das ergibt nicht mal eine sinnvolle erste Einschätzung. Wir wissen aber wie der Ausbau, die Nutzung und die Verfügbarkeit ist.
Die Nutzerzahlen sind dort geringfügig höher ausgewiesen, was bei nicht abgeglichenen Einzelhebungen nicht unüblich ist. Wir können aber gerne mit den dortigen Zahlen arbeiten und die Nutzungsquote mithin auf 56% festlegen, was allerdings das Gesamtbild nur sehr unwesentlich verändert.

Dennoch bekommst Du überall mindestens 100MBit Internet.
Auch nicht wirklich überall und wo möglich, dann trotzdem nur dann, wenn du es dir leisten kannst. Was rund 50% der Bevölkerung eben nicht können. Also ein Ausbau in Form potemkinscher Dörfer - es ist alles tatsächlich da, aber man darf nicht zu genau hinsehen.

Und wenn Du weißt, dass das so nicht stimmt, solltest Du die örtlichen Telekommunikationsbetreiber, Statistischen Ämter und auch die Presse kontaktieren und mitteilen, dass sie alle Unrecht haben.
[...]
Den Absatz mit den aus der Luft gegriffenen 50% ignoriere ich einfach mal geflissentlich. Die Zahl hast du meines Erachtens nämlich erfunden.
Das muss dann wohl eine dieser parallelen Erfindung sein, an denen die Menschheitsgeschichte so reich ist:

etc. p.p.

Du wirst mir nachsehen, dass ich diesen Zahlen und meinen eigenen Beobachtungen mehr Glauben schenke als denen tendenziell unorganisierter und korruptionsaffiner Lokalbehörden und unmittelbar beteiligter Unternehmen. Aber gut, was wissen schon anerkannte Institute, Datenaggregatoren oder gar die CIA? :D

Die Zahlen variieren naturgemäß etwas, je nachdem, welche Angaben verfügbar sind oder gesichert genug gelten, aber am Ende liegt man immer um 50%. Aber lass es meinetwegen 60% zugunsten deiner Lesart sein ... Ändert das irgend etwas am Gesamtbild?
 
Die alle nur nichts zu der Behauptung beitragen, ein Highspeed-Internetausbau würde sich isoliert auf das BIP eines wirtschaftlich konsolidierten Landes auswirken.
"isoliert", "wirtschaftlich konsolidiert",... das liest sich als ob Du gerade bullshit-Bingo spielen willst. Ok, "Bingo"!

Einfacher wäre Du schreibst nicht über Sachen die Du nicht verstehst und tust einfach nur so. Übersetzt steht in Deiner Bemerkung: Mahoy hat null Ahnung von VWL. Sorry, ich habs gesehen. Willst Du das ändern, fang auf Wikipedia bei Wirtschaftsfaktor an und verstehe es.

Gleiches gilt für das Geschwurbel mit Statistiken aus 2013 mit Prognosen für 2020 (die außerdem nicht eingetreten sind).

In einem Schwellenland
Vietnam ist Stand heute ein Industrieland. Dein Geschwurbel zu Schwellenland habe ich folglich gestrichen.

Übrigens

< snip Behauptungen>
Nö.
Sonst hätten nicht nur rund 50% der Bevölkerung überhaupt irgend einen Internetanschluss.
Aus einer aus der Luft gegriffenen Prognose, die außerdem falsch ist.

Und das bestärkt meine bereits getätigte Aussage,
dass Du "Fakten erfindest" und Dich um Kopf und Kragen redest.

Schönen Tag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab ja nichts dagegen, aber erst mal die Grundversorgung auf 100Mbit/s überall aufstocken.
Das wäre viel wichtiger.
Den Part wollte ich doch gerne nochmal verstehen. Dazu stand die Frage im Raum:

Ok in aller Kürze:
Hausanschluss <-----> Vermittlungsstelle/Verteiler <--- Glasfaser ---> Backbone

Was glaubst Du denn muss getan werden, um einen Haushalt, der 1000m von der VSt. entfernt ist mit 100MBit anzhubinden? Die letzte Meile, also Kupfer liegt ja schon zwischen Haushalt und VSt...

Auf den Punkt: Was fehlt da, warum der Haushalt nicht 100 Mbit bekommt?

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Nach Deinem Aufriß zu Signalisierung müsstest Du das ja wissen... :daumen2:
 
@ Mahoy: Fakten wirken nicht
Vietnam: 52% Internetnutzer
Die Weltbank stuft Vietnam seit Beginn 2011 als Schwellenland ein .
Vorher schrieb noch jemand Entwicklungsland... Dass die Vietnamesen das in 24h schaffen... Wer hätts gedacht :banane:.

Davon ab ist die Bezeichnung Industrienation, die ich vorher verwendete, müßig, da dieser Begriff nicht feststehend ist. Eine übliche Definition ist eher schwammig: überwiegende Ertrag nicht aus landwirtschaftlichem Anbau (mit 14.8% trifft das zu)). Nach der Definition ist es ein sogenannter NIC. Andererseits werden dazu Veröffentlichungen erwartet.

Fazit: Das Eis für den Begriff einen Streit vom Zaun zu brechen ist mir zu dünn. Kann auch keiner gewinnen.


Davon ab @wuselsurfer - wie war das mit den 100Mbit Internet für alle? Willst Du immer noch alle erst auf 100Mbit heben?
 
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