Intel Q4/2009: Intel glänzt mit hohem Nettogewinn - trotz Zahlungen an AMD

AW: Intel Q4/2009: Intel glänzt mit hohem Nettogewinn - trotz Zahlungen an AMD

Immer diese dämlichen Kommentare über Manager. Wieviel Risiken müssen die täglich tragen

Gar keine - das ist ja das Problem. Mit Ausnahme von Gewissensbissen (für die man in einem Job, in dem man auch unangenehme Entscheidungen treffen muss, nicht haben sollte - da zählt Verstand, nicht Emotion) haben Fehlentscheidungen oft erstaunlich wenig Konsequenzen für Manager.

entscheidungen treffen die ein ganzes Unternehmen nach oben oder unten reißen, ja das Unternehmen großteils ausmachen.

Nette Beschreibung der Arbeitsaufgabe. Und weiter?

Die "kleinen" kann man in Unternehmen schnell ersetzen, aber Leute mit jahrelanger Erfahrung, dem Charakter, dem Durchsetzungsvermögen, dem Weitblick etc zu finden geht nicht so leicht und diese Fähigkeiten sind immer noch hoch riskant.

"jahrelange Erfahrung" scheint mir, wenn ich die häufigen Wechsel zumindest bei Großkonzernen bedenke, nicht zu den Anforderungen gehören, über den Charakter einiger lässt sich sicherlich streiten (und -s.o.- es geht nicht um Sympathiepunkte), Durchsetzungvermögen muss man in einem Job, der Befehlsgewalt gibt, nicht selbst mitbringen und "Weitblick" geht dann wieder Hand in Hand mit dem Risiko von Fehlentscheidungen und deren Folgen: Wer Weitblick hat, der hat keinerlei Risiko, sondern einen bequemen Job. Wer keinen Weitblick hat, gehört als Manager immer noch zu den Betroffenen, denen es am besten geht, nachdem sich die verursachten Schäden bemerkbar machen.

Das sie nicht selten auch noch ein gesamtes Team unter sich motivieren müssen kommt auch dazu.

Also für "Motivation" gibts besser qualifizierte Leute... (die ja dann nicht selten auch angeheuert werden :ugly: ). Außerdem stellt sich die Frage, wieso Spitzenmanager das einfache Motivationsmittel "Entweder du arbeitest jetzt genausoviel für 2/3 des Gehaltes, oder dein Arbeitsplatz ist bedroht" beim produktiven (<>organisierenden) Teil der Belegschaft für vollkommen ausreichend halten, dann aber bei anderen Personen das "Motivieren" auf einmal als anstrengende Aufgabe bezeichnen sollten?

Die meisten Manager schaffens eh nie so weit bis sie ein sooo gutes Gehalt bekommen wie viele hier sagen, weil man vorher "abgeholzt" wird wegen einer kleinen Fehlentscheidung die eine ganze Abteilung in die Miese reißt.

Über die (seit wann heißen Abteilungsleiter eigentlich Manager?) beschwert sich -mit Ausnahme der Abteilungsmitglieder und ihrer Vorgesetzen- auch niemand. Problematisch sind die, deren kleine Fehlentscheidung einen ganzen Konzern in den Abgrund reißen und die mit einer Abfindung zum nächsten Unternehmen wechseln.

Immer dieses "die Manager verdienen zu viel". Ja klar, wenn man keine Ahnung hat... ist ja völlig ungerechtfertigt sowas.:schief:
Glaubt hier wirklich irgendjemand, wenn man die Gehälter nicht verdienen würde, würde es die geben?

Es gibt einem Unterschied zwischen dem moralischen "das verdient jemand nicht" und dem kapitalistischem "ich hab selbst keine Ahnung von der Sache und der Typ verlangt einen Haufen Kohle, er behauptet aber zumindest, er würde was davon verstehen".


Genauer gesagt haben gute Manager kaum privatleben, arbeiten mindestens 60 stunden die Woche, alles Kopfarbeit, müssen ständig den Überblick behalten, dürfen sich keine Fehler erlauben. Routine kehrt nie ein, es tritt fast immer unerwartetes ein. Gerade in Zeiten der Krise diese auch noch weiter zu belasten ist hart.
Manager haben nicht umsonst eine extrem hohe Burnoutrate

Es zweifelt niemand an, dass der Job stressig ist.
Die Frage ist nur, ob Zahlungen in Millionenhöhe daran irgendwas ändern - und ob 2-2,5 mal mehr "Arbeitsstunden" ("zu Hause Grübeln" -> 80-120h mit eingerechnet) eine Gehaltssteigerung das 100 bis 1000fache (schlechte Arbeit / gute Arbeit gemacht am leicht zu googlenden Extrembeispiel Ackermann) rechtferigen?

(Anm.: "Routine kehrt nie ein" kann man übrigens auch als "abwechslungsreich und interessant" bezeichnen)

Das AMD aber dieselben praktiken nur ineffektiver angewandt hat, kümmert diverse Fanboys wohl nicht.

Von Absprachen AMDs mit Händlern, die sich gezielt gegen Intel richten, ist bislang nichts bekannt. (wäre auch schön blöd für den Händler, wenn er Nachteile für 80% des Marktes in Kauf nehmen sollte, um Vorteile für 20% zu erhalten)


Der Unterschied ist der, dass einem quasi Monopol automatisch besondere gesetzliche Grenzen auferlegt werden, gegen die Intel verstieß. ;)

Intel hat bislang keinerlei Strafen wegen Monopolmissbrauch erhalten (das war M$) -eine Klage Nvidias bezüglich Lizenzen läuft aber afaik-, sondern wegen Unlauterem Wettbewerb.
 
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Gar keine - das ist ja das Problem. Mit Ausnahme von Gewissensbissen (für die man in einem Job, in dem man auch unangenehme Entscheidungen treffen muss, nicht haben sollte - da zählt Verstand, nicht Emotion) haben Fehlentscheidungen oft erstaunlich wenig Konsequenzen für Manager.
das ist in meiner Firma dann aber anders. Und in all den anderen Firmen für die ich bisher arbeiten durfte.
Allerdings sind es oft KETTEN von Entscheidungen, und diese sind natürlich dann schwer auf eine Person abzuwälzen

Also für "Motivation" gibts besser qualifizierte Leute... (die ja dann nicht selten auch angeheuert werden :ugly: ). Außerdem stellt sich die Frage, wieso Spitzenmanager das einfache Motivationsmittel "Entweder du arbeitest jetzt genausoviel für 2/3 des Gehaltes, oder dein Arbeitsplatz ist bedroht" beim produktiven (<>organisierenden) Teil der Belegschaft für vollkommen ausreichend halten, dann aber bei anderen Personen das "Motivieren" auf einmal als anstrengende Aufgabe bezeichnen sollten?
das ist eigentlich Passé. Heutige bzw zukünftige Manager müssen diese ganzen Trainings selbst abhalten, positive Verstärker, Motivieren etc...
Vielleicht ists bei den 60 Jährigen bei AMD und Intel nicht mehr so, die müssen niemanden motivieren. Das wär auch reichlich blöd, die haben ihr leben lang bewiesen, dass sie ihr Geld wert sind.
Ich musste bei meinem Studium jede Menge Kurse absolvieren, wie man Leute motiviert.

Über die (seit wann heißen Abteilungsleiter eigentlich Manager?) beschwert sich -mit Ausnahme der Abteilungsmitglieder und ihrer Vorgesetzen- auch niemand. Problematisch sind die, deren kleine Fehlentscheidung einen ganzen Konzern in den Abgrund reißen und die mit einer Abfindung zum nächsten Unternehmen wechseln.
Zum beispiel ein Herr Wiedeking oder wie der hieß von Porsche. Klarer fall von: einmal Fehlentscheidung, weg vom Fenster.
In der gesamten Geschichte ging es Porsche nie so gut wie in den letzten Jahren, das ist alles diesem Herrn und seinen Entscheidungen zu verdanken. Dennoch flog er bei einer Fehlentscheidung. So ist das in der IT Industrie andauernd. Von wegen ein Manager wird vergleichsweise Milde bestraft. Ein Fußballtrainer ist nix anderes, in einem kleineren Stil.


Es gibt einem Unterschied zwischen dem moralischen "das verdient jemand nicht" und dem kapitalistischem "ich hab selbst keine Ahnung von der Sache und der Typ verlangt einen Haufen Kohle, er behauptet aber zumindest, er würde was davon verstehen".
*g* zugegeben. Oft muss man von vielen Dingen auch nicht die gesamte Materie verstehen, aber ich verstehe worauf du hinaus willst. Aber was du mir damit sagen möchtest versteh ich nicht ganz.



Es zweifelt niemand an, dass der Job stressig ist.
Die Frage ist nur, ob Zahlungen in Millionenhöhe daran irgendwas ändern - und ob 2-2,5 mal mehr "Arbeitsstunden" ("zu Hause Grübeln" -> 80-120h mit eingerechnet) eine Gehaltssteigerung das 100 bis 1000fache (schlechte Arbeit / gute Arbeit gemacht am leicht zu googlenden Extrembeispiel Ackermann) rechtferigen?
Das sind wie du schon sagst, Extrembeispiele. Der Job ist stressig, das Gehalt meist schon deutlich erhöht, aber man ist auch für vieles Verantwortlich: Für die ganzen Mitarbeiter untereinem, für das was dabei "raus kommt".
Ich kenne auch Manager, die verdienen grad mal 30% mehr als die Arbeiter unter ihm, und das sind immerhin 50. Und ein Fehler von denen und nicht deren Köpfe rollen, sondern er bekommt die Rüge.
(Anm.: "Routine kehrt nie ein" kann man übrigens auch als "abwechslungsreich und interessant" bezeichnen)
siehe Beruf Lehrer. Obwohl der Job meist jedes Jahr dasselbe Thema behandelt und somit eine Konstante eintritt, und man meinen Könnte nach einigen Jahren ist der Lehrerjob etwas einfaches, sind Lehrer und Manager die Berufsgruppe mit höchstem Burnoutniveau.
Abwechslungsreich und Interessant ist eine Euphemie dafür, wenn auch nicht immer unrichtig. Abwechslungsreich zumindest, Interessant wirds deshalb ja nicht automatisch.


Von Absprachen AMDs mit Händlern, die sich gezielt gegen Intel richten, ist bislang nichts bekannt. (wäre auch schön blöd für den Händler, wenn er Nachteile für 80% des Marktes in Kauf nehmen sollte, um Vorteile für 20% zu erhalten)
Mir sind sehr wohl Verträge bekannt für gewisse Modellreihen nur AMD Produkte einsetzen zu dürfen. Aber ich will ja hier auch nix ausplaudern. Zumal Intel eh immer ein besseres Angebot gemacht hat. Welchen Wagen kauft man wohl, wenn sie fast gleichwertig sind, man aber beim einen weniger Zahlt?


Intel hat bislang keinerlei Strafen wegen Monopolmissbrauch erhalten (das war M$) -eine Klage Nvidias bezüglich Lizenzen läuft aber afaik-, sondern wegen Unlauterem Wettbewerb.
Dann halt wegen irgendwelcher "Vertragsmethoden" oder was weiß ich, wie man das jetzt nennen will. Ist ja auch erbsenzählerei. Jedenfalls hat man im letzten Jahr einiges blechen müssen an die EU und AMD. Für Liebesdienste wars bestimmt nicht
 
AW: Intel Q4/2009: Intel glänzt mit hohem Nettogewinn - trotz Zahlungen an AMD

das ist eigentlich Passé. Heutige bzw zukünftige Manager müssen diese ganzen Trainings selbst abhalten, positive Verstärker, Motivieren etc...
...
Ich musste bei meinem Studium jede Menge Kurse absolvieren, wie man Leute motiviert.

Irgendwie bin ich gerade sehr froh darüber, mich für einen Berufszweig entschieden zu haben, in dem mir zu 99% kein Clown vorgesetzt wird :ugly:


Zum beispiel ein Herr Wiedeking oder wie der hieß von Porsche. Klarer fall von: einmal Fehlentscheidung, weg vom Fenster.
In der gesamten Geschichte ging es Porsche nie so gut wie in den letzten Jahren, das ist alles diesem Herrn und seinen Entscheidungen zu verdanken. Dennoch flog er bei einer Fehlentscheidung. So ist das in der IT Industrie andauernd. Von wegen ein Manager wird vergleichsweise Milde bestraft. Ein Fußballtrainer ist nix anderes, in einem kleineren Stil.

Danke für das Beispiel.
Wiedeking ist freiwillig von seinem Posten zurückgetreten und hat 50 Millionen € Abfindung kassiert. Zugegeben: Das war nichtmal ein Jahresgehalt.
Trotzdem würde ich sehr, sehr, sehr gerne auch "weg vom Fenster" sein und so wegen einer Fehlentscheidung "fliegen". (z.B. auf meine eigene Karibikinsel...)

*g* zugegeben. Oft muss man von vielen Dingen auch nicht die gesamte Materie verstehen, aber ich verstehe worauf du hinaus willst. Aber was du mir damit sagen möchtest versteh ich nicht ganz.

Was ich damit sagen will ist, dass Top-Manager für Jobs eingestellt werden, die derjenige, der sie einstellt, nicht besser machen kann. Im Gegenteil: In aller Regel dürfte er deutlich weniger Ahnung von dem Gebiet haben. Das bedeutet umgekehrt aber auch, dass er keine Möglichkeit hat, die Fähigkeiten und Tätigkeiten des eingestellten zu bewerten und ihm das Gehalt zu zahlen, dass er für diese Belastung aus moralischer Sicht "verdient".
Statt dessen ist es ein trial&error Versuch, bei dem man anhand der Bilanz am Jahresende versucht zu beurteilen, was geleistet wurde und abhängig davon, wie es im Vergleich zu anderen Unternehmen aussieht, werden dann absurd hohe Gehaltsforderungen erfüllt - oder (nach Meinung der Öffentlichkeit seltener) nicht.
Die Gehäter von Spitzenmanagern berücksichtigen also weder deren Arbeitslast, noch deren Fähigkeiten, z.B. Krisen zu meistern (außer im Jahr der Krise), noch die zukunftstauglichkeit ihrer Entscheidungen (ich sag nur: Sparmaßnahmen bei der Bahn :rollen: ),...
Resultat: Was Manager "verdienen" (kapitalistisch) ist bestenfalls durch Zufall das, was sie "verdienen" sollten (moralisch, z.B. unter Berücksichtigung der Arbeitsbedingungen, der Arbeitsplatzsicherheit im Betrieb, der sozialen oder ökologischen Schäden, die das Unternehmen irgendwo anrichtet,...)


Das sind wie du schon sagst, Extrembeispiele. Der Job ist stressig, das Gehalt meist schon deutlich erhöht, aber man ist auch für vieles Verantwortlich: Für die ganzen Mitarbeiter untereinem, für das was dabei "raus kommt".

Wie gesagt: Wer für Milliardenentscheidungen persönlich verantwortlich ist, der kann damit auch imho ein Millionengehalt rechtfertigen. Aber wer diese Entscheidungen nur tätigt, ihre Folgen aber nahezu vollständig auf andere abwälzen kann, der nicht. Der hat vielleicht einen langen Arbeitstag, aber ansonsten sind seine Belastungen genau die gleichen, wie bei jeder anderen kreativen Bürotätigkeit auch.

Ich kenne auch Manager, die verdienen grad mal 30% mehr als die Arbeiter unter ihm, und das sind immerhin 50. Und ein Fehler von denen und nicht deren Köpfe rollen, sondern er bekommt die Rüge.

Sofern er die Möglichkeit hat, gegen die Fehlerverursacher angemessen vorzugehen: Imho genau richtig.

siehe Beruf Lehrer. Obwohl der Job meist jedes Jahr dasselbe Thema behandelt und somit eine Konstante eintritt, und man meinen Könnte nach einigen Jahren ist der Lehrerjob etwas einfaches, sind Lehrer und Manager die Berufsgruppe mit höchstem Burnoutniveau.

Hast du da ne Statistik für die Lehrer?
Aus meiner eigenen Beobachtung kann ich nur sagen: Wer die ersten 10-15 Jahre überlebt hat, hat einen vergleichsweise einfachen Job (oder ist ein wirklich guter Lehrer - aber lassen wir <5% Minderheiten mal außen vor). In den Anfangsjahren, bis sich die Routine eingestellt hat ("jedes Jahr das gleiche" bedeutet auch, dass man 10 Jahre braucht, ehe mans zum 10ten mal macht) und wo noch viele Idealisten dabei sind, die denken "Lehrer" wäre tolle, spaßmachende Interaktion mit Kindern, für die man im handumdrehen ganz viel gutes tut, kann ich mir eine hohe Burnoutrate durchaus vorstellen. (hab selbst eine angehende Deutschlehererin erlebt, die weinend vor der Klasse stand, weil sie eine Arbeit nach 2 Wochen immer noch nicht korrigiert hatte...)
Aber das ist dann das gleiche, wie ein Handwerker, der mit dem Job nicht klarkommt und wegen Pfusch rausfliegt - nur nennt das da keiner Burnout.


Abwechslungsreich und Interessant ist eine Euphemie dafür, wenn auch nicht immer unrichtig. Abwechslungsreich zumindest, Interessant wirds deshalb ja nicht automatisch.

Wer sich für einen Job entscheidet, der Kreativität erfordert und der sich für diesen Job nicht interessiert, der macht was falsch - und damit kann man imho keine Gehaltserhöhung rechtfertigen.

Dann halt wegen irgendwelcher "Vertragsmethoden" oder was weiß ich, wie man das jetzt nennen will. Ist ja auch erbsenzählerei.

Ist es nicht. Im Gegensatz zu einem Verstoß gegen Monopolbedingungen, wie in M$ begangen hat und wie er für z.B. Apple gar kein Verstoß wäre (jedenfalls nicht Betriebssystemmarkt), hat Intel gegen Gesetze verstoßen, die auch für AMD in vollem Umfange gelten.
 
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Intel hat bislang keinerlei Strafen wegen Monopolmissbrauch erhalten (das war M$) -eine Klage Nvidias bezüglich Lizenzen läuft aber afaik-, sondern wegen Unlauterem Wettbewerb.

Ja aber afaik resultierten die Verfahren wegen unlauterem Wettbewerb daraus, dass Intel ein Monopol ist, und gewisse Methoden nicht anwenden darf.
 
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Irgendwie bin ich gerade sehr froh darüber, mich für einen Berufszweig entschieden zu haben, in dem mir zu 99% kein Clown vorgesetzt wird :ugly:
So ein Clown wär dann wohl ich. Ist ein harter Job aber irgendwer muss den ja machen ^^.
Außerdem mag ich ihn.


Danke für das Beispiel.
Wiedeking ist freiwillig von seinem Posten zurückgetreten und hat 50 Millionen € Abfindung kassiert. Zugegeben: Das war nichtmal ein Jahresgehalt.
Trotzdem würde ich sehr, sehr, sehr gerne auch "weg vom Fenster" sein und so wegen einer Fehlentscheidung "fliegen". (z.B. auf meine eigene Karibikinsel...)
ich weiß nicht ob er so freiwillig ging, nachdem er Porsche, welches so gut lief wie noch nie, durch einen Rechenfehler an die Wand gefahren hat, aber das ist jetzt Erbsenzählerei und hat auch hiermit nix zu tun (und ich will auch nicht streiten)



Was ich damit sagen will ist, dass Top-Manager für Jobs eingestellt werden, die derjenige, der sie einstellt, nicht besser machen kann. Im Gegenteil: In aller Regel dürfte er deutlich weniger Ahnung von dem Gebiet haben. Das bedeutet umgekehrt aber auch, dass er keine Möglichkeit hat, die Fähigkeiten und Tätigkeiten des eingestellten zu bewerten und ihm das Gehalt zu zahlen, dass er für diese Belastung aus moralischer Sicht "verdient".
Statt dessen ist es ein trial&error Versuch, bei dem man anhand der Bilanz am Jahresende versucht zu beurteilen, was geleistet wurde und abhängig davon, wie es im Vergleich zu anderen Unternehmen aussieht, werden dann absurd hohe Gehaltsforderungen erfüllt - oder (nach Meinung der Öffentlichkeit seltener) nicht.
Die Gehäter von Spitzenmanagern berücksichtigen also weder deren Arbeitslast, noch deren Fähigkeiten, z.B. Krisen zu meistern (außer im Jahr der Krise), noch die zukunftstauglichkeit ihrer Entscheidungen (ich sag nur: Sparmaßnahmen bei der Bahn :rollen: ),...
Resultat: Was Manager "verdienen" (kapitalistisch) ist bestenfalls durch Zufall das, was sie "verdienen" sollten (moralisch, z.B. unter Berücksichtigung der Arbeitsbedingungen, der Arbeitsplatzsicherheit im Betrieb, der sozialen oder ökologischen Schäden, die das Unternehmen irgendwo anrichtet,...)
Zugegeben. Oft kommen Leute aus einer völlig anderen Sparte der Wirtschaft, wo sie auch Manager waren, und werden dann irgendwo anders eingesetzt. Dass das nicht immer gut geht verwundert dann wenig.
Aber ich muss dir schon recht geben in dem meisten Punkten. Wobei man einfach sagen muss "Spitzenmanager" sind eben die Ausnahme und jedes Unternehmen braucht auch diese.


Wie gesagt: Wer für Milliardenentscheidungen persönlich verantwortlich ist, der kann damit auch imho ein Millionengehalt rechtfertigen. Aber wer diese Entscheidungen nur tätigt, ihre Folgen aber nahezu vollständig auf andere abwälzen kann, der nicht. Der hat vielleicht einen langen Arbeitstag, aber ansonsten sind seine Belastungen genau die gleichen, wie bei jeder anderen kreativen Bürotätigkeit auch.
jop, aber in der IT Industrie muss man heutzutage die Entscheidungen schnell mal selbst tragen. Niemand weiß warum ein Pat Gelsinger wirklich gehen musste. Aber ein Hector Ruiz (wenn ich mich recht entsinne).

Sofern er die Möglichkeit hat, gegen die Fehlerverursacher angemessen vorzugehen: Imho genau richtig.
zum Teil ja, rausschmeißen kann er keinen, er kann die Boni kürzen

Hast du da ne Statistik für die Lehrer?
Aus meiner eigenen Beobachtung kann ich nur sagen: Wer die ersten 10-15 Jahre überlebt hat, hat einen vergleichsweise einfachen Job (oder ist ein wirklich guter Lehrer - aber lassen wir <5% Minderheiten mal außen vor). In den Anfangsjahren, bis sich die Routine eingestellt hat ("jedes Jahr das gleiche" bedeutet auch, dass man 10 Jahre braucht, ehe mans zum 10ten mal macht) und wo noch viele Idealisten dabei sind, die denken "Lehrer" wäre tolle, spaßmachende Interaktion mit Kindern, für die man im handumdrehen ganz viel gutes tut, kann ich mir eine hohe Burnoutrate durchaus vorstellen. (hab selbst eine angehende Deutschlehererin erlebt, die weinend vor der Klasse stand, weil sie eine Arbeit nach 2 Wochen immer noch nicht korrigiert hatte...)
Aber das ist dann das gleiche, wie ein Handwerker, der mit dem Job nicht klarkommt und wegen Pfusch rausfliegt - nur nennt das da keiner Burnout.
ja am Anfang ist es natürlich extrem Stressig, nicht selten sinds da 60-70h Wochen.
Es gibt auch Lehrer die Ihr fach sehr gerne haben und nach 15 Jahren immer noch den Technischen Möglichkeiten nach anpassen.
Und es gibt auch SUPER Lehrer, die das gar nicht nötig haben, die tollen Unterricht machen aufgrund dessen was sie halt schon mal vorbereitet haben und weil sie halt immer aufm neuesten Stand sind. Mein damaliger Geschichteprof.
"Haupt"fächer wie Deutsch, Mathe, Englisch usw sind vielfach härter, weil man halt ständig Hefte korrigieren muss und bedeuten auch nach 15 Jahren noch eine große Belastung, wenn auch nicht so wie am Anfang.
Was du allerdings vergisst, ist die Volksschule, bzw heißt die bei euch glaub ich Grundschule. Wo es nicht darum geht einfach nur Inhalte zu vermitteln, sondern das WIE extrem groß geschrieben ist und das auf die Kinder eingehen & Erziehen (Eltern machen das ja immer weniger weil beide Berufstätig sind). Dieser Job ist auch nach vielen Jahren noch sehr sehr anstrengend. Meine Frau ist Lehrerin in diesem Bereich und ich unterrichte nebenbei auch und ich kann dir sagen, dass sie für eine Stunde Unterricht ein vielfaches (Faktor 4 oder mehr) vorbereiten muss als ich und wir sind beide als gute Lehrer bekannt die viel verlangen aber bei denen auch viel gelernt wird. Also es wär jetzt nicht so, dass ich nix für mein Geld tu^^
Eine Offizielle Statistik werde ich versuchen dir vom Bund zu besorgen.



Wer sich für einen Job entscheidet, der Kreativität erfordert und der sich für diesen Job nicht interessiert, der macht was falsch - und damit kann man imho keine Gehaltserhöhung rechtfertigen.
ja zugegeben. Nur wissen die meisten bei der Wahl des Studiums das noch nicht. Traum und Wirklichkeit und so ;)
 
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So ein Clown wär dann wohl ich. Ist ein harter Job aber irgendwer muss den ja machen ^^.

Ich glaube, bei mir wäre es im Interesse aller Beteiligten, wenn ihn keiner macht :crazy: ;)

ich weiß nicht ob er so freiwillig ging, nachdem er Porsche, welches so gut lief wie noch nie, durch einen Rechenfehler an die Wand gefahren hat

Ich will nicht anzweifeln, dass Spitzenmanager (auch/gerade in der IT), die ihren Job falsch machen, über kurz oder lang auch gegen ihren Willen gegangen werden. Das Problem ist halt nur, dass sie Verträge haben, die es ihnen ermöglichen, noch lange vor diesem Zeitpunkt mit einem dicken Bonus "freiwillig" auszuscheiden. Und die Gehälter an der Spitze liegen ohnehin in einem Bereich, in dem Arbeitslosigkeit als solche keine Strafe darstellt. Im Gegenteil: Ein paar Monate Urlaub beugen dem Burn-Out vor, letztendlich dürfte niemand diesen Job bis zur Rende machen. Ein Rücktritt aufgrund von Fehlern verschiebt also nur den Zeitpunkt, zu dem man sich frei nimmt - nach Meinung vieler eine etwas lasche Konsequenz für ein Handeln, dass nicht selten zur Folge hat, dass viele 100 Menschen den Rest ihres Lebens "frei" haben. (und die hatten vorher nie ein Gehalt, von dem man sich größere Reserven hätte anlegen können)

ja zugegeben. Nur wissen die meisten bei der Wahl des Studiums das noch nicht. Traum und Wirklichkeit und so ;)

Hmmm - weil man anfangs blöd war, soll man hinterher mit Geld entschädigt werden und das ganze nett sich dann fair? Die Welt ist merkwürdig :crazy:
 
AW: Intel Q4/2009: Intel glänzt mit hohem Nettogewinn - trotz Zahlungen an AMD

Ich glaube, bei mir wäre es im Interesse aller Beteiligten, wenn ihn keiner macht :crazy: ;)
bei mir wurde sehr früh ein Autoritätsproblem diagnostiziert, weshalb man entschied mich in eine Bildung zu stecken, wo ich nicht derjenige bin dem angeschafft wird, sondern der anschafft.
War tatsächlich besser so... allein wie oft ich mit meinen Ausbildnern zusammengekracht bin... meist wegen Lapalien oder irgendwelchen Dummheiten

Hmmm - weil man anfangs blöd war, soll man hinterher mit Geld entschädigt werden und das ganze nett sich dann fair? Die Welt ist merkwürdig :crazy:
Ich hab jetzt keine offiziellen Zahlen, aber ich glaube, dass es bestimmt 40% sind, wenn nicht sogar 2x so viel, die vor ihrem Studium keine ahnung haben, was auf sie zukommt ^^.
 
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