Intel holt Nehalem-CPU-Architekten wieder an Bord

Berti84

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Es ist gut zu wissen wenn sie versuchen die Ingenieur Abteilung umzustrukturien. Dort arbeiten bestimmt gute Frauen und Männer mit genialen Lösungsansätzen.

...nur sabotieren sie sich selbst wenn die Intel Marketing/PR-Abteilung aka "wucherndes Krebsgeschwürr" weiterhin Schandflecken produziert.
 

Olstyle

Moderator
Teammitglied
Was hibt es gegen Nehalem un Haswell einzuwenden?
Nehalem - die Geburt des Core i7. Ist bei mir BIS HEUTE im Einsatz (@4Ghz). Und reicht für fast alles (außer evtl CP2077). Auch Haswell war in vielen Bereichen ein Schritt vorwärts und die Basis für Broadwell und der bis heute als Comet Lake im einsatz befindlichen Skylake-Architektur...
Nehalem war nach Penryn eigentlich "nur" der Umstieg auf ein neues Plattformkonzept während die CPU selbst eher leidlich zugelegt hat. Sandy danach war nochmal ein Sprung und Haswell war der Anfang vom Stillstand (und die Neuerung FIVR hat man sogar aktiv verworfen in Skylake) den dann Broadwell und Skylake zenmentiert haben.
Nicht unglaublich schlecht aber im Vergleich zum Yonah/Penryn/Sandy Team halt schon eher der zweite Platz.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Das P4/Nehalem/Haswell Team(wenn ich das mit der Zweiteilung noch richtig im Kopf habe) ist jetzt nicht uunbedingt das mit den wirklich großartigen Erfolgen gewesen. Ein bisschen verzweifelt klingt das ja schon irgendwie, aber natürlich schön für den Betroffenen gebraucht zu werden.

Mal abgesehen davon, dass ein Ingenier nicht die Leistung eines Teams ausmacht:
Nehalem und vor allem Haswell waren sehr erfolgreich. Bei Netburst muss man sorgfältig darauf achten, wen man wie bewertet. Die Ingenieure hatten den Auftrage, eine hochtaktende, schnelle CPU mit niedrigen Fertigungskosten zu entwickeln. Insbesondere die erste Netburst-Generation (bis Northwood – der gefloppte Prescott hatte danach Probleme mit der Fertigung, Presler war bereits eine abgeleitete aber erstaunlich brauchbare Notlösung, die dem eigentlichen Konzept widersprach) hatte recht kleine Chips und war entsprechend günstig in der Produktion, hat für die damalige Zeit enorme Taktraten erreicht und, wenn man nicht die Leistung pro Endkunden-Euro, sondern pro Sockel betrachtet, über einen längeren Zeitraum durchaus gute Leistung abgeliefert. Eigentlich hatten nur die ersten Williamette ein Leistungsproblem, aber der war eine Notlösung, als sich der 130-nm-Prozess verschob. Von daher würde ich sagen: Die Ingenieure haben ganze Arbeit geleistet.

Versagt haben seinerzeit die Produktplaner, die nirgendwo etwas vom Verbrauch erwähnt haben. Die Verlustleistung stieg zwar bei den 90-nm-CPUs wegen Prozessproblemen schneller auf 150 W, als geplant, aber weitere Steigerungen auf 200 bis 300 Watt wären kein Ingenieursfehler gewesen, sondern waren auf dem Weg zur 10-GHz-CPU eingeplant. Was für Intel vollkommen unerwartet kam, waren die Endkundenbeschwerden schon bei 100 W. Aber das ist nicht Fehler der Ingenieure.


B.L.U.E: (wenn schon, denn schon. ;))

Da musst du aber auch die ausgeschriebene Form mitliefern. E[ngineer] ist easy, aber BLU?


Insbesondere Nehalem war damals eine herbe Enttäuschung für Gamer, die CPUs lagen hinter ihren Vorgänger in vielen Spielen, die Leistungsaufnahme war aufgrund des Turbos auch mehr oder weniger ein Schock.

Verbrauch - okay, der war nicht ohne. Trotzem wurde übertaktet bis zum geht nicht mehr. Aber "langsamer"? Was für einen Nehalem hattest du denn, der von einem Core 2 Quad geschlagen wurde??
 

Rollora

Kokü-Junkie (m/w)
Nehalem war nach Penryn eigentlich "nur" der Umstieg auf ein neues Plattformkonzept während die CPU selbst eher leidlich zugelegt hat. Sandy danach war nochmal ein Sprung und Haswell war der Anfang vom Stillstand (und die Neuerung FIVR hat man sogar aktiv verworfen in Skylake) den dann Broadwell und Skylake zenmentiert haben.
Nicht unglaublich schlecht aber im Vergleich zum Yonah/Penryn/Sandy Team halt schon eher der zweite Platz.
Dabei muss man fairerweise sagen, dass bei Penryn und Sandy auch ein Full Node Fertigungsschritt passiert ist und es eigentlich was die Architektur betrifft teils nur kleine Weiterentwicklungen der Vorgänger waren. Es braucht also eine gute Basis, sonst tut sich da eben nichts. Und diese neue Basis hat jeweils das andere Team gelegt.
Das ist als würde man sagen, dass Zen 1 und 2 nicht besonders war, denn erst Zen 3 hat wirklich eingeschlagen. Gab ja erst kürzlich einen Vergleichstest aller Ryzen 8 Kerner bei Golem. Im Vergleich zur Größe von AMD ist ihnen natürlich schon mit Ryzen1xxx etwas gelungen, aber eigentlich so richtig an Intel vorbei (auch IPC) ist man erst mit Ryzen 5xxx. Und dabei kann man dann vielleifcht erwähnen, dass Intel bislang eine 2015er Architekitur einsetzt für diesen Vergleich. Wenn man jetzt also irgendwie eben diese Architektur, oder die Nehalem Architektur, die die Core i Dominanz gegen AMD so richtig zementiert hat, schlecht redet, dann muss ich mich schon wundern. Es führte die letzten zwischen 2008 und 2017 kein Weg vorbei an Nehalem und dessen Nachfolger, die mit deutlich weniger Kernern, Chipgröße (Produktionskosten) und Verbrauch der Konkurrenz sämtlichen Handlungsspielraum genommen hat)
 
Zuletzt bearbeitet:

latiose88

Software-Overclocker(in)
Nun ich fand Zen 1 wirklich noch nichts besonderes aber ab Zen 2 schlug das Konzept dann so richtig durch.Genau so etwas braucht nun Intel.Solch ein Idee wie bei AMD.Sonst werden sie langfristig auf der Strecke bleiben.Dann müssen sie allerdings auch den Aufbau und somit die Fähigkeiten ebenso was streichen.Beim Zocken wer braucht da schon AVX 512.Man könnte hier also was einsparen um somit mehr Platz zu schaffen.Man könnte sogar statt AVX 512 sogar mehr AVX 256 machen.Das könnte die Leistung steigern.Und würde auch weniger Strom kosten.Da auch der Platzbedarf gerigner ist.AVX braucht eben halt auch ne Gewisse Transistoren Anzahl.So könnte man Luft nach oben schaffen. Vielleicht könnte man die Atom Kerne ja soweit ausbauen das sie eben auch ne gute Alternative zu den core i Kernen zu schaffen,wer weis was da so alles möglich ist.Ist ja nicht das erste mal wo man ne kleine CPU reihe hoch zieht zu einem richtigen Performance CPU die wo es in sich hat.Sonst wäre es ja nie möglich gewesen aus einem Pentium 3 die Grundlage für Core 2 und sogar für die Core i Serie zu schaffen. Ich bin überzeugt das Intel hier durchaus was gutes draus machen wird. Oder aber sie machen ne komplette Neuentwicklung.Das wird allerdings dann 4-5 Jahre dauern bis da was gutes raus kommen wird. So oder so,das braucht halt eben alles so seine Zeit.
 

Th3o

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Es weht ein frischer Rentnerwind in der Intel Entwicklung. Sieht nicht unbedingt nach Aufbruch aus.
 

mannefix

BIOS-Overclocker(in)
Also mit 65 Jahren kann man noch gut denken. Nur lernen wird schwieriger...Nehalem war ne fette Architektur.
Wenn er Chef ist und kluge Leute um sich hat wird das ein...Hammer.
Im Augenblick ist Ryzen aber ganz vorne (5900).
Nun ich fand Zen 1 wirklich noch nichts besonderes aber ab Zen 2 schlug das Konzept dann so richtig durch.Genau so etwas braucht nun Intel.Solch ein Idee wie bei AMD.Sonst werden sie langfristig auf der Strecke bleiben.Dann müssen sie allerdings auch den Aufbau und somit die Fähigkeiten ebenso was streichen.Beim Zocken wer braucht da schon AVX 512.Man könnte hier also was einsparen um somit mehr Platz zu schaffen.Man könnte sogar statt AVX 512 sogar mehr AVX 256 machen.Das könnte die Leistung steigern.Und würde auch weniger Strom kosten.Da auch der Platzbedarf gerigner ist.AVX braucht eben halt auch ne Gewisse Transistoren Anzahl.So könnte man Luft nach oben schaffen. Vielleicht könnte man die Atom Kerne ja soweit ausbauen das sie eben auch ne gute Alternative zu den core i Kernen zu schaffen,wer weis was da so alles möglich ist.Ist ja nicht das erste mal wo man ne kleine CPU reihe hoch zieht zu einem richtigen Performance CPU die wo es in sich hat.Sonst wäre es ja nie möglich gewesen aus einem Pentium 3 die Grundlage für Core 2 und sogar für die Core i Serie zu schaffen. Ich bin überzeugt das Intel hier durchaus was gutes draus machen wird. Oder aber sie machen ne komplette Neuentwicklung.Das wird allerdings dann 4-5 Jahre dauern bis da was gutes raus kommen wird. So oder so,das braucht halt eben alles so seine Zeit.
Woher weißt Du was die die letzten 4-5 Jahre gemacht haben?:lol:
 

latiose88

Software-Overclocker(in)
na die haben da ja noch nichts wirklich in der Piplin was ne richtige neuentwicklung ist.Um dann mit zumindest einem Ryzen 9 5900x mithalten zu können.Mit den ganzen i9 CPUS sind sie ja in ner Sackgasse.Da bedarf es einer neuentwicklung. AVX 512 hilft da eben auch nix.Weil ich kenne kaum ne Software die davon wirklich ernsthaft Profitiert,wenn dann braucht es da ne total neue Entwicklung. Und so wie man liest,hat man echt den Eindruck das sie da noch nicht wirklich ne neue Entwicklung gemacht haben.Denn sonst würde da wirklich was neues kommen.Immer neu Refreshes hilft da nix und zählt aus meiner sicht eben nicht als neuentwicklung. Also wird der nächste schritt eben sein da sich richtig ins Zeug zu legen.
 
G

Gast1670368202

Guest
ließt sich für mich so als würde intel der arsch auf grundeis gehen :-)

meiner meinung nach haben die sich einfach zu lange auf den 4kernern mit HT ausgeruht und nun wird die schlinge eng.
Man sieht ja wie "urplötzlich" bewegung in den cpu markt kam als amd mal was raushaute.
 

latiose88

Software-Overclocker(in)
ja stimmt manche verehren den Jim Keller als Gott weil dieser wahre wunder vollbracht hatte.Als der Technik Gott. Aber gut,ich denke mal Intel schafft es auch ohne Ihn.Wäre ja traurig wenn er nur durch den Technik Gott etwas zerreisen könnte und sonst nur ablusen würde. Nun gut,hoffen wir mal das Intel etwas gebacken bekommt und nein kein Kuchen oder sonst was sondern Hardware. Manche würden auch Hardware des Teufels sagen.
 

Ripcord

BIOS-Overclocker(in)
Erst vor Kurzem ein betagtes Acer Aspire 5742G mit einem Nehalem i7-720qm aufgerustet. Zuvor war ein i5-460m verbaut. Trotz der alten Hardware spürbarer Leistungszuwachs.
 

shootme55

BIOS-Overclocker(in)
Naja werden schon ihre Gründe haben, und der Mann hat vielleicht einen Pensionsschock, dann ist es Win-Win.
Dass alle auf Nehalem einhacken kapier ich jetzt auch nicht. Ohne jetzt auf Architektur- odee Plattformdetails eingehen zu wollen: In den meisten Fällen wischt der i7 mit dem alten Core den Boden auf, mit weniger Takt und gleicher Fertigung. Im professionellen Bereich liegen Welten zwischen den Architekturen, hatte hatte damals in der Übergangszeit beide Prozessoren in der Arbeit, den i7-920 dann privat gekauft trotz der Stimmen in diversen Foren und kam mit der Plattform noch gut über die Runden während überall der Core2 in Rente geschickt wurde. Und das Taktpotential war beachtlich (genauso wie die Wärmeentwicklung). Heute nach damaligen Spielebenchmarks die Leistung von Nehalem zu beurteilen ist sehr kurzsichtig. Aber das gleiche Schicksal teilt auch der FX.
Trotzdem bin ich neugierig was da rauskommt. Mit Erfahrung ist es schließlich wie mit Hubraum.

Wiso das erbärmlich und beschämend sein soll? Höchstens das Kommentar.
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
Damals hat er auf jeden Fall mit seinem K8-Hammer dafür gesorgt das Intel fast schon Blitze brauchte um den Pentium 4 zu bereiben. :ugly:

Was aber eher an der beschriebenen Fehlausrichtung des Pentium 4s und weniger am K8 lag. Der war im wesentlichen ein K7 mit erweiterten Registern und teilintegrierter Northbridge, gegenüber Dothan, Banias und Yonah aber nicht annähernd so beeindruckend wie die durch Intel herbeigeführte Situation im Desktop. Es scheint aber Kellers Steckenpferd zu sein, bestehenden Kernen durch eine zwar im Konzept nicht revolutionäre, bis dahin im jeweiligen Markt aber als unrentabel abgelehnte Umgebung Feuer unterm Hintern zu machen.
 

gerX7a

BIOS-Overclocker(in)
Und dessen Design wurde vom von DEC gekommenen Chefentwickler Dirk Meyer entwickelt, sodass der Athlon K7 nicht von ungefähr einige Ähnlichkeiten zu DECs Alpha aufwies. Jim Keller kam erst 1998 zu AMD und war auch zwei Jahre später bereits wieder weg. Mit dem zumeist vollkommen übertriebenen Personenkult sollte man vorsichtigt sein, denn der greift bspw. ebenso schlecht bei Zen, für den letzten Endes Michael Clark und Suzanne Plummer bzgl. der konkreten Ausgestalltung wichtiger gewesen sein dürften, da Keller als CTO bereits direkt unter Mark Papermaster hing und auch hier nach drei Jahren bereits wieder weg war.
 
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