Grundsätzlich muss man erst mal abwarten, denn das ist nur der Geekbench, der eine mäßige Aussagekraft für Mainstream-Workloads hat. Tendenziell kann man erst mal nur mitnehmen, dass Intels Aufwendungen sich offenbar gelohnt haben und nicht etwas wie einen CML+3% hervorbringen werden.
Da Intel bei so etwas gerne sehr viel rumoptimiert, muss man endgültige "echte" Tests abwarten was es wirklich bringt.
Aber reicht das wirklich am ende vor allem wenn AMD einen höheren Takt nachreichen würde?!?!
AMD optimiert ebenso viel und greift auch dann und wann mal ins Klo (so zuletzt bei den gezeigten "Balken" zur RX 6900 XT). Und das man unabhängige Tests braucht, gilt grundsätzlich immer, denn jeder Hersteller will sein Produkt in ein möglichst gutes Licht stellen und Probleme kaschieren.
Einen (relevant) höheren Takt wird es bei Zen3 absehbar nicht geben. Zen3 wird weiterhin auf dem N7 gefertigt und hier hat die letzte XT-Generation schon gezeigt, dass da nicht viel möglich ist und die Taktzugewinne bei Zen3 zeigen erneut, dass man hier wohl schon das Maximum rausgekitzelt haben wird. Wenn es wirklich noch eine Art Refresh geben sollte, darf man wohl bestenfalls mit etwas wie um die +100 MHz rechnen, was aber kaum was ändern wird und bspw. bereits die letzte XT-Generation (solange die teuerer ist) als obsolet erscheinen lässt.
Deutlich mehr könnte man sich bei AMD nur mit einem architektonischen Zwischenschritt erhoffen und/oder (kombiniert) mit einem Wechseln auf den N6. Dazu gibt es jedoch noch keine konkreten Aussage. Es scheint lediglich so, als wenn es voraussichtlich tatsächlich so etwas wie einen "Zen3+" geben wird, was genau das aber werden soll, ist aktuell unklar.
Btw., gemäß Geekbench,
wenn die Testbedingungen vergleichbar waren, "
reicht" es wohl ganz offensichtlich für zumindest den dort getesteten Workload, denn der dort in der Tabelle gelistete 11700K schlägt den 5950X mit seinem größtmöglichen Turbo und er schlägt ebenso den 5800X im Multi-Core/Thread und hinzu kommt, dass der 11700K ein kleinerer 8-Kerner ist, d. h. das Topmodell wird noch einmal ein paar wenige Prozentpunkte aufschlagen können, da er noch ein wenig mehr Takt haben wird. Die Frage ob es reicht, stellt sich also zumindest diesbezüglich nicht. Wie es dann in realen Workloads aussieht (bspw. Gaming) wird sich erst noch zeigen müssen.
Vermutlich wird es am Ende keine große Unterschiede geben (weder bei den CPUs noch bei der Plattform) und Intel wird es noch ein weiteres Mal gelungen sein mit 14nm gegenzuhalten (zumindest für/bei Mainstream-Workloads).
Wenn das Ding bei PL2 seine +250 Watt zieht, zufälligerweise 56 Sekunden lang und damit benchmarkkonform, überrascht mich das nicht.
Wie schon von nachfolgenden Postern erklärt, ist das für Mainstream-Workloads inkl. Gaming irrelevant. Vermutlich wirst du im Gaming erneut einen 11900K auf 5+ GHz AllCore fixieren können und die CPU wird dennoch unter seinen offiziellen 125 W TDP bleiben, was schlicht daran liegt, dass Games eine zu geringe CPU-Auslastung erzeugen.
Wenn du hier den Worst Case demonstrieren möchtest, musst du schon abseits des Mainstreams nach passenden Workloads suchen nur dabei ergibt es sich von selbst, dass derartige Aussagen für den Großteil des Marktes schlicht nicht relevant sind.
@projectneo: Das skizzierte Leistungsverhalten hat dennoch nichts mit SingleCore zu tun, denn so viel Leistung kann man nicht einmal ansatzweise nur durch einen einzigen Kern routen.
[...] Da sich Alderlake vorallem durch seine zusätzlichen Atomkerne auszeichnet, dürfte das Leistungsmäßig wenig Unterschied machen. Wenn man jedoch auf den realen Stromverbrauch schaut, so wie die Hersteller von Komplett PCs, dann ist das eine der wichtigsten Neuerungen der letzten Jahre und könnte AMD noch einige Zeit im Regen stehen lassen.
Hier hängt es vom Fokus ab:
a) Bei der Golden Cove-Architektur handelt es sich mittlerweile um die 3rd Gen-Cove-Architektur **), d. h. mit der wird es AMD absehbar schwer haben bzw. ich würde gar vermuten, dass AMD mit der in 2021 bestenfalls mit einem Zen3+ mithalten können wird. *)
b) Für die Millionen Office-PCs (und in ähnlicher Weise genutzten PCs) ist die Hybrid Technology sicherlich interessant, wobei abzuwarten bleibt, wie viel die effektiv tatsächlich bringen wird. (Darüber hinaus wird es angeblich auch CPUs ohne diese Technik geben, d. h. reine Golden Cove-Modelle.)
*) Das dürfte auch der Grund sein, warum AMD nicht umhin kommt eine Art "Zen3+" zu veröffentlichen, denn andernfalls hätte man bereits in etwa 9 Monaten einen vertriebstechnisch denkbar schlechten Stand ggü. Intel, d. h. ihnen bliebe nur im oberen Spektrum die höhere Kernzahl, die jedoch volumentechnisch nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Wie schon erwähnt, die können ein klein wenig an der Architektur schrauben und ggf. auf den N6 wechseln und das Ganze auch ggf. gleich direkt mit DDR5 kombinieren. Es bleibt auf jeden Fall spannend. Einen größeren Sprung wird es bei AMD jedoch erst mit Zen4 geben und hier ist noch unklar, ob der bereits ab Anfang 2022 für Consumer kommen wird oder erst deutlich später im Jahr.
Ein Wechsel auf den N6 könnte grundsätzlich wahrscheinlich sein, denn AMD könnte dann in 2022 im Consumer-Segment mit zwei Architekturen parallel fahren und APUs sowie Low/Midrange-CPUs Zen3+-basiert im N6 vertreiben, während Zen4 vorerst dem Desktop-HighEnd mit 8+ Kernen vorbehalten bleibt (und natürlich für Epyc). - Nur meine/eine Überlegung, hier wird man abwarten müssen.
**) Dem Namen nach könnte man noch Palm Cove (Cannon Lake) einrechnen und dann wäre man schon bei der 4th Gen, passt aber nicht so ganz, da Sunny Cove ein deutlich größerer Umbau war, während Palm Cove grob betrachtet "nur" ein Kaby Lake mit AVX-512 war.
@RtZk: Die +50 % IPC für Alder Lake ggü. Skylake klingen aber schon zu schön um wahr zu sein. War das eine Quelle die man zumindest als Gerücht halbwegs in Betracht ziehen kann oder war das nur ein fantasierender Youtuber?
