Intel: CEO gibt Vorgängern die Schuld für Produktionsprobleme

Das ist keine Bildzeitung, sondern ein Interviewer fasst sein Interview zusammen, aus erster Hand!
Aber wenn es um Intel geht, sind halt alle Journalisten unseriös und der Intel CEO das harmlose Kaninchen...
Sobald Du mir das Zitat von Pat Gelsinger zeigst in dem er sagt "I blame it on my predecessors" nehme ich alles zurück und entschuldige mich für meine Interpretation. Solange gilt für mich "im Zweifel für den Angeklagten". Solltest Du weiterhin Deine Haltung auf den Interpretations-Spielraum des Interviewers stützen bin ich raus aus der Diskussion.
 
Ist das dein ernst?
Du willst hier suggerieren das ZEN1 zu ZEN2 zu ZEN3 die gleichen Architekturen sind?
Der Name ist ähnlich, die Architekturen komplett verschieden, bei Intel hat zwischen Sky Lake und Cannon Lake, weder etwas am Frontend, Backend, noch am Cache geändert., das ist bei ZEN1 - ZEN 3, völlig anders.
Erstmal ganz locker durch die Hose ;)

Ich wollte nichts suggerieren und auch nicht dein geliebtes AMD etwas unterstellen, oder so.
Mir stellte sich nur die Frage, was AMD mit der ZEN Architektur macht, gemacht hat und noch machen wird. Da kann es schon vorkommen, das sich über Zeit x, an der grundlegenden Architektur nichts, oder weniger ändert.

Dazu kommt noch, das wenn AMD eine Architektur hätte, die der Konkurrenz über Generationen überlegen ist, würde man auch bei AMD länger daran festhalten.


Wie viel hat sich von 2003 bis Bulldozer an der Architektur getan. Selbst bulldozer (inkl. der leichten Optimierung Piledriver) wurde 4 Jahre lang genutzt und die war wenig erfolgreich.

Soll jetzt auch nichts schlechtes bezgl. AMD bedeuten. Aber das Anprangern, das Intel 5 Jahre wenig an der Architektur geändert hat, ist eben auch etwas überflüssig.
 
Gerade im Mobilsektor merkt man halt seit einigen Monaten, dass Intel massive Lieferprobleme hat. Viele der neuen Modelle mit 11er CPUs sind einfach nicht verfügbar oder in keiner nennenswerten Stückzahl.
Da reden wir auch nicht über die Abnahmemengen von kleinen Endkunden, sondern Öffentliche und Firmen die große Stückzahlen brauchen. Da verliert Intel aktuell halt viel Anteile an AMD, weil Ryzen Modelle doch deutlich besser verfügbar sind. Gilt auch für Desktop PCs.

Dazu baut Apple eigene Chips und keine Intel mehr. Auch da verliert Intel halt ordentlich an Boden.
 
Der P4 hat eigentlich genau das erreicht, was er erreichen sollte: möglichst hohe Frequenzen, ohne Rücksicht auf die Leistung. Blöd nur, dass AMD dann sein Quantispeedrating eingeführt hat, ohne wäre AMD untergegangen.

CPU-Ratings waren nichts neues, gab es vorher schon bei Cyrix, und im Falle des Athlon XP auch angemessen. Gerade im Kampf zwischen Athlon XP und P4 Northwood konnte AMD aber nur geringfügig zulegen, denn das war der eine P4 der den Planungen gerecht wurde. (Für eigene Verhältnisse) große Erfolge feierte AMD davor mit Thunderbird gegen Willimette, der selbst aus Intels Sicht nur ein Notnagel war und später mit Athlon 64 und X2 gegen Prescott und Smithfield, deren 90-nm-Fertigung ebenfalls weit hinter den Erwartungen zurück blieb. Während es kein Versehen, sondern Absicht war dass Netburst heiß und mit hohem Takt antrat, scheiterte die Architektur auch daran, dass sie nur "hohen" und nicht den geplanten "sehr hohen" Takt erreichte. Prescott war vermutlich als 4,5- möglicherweise sogar 5,0-GHz-Ausbaustufe geplant. Vermutlich dann auch mit 125 oder 140 W TDP, was einen überragenden Erfolg verhindert hätte. Geschafft hat Intel aber nur 3,8 GHz bei 115 W; bereits der 4,0er P4 580 wurde kurz vor Launch zurückgezogen.
 
... Da verliert Intel aktuell halt viel Anteile an AMD, weil Ryzen Modelle doch deutlich besser verfügbar sind. Gilt auch für Desktop PCs.
Sieht man sich die Analysen von Mercury & Co an, dann ist das unzutreffend. *) Bei Mercury hatte AMD bei Notebooks 2Q21 gar mit einem leicht geringeren Marktanteil als noch in 3Q20 (bisheriger Peak) abgeschlossen.
Etwaige Lieferengpässe bei Intel dürften vielmehr auf die allgemein angespannte Marktsituation, Corona, Homeoffice und den erhöhten Bedarf im Markt zurückzuführen sein. Beispielsweise gibt Intel in seinen Bilanzen offiziell an "Notebook platform volumes" +40 % im Vergleich 2Q21 zu 2Q20, was einen beträchtlichen Volumenanstieg darstellt, der selbst eine Firma wie Intel unter Druck setzen dürfte, insbesondere dann noch mit der allgemeinen Zuliefererproblematik, die die mit ihren eigenen Zuliefererketten vielleicht noch etwas besser kompensieren können, die aber zweifellos auch an denen nicht spurlos vorübergehen werden.

*) Konkret gemäß Mercury und JPR Abschluss 2Q21 (3Q21 ist noch nicht veröffentlicht): Auf dem Desktop verliert AMD wieder leicht Marktanteile, auf dem Mobile-Sektor ist der Anteil "nur" stabil geblieben, im Datacenter leicht wachsend aber immer noch unter 10 % und im GPU-Markt verliert AMD Anteile an nVidia.
 
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