i7-6700K trotz non-OC?

Ich grabe mal diesen Thread, der noch gar nicht mal so alt ist, wieder aus, weil er grade sogar aktueller ist als vorher. Mittlerweile hab ich mich zumindest soweit entschieden, auf Skylake zu setzen. Das Haswell-E Paket ist mir mit 100-150€ Aufschlag einfach zu teuer.

Mich würde interessieren, ob ihr mir empfehlen würdet, auf OC zu setzen oder nicht? Ich weiß, dass es in Spielen so gut wie nichts bringt, da man eh meistens im GPU-Limit hängt (Ausgenommen Spiele wie Arma, DayZ, etc. Da soll es schon ein paar FPS mehr rausholen). Aber wie sieht´s eigentlich mit Anwendungen aus (Photoshop, Sony Vegas, usw.)? Bringt OC in solchen Programmen wirklich einen Vorteil, den man auch wahrnehmen und nicht nur messen kann?

Das Ding ist ja vor allem, dass der 6700K wirklich ein negatives Extrembeispiel zu sein scheint in Sachen Übertaktungspotential, wenn man sich ältere Sandy Bridge CPUs anschaut oder auch den 5820K, die sich gut und gerne mal 1,0 GHz über Standardtakt bewegen lassen. Beim Skylake 6700K lese ich oft, dass mit Glück(!) 4,5-4,6 GHz drin sind, und das nur mit einem starken Kühler. Aufgrund dessen hab ich mir mal folgende 3 Optionen überlegt, wie ich es für den neuen PC machen könnte:

1.) i7 6700K + be quiet! Dark Rock Pro 3 (teure OC-Kombo)

2.) i7 6700K + be quiet! Shadow Rock Slim (stock-Kombo; Slim statt Brocken 2 wegen der Optik https://geizhals.eu/be-quiet-shadow....html?hloc=at&hloc=de&hloc=pl&hloc=uk&hloc=eu)

3.) i7 6700 + Thermalright Macho X2 oder HR-02 Rev. B (billigste Lösung, mit Z-Board den Turbo (4,0 GHz) auf alle Kerne festlegen)


Das mag für einige vielleicht wieder eine dumme Frage sein, aber wenn man selber noch nie übertaktet geschweige denn einen PC bisher selbst zusammengebaut hat, ist es wirklich schwer einzuschätzen ob sich das (beim 6700K) lohnt oder ob es tatsächlich einzig und allein eine Spielerei ist. Das Geld könnte ich für alle 3 Kombinationen aufbringen, aber wenn ich die teuerste (Option 1) nehme, müsste ich an der SSD oder anderswo sparen. Ein gutes P/L Verhältnis steht also wie so oft an oberster Stelle :).
Ich hoffe, dass hier jemand Licht ins Dunkel bringen kann für mich, der momentan großteils nur Theoriekenntnisse über die ganze Schose hat.
 
Also wenn der 5820K rausfällt und nur der Skylake in Frage kommt, dann ist es (fast) egal welche der 3 Kombis du nimmst.
OC-Potenzial haben alle 3 CPU-Lüfter. Wie hoch die CPU letztlich stabil läuft, hängt mehr vom Zufall ab, also was für ein CPU-Exemplar du bekommst.
Alle Kerne in Richtung 4,5 Ghz festzunageln sollte aber fast immer möglich sein.

In (modernen) Anwendungen spürt man im Regelfall jedes MHz und jeden Kern den man mehr hat. Deshalb ist der 5820K (derzeit) fast nur für solche Anwender empfehlenswert. OC ist hierbei quasi schon Pflicht, vor allem wenn noch mit der Kiste gespielt wird.

Ob mehr als 4 Kerne in den nächsten Jahren den großen Schub bei Spielen (DX12) bringen, ist der Blick in die Glaskugel.
Ich persönlich glaube nicht, da die 4-Kerner zu verbreitet sind, und die aktuellen Konsolen noch eine Weile aktuell bleiben werden.
Die Spieleentwickler werden sich danach orientieren. Das heißt nicht, dass das eine ohne andere Game auf einem 6-Kerner (bei vergleichbarem Takt!) nicht besser laufen wird, aber es wird auf einem Vierer bestimmt nicht unspielbar!

So long,...
 
Was die Kühler Frage angeht.

1.) DRP3 Ist ein hervorragend leiser Kühler für sein sehr hohes Kühlvermögen
2.a) Shadowrock Slim ist ein leiser aber nicht sonderlich starker Kühler und eher zu empfehlen um eine non-k CPU sehr leise zu betrieben.
2.b) EKL Brocken 2 als auch Himalaya 2 sind sehr gut im Preis/Leistungverhältnis - solang man aber nicht noch einen zweiten Lüfter draufschnallt bleibt die Kühlleistung im Mittelfeld. Hier lohnt sich für >2 Grad ein weiteren Lüfter dazu zukaufen. Beim Himalaya 2 muss halt das Gehäuse passen wegen der Höhe des 140mm Lüfter Designs, dafür bekommt man minimal mehr Kühlleistung als beim Brocken 2.
3.) Thermalright HR-02 Rev. B sind Durchschnittskühler auch mit gutem P/L - liegen hinter der Leistung eines Brocken 2 oder Himalaya 2 oder auch mal davor je nachdem wer gerade getestet hat.
4. Thermalright Macho X2 kann ich weniger zu sagen, würde aber meinen, das er auch im Mittelfeld liegt obschon er zwei Lüfter hat udn dann wohl auch hier nochmal etwas zulegt gegen dem HR-02.


OC ist nicht schwer, es reicht ein WE um den Prozessor mit Guide auf ein sehr gutes Niveau stabil zu übertakten. Wer das nicht hinbekommt versagt auch bei anderen Programmen, weil es einfach nur stur Taktziel/Spannungsziel setzen ist und dann Try and Error mit einem Stresstest bis man eine Spannung bzw. Takt gefunden hat der temperaturmässig gut gelegen ist und es nur noch das Feintuning der Spannung ist, was die Kür darstellt.

4Kerner mit SMT (HT) werden schon noch lange Zeit tonangebend sein. Immerhin hat man ja mit den 4 virtuellen Kernen genau die Option die ein reiner 4 Kerner oder 2Kern+SMT nicht bietet.
 
P.S. Nur noch zur Info:
Ich betreibe meinen 4790K bei 4x4,5GHz mit einem Himalaya 2 absolut stabil und leise auch im Lastbetrieb. Ich höre aus ca. 50cm Entfernung (steht neben Scheibtisch) nix, nada. ( Nanoxia Deep Silence 5 Rev. B )
Der Skylake sollte damit erst recht kühl und leise laufen.

So long,....
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke euch beiden für die sehr hilfreichen Antworten!

Hab in den letzten Tagen noch ein paar Tests zum Slim gelesen und dem scheint tatsächlich relativ schnell die Puste auszugehen. Da hilft auch die schicke Optik nix. Ich werde dann also voraussichtlich Option 2 wählen, nur statt dem Shadow Rock Slim einen Macho X2/Himalaya 2. Sollten beide ins Gehäuse passen (Fractal Design R5).

Als Ziel hätte ich mir für den 6700K auch was in der Richtung 4,5 GHz gesetzt. Wenn es bei dir @DarkWing13 mit dem 4790K so problemlos läuft, gibt mir das schon Zuversicht für mein Vorhaben. :)

Edit: Hab grade gesehen, dass der Himalaya 2 fast nirgends mehr erhältlich ist. Wird dann auf einen Macho hinauslaufen, weil 30€ mehr für den Dark Rock Pro 3 ist schon ein ordentlicher Brocken (Was für ein Wortspiel :D).
 
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