i7 4790K @ 93°C Max. Core Temp... Alarm?

chischko

BIOS-Overclocker(in)
i7 4790K @ 93°C Max. Core Temp... Alarm?

Hallo zusammen,

ich habe gerade mal an ein paar Stellschrauben gedreht und nun mit Erschrecken festgestellt, dass meine CPU gerne mal auf über 90°C Max geht.
Komplette Konfiguration steht in der Signatur.
Hab manuell die VCore auf 1,3V gestellt. Zu viel? Alle Verbindungen etc. sind doppelt gecheckt, Sitz der WaKü, WLP und abgedichtet ist die WaKü auch noch. Kann doch nicht sein, dass die dermaßen hoch jagt, oder?
Unbenannt3.JPG
Ideen?
 
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Jetzt solltest du den VCore stück für stück senken um raus zu finden wieviel die CPU braucht um den Takt zu halten. 1,3V sind wirklich zu viel.
 
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Alles klar! Ich dachte das wäre schon an der unteren Grenze. Nur mal so als blöde Frage: In welchen Schrittweisen ist es sinnvoll die Spannng zu senken zwischen den Probeläufen?
 
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Ich kann dir sagen das mein i7 4790k auf 4,4Ghz mit der Standardspannung für die 4,2Ghz läuft, also 1,16V (1,15v eingestellt). Stell deine Spannung erst mal auf 1,2V (1,3 ist einfach übertrieben) und wenn die 1,2V Stabil sind geh in 0,01-0,02 schritten runter, bzw. hoch. Ob du das mit fixed Spanungen machst oder mit offset ist dir überlassen, ich habe fixed benutzt weil die Stromspafunktionen die Spannungen auch senken und der VCore bei neuern Prime Versionen nicht höher als eingestellt geht durch AVX undso.
 
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Also, ich hab den gleichen prozi und das gleiche Board. komm bei 4,4 Mhz und vollast nie über 60 grad Celsius. Lasse das aber auch die AI Suite entscheiden, denn da wechselt die Spannung je nach anforderung zwischen 0,75- 1,25 V
olt.
sicher, das Dein Kühler richtig fest draufsitzt!?
 
Oh haua! Ok dann sollte ich definitiv mal weiter runter gehen! Ich lass gerade nen Testlauf mit 1,275V rennen aber er klettert schon wieder bedenklich nahe der 90°C Marke! Dann mal runter auf 1,2V und sehen was passiert. Ich will lieber mit fixed Values arbeiten, da ich dann genau weiß was Sache ist und nicht das Board irgendwelche Entscheidungen trifft von denen ich nix weiß

sicher, das Dein Kühler richtig fest draufsitzt!?
Ja, hab extra alles nochmal demontiert, neue WLP drauf und es sitzt wirklich optimal auf. Die WLP wird gaaaanz sachte (wirklich minimalst aber ein gutes Indiz dafür, dass er gleichmäßig aufsitzt) nach außen gedrückt und das auch noch nahezu gleichmäßig.

Aber könnt ihr euch diese enormen Schwankungen und auch die extrem steilen Flankenanstiege bzw.- abfälle erklären? 30-40 K Unterschied binnen gefühlter 0,001 Sekunden...
 
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Ein CPU produziert sehr sehr viel Hitze unter volllast das ist normal ja das die Temperaturen sehr steil hochjagen ;)

Ohne Kühler würde die CPU binnen weniger sekunden verschmoren.

Vorallem wirkt sich ne zu hohe Spannung beim V-Core auch stark auf die Temperaturen aus.
 
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Tröste dich mein 4790k lag bei 1.3 V auch schon bei 92 C. Nach köpfen und IHS schleifen, sowie Flüssigmetall bei 4,5 GHz und 1.3 V max. 67, aber unter Wasser.
 
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Aber könnt ihr euch diese enormen Schwankungen und auch die extrem steilen Flankenanstiege bzw.- abfälle erklären? 30-40 K Unterschied binnen gefühlter 0,001 Sekunden...

Willste eine physikalische Erklärung oder reichts dir wenn wir dir versichern dass es normal ist? ;)

(Verkürzte) Erklärung:
Die CPU kann innerhalb einer Millisekunde ihren Lastzustand von 0% auf 100% verändern, quasi aus dem Nichts die volle Abwärme rausdrücken. Die CPU ist in der heutigen kleinen Fertigung aber so klein, dass die Fläche des Dies sehr klein ausfällt und die Leistungsdichte sehr hoch ist (viel Watt pro Fläche). Zusätzlich ist die speziefische Wärmekapazität eines CPU-Dies sehr gering (wenig Joule erzeugen viel Temperaturdifferenz) und die Wärmeleitung zum Heatspreader und zum Kühler relativ schlecht (erst bei größeren Temperaturdifferenzen kann nennenswert Wärme abgeführt werden).

Das alles (und noch ein paar weitere Kleinigkeiten...) führt dazu, dass bei spontanem Lastantritt die CPU-Kerne in einer halben Sekunde 30°C und mehr aufheizen.
 
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(Verkürzte) Erklärung:
Die CPU kann innerhalb einer Millisekunde ihren Lastzustand von 0% auf 100% verändern, quasi aus dem Nichts die volle Abwärme rausdrücken. Die CPU ist in der heutigen kleinen Fertigung aber so klein, dass die Fläche des Dies sehr klein ausfällt und die Leistungsdichte sehr hoch ist (viel Watt pro Fläche). Zusätzlich ist die speziefische Wärmekapazität eines CPU-Dies sehr gering (wenig Joule erzeugen viel Temperaturdifferenz) und die Wärmeleitung zum Heatspreader und zum Kühler relativ schlecht (erst bei größeren Temperaturdifferenzen kann nennenswert Wärme abgeführt werden).

Das alles (und noch ein paar weitere Kleinigkeiten...) führt dazu, dass bei spontanem Lastantritt die CPU-Kerne in einer halben Sekunde 30°C und mehr aufheizen.

Aha! :daumen: Scheint also wirklich normal zu sein. Ich hätte nur eine gewisse thermische Trägheit im CPU System erwartet, aber nun hab ich etwas mehr Einblick in das Innenleben und hab mich mal etwas detaillierter über den physischen Aufbau meiner CPU inkl. Heatspreader etc. informiert. Auch zum Thema CPU-Köpfen etc. und nun scheint mir das etwas plausibler.

Vielen herzlichen Dank für die informationsreichen Antworten und eure Einschätzungen und Erfahrungen!!!:hail:
 
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Ich hätte nur eine gewisse thermische Trägheit im CPU System erwartet

Das war vor vielen jahren auch so - aber da die Strukturen immer kleiner, die Leistungsdichte immer höher und die Wärmeleitung bei verwärmeleitpasteten CPUs immer schlechter wird ist die thermische Trägheit solcher CPUs wie du bemerkt hast nahe Null. :D
 
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Etwas Klarheit bitte sehr: Die Temperatursensoren sind heutzutage direkt im Chip in unmittelbarer Nähe der "Wärmequelle" angeordnet. Damit wird erreicht, dass entstehende Wärme nahezu verzögerungsfrei vom Sensor erfasst wird. Damit ist auch klar, warum die Temperaturanzeige quasi sofort hochgeht und auch absinkt. Negativeffekt: manuelle Reaktionen darauf kommen immer zu spät, nur automatische Regelkreise können das Unheil bei zu hohen Temperaturanstiegen vermeiden. Ich habe auf diese Weise schon eine SSD "verloren" - nur Neuinstallation per Clonen war möglich. Der PC schaltete so schnell ab, dass die SSD Datenverlust bekam und nicht mehr bootete. Ansonsten gar nix, alle Daten i.O.!
Die alte Sensorplatzierung in der Nähe des Prozessors auf dem Board hat natürlich erhebliche Verzögerungen der Temperaturänderungen zur Folge. Natürlich muss der Wärmekontakt zum Kühlkörper so gut wie möglich sein, damit ein gewisses Grundniveau gesichert ist. Wenn man beide Anzeigen gleichzeitig sehen kann, ist das gut erkennbar. Auch der Lüfter kann nur eine vergleichsweise sehr träge Temperaturänderung bewirken, denn alle Kühlsysteme können nur mit einem gewissen räumlichen Abstand zum Prozessorkern aufgebaut werden.
In meinem PC (Laptop) war auch schon mal viel Staub, ein kräftiger Staubsauger mit der spitzen Düse aussen an die Lüftungsschlitze gesetzt... Grundniveau schlagartig nur noch ca 45°! Spitzen bei 75°, aber bald wieder höher. Über 80° meiden, dann wieder aussaugen... In Windows 7 kann man auch die Prozessorleistung herabsetzten, 90% wirkt da schon Wunder! Übertaktungen sind natürlich ein Segen für Überhitzungen und daraus folgender Lebensdauerverkürzung!
Freilich spiele ich normalerweise nicht, aber Bildbearbeitung + Firefox offen machen auch schon ordentlich Last und Wärme.
 
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is die cpu geköpft?
ich komm mit dem sys siehe sig, nich über 65°C bei prime :O
 
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naja dann köpfse...
is easy und wenn mannsich paar min zeit nimmt fast idiotensicher^^
ich nehm am liebstenndi rasierklinge.. aber für anfänger is die vice methode am besten
 
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