i5 4690K deutlich besser kühlen - ein Gedankenmodel

blauescabrio

Schraubenverwechsler(in)
i5 4690K deutlich besser kühlen - ein Gedankenmodel

Hallo,

mein neuer i5 4690K wird mir mit dem boxed Lüfter deutlich zu heiß. 85 Grad C liegen bei Last innerhalb kurzer Zeit an, und das nur mit der serienmäßigen Turbo-Übertaktung auf 3,7 GHz. An echtes Overclocking ist da also überhaupt nicht zu denken. Also möchte ich mit vertretbarem Aufwand zu wesentlich besseren Werten kommen. Bedeutet für mich:

- Besserer Luftkühler
- Besseres Wärmeleitmittel
- CPU köpfen und Cooler direkt auf dem Die befestigen.

Mein theoretisches Ideal-Szenario sieht bis jetzt so aus:

- Noctua NH-D14 oder Thermalright Silver Arrow mit Collaboratory Liquid Ultra direkt auf dem Die der geköpften CPU befestigen.

Frage: Geht das? Liegen die Kühler auch ohne Headspreader noch mit genug Druck auf dem Die auf oder wird das durch irgendwelche mechanischen Gründe verhindert? Sind die genannten Lüfter zu dem Flüssgmetall kompatibel oder ist da mit ungwollten chemischen Reaktionen zu rechnen? Wenn möglich, möchte ich CPU und Lüfter nur noch ein einziges Mal in diesem Leben demontieren und danach Ruhe haben. Deshalb würde ich es gerne vermeiden, erst einmal nur einen besseren Kühler zu montieren, später vielleicht noch mal von Wärmeleitpaste gegen Flüssigmetall auszutauschen und danach noch zu dem Schluss kommen, dass die CPU ja doch geköpft werden muss. Ich würde lieber alle möglichen Optionen auf einmal ausführen. Was meint ihr dazu?
 
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Könntest bevor du ihn köpfst, die Spannung zu fixen. Alle Boards auf Stock hauen waaay to much Spannung auf die CPU (besonders im Turbo modus)

Der 4460 von meinem Kumpel wird wenn der Turbo reinhaut mit über 1.2v versorgt. Und das bei 3.4 GHz :ugly: :ugly:

Zum Vergleich ich betreibe meinen 4670k bei 4.2 GHz aber mit nur 1.17v

Mein 30€ Kühler (Thermalright HR-02 mit 550 RPM läuft bei Prime 27.9 max 70 Grad :) )
 
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Noctua NH-D14 oder Thermalright Silver Arrow reicht völlig aus .
 
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Ich würd mir sogar das köpfen ersparen. Der 4690K hat meines Wissens zwar einen besch******* Box-Kühler, aber eine recht gute WLP unter dem Heatspreader. Beim Noctua-Kühler liegt auch eine Spritze mit der NH-D1 Wärmeleitpaste bei, die ich inzwischen bei mir für alles verwende und die auch gute Ergebnisse liefert. Sollte für "normales" übertakten auch locker reichen, und Garantieverlust hast auch weniger zu befürchten.

Wegen dem Anpressdruck: Ist jetzt eine Vermutung von mir, aber eigentlich müsste der anliegende Druck bei einer geköpften CPU höher sein als ohne köpfen und daher weniger Kraft notwendig sein. Auch wenn aufgrund des sagen wir mal halbierten Federweges die Kraft nur halb so groß ist (Federkonstante), so ist die DIE-Fläche trotzdem nicht ein Zehntel der IHS-Fläche, und Druck ist primitiv ausgedrückt Kraft/Fläche. Ich nehme mal an dass man mindestens 5mm Gewindeweg hat wie bei meinem Mugen, der IHS aber nur 2mm dick ist. Somit würd ich mir eher Sorgen um zu viel Druck und eine Beschädigung des DIE machen. Hab genügend Thunderbirds ins Nirvana befördert, und da hatten die Kühler 300g und nicht einen Kilo wie heute und waren dementsprechend einfacher und mit weniger Verkantungsrisiko zu montieren. Wenn diese Vermutung falsch ist bitte mich korregieren!

Hab grad den NH-D15 am Schreibtisch liegen. Das Umbaukit für meinen Sockel sollt lt. Noctua Support diese Woche bei mir ankommen. Freu mich schon! ;)
 
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Wie sehen denn die restlichen Komponenten aus?
 
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Teste erst einmal den neuen Kühler ohne zu köpfen. Wenn Du dann immer noch der Meinung bist, Du willst die CPU köpfen, kannst Du das ja machen. Aber Du solltest Dich vorher noch einmal einlesen ("Thermalright Silver Arrow mit Collyboratory Liquid Ultra direkt auf dem Die der geköpften CPU befestigen"). ;)
 
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Wenn du den Kühler direkt ohne Heatspreader auf den DIE montieren willst, musst du die Metallsockelhalterung entfernen.

Außerdem ist der DIE sehr empfindlich. Ich würde erstmal einen besseren Kühler und fixierte Spannung probieren.

Wenn das nicht deine Erwartungen erfüllt musst du ihn halt köpfen. Ich würde dir dennoch raten den HS nach dem köpfen wieder zu verkleben.

Das köpfen selber ist schon sehr gefährlich. Ich finde ja die Schraubstock-Holz-Hammer-Methode da immer noch am sichersten. Auf YT findest du genug solcer Videos.

Außerdem müsstest du die anderen internen Bauteile die unter dem HS sind isolieren, weil die Flüssigmetallwärmeleitpaste Strom leitet und es zu einen Kurzschluss führen kann.

Einige haben da normale nicht elektrischleitfähige Wärmeleitpaste genommen, Einige haben die Bauteile aber auch lackiert.
 
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Ganz geheuer ist mir der Köpfungswahn sowieso nicht. ;)

Das bringt doch nur Vorteile für Bencher und OC-Freaks. ;)

Wenn Dein i5 4690K am Ende ist, dann musst Du sowieso eine Schippe drauflegen.
 
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Also würdet ihr sagen: Noctua NH-D14 oder Thermalright Silver Arrow serienmäßig installieren und gut? Vor ewigen Zeiten hat Intel doch mal CPUs ab Werk mit freiliegenden Die verkauft und die ließen sich allesamt sehr gut übertakten ohne thermische Probleme zu bekommen. Aber das ist wahrscheinlich nicht zu vergleichen mit einer nachträglich geköpften CPU, oder?

Ansonsten habe ich übrigens verbaut: Gigabyte Z97P-D3, 8GB G.Skill Ares DDR3-1600 DIMM CL9 Dual Kit, 1000GB WD Blue WD10EZEX 64MB 3.5 ". Als Grafik nutze ich derzeit die Intel Haswell onboard-Lösung, während ich über eine endgültige Lösung nachdenke - keine Ahnung, was man da derzeit kauft. Netzteil ist ein Enermax ETL650AWT.
 
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Wenn Du die CPU wirklich mit einem freiliegenden Die betreiben möchtest, guck Dir evtl. mal das hier an: MSI Z97 XPOWER AC speziell für geköpfte Prozessoren

Im "Normalbetrieb" halte ich es aber für unnötig. Schau erst einmal wie viel der neue Kühler bringt. Höchstwahrscheinlich kannst Du es dann direkt schon so lassen.
 
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Wenn Du die CPU wirklich mit einem freiliegenden Die betreiben möchtest, guck Dir evtl. mal das hier an: MSI Z97 XPOWER AC speziell für geköpfte Prozessoren

Im "Normalbetrieb" halte ich es aber für unnötig. Schau erst einmal wie viel der neue Kühler bringt. Höchstwahrscheinlich kannst Du es dann direkt schon so lassen.

Das bringt zu 100% was.Die boxed Lüfter sind doch nur Schrott.
 
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Ohne heatspreader wird das eher nicht gehen würden de ich meinen. Wie soll man die fehlenden Millimeter wieder gut machen. Die Montage ist auf dem Abstand der normalen cpu konstruiert, würde mich wundern wenn es ohne einfach klappt.
 
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Haha, das MSI Mainboard ist zwar klasse, aber das ist ja so teuer, dass man sich auch gleich die größte Intel CPU auf ein normales Board setzen kann, was man dann gar nicht mehr übertakten braucht. Okay, ihr habt mich überzeugt, erst einmal einen besseren Cooler zu kaufen und es ohne Enthauptung zu versuchen. Ist denn wenigstens meine Vorauswahl an Coolern okay oder gibt es da deutlich Besseres an Luftkühlung? Ganz vergessen: Beiliegende Wärmeleitpaste oder Flüssigmetall?
 
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Deutlich besser gibts mit Luft nicht. Optimier deine Gehäuselüftung, das macht viel aus. Die Noctua WLP die dabei ist, ist gut. Hat auch bei Vergleichstests gut abgeschnitten. Ob sich der Aufpreis für eine extra WLP auszahlt, ich glaub das liegt schon mehr im Bereich der Homöophatie. Aber beim NH-D15 ist es auch so, und trotzdem hab ich ihn. :D
 
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Zwischen HS und Kühler würde ich kein LM verwenden, das ist gefährlich, problematisch zu entfernen und bringt mMn zu wenig.
Ich würde zunächst einen Kühler vom Schlage eines NH-D14/NH-D15 oder Silver Arrow IB-E erwerben und mit einer guten Paste (PK-3, GC-Extreme etc.; wenn man einen der genannten Kühler kauft, genügen die WLPs im Lieferumfang völlig, da diese absolut ebenbürtig sind) montieren - dann sollten die Temperaturen i.d.R. schon (sehr) gut sein.

Ich nutze ja selbst einen geköpften und mit LM versehenen 4690K unterm NH-D15, der hatte es aber auch nötig, denn er erreichte mit dem aktuellen Kühler ähnliche Werte wie du jetzt mit dem Boxed-Kühler. Daher würde ich wirklich nur köpfen, wenn ein Betrieb selbst mit einem guten Kühler nicht möglich ist.
 
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Overclocken will ich erst einmal eigentlich gar nicht, vom Turbo Boost mal abgesehen. Aber selbst da sind mir 85 Grad einfach viel zu viel. Da es eine serienmäßige Funktion von Intel ist, hatte ich eigentlich gedacht, dass der serienmäßige Kühler dem auch gewachsen sei. Offensichtlich ist dem aber nicht so.
 
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Seit wann beschäftigst Du Dich mit Computerhardware?

Der Boxed-Kühler ist für die gehobenen CPUs (Intel i7, AMD FX) nicht mehr als eine bessere Transportsicherung, für einen Pentium, i3, i5 geht dieser noch zu Not, besser ist es aber alleine schon aus Lautstärkegründen immer einen Nachrüstkühler in passender Größe zu verwenden.
 
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Keine Ahnung, mein erster Selbstbau-PC war ein 386DX-25. Damals liefen die CPUs noch gänzlich ohne Cooler. Irgendwann kamen dann die ersten Icecaps auf. Das war die Zeit, als Frank & Walter, Actebis und Computer 2000 auf dem Markt die herrschenden PC Distributoren waren. Davor bestand mein erstes PC Tuning darin, den Intel 8088 Prozessor meines Commodore PC 10-II gegen eine Nec V20 CPU zu tauschen, was den Norton-Faktor von 1,0 auf etwa das Eineinhalbfache erhöhte. Irgendwann empfand ich das ganze Hardwaregebastele aber nur noch als notwendiges Übel und daher beschäftige ich mich immer erst damit, wenn es absolut unausweichlich ist, sprich: wenn ich einen neuen PC benötige. Der letzte Q6700 hat zum Glück recht lange gehalten. Damals war noch der Sockel 775 aktuell und ein ThermalTake SonicTower was das Maß der Dinge.
 
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Oh, selbst der Q6700 hätte sich über einen besseren als den Boxed-Kühler gefreut, wenn Du ihm damals den SonicTower gegönnt hast, Gratulation... ;)

Die damaligen CPUs waren (trotz des höheren Verbrauches) wegen des verhältnismäßig großen Dies noch gut zu Kühlen. Bei den heutigen CPUs muß verhältnismäßig viel mehr Wärme von einer sehr kleinen Fläche abtransportiert werden, was es ein wenig komplexer macht.
 
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