TN:
TN steht für Twisted Nematic. Wörtlich übersetzt: verdrillt nematisch
TN-Panels (auch TN + Film genannt) sind die günstigsten, schnellsten und damit auch die am meisten verbreiteten LCD-Panels.
Nematisch bezeichnet einen Zustand oder eine Phase, in der die stäbchenförmigen Moleküle eines LC- oder Flüssigkristall-Bildschirms alle in einer Richtung angeordnet sind.
Liegt keine Spannung an, drehen sich die Flüssigkristalle horizontal. Somit wird der Bildpunkt (Pixel) erleuchtet, und ein weißes Licht entsteht.
Wird dagegen Spannung angelegt, richten sich die LC-Moleküle vertikal aus. Das Bild beziehungsweise der Bildpunkt bleibt schwarz. Wird Spannung weggenommen, richten sich die LC-Moleküle aber wieder horizontal aus, und das Licht wird durchgelassen.
IPS:
IPS steht in der Langform für In Plane Switching.
Diese unterscheidet sich von TN insofern, als dass die Flüssigkristalle parallel angeordnet und nicht um 90 Grad verdrillt sind. Legt man Spannung an die Elektroden an, sind die LC-Moleküle horizontal und parallel zur Polarisationsschicht ausgerichtet und lassen somit kein Licht hindurch. Das heißt, der Bildpunkt bleibt schwarz. Legt man keine Spannung an, werden die LC-Moleküle um bis zu 90 Grad gedreht, wodurch das Licht mehr oder weniger ungehindert den Polarisator passieren kann.
IPS hat gegenüber TN einige Vorteile. Die bedeutendsten sind aber die erhöhte Blickwinkelunabhängigkeit sowie die genaueren Farbabstufungen. Früher waren IPS-Panels zum Spielen ungeeignet, da die Reaktionszeiten einfach zu hoch waren. Im Laufe der Jahre hat der Fortschritt aber auch vor den IPS-Panels nicht halt gemacht, und so sind in der heutigen Zeit bereits einige Monitore auf dem Markt die den TN-Panels deutlich Konkurrenz machen.
PVA und MVA-Panels:
MVA:
MVA steht für "Multi-Domain Vertical Alignment". Bei MVA-Panels wird eine Zelle in zwei bis drei Domains (Ebenen, daher der Begriff Multi-Domain) eingeteilt und so die Kippvorrichtung der Flüssigkeitsmoleküle gesteuert. Einer der Vorteile der Technologie ist ein hoher Blickwinkel von mindestens 160 Grad horizontal und vertikal, während dieser bei TN-Panels meist nicht über 150 horizontal und 140 Grad vertikal reicht.
Liegt keine Spannung an, richten sich die LC-Moküle vertikal aus, das Bild bleibt schwarz, entsprechend hoch ist der Kontrast typischerweise mit einem Verhältnis von 400:1 bis 700:1. Legt man Spannung an, drehen sich die Moleküle alle horizontal in eine Richtung. Das Licht wird durchgelassen und das Bild wird weiß.
PVA:
PVA steht für "Patterned Vertical Alignment" und ist eine von Samsung in Anlehnung, aber nicht als 1:1-Kopie zu MVA entwickelte Technologie. In Anlehnung insofern, dass die Ansteuerung der Flüssigkristalle auf demselben Prinzip beruht wie bei MVA-Panels. Und auch das Grundschema sieht ähnlich aus.
Grundsätzlich werden MVA und PVA daher oft gleichgesetzt. Bei PVA werden die Flüssigkristalle eines jeden Bildpunktes nicht in zwei bis drei, sondern in vier Teilbereiche eingeteilt und separat angesteuert, was unter anderem den Vorteil eines leicht höheren Blickwinkels hat. Außerdem bieten PVA-Panels in der Regel höhere Kontrastraten von bis zu 1.000:1 oder gar mehr.
Früher neigten VA-Panels häufig zu Schlierenbildung oder Auswaschungen, und waren daher für Spieler nicht empfehlenswert.