HdR: Die Ringe der Macht - Amazon pausiert Review-Release für drei Tage

Indem man locker durch die Hose atmet und Fantasy nicht toternst nimmt, als wäre es Geschichte LK.
So stell ich mir Tolkiens Ansprüche an sein Werk auch vor.
Míriel wird ja nur sehr wenig beschreiben im Originalwerk und am Ende wird man dann über die Bedeutung von "fair" streiten müssen.
Schon die Herangehensweise, dass alles was nicht explizit ausgeschlossen wurde, absolut möglich sein soll, ist hanebüchen. Quasi Russells Teekanne in Mittelerde.
in dem Fall kann ich es nachvollziehen. Rings of Power ist einfach wegen seinen schieren Größe momentan das "Schlachtfeld" von ein Gestalten, die schon vor 6 Monaten eine Kampagne beschlossen haben um die Serie für all die Wokeness abzustrafen, die sie in den letzten Jahren vor die Nase gesetzt bekommen haben. Es gibt unzählige Beispiele wie Batwoman oder Resident Evil, wo die Diversity-Agenda wesentlich mehr auf die Spitze getrieben wurde, und die auch völlig berechtigt dafür abgestraft wurden. [...] aber bis jetzt hab ich bis auf ein paar farbige Schauspieler (was ein Skandal.. :crazy:) nichts gesehen was mich beunruhigen würde.
Zum einen ist Tolkiens Mittelerde "ernsterer" Stoff als Batwoman oder Resident Evil und dazu direkt verwurzelt in nordischer Mythologie, praktisch deren moderne Erweiterung. Das macht die Sache wesentlich sensibler als all die anderen Fälle, durch die sich sicherlich zusätzlich (und berechtigterweise) viel Wut angestaut hat.

Auch wenn "Ringe der Macht" keine Wokeness mit der Brechstange durchklopft und das Thema (bisher) weniger schlimm ist als erwartet, finde ich eine isolierte Betrachtung dennoch falsch. Wokeness ist nun mal eine breite politische/weltanschauliche Bewegung im offenen Kulturkampf, Diversity in "Ringe der Macht" nur ein Teil eines größeren Ganzen. Das "Ringe der Macht" mitanzulasten kann man durchaus als unfair empfinden.

Trotzdem: Nicht ganz vergessen darf man Amazons provokativen Umgang mit dem Thema vor Release (vgl. die Interviewreihen "Lord of the Rings Superfans") und auch ein Cast, der sich in Interviews offen woke äußert (und dem es auch teils an der klassischen Verbundenheit mit Tolkien und Mittelerde zu fehlen scheint, um das mal freundlich auszudrücken).
 
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Wie heisst eigentlich der dunkelhäutige Elbe welcher im Menschendorf aufgepasst hat?
Und durch den Tunnel gekrochen ist?
Scheint ein cooler Typ zu sein.
 
Trotzdem: Nicht ganz vergessen darf man Amazons provokativen Umgang mit dem Thema vor Release (vgl. die Interviewreihen "Lord of the Rings Superfans") und auch ein Cast, der sich in Interviews offen woke äußert (und dem es auch teils an der klassischen Verbundenheit mit Tolkien und Mittelerde zu fehlen scheint, um das mal freundlich auszudrücken).
Ja, dieses "Superfans"-PR-Video hab ich mittlerweile auch gesehen. Aber was hat das mit der Serie zu tun? Oder was spielt es für eine Rolle wie die Schauspieler privat drauf sind, solange sie es in der Serie nicht zur Schau stellen? Ich find das sogar ziemlich ideal so. Wer möchte, kann sich diese Interviews angucken, sich damit identifizieren, und Amazon kann sich für seine moderne Wokeness abfeiern lassen. Wer das nicht will (oder es gar nicht weiß), kriegt davon in der Serie kaum bis gar nichts mit. Solange es so bleibt, müssten doch eigentlich alle zufrieden sein?
 
Genau das gilt auch für Amazons neue Serie "Die Ringe der Macht", für die sich die Macher im Vorfeld des Öfteren die Kritik anhören mussten, ein allzu "wokes" Prequel zu Der Herr der Ringe erschaffen zu wollen.

Ich hab die ersten zwei Folgen mit ein paar Freunden angeschaut, und wie schon so oft gesagt; Die Hautfarbe ist soooooo ein vernachlässigbar kleiner Teil. Arondir ist sogar einer der wenigen Elben bisher, die als stoischer Charakter eher glaubwürdig waren (neben den Zwergen). Galadriel hingegen ist ja ein Totalausfall und der Rest der Partie auch eher zu vernachlässigen.
Das Problem ist nahezu alles andere.
Die Folgen war praktisch zum Einschlafen. Es wurde viel schwülstig geredet ohne etwas zu sagen. Die Halffoot sind unerträglich. Galadriel ist strohdumm und ihr Verhalten ergibt kein Sinn, zudem richtig mies und unsympathisch geschauspielert, kann aber auch daran liegen, dass man ihr gesagt, dass sie so bescheuert schauspielern soll. Von Elrond erwart ich mir auch nichts. Eine unglaubliche Anzahl an Logiklöchern, z.B. dass Galadriel jetzt einfach durch einen Ozean schwimmt oder, dass die Elben eine Light Show veranstalten, dass weibliche Zwerge keine Bärte haben. Der Übergang in die Unsterblichen Lande ist auch bizarr und billig dargestellt gewesen. Dann noch, dass viele CGI Hintergründe ganz offensichtlich waren, das hat an die optisch schlechten Abschnitte aus den Hobbit Filmen erinnert.
Es happert an allen Ecken und Enden, aber dass 3 Figuren schwarz sind, auch wenn es nicht ins Lore passt, sind vernachlässigbare Änderungen. V.a. wenn sonst alles passen würde.
Wie heisst eigentlich der dunkelhäutige Elbe welcher im Menschendorf aufgepasst hat?
Und durch den Tunnel gekrochen ist?
Scheint ein cooler Typ zu sein.

Na besonders gut hängengeblieben ist er ja nicht grad bei dir. :p
Arondir ist sein Name.
 
Oder was spielt es für eine Rolle wie die Schauspieler privat drauf sind, solange sie es in der Serie nicht zur Schau stellen?
Solange das bei offiziellen Promoarbeiten mit diesem Grad an Zurschaustellung passiert, ist das von der Serie selbst ja nur schwer zu trennen. Und die Gefahr ist groß, dass Amazon damit sowie den restlichen Marketingaktivitäten austestet, wie weit sie zukünftig innerhalb der Serie und anderswo gehen können.

Mit Menschen, die Probleme haben sich mit weißen Figuren aus Geschichten eines weißen Mannes zu identifizieren, habe ich ganz offen keinerlei Mitleid - warum auch? Im Gegenteil, es ist hochproblematisch in solchen Punkten auf wokes Klientel zuzugehen, weil dadurch eine Anspruchshaltung gestärkt wird, die sich gar nicht sättigen lässt und es mit großer Lust immer weiter treibt.

Mal davon abgesehen, ist es zwar in Sachen Wokeness-Level weniger schlimm als befürchtet, deshalb aber noch lange nicht zufriedenstellend. Eine lore-konforme Geschichte ohne Jeanne d'Arc Galadriel fände ich trotz allem wesentlich reizvoller. Und Schwarze lose platziert in europäisch basierter Fantasy haben für mich nun einmal einen Kitsch-Faktor, der schlicht und ergreifend nicht sein müsste. Nicht zuletzt sind Diversity-Richtlinien eines Unternehmens, die de facto rein weiß besetzte Casts verbieten, absolut nicht in Ordnung.

Scheint ein cooler Typ zu sein.
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Eine unglaubliche Anzahl an Logiklöchern, z.B. dass Galadriel jetzt einfach durch einen Ozean schwimmt ....... Der Übergang in die Unsterblichen Lande ist auch bizarr und billig dargestellt gewesen.
Da kann ich etwas Klugsch***en: Die Darstellung des Übergangs nach Valinor stört mich weniger. Aber zu dem Zeitpunkt der Geschichte gibt es noch keinen Übergang. Zu der Zeit kann theoretisch jeder Valinor (Aman) erreichen wenn er denn lange genug Segelt. Sowas meinte ich zuvor mit Lore Fehlern.

Und was Galadriels selbstmörderischen Sprung ins Meer angeht: Ja das find ich auch etwas panne und stört mich am meisten von allem gesehenen. Hätte lieber gesehen, dass sie ablehnt und dann auf anderen Wegen nach Numenor kommt. Wie auch immer. Alles besser als diese komische Entschiedung.


Was ich nicht verstehe ist, warum man das gemacht hat. Sämtliches Hintergrundwissen ist im Netz frei Verfügbar ohne das Silmarillion welzen zu müssen. Zwerginnen ohne Bärte jucken mich da weniger.
 
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Wie heisst eigentlich der dunkelhäutige Elbe welcher im Menschendorf aufgepasst hat?
Und durch den Tunnel gekrochen ist?
Scheint ein cooler Typ zu sein.
Das Wort heißt bescheuerter.
Aber auffallend ist, dieser Zwang nach dunkelhäutigen Schauspielern. Wieso spielen da keine ostasiatischen (China, Japan, Korea) Schauspieler mit? Skandal!!!!!!!!!
 
Ganz ehrlich: auf Zwergenfrauen mit Bärten kann ich verzichten. :ugly:
Volle Zustimmung.

Ich hab das im Film immer für nen Witz zwischen Gimli, Aragorn und dem Rest gehalten. Zumal explizit zu den Bärten soweit mir bekannt bei Tolkien selbst nichts steht und wohl einzig in lange unveröffentlichen Manuskripten wo man nicht weiß ob Tolkien sie nun als Kanon sah oder nicht da er sie zu Lebzeiten nie veröffentlich hat sondern erst in "The War of the Jewels" durch seinen Sohn.

In der Serie fand ich das sogar nachvollziehbar gelöst, man sieht dass die Rüstungen "Aussparungen" für Bärte haben und weiß, dass Zwergenfrauen sich in der Regel verkleidet haben, wenn sie überhaupt nach draußen gingen - so ist es nicht weit hergeholt, dass sie dann in "Männerrüstungen" waren und ob der Bartaussparung für einen Mann gehalten wurden.
 
Hab die aktuellen Folgen gesehen und fand sie ganz okay. Man sieht zumindest das viel Kohle zur Verfügung stand mit den Sets und Effekten.

Leider sieht alles irgendwie zu "clean" aus und auch die Charaktere fand ich bisher alle weitestgehend unspannend. Das war halt bei Game of Thrones fast immer besser gelöst. Dort sind fast alle Protagonisten facettenreich und verfolgen eine komplexe Agenda. Man durchschaut das nicht sofort. Auch sind die Dialoge zumindest in den ersten staffeln wesentlich spannender.

Ob da jetzt farbige Schauspieler mitspielen könnte mir nicht egaler sein. Fand das jetzt nicht auffällig oder störend für die Fantasy.
 
Ich hab das im Film immer für nen Witz zwischen Gimli, Aragorn und dem Rest gehalten. Zumal explizit zu den Bärten soweit mir bekannt bei Tolkien selbst nichts steht und wohl einzig in lange unveröffentlichen Manuskripten wo man nicht weiß ob Tolkien sie nun als Kanon sah oder nicht da er sie zu Lebzeiten nie veröffentlich hat sondern erst in "The War of the Jewels" durch seinen Sohn.

Zwerge und Zwerginnen sind für andere Rassen nahezu nicht zu unterscheiden. Insofern macht es keinen Sinn, dass sie keinen Bart haben.
 
Ich bin zu jung für Winnetou bzw. es wurde mir nicht generationsmäßig weitergegeben, aber war der betreffende Schauspieler denn nicht braun/rot angemalt, um genau das zu simulieren? Ein Anspruch von dem Amazons Diversitätsrichtlinien nicht weiter enfernt sein könnten.
Pierre Brice war nicht angemalt, lediglich die übliche Abdeckschminke fürs Scheinwerferlicht wie bei allen Schauspielern.
Er hatte eine per se relativ dunkle Hautfarbe.
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Da ich selber, neben diversen europäischen Durchmischungen , zu einem 1/16 1st Nations Blut intus habe (Tsilhqotin-Nation) und meine Verwandtschaft in Kanada recht gut + persönlich kenne , kann ich dir versichern, dass wir nicht alle dunkelhäutige Schlitzaugenwilde mit Lendenschurz sind, die jeden Weissen skalpieren, wenn er nicht bis drei auf den Baum geklettert ist.
Die "Woke" Diskussion in Deutschland versteht in meinem Umfeld von 1st Nations Angehörigen kein Einziger, weil die Darstellung in den Filmen aus den 1960gern ein eher positives Bild über den Charakter eines "Wilden" hergibt.

Die Darstellung in den Büchern von Karl May ist wieder was anderes.
Die Vorstellung, dass alle "Indianer" büffeljagende Plains Bewohner mit ein paar Federn auf dem Kopf sind, ist zu 95% falsch.
Die meisten (>50%) waren sesshafte Bauern, der überwiegende Rest Jäger, Fischer und Sammler.
Einige hatten sogar Städte und eine eigene Schrift.
Z. B. jene, die die Weissen "Cherokee" nennen und eigentlich sich Aniyvwia´i (wirkliches Volk) nennen.
Das hat ungefähr die gleiche Qualität, als würden alle Deutschen nur als Michl bezeichnet werden, was dem Michl dann auch nicht gefallen dürfte.
DASS sind die prinzipiellen Themen, die angehörige anderer Völker interessiert, dass sie respektvoll und auf Augenhöhe behandelt werden.
Dass Kinder bei Fasching oder sonstwo als "Indianer" herumrennen, ist vollkommen OK.
Kinder dürfen z. B. bei "meinem" Tribe alles machen, außer Vögel töten.
Denn Vögel sind die Seelen unserer Ahnen.

Oft vorgebrachte Argumentation, deshalb zitiere ich mich an dieser Stelle selbst:

"Mit der Argumentation könnte man genauso gut die Existenz einer rosa Alienrasse auf einer Nebeninsel im Mittelerdeuniversum begründen, die mit fortschrittlichen Technologie an eigenen Ringen schmiedet und entsprechend hervorragend für einen Nebenplot taugen würde. Im Sinne von: wenn es schon Zauberei gibt, warum nicht auch Aliens?
Nein, weil Tolkien seine Protagonisten als Allegorien seiner Zeitumstände geschaffen hat.
Die Figuren sind so, wie sie sind, weil er in seiner Zeit mit Britischem Empire und dem Eindruck des I. Weltkrieges genau diese Eindrücke verarbeitete.
Aliens und Ufos in der Phantasiewelt der Menschen ist eine literarische Parallelentwicklung, primär zuerst in den USA mit den Schriften von H. G. Wells ab ca. 1900 aufgetreten und erst mit dem Hörspiel von 1938 (lange nachdem Tolkien seine Hauptwerke verfasste) im Bewusstsein der Öffentlichkeit aufgetreten.
Ein z. B. Nazgul, ein Balrog oder ein Smaug sind Wesen, die biologisch in der Realität niemals funktionieren würden.

Andererseits wäre rein technisch betrachtet, ein Alien, der hypotethische Psi-Kräfte in Form eines Ringes aktivieren könnte, realistischer, als so was in einer mittelalterlichen Schmiede erstellt werden könnte.

Sprich, das Umfeld hat den Autor geprägt, was ja irgendwie logisch ist.
Das Genre Fantasy (insbesondere High Fantasy) zeichnet sich ja weniger dadurch aus, dass willkürlich mit Regeln der Welt gebrochen wird, sondern viel mehr dadurch, dass ein an das europäische Mittelalter angelehntes Universum den modifizierten Gesetzmäßigkeiten (Magie, Rassen, Kreaturen, ...) streng folgt.
Das ist nicht ganz richtig.
Das europäische Mittelalter hat mit der generellen Fantasy Welt mit "westlicher Prägung" schon mal recht wenig zu tun. Das Hochmittelalter (Ritter in glänzenden Rüstungen usw.) datiert man grob auf 1000-1500 n. Chr.
Das frühe Mittelalter schließt an die Völkerwanderungszeit an und beginnt ab ca. 500 n. Chr..
Im Wesentlichen (und auch schon in mind. drölfdutzend Dokorarbeiten analysiert) hat es nachfolgende Einflüsse:

1. Bzgl. Schamanen/Zauberer usw. keltischer Einfluss, im Wesentlichen aus den Gebieten des heutigen Frankreich und Wales (bei den Germanen wären das dann die heutzutage Hexen genannten Schamanen)
Hier aus einer Zeit von ca. 500 v. Chr.

2. Bgzl. Götterhimmel und aber auch Elfen (nicht Elben, die gibt es erst seit 1920 bei Tolkien) nordischer Einfluss.
Aber auch hier differenziert auf die Zeit des 8. Jahrhunderts (für Tolkien), weil da die Jüten, Angeln und Sachsen (kurz Wikinger) nach England einwanderten und dabei Anteile ihrer Kultur einbrachten.
Interessant ist, dass die ab ca. 1200 verfassten Schriften in der Edda erhebliche Abweichungen zum Volksglauben der ansässigen Bevölkerung in "England" hatten.

Und jetzt wird es interessant, der Einfachheit halber aus Wicki als populärwissenschftlichen Text kopiert (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Elfen#Elfen_in_der_Mythologie)

„Sá er einn staðr þar, er kallaðr er Álfheimr. Þar byggvir fólk þat, er Ljósálfar heita, en Dökkálfar búa niðri í jörðu, ok eru þeir ólíkir þeim sýnum ok miklu ólíkari reyndum. Ljósálfar eru fegri en sól sýnum, en Dökkálfar eru svartari en bik.“
„Da ist ein Ort, der Álfheim heißt. Da haust das Volk, das man Lichtalben nennt. Aber die Schwarzalben wohnen unten in der Erde und sind ungleich von Angesicht und noch viel ungleicher in ihren Verrichtungen. Die Lichtalben sind schöner als die Sonne von Angesicht; aber die Schwarzalben schwärzer als Pech.[8]
Gylfaginning Kap. 17.

Also, beruft sich irgendwer auf "nordische Mythologie", so steht schwarz auf weiss in der Edda, dass es weisse und schwarze Alben/Elfen gibt...

Alle, die daraus ein "woke" Thema machen, sollten sich zunächst mal bitte mit Aneignung von Wissen über die eigene Kultur machen.

3. Bgzl. menschliche Völker:
Im wesentlichen die Völkerwanderungszeit bis ca. 500 n. Chr., Aufbau von Nchfolgereichen der Römer usw..

4. Bgzl. Hobbits:
Die Idealisierung bäuerlichen Lebens in Schottland in einem fruchtbaren Tals (das es so nie in Schottland gab und eher dem Wunsch der dortigen Bevölkerung entsprach).
Hier vermengen sich wieder die Skoten (das sind Kelten aus Irland) mit den Pikten (da kommt primär die europäische Tradition des Tätowierens her) zu den Alba. (ab ca. 500-600 n. Chr.)

Tolkien gilt geradezu als Meister dieses aufwendigen, konsistenten und detailverliebten Prozesses des World Buildings. Zum Beispiel liefert Tolkien für Mittelerde lore-bedingte Erklärungen für die Existenz von Schaltjahren (die sind nicht plötzlich egal, nur weil es Zauberer und Drachen gibt).
Er war schlichtweg der Erste, der diese "Popkultur" erfand.
Zudem hat sich Tolkien bereits zu Lebzeiten gegen die unauthentische/missbräuchliche Darstellung seines Werkes ausgesprochen (man denke nur an den expliziten Ausschluß von Disney an einer HdR-Verfilmung).
Sofern du HdR gelesen hast, weist du auch sicherlich, dass ca. nur 15-20% in der Jackson Verfilmung umgesetzt wurde.
Ich will nicht bestreiten, dass eine evtl. Disney Verfilmung evtl. schlechter geworden ist.
Aber für jemanden wie mich, der HdR fast auswendig kennt, war die filmische Umsetzung eine Art schlechter Scherz, an den ich mich erst gewöhnen musste.
Gerade deshalb sind solche Änderungen im Falle Tolkiens nochmals ein besonders sensibles Thema. Für mich durchaus nachvollziehbar, dass Fans bei Ethno-Charakteren durch Woke Capitalism steil gehen."
Siehe oben, erst Edda lesen, dann kritisieren.
 
Ist nur die Frage ob das einer sehen will. :ugly:

Diese Frage stellt sich nur aus rein kommerzieller Sicht, nicht aus künstlerischer.
Es müssen nicht alle alles sehen wollen, es muss nicht alles ein generischer, verwässerter Einheitsbrei sein.
Wem das nicht gefällt, kann gerne die hunderten anderen Fantasy Universen konsumieren, in denen Zwerginnen bartlose, scharfe, halbnackte Frauen sind.
 
Zwerge und Zwerginnen sind für andere Rassen nahezu nicht zu unterscheiden. Insofern macht es keinen Sinn, dass sie keinen Bart haben.
Weil Zwerginnen quasi nie in der Öffentlichkeit gesehen werden und wenn dann in Verkleidung. Das impliziert aber nicht gleich, dass sie einen (echten) Bart haben müssen.
 
Weil Zwerginnen quasi nie in der Öffentlichkeit gesehen werden und wenn dann in Verkleidung. Das impliziert aber nicht gleich, dass sie einen (echten) Bart haben müssen.

Nö.

Muss ich jetzt wirklich googlen...?

For the Naugrim have beards from the beginning of their lives, male and female alike; nor indeed can their womenkind be discerned by those of other race...

Es ist Teil der Lore und somit offiziell so und nicht anders.
 
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