Häufige Bluescreens nach dem Start ("Driver not less or Equal" und "ntoskrnl.exe")

LM100

Kabelverknoter(in)
Häufige Bluescreens nach dem Start ("Driver not less or Equal" und "ntoskrnl.exe")

Habe ein Problem mit meinem ca. 7 Jahre alter Medion PC P7300D mit Intel Core 2 Quad Q8200 2,33 GHz, 8 GB Ram und Geforce-9600GT und Windows 10 64 Bit.

In letzte Zeit habe ich immer wieder Abstürze bzw. Neustarts, meist kurz nach dem erstmaligen Systemstart am Tag.
Die Meldung ist praktisch immer: DRIVER_IRQL_NOT_LESS_OR-EQUAL.
Laut Bluesreenview ist die Crash-Adresse praktisch immer: "notskrnl.exe+ 14e240"
Hänge mal ein Foto der Bluescreenview-Übersicht und der Meldung an.

Überprüft mit spezieller Software wurden RAM, CPU und Festplatte. Hier wurden keine Fehler gefunden.

Nicht überprüft habe ich bisher das Netztteil. Es hat Anfang 2014 schon einmal Mucken gemacht und wurde dann (weil der Rechner damals schon alt war) gegen ein billiges Netzteil ausgetauscht.
Könnte beim Netzteil vielleicht das Problem liegen? Kann man das Netzteil irgendwie testen?

Über SFC /Scannow (Rocourcenschutz) werden immer beschädigte Dateien gefunden, einige können nicht repariert werden". Keine Ahnung, ob es mit dem Problem in Zusammenhang steht.

Alle Treiber sind aktuell, bis auf den Bios-Treiber. Der ist noch auf dem alten Stand, hier hab ich mich nicht so richtig rangetraut.

Auffallend ist, dass der Rechner meist kurz nach dem Neustart herunter fährt. Wenn er dann mal in Betrieb ist, gibt es nur sehr selten oder eigentlich nie Probleme.
 

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Eventuell hilft es auch schon Windows neuzuinstallieren.

Was für ein Netzteil ist es denn?
 
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So, ich war mit Rechner heute in einem Computer-Fachgeschäft.
Dort gab es ein Angebot zur Fehlerdiagnose zu 39 €, dieses wollte ich eigentlich in Anspruch nehmen und dann entscheiden, ob es sich noch lohnt, weiteres Geld in den 7 Jahre alten Rechner zu stecken.

Nach Schilderung des Sachverhaltes tippte der Techniker auf das Mainboard, dies wäre bei dem Rechner ein bekanntes Problem.
Nachdem er sich das Innenleben angeschaut hat, hat er ziemlich schnell einen Kondensator (?) auf dem Mainbaord als Verursacher ausgemacht.

Dieser Kondensator scheint defekt und es scheint auch schon etwas Flüssigkeit ausgetreten zu sein.
Habe den betreffenden Kondensator mal fotografiert, hänge das Foto an.

Hab den Rechner wieder mitgenommen, da ein Austausch des Mainboards ca. 150 € kosten sollte.

Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob ich es noch reparieren lassen soll oder nicht?
Und kann ich mir überhaupt sicher sein, dass dies der Auslöser des Problems ist.

Verbaut ist wohl ein MSI MS 7502, welches ausschließlich für Medion gebaut wurde.


Habt ihr eventuell noch einen Tip?
Würdet ihr das Mainboard austauschen (lassen)?
Lohnt das noch und welches günstige Board könnte man alternativ einbauen?
Und kann ich mir tatsächlich halbwegs sicher sein, dass es tatsächlich am Board liegt?
 

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In letzte Zeit habe ich immer wieder Abstürze bzw. Neustarts, meist kurz nach dem erstmaligen Systemstart am Tag.

Dieser Kondensator scheint defekt und es scheint auch schon etwas Flüssigkeit ausgetreten zu sein.
Habe den betreffenden Kondensator mal fotografiert, hänge das Foto an.

Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob ich es noch reparieren lassen soll oder nicht?
Und kann ich mir überhaupt sicher sein, dass dies der Auslöser des Problems ist.

Der defekte Elko könnte durchaus die Ursache für die Kaltstartprobleme sein. Zu 100% kann ich dir das aber nicht belegen.
Hast du einen Bekannten, der Löten kann? Der Austausch des Elkos ist kein Hexenwerk, man sollte nur ein bisschen Lötpraxis und das entsprechende Werkzeug mitbringen. Bevor du in das System 150€ investierst (was ich nicht machen würde), würde ich einen neuen Elko ausprobieren.
Entsprechende Elkos (auf μf, Volt und °C Angaben achten) gibt es für ein paar Cent (z.B. bei Reichelt).

Edit...
Gibt sogar Anleitungen dafür: https://www.youtube.com/watch?v=H34G7dB3B_Q
 
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Danke für den Tipp, klasse.
Aber man muss dafür sicherlich zunächst den ganzen PC ausräumen und das Mainboard ausbauen, oder?

Die entsprechenden Angaben für den Elko stehen auf dem Teil drauf oder wo bekommt man die her?
 
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Gibt sogar eine nette Seite, die das Problem erläutert und zeigt, wie man defekte Kondensatoren tauscht: Badcaps.net Forums.

Wenn du jemanden hast, der sich damit auskennt, dann lass dir die Teile austauschen. Am besten gleich alle, die verbaut sind. Dann hält das auch eine lange Zeit.

Ja, das Board muss natürlich dazu erstmal raus. Die Werte stehen auf den Kondis selbst. Wie gesagt, am besten jemand in der Verwandt- oder Bekanntschaft suchen, der sich mit Löten auskennt, wenn du dich da nicht selbst rantraust...
 
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Kusanar hat ja schon alles gesagt :daumen:

Auf deinem Bild kannst du bereits zwei Werte erkennen. 470μf und 105°C. Den Volt-Wert musst du noch ablesen.
Die Werte μf und Volt müssen exakt eingehalten werden. Der Temperatur Wert kann zwar auch niedriger gewählt werden, allerdings ist das nicht ratsam (kürzere Haltbarkeit der Elkos).
Beim Ausbau solltest du auch noch auf die Polung achten, damit der neue Elko richtig "herum" eingebaut wird.

https://www.elko-verkauf.de/low-esr-typen/90-low-esr-definitionen/245-polung.html

Wichtig ist, dass alle Elkos richtig gepolt eingebaut werden müssen. Das kurze Beinchen ist der Minus (-) Pol, das Lange der Plus (+) Pol! Über dem kurzen Beinchen ist immer das Minus-Symbol auf der Kondensatorhülle aufgedruckt. Selbst wenn man also die Beinchen vor dem Einbau kürzt, kann man immer kontrollieren, welches Beinchen welche Polung hat.
 
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