AW: Gründe für FX?
Die FX-CPUs sind, wenn man sie schon hat, auch nicht schlecht und müssen für Spiele definitiv nicht ausgetauscht werden.
FullHD ist ja kein Problem, bei höheren Auflösungen liegt man in der Regel ohnehin im GPU-Limit, da bringt es eine dickere
GPU definitiv mehr.
Man sollte aber erst einmal schauen, wofür man die CPU eigentlich benötigt. Wenn ich nur gelegentlich Spiele, dann kann
ich mir getrost einen i3 oder etwas darunter kaufen.
Wenn ich hauptsächlich auf Gaming gehe, dann würde ich dennoch lieber zu einer Intel CPU raten, als zu einer aktuellen
FX-CPU. Das liegt nicht daran, dass sie in Spielen oftmals langsamer oder gleich schnell sind, sondern einfach deshalb,
weil Kerne und Takt nicht alles sind. Dort gibt es z.B. noch so etwas, das nennt sich IPC und die ist bei dem FX definitiv
nicht besser. Wer anderes behauptet, der sollte sich bitte noch einmal in die Fertigungstechniken und Co. einlesen.
Ich komme mit meinem i5 auf Ultra-Settings (1080p) in Battlefield 4 auf durchschnittlich 120 FPS (125% DS).
Daraufhin habe ich mir meine beiden GTX 660's geschnappt und sie in den PC von meinem Kollegen gebaut (8320@4GHz).
Ich erhalte mit einer Intel-CPU nun mal etwas mehr Min. FPS.
Dort musste ich leider das DS ausschalten um auf den Durchschnitt von 120 FPS zu kommen (die reichen bei 60 Hz ohnehin!).
Wenn ich jetzt Richtung Rendern und Co. gehen möchte, dann kann der Griff zur FX-CPU interessant sein, außer man möchte
ein paar Euronen mehr ausgeben.
Zum Multitasking in Spielen muss man jedoch auch erst einmal schauen, ob es sich so wirklich lohnt. Mit einem i5 renne ich
doch ohnehin über 60 FPS - wenn die Grafikkarte stimmt. Und der i5 bietet nun mal die bessere IPC bei geringerem
Stromverbrauch. Ich finde jetzt zwar, dass der Stromverbrauch nicht zwingend ein K.O. Kriterium ist, die 125 - 220 Watt
müssen jedoch auch ordnungsgemäß gekühlt werden, und das unter 59 - 69 Grad. Bei meinem i5 (3570K) könnte ich den
Boxed-Kühler drauf lassen und trotzdem OC auf 4 x 4.00 GHz bei unter 85 Grad (Prime95) und unter 70 Grad (Battlefield 4)
laufen lassen - und das bei akzeptabler Lautstärke (anders als beim AMD-Boxed). Wenn ich also mal von dem Standpunkt
ausgehe, dass ich nicht zwingend einen Aftermarket-Kühler benötige / möchte, kann ich mir ohnehin rund 35 - 60 Euro
Aufpreis für einen Kühler sparen. Ob ich mich damit nicht stark an die rund 200 Euro annähere?

Ich zumindest würde einen (meinen alten) FX nicht ohne einen Aftermarket-Kühler betreiben - drosselt meist eh.
Ich habe jahrelang AMD-CPUs gekauft und habe nach dem 1100T auf mein i5 3570K gewechselt und ich habe es für mich
nicht bereut. Es muss jeder selbst entscheiden, was er möchte. Es gibt halt Intel und AMD und das wird sich wohl auch so
schnell nicht ändern - der Markt existiert nun mal durch Konkurrenz. Würde es die nicht geben, dann müsste man ja keine
hohen Summen in Forschung und Weiterentwicklung stecken - die Leute kaufen es ja eh.
Lasst es einfach mal ruhig angehen und empfiehlt das, was IHR für richtig haltet - es sollte aber schon Ehrlich und belegbar
sein. Und bitte, lasst doch das gegenseitige beleidigen und fertigmachen anderer, auch wenn sie mal mehr oder minder Mist
erzählen.
Das wollte ich mal dazu beitragen. Bitte nicht gleich wieder abgehen. So sehe ich die aktuelle Situation nun mal.
