Paulebaer1979
Software-Overclocker(in)
AW: Google verschlüsselt Kundendaten: "Ziemlich sicherer" Schutz vor NSA-Spionen
Das Abhören dieser firmeninternen Leitungen ist definitiv illegal. Aber haben die NSA und ihre "Freunde" das jetzt beendet? Ich denke nicht. Sie brauchen jetzt nur etwas mehr Rechenleistung und Rechenzeit, um wieder an die gewünschten Daten zu kommen. Da du den BND erwähnst: die werden sowas meiner Meinung nach nicht machen - freuen sich aber sicher sehr, wenn sie "Geschenke" aus solchen Aktionen bekommen. Dann können sie sagen, dass sie sowas nicht machen (ohne zu lügen) und haben trotzdem was sie wollen.
Das mit dem Beschluß ist richtig. Doch wer darf sie ausstellen? "Geheimgerichte" unter direkter Kontrolle der Ermittlungsbehörden - zumindestens in den USA. Das ist in meinen Augen so, als ob sich Streifenpolizisten gegenseitig die Genehmigung für ne Hausdurchsuchung geben. Paßt irgendwie nicht ins System der Gewaltenteilung (Vorraussetzung einer Demokratie). Auch das mit Freund eines Freundes eines Freundes eines Verdächtigen ist nicht ganz ohne - immerhin braucht es einen Beschluß pro abgehörten Menschen. Das ist verdammt viel Papierkram.
Die Firmen wollen diese Daten, weil sie damit mittels personalisierter Werbung viel mehr Geld verdienen können als ohne sie. Dagegen habe ich nichts, immerhin kann ich ja selber bestimmen, wo ich welche Daten hinterlasse. Ich habe auch nichts dagegen, wenn die Post meine Briefumschläge abscannt und weiß, wie oft im Monat ich mit meiner Familie schreibe. Den Inhalt des Briefes bekommen sie so ja nicht mit. Und als Sohn bzw. Bruder ist es ja normal, daß ich mit meiner Familie in Kontakt bin.
Ich habe aber was dagegen, wenn die von mir im Netz hinterlassenen Spuren pauschal von Diensten/Behörden mitgeschrieben werden - einfach weil sie es können.
1. Was hat Google nun gemacht?
Google hat die Daten im internen Netz unverschlüsselt gesendet, also zwischen den Google-Rechenzentren. Daten, die z.B. von Council Bluffs nach St. Ghislain geroutet wurden, waren nicht verschlüsselt. Waren ja quasi immer im Hause. Fieser Weise haben sich die NSA, GCHQ, BND u.A. in die Google-Leitungen gehackt (Google betreibt zwischen den eigenen Rechenzentren ein eigenes Fibre-Netz, weltweit). Die Leitungen sind angreifbar, es gibt da die wildesten Geschichten. Aber Google hatte nicht damit gerechnet. Mit Snowdon war dann alles klar und Google hat sich entschlossen, auch in-House zu verschlüsseln.
Das Abhören dieser firmeninternen Leitungen ist definitiv illegal. Aber haben die NSA und ihre "Freunde" das jetzt beendet? Ich denke nicht. Sie brauchen jetzt nur etwas mehr Rechenleistung und Rechenzeit, um wieder an die gewünschten Daten zu kommen. Da du den BND erwähnst: die werden sowas meiner Meinung nach nicht machen - freuen sich aber sicher sehr, wenn sie "Geschenke" aus solchen Aktionen bekommen. Dann können sie sagen, dass sie sowas nicht machen (ohne zu lügen) und haben trotzdem was sie wollen.
2. Sind die Daten bei Google jetzt also sicher?
Nö. Sie können jetzt aber nicht mehr "wild" abgefischt werden. Wenn ein Dienst mit Gerichtsbeschluß ankommt (ja, auch die NSA braucht so was, die Gerichtsbarkeit dazu hat aber nichts, wirklich gar nichts, mit Rechtsstaatlichkeit zu tun), rücken die bisher alles raus, was gewünscht wird. Wie die NSA selbst gesagt hat: Wir hören die Verdächtigen ab, die Freunde der Verdächtigen und die Freunde der Freunde der Verdächtigen. Freunde heißt hier Kontakt. Wenn also jemand von Euch jemanden in Boston kennt, der zufällig beim selben Pizzaservice wie einer der Boston-Bomber bestellt hat: Jupp, Ihr seid im Netz.
Das mit dem Beschluß ist richtig. Doch wer darf sie ausstellen? "Geheimgerichte" unter direkter Kontrolle der Ermittlungsbehörden - zumindestens in den USA. Das ist in meinen Augen so, als ob sich Streifenpolizisten gegenseitig die Genehmigung für ne Hausdurchsuchung geben. Paßt irgendwie nicht ins System der Gewaltenteilung (Vorraussetzung einer Demokratie). Auch das mit Freund eines Freundes eines Freundes eines Verdächtigen ist nicht ganz ohne - immerhin braucht es einen Beschluß pro abgehörten Menschen. Das ist verdammt viel Papierkram.
3. Und generell, wie sieht es bei Google, Facebook und Konsorten aus?
imho sind die mir deutlich sympathischer als irgendwelche Dienste. Google, Facebook und andere wollen natürlich am liebsten alle meine Daten. Aber die Grundidee ist, diese dann für sich zu behalten. Schließlich wollen sie damit nur mein bestes, also, ich meine, äh, Geld verdienen. Diese Dienste sind also vom Prinzip her sehr closed. Die sind tierisch angepisst, dass sich jemand dauernd in ihre Schatzkammern einschlichen will. Da sehe ich das Hauptproblem: diese gigantischen Datenberge, dabei ist weniger das "wer was" als das "wer mit wem" von Interesse, weckt Begehrlichkeiten. Also: schön auf Eure Daten aufpassen, aber wenn Ihr nicht ein steinzeitliches Kommunikaktionsverhalten implementiert, habt Ihr keine Chance. Es ist naiv, heute davon auszugehen, keine Spuren zu hinterlassen. Surfen, Telefonieren, sogar Snail-Mail (alle Adressen werden bei der Post gescannt und mindestens 1 Woche gespeichert), sogar bei verzicht auf google, Facebook und allen anderen, Ihr seid gläsern.
Die Firmen wollen diese Daten, weil sie damit mittels personalisierter Werbung viel mehr Geld verdienen können als ohne sie. Dagegen habe ich nichts, immerhin kann ich ja selber bestimmen, wo ich welche Daten hinterlasse. Ich habe auch nichts dagegen, wenn die Post meine Briefumschläge abscannt und weiß, wie oft im Monat ich mit meiner Familie schreibe. Den Inhalt des Briefes bekommen sie so ja nicht mit. Und als Sohn bzw. Bruder ist es ja normal, daß ich mit meiner Familie in Kontakt bin.
Ich habe aber was dagegen, wenn die von mir im Netz hinterlassenen Spuren pauschal von Diensten/Behörden mitgeschrieben werden - einfach weil sie es können.


hmm sind bestimmt einfacher zu überwinden als so manche it firmen ^^ 
