God of War - Story Recap: Die Griechenland-Saga

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Leider hat GoW ab 2018 nicht mehr viel mit den alten Titeln gemein - bis auf den Titel und das Aussehen des Helden.
Kratos hat eine andere Attitüde, die Vergangenheit hat fast keine Bewandtnis mehr (bis auf die Bootsfahrt mit Athena und die Chaos-Blades) und das Kampfsystem ähnelt mehr einem Souls/Bourne als einem Original-GoW. Dementsprechend braucht es auch eigentlich kein Vorwissen und jeder Spieler kann mit den neuen Titeln direkt einsteigen, ohne die alten, angestaubten PS2 / PSP / PS3 Titel spielen zu müssen. Vielleicht ist das auch der ausschlaggebende Punkt, der das Spiel so erfolgreich macht. Jeder hat schonmal von GoW gehört, ob ein heute 16 - 20 Jähriger allerdings mit den alten Titeln aufgewachsen ist, wage ich zu bezweifeln. Die Zielgruppe lernt die Serie erst mit den neuen Teilen kennen und die ( in meinen Augen mittlerweile abgegriffene) Sony-Formel tut ihr Übriges dazu, das Spiel einer so breiten Masse wie möglich mit einer möglichst geringen Frustrationsschwelle zu präsentieren. GoW bedient sich heute also mehr an "fremden" erfolgsversprechenden Elementen, als an den eigenen Wurzeln - das betrifft die Story als auch das Gameplay und die Präsentation. Meine Befürchtung für Ragnarök ist, trotz eingefahrener Traumwertungen, ein GoW 2018 1.5 anstelle eines Vollwertigen zweiten Teils der neuen Saga zu bekommen. Hier ein bisschen hübscher, da ein bisschen komplexer, eine (große) Prise Loot und alles durch epische Cutscenes aufgebrochen.

Vielleicht hätte ich das damals bei dem Übergang von GoW zu GoW 2 auf der PS2 auch so gesehen, da sich die Spiele technisch und spielerisch ebenfalls kaum unterscheiden und lediglich die Geschichte vorantreiben, allerdings habe ich die alte Saga erst vor etwa 5 Jahren auf der PSVita (GoW 1, GoW2, GoS , CoO) und der PS3 (GoW3) nachgeholt und für mich hat es sich damit angefühlt, wie aus einem Guss. Ich hatte deutlich mehr Spaß mit diesem von Wut getriebenen, schwarz sehenden Kratos, den Umgebungsrätseln, dem Kampfsystem und den Bosskämpfen, die sich in den alten Teilen auch alle voneinander abheben und sich dementsprechend auch anders anfühlen und sich einprägen. Wie viele Trolle mit Steinkeule hab ich in GoW 2018 plattgemacht - 10, 20? Ist ja auch egal, weil es sich nach dem ersten Troll unbedeutend angefühlt hat.

So die Quintessenz dieses Posts, abzüglich meines Gejammers, dass früher alles besser war, ist eigentlich nur, dass man heute kein Vorwissen mehr für die GoW Reihe braucht. Wer mit 2018 eingestiegen ist, wird nichts missen, wer die alten Teile kennt und gespielt hat, wird vielleicht, wie ich, die Wurzeln der Reihe, die sie letzten Endes groß gemacht haben, vermissen.
 
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Meine Befürchtung für Ragnarök ist, trotz eingefahrener Traumwertungen, ein GoW 2018 1.5 anstelle eines Vollwertigen zweiten Teils der neuen Saga zu bekommen. Hier ein bisschen hübscher, da ein bisschen komplexer, eine (große) Prise Loot und alles durch epische Cutscenes aufgebrochen.
Das ist ja an sich in Ordnung, wenn das Grundkonzept des Spiels gut ist. Aus meiner Sicht kommt GoW 2018 nicht an die Vorgänger ran, sowohl was die Geschichte angeht, aber auch das Spieldesign. Im bin zwar noch mittendrin, aber die Tatsache, dass ich mich zum weiterspielen aktiv motivieren muss, zeigt schon, dass etwas nicht stimmt. Mich nerven z.B. das Kampfsystem und die "Bullet Sponge" Gegner, die einfach viel zu viel aushalten. Dadurch fühlen sich zumindest in den ersten Stunden die Kämpfe monoton and repetitiv an. Das geringe FoV macht das Ganze noch schlimmer zu ertragen.
 
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Das ist ja an sich in Ordnung, wenn das Grundkonzept des Spiels gut ist. Aus meiner Sicht, kommt GoW 2018 nicht an die Vorgänger ran, sowohl was die Geschichte angeht, aber auch das Spieldesign. Im bin zwar noch mittendrin, aber die Tatsache, dass ich mich zum weiterspielen aktiv motivieren muss, zeigt schon, dass etwas nicht stimmt. Mich nerven z.B. das Kampfsystem und die "Bullet Sponge" Gegner, die einfach viel zu viel aushalten. Dadurch fühlen sich zumindest in den ersten Stunden die Kämpfe monoton and repetitiv an. Das geringe FoV macht das Ganze noch schlimmer zu ertragen.

Ja, da kann ich nur beipflichten.
Ein Spiel, bzw. eine Marke, die so erschaffen wird und dessen Grundkonzept nach diesem Muster funktioniert, kann in vielen Fällen wirklich ein tolles Erlebnis sein. Zum Beispiel The Last of Us oder auch Horizon Zero Dawn sprechen da für sich. Auch wenn sie im Kern verschieden sind -Open World vs Linear-, so teilen sie sich viele Gemeinsamkeiten, so gesehen die "Formel". The Last of Us Part II hat es meiner Meinung nach aber voll und ganz geschafft, in allen Belangen einen draufzusetzen - und das so, dass ich über 2 Durchläufe hinweg beeindruckt war, von der Geschichte mitgenommen wurde und gerade beim Schreiben Lust auf einen dritten Durchlauf bekomme. Bei dem Nachfolger von HZD, Horizon Forbidden West, hat das für mich nicht geklappt. Hier wurde in meinen Augen "einfach" nur aufgeblasen und dieser Bloat hat mich in jeglicher Hinsicht gehindert, das Spiel genießen zu können. Nach gut zwei Dutzend Stunden habe ich keine Lust mehr auf das Spiel und müsste mich zwingen, es weiterzuspielen und ich habe die Befürchtung, dass es mit bei Ragnarök ähnlich gehen wird, wie mit HFW.

GoW 2018 lag für mich irgendwo zwischen diesen beiden Erfahrungen. Es ist ein Zwitter zwischen einer offenen Spielwelt und linearen Leveln, was erstmal weder positiv noch negativ zu werten ist, unterstreicht für mich aber das Mittelmaß gemessen an den beiden vorangegangenen Beispielen.
Dennoch hatte GoW 2018 eines für sich, den wirklich beeindruckenden technischen Unterbau. Auch wenn, wie zuvor schon geschrieben, GoW 2018 nicht mehr viel mit der alten Saga zu tun hat, so ist es dennoch ein Nachfolger und der technische Sprung von GoW 3 / Ascension war dem eines Nachfolgers würdig. Dieser große, postiv zu wertende Punkt, dieser technische Sprung, kann Ragnarök gar nicht gelingen, da die Lead-Plattform eine 9 Jahre alte Konsole ist. Die PS5 Version ist etwas hübscher, ja, das macht aber kein bahnbrechendes Spielerlebnis aus - gleiches Problem hat HFW in meinen Augen übrigens auch. Netter technischer Showcase, aber am Leistungslimit der Currentgen vermutlich noch Meilenweit vorbei. Bei einem Nachfolger für die selbe Generation würde ich mehr Verständnis zeigen, Ragnarök wird vielleicht das technisch beeindruckendste PS4 Spiel werden, aber für ein PS5 Spiel reicht mir das nicht. Wäre ein GoW 2 damals zeitgleich zum PS2 Release auch als PS3 Spiel mit HD Auflösung gekommen, so wäre es auch der damaligen Next-Gen nicht gerecht geworden. Heute sind es leider nur noch Nuancen zwischen der Old- und der Current-Gen, aber dass Spiele, die im Kern PS4 Spiele und dadurch auch technisch limitiert sind, bei der Presse als PS5 Spiele so gut wegkommen, verstehe ich nicht.
 
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