Gigabyte G1.Sniper Z97 USB 2.0 Ports gehen nicht

Napalm68

Schraubenverwechsler(in)
Hi

ich hab an meinem Board Probleme mit allen USB 2.0 Ports.
An den Ports auf der Rückseite passiert überhaupt nichts wenn ich Geräte einstecke und an den Frontports kommt die Meldung das das Gerät
nicht erkannt wurde.

Im Gerätemanager habe ich unter der Rubrik USB-Controller 2x Unknown Device stehen.

Suche nach aktuellen Treibern war erfolglos.

Ich nutze Windows 7 Home Premium

Zu erwähnen wäre noch, dass beim allerersten Booten des Systems die Hinteren Ports funktioniert haben bis das System plötzlich
von alleine neu gestartet hat danach war nichts mehr.

Ich hoffe mir kann jmd helfen.

CPU: I5 4690K
Board: Gigabyte G1.Sniper Z97
RAM: Corsair Venegance
Graka: Gigabyte GTX 970
NT: BeQuiet Pure Power L8 630W
SSD: Samsung 840 Pro 128gig
 

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Geh mal auf diese Seite und lade dort jeden Treiber herunter und installier sie.

Darf ich dich mal darauf hinweisen, dass du dein Netzteil schnellstmöglich entsorgen solltest.
 
Sollte da ein Link für eine Seite sein oder meintest du die Gigabyte Seite?
Von letzterer hab ich schon alles an Treibern gezogen die es für das Board gibt.

Und was genau ist das Problem bei meinem NT?
 
Darf ich dich mal darauf hinweisen, dass du dein Netzteil schnellstmöglich entsorgen solltest.
Wenn er's schon hat und alles läuft kann er's Laufenlassen, aber Gesund ist's natürlich nicht ;)


Und was genau ist das Problem bei meinem NT?
Stichwort: Gruppenregulation ;)
Das liegt daran, dass das L8 Gruppenreguliert ist.

Gruppe bedeutet, dass die drei Spannungen im Netzteil, also 3,3 und 5 und 12 Volt gemeinsam erzeugt werden.
Das bedeutet aber auch, dass die drei Spannungen voneinander abhängig sind.
Belastest du nun eine Spannung sehr stark -- und heute wird praktisch nur noch die 12 Volt Leitung benötigt. 5 Volt brauchst du für USB und Festplatten, 3,3 Volt eigentlich gar nicht mehr -- sinkt diese ab, so dass du statt 12 Volt nur noch 11,6 Volt hast. Die 11,6 Volt sind noch innerhalb der ATX Spezifikation, aber bei 11,4 Volt wird es schon kritisch. Gleichzeitig steigen die anderen Spannungen an, sodass die 5 Volt Leitung schnell mal bei 5,5 oder gar 6 Volt landet.
Ausgleichen kannst du das nur, indem du die entsprechende Spannung belastest. Du müsstest also die 5 Volt Leitung stärker belasten, damit sie wieder sinkt. Was aber eben in der heutigen Zeit nicht einfach ist, weil ja nichts mehr da ist, was die 5 Volt braucht. Eine SSD oder eine HDD reichen da nicht.
Wenn du dann noch Netzteile hast, die eine billige Filterung und Glättung haben -- man kann das anhand der verbauten Caps erkennen -- ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass neben der steigenden Spannung auch die Restwelligkeit ansteigt. Die Restwelligkeit beschreibt die noch vorhandene Wechselspannung in der Gleichspannung. Du kannst die Wechselspannung nie komplett herausfiltern, das ist technisch nicht möglich. Man kann sie aber so weit reduzieren, dass sie keinen Einfluss mehr auf die Hardware hat.
Steigt sie aber an, hat sie ab einem gewissen Punkt durchaus wieder Einfluss auf die Hardware. die Steigende Restwelligkeit ist einer der Gründe, wieso Festplatten ausfallen.
Wenn du also jemanden kennst, der in letzter Zeit eine defekte Festplatte hatte, frag ihn mal, wie alt sein Netzteil ist, das er verwendet. :D

Hast du nun brauchbare Netzteile, die entsprechende Schutzschaltungen haben, schalten die ab, wenn die Spannung unterhalb eines Wertes sinkt.
Hier im forum gibt es einen User, dessen Netzteil -- ein S7 mit 450 Watt -- abschaltet, wenn er die Grafikkarte übertaktet.
Nominell sollte die Leistung des Netzteils reichen, aber weil die 5 Volt Leitung nicht mehr belastet wird, sinkt die 12 Volt Spannung unterhalb des Auslösewertes und das Netzteil schaltet ab.
Andere Netzteile schalten z.B. gar nicht ab, wie das Corsair RM. Das powert auch noch, wenn nur noch 10 Volt anliegen [was eben an der fehlenden Schutzschaltung liegt und deswegen wird es hier um Forum auch verrissen -- zu Recht]. Die thermaltake Germany Serie hatte ich ja schon erwähnt.
Schlimm wird es aber dann, wenn du hochgelabelte Gruppen Netzteile hast, wie das S7 mit 700 Watt oder das L8 mit der gleichen Leistung oder vergleichbar.
Bei denen ist die Spannungsstabilität extrem schlecht, sodass man sie nicht nutzen sollte. Schon gar nicht für Multi GPU, auch wenn die 700 Watt suggerieren, dass es eigentlich reichen müsste.


Bei Indy Netzteilen wird, wie der Name schon erahnen lässt, die Spannungen unabhängig voneinander erzeugt.
Das passiert mit DC-DC Converter. Daher nennt man diese Netzteile auch DC-DC Netzteile.
Der Vorteil ist die Spannungsstabilität. Auch wenn die 12 Volt Leitung bis zum Bersten belastet wird, hat das keine Auswirkungen auf die kleineren Spannungen.
Aber auch hier gibt es Grenzen. Wichtig sind Schutzschaltungen. Wenn die nicht vorhanden sind -- wie beim Corsair RM als Beispiel -- nützt die Spannungsstabilität nichts. Das Netzteil kann bei einem Fehler nicht abschalten und wird im Grenzfall die Hardware beschädigen.
Dann gibt es da noch Netzteile, wie die P10 Serie, die so stark gebaut ist -- was eben die Caps angeht -- dass sie auch problemlos deutlich mehr Leistung stemmen kann.
Ich hatte zwei P10 mit 550 Watt an der SunMoon getestet und beide waren in der Lage, über 700 Watt zu leisten, ohne dass sich die Spannungsstabilität geändert hatte, ohne dass die Restwelligkeit angestiegen ist. Die sind nicht mal lauter geworden.
Das ist schon sehr beeindruckend und einer der Gründe, wieso ich bei Multi GPU Systemen gerne das P10 empfehle. Ich weiß da aus erster Hand, dass es das leistet, was es verspricht.


Zusammengefasst:
Gruppe Netzteile haben bei einseitiger Belastung der Spannung -- was heute eben Fakt ist angesichts der dominierenden 12 Volt Leitung -- ein Problem mit der Spannungsstabilität, was im geringsten Fall zum Abschalten des Netzteils führt, wenn die Schutzschaltungen vorhanden sind, und im schlimmsten Fall zur Beschädigung der Hardware führt, wenn die Filterung und Gättung schlecht ist.
Indy Netzteile oder DC-DC Netzteile haben das Problem der Spannungsstabilität nicht. Nachteil hier ist einfach der, dass im Max Last Bereich die Restwelligkeit zum Teil stark ansteigt, was auf schlechte Komponenten im Form von minderwertigen Caps zurück zu führen ist.
Und natürlich sollten grundlegende Schurtschaltungen verbaut sein, die auch greifen.
Es nützt nichts, wenn der Hersteller OCP verbaut, das aber erst jenseits von 80 Ampere greift. Schon bei weiniger als 50 Ampere schmelzen Leitungen.


Und dann will ich das mit den Peak werten noch mal aufgreifen.
Aktuelle Grafikkarten wie die 900er Serie von Nvidia, haben zum Teil stark schwankende Peak werte. Das liegt daran, dass die Karten ständig zwischen Max Last und Idle hin und her schalten.
Das liegt wiederum am Boost Modus, den aktuelle Karten besitzen.
die Karte versucht immer den maximalen Boost Takt zu erreichen und taktet ständig darauf zu, wird aber gleichzeitig vom Power Limit und Temperatur Limit eingegrenzt.
So kann es passieren, dass eine Karte zwar eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von 180 Watt hat, aber einen Peak Wert von über 300 Watt.
Gerade bei übertakteten Karten wird der Unterschied größer -- Toms Hardware hatte da mal einen Test zu gemacht, als die 900er Karten auf den Markt kamen -- da liegt die durchschnittliche Leistungsaufnahme bei 190-200 Watt und der Peak Wert kratzt an der 400 Watt Marke oder ist darüber.
Moderne Netzteile, wie das E10 oder auch das Antec Edge -- gibt natürlich noch viele weitere Netzteile -- haben keine Probleme mit den Peak Werten. Die kann die Filterung problemlos abfangen.
Hast du aber ein älteres Netzteil drin oder eben ein Gruppe Netzteil, kann es passieren, dass das Netzteil abschaltet, weil der Peak Wert zu hoch war und die Schutzschaltung gegriffen hat, eben wegen der abfallenden 12 Volt Spannung.
Gerade ältere Netzteil, die schon belastete Caps haben, die auch schon einen Alterungsprozess unterliegen, können da einen Schaden kriegen, weil einer der Caps platzt.

Ich will damit nicht sagen, dass wir alle Netzteile, die älter als 4 Jahre sind, entsorgen sollen. Das ist Unsinn.
Solange du die Hardware nicht veränderst, wird das Netzteil keine Probleme haben und auch 10 Jahre laufen. Ich kenne da mehr als genug Beispiele, wo Rechner seit 10 oder 15 Jahren problemlos laufen, eben auch weil die Hardware nie verändert wurde.
Nur sind wir hier in einem Hardware Forum und da ändert man seine Konfiguration von Zeit zu Zeit und wer noch ein Sockel 775 System mit einer GTx 280 hat und nun auf ein aktuelles System mit GTX 980 wechsel will, sollte sich im Klaren sein, dass sein Straight Power E6, das er seit 8 Jahren nutzt, und das immer noch läuft, für die aktuelle Hardware einfach nicht geeignet ist. Hier ist dringend anzuraten, das Netzteil zu tauschen.
 
Das Netzteil ist im Moment mein kleinstes Problem, es sei den es ist daran Schuld das meine USB 2.0 Ports nicht gehen.
 
Wie gesagt ich hab da schon alle aktuellen Treiber gezogen....
So langsam geh ich davon aus das da was defekt ist.

Ich zieh mir grade Knoppix, mal sehen ob sich da was anderes ergibt.
 
@TE: Ich würde mal auf einen defekten USB2.0 Controller tippen

Kurz Offtopic zum L8: Ich habe mal schnell Furmark angeschmissen und meine 250W Karte belastet:
+12V Leitung: Idle 12,096V, Last 11,904V
+5V Leitung: Bleibt konstant auf 5,080V (+-20mV)
+3,3V Leitung: Sinkt minimal von 3,296V auf 3,256V (= -40mV)

Bis auf die 12V Leitung (welche ja auch belastet wird) bleiben die anderen Spannungen eigentlich in Ordnung :daumen:
 
Zuletzt bearbeitet:
@TE
Gibt's schon neue Erkenntnisse? ;)

Ich pack den Off-Topic mal kurz in einen Spoiler :P
Kurz Offtopic zum L8: Ich habe mal schnell Furmark angeschmissen und meine 250W Karte belastet:
+12V Leitung: Idle 12,096V, Last 11,904V
+5V Leitung: Bleibt konstant auf 5,080V (+-20mV)
+3,3V Leitung: Sinkt minimal von 3,296V auf 3,256V (= -40mV)
Mit was ausgelesen? Mit Software oder Multimeter? In beiden Fällen kannst du nicht die extremen Schwankungen Aufzeichnen, welcher locker mal die ATX-Norm verlassen, was vor allem den Festplatten nicht gefällt. Zudem ist Software extrem ungenau, weshalb alles Palletti aussehen kann, es aber schon locker im kritischen Bereich liegen kann. Das L8 gibt bei ca. 400W 12V-Belastung, wie jedes andere Gruppe-Netzteil, den Geist auf bzw. verlässt die ATX-Norm und die Ripple-Werte steigen stark an ;)
 
Ich pack die Antwort auch in einen Spoiler :)
Mit was ausgelesen? Mit Software oder Multimeter? In beiden Fällen kannst du nicht die extremen Schwankungen Aufzeichnen, welcher locker mal die ATX-Norm verlassen, was vor allem den Festplatten nicht gefällt. Zudem ist Software extrem ungenau, weshalb alles Palletti aussehen kann, es aber schon locker im kritischen Bereich liegen kann. Das L8 gibt bei ca. 400W 12V-Belastung, wie jedes andere Gruppe-Netzteil, den Geist auf bzw. verlässt die ATX-Norm und die Ripple-Werte steigen stark an ;)
Mit der ASUS "Dual Intelligent Processors 5" Software habe ich es mir angesehen ... ich denke auch nicht das es allzu genau sein wird :schief:
Über 400W komme ich eh nicht ... ja bei transienten Lasten verlässt es wahrscheinlich die ATX Norm :daumen2:
Nächstes Mal hole ich mir definitv ein besseres Netzteil :hail:
 
Erstmal danke für die Infos über mein Netzteil vielleicht hilft mir das wissen ja irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt.

Zur Zeit liegt mein Problem aber immer noch bei den USB Ports und das zu beheben ist mir grad wichtiger.

Ich fasse nochmal das zusammen was ich bis jetzt festgestellt habe.

Die 2 an der Rückseite liegenden USB Ports die für Maus und Tastatur vorgesehen sind tun gar nichts. (Keine Fehlermeldung beim einstecken eines Gerätes)
Die 2 an der Frontseite liegenden USB Ports erzeugen die Fehlermeldung "USB-Gerät wurde nicht erkannt"
LED an USB-Sticks leuchtet bei einstecken in einen der 4 Ports, Laden eines Handys oder meiner Polar Pulsuhr geht nicht.
Alle 4 Ports Funktionieren auch im BIOS nicht.

Ich hab mir Knoppix 7.4 gezogen und mal damit gebootet, auch da keine Reaktion der Ports....

Ich denke ich kann davon ausgehen das der Controller im Eimer ist ....

Bzw.: Kann es evtl doch was mit Spannungen zu tun haben? Das die Ports eine zu geringe Spannung haben um die angeschlossenen Geräte zu versorgen?
Wenn so etwas tatsächlich möglich ist, gibt es einen weg die Spannungen zu erhöhen? MB Chip Spannung erhöhen oder so?

Ich hab echt nicht den nerv das Board wieder zurück zu schicken und mich mit Garantiefall oder nicht Mist rum zu ärgern....
Also bitte noch 1-2 Lösungsmöglichkeiten

Ich hänge noch ein Bild an das Zeigt was passiert wenn man vorne nen Stick einsteckt.
 

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BIOS update gemacht?
alle empfohlenen Windows Hotfixes und Updates installiert?
xHCI -BIOS-Einstellungen "auto" und "enabled" durchprobiert? (steht idR. auf "smart auto" und läuft auch so, wenn das System up to date ist, vor par Monaten musste ich noch auf "enabled" stellen, damit USB2 und 3 gleichzeitig funktionierten)

Windows 8 bringt den USB(3)-Treiber mit, für 7 musst du den Intel-USB-Treiber nehmen ggf. nach dem Verstellen von BIOS-Settings de- und reinstallieren.
Die Treiber auf der Gigabyte-Supportseite sind idR. schnell veraltet. Nur bei Problemem falle ich zurück auf diese Versionen. Neuster Chipsatztreiber wäre zBsp. zZt. Version 10.1.28.
 
Nur noch ne kurze Verständnisfrage:

Sollten die USB-Ports im Bios nicht alle Funktionieren, unabhängig von den im Windows installierten Treibern?
 
Also hat jetzt nichts mit dem Thema
zutun aber: Das hat MB hat extra Anschlüsse
für Maus+Tastatur? Habe das selbe aber von denen
habe ich irgendwie noch nichts gehört.....
 
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