Geschichte wiederholt sich?

Und diese fertigen auch manches, aber nicht alles. Um mal beim Beispiel zu bleiben: Alle können und/oder dürfen nicht alle Komponenten bauen, weil sie das Know-How und/oder die Lizenz nicht haben. Deshalb nützt es den US-Arbeitnehmern an den Fertigungsstraßen gar nichts, ob irgend ein Komponentenfertiger in den USA vage Anreize verspürt.

Und selbst wenn: Die Fertiger werden nur Komponenten produzieren, wenn es in den USA auch weiterhin beispielsweise Werke von VW gibt, diese auch abnehmen können. Wenn die Trump-Administration die Hürden so lange höher legt, dass es unrentabel wird, zieht sich VW aus den USA zurück, und dann schauen sowohl die Arbeitnehmer an den Fertigungsstrecken als auch bei den lokalen Zulieferern in die Röhre.
Know-How lässt sich einkaufen.
Und wenn sich VW aus den USA zurück zieht gibt es für die anderen Automobilhersteller in den USA mehr Marktanteil und Fachkräfte die sie anwerben können.
Ich halt die Chance übrigens für größer das die deutsche Autoindustrie gewaltig schrumpft als das sich VW (und Daimler, und BMW,..) aus dem USA als Produktionsstandort zurück ziehen, allein schon wegen den CO2 Vorgaben für den Flottenverbrauch in Europa und den steigenden Energiekosten.

Dann können die USA nur noch hoffen, dass die heimischen Autohersteller es irgendwie schaffen, ihre Produktion zu steigern und entsprechende Lieferketten auf-/ausbauen, nachdem sie ihren teilweise haarsträubendenden technischen Rückstand aufgeholt haben.
Ja, und genau diese Produktionssteigerung und den Abbau des technischen Rückstand ist Teil von Trumps Wahlversprechen.
Was soll sonst die Alternative sein?
Alle Konsumgüter aus China importieren, und an sonsten nur Hollywoodfilme, Pornos, Software, Weizen & Mais produzieren?

Manche Feen gewähren drei Wünsche, die würde ich an Trumps Stelle dafür aufheben, denn die amerikanische Autoindustrie ist einfach nicht konkurrenzfähig. Selbst in den USA selbst fahren nahezu nur Geringverdiener (und selbst die überlegen sich das dreimal, siehe oben), Behörden und Mitarbeiter der jeweiligen Unternehmen amerikanische Autos und der Rest der Welt interessiert sich mäßig bis gar nicht für US-Fabrikate. Die USA stehen bei den Exporten quasi auf dem letzten Platz der Rangliste ... danach kommen Länder, die man mit der Produktion von Kraftfahrzeugen gemeinhin gar nicht in Verbindung bringt. Zeitgleich sind die USA einer der, gelegentlich sogar *der* größte Importeur von Pkw.
Warum soll es die Amis interessieren wieviele Autos sie exportieren?
Genau weil sie soviel importieren während bei den eigenen klassischen Automobilstandorte Massenarbeitslosigkeit herrscht ergibt es Sinn die eigene Produktion zu verbessern und die Arbeitsplätze in Detroit zu schaffen.
 
Know-How lässt sich einkaufen.

Allerdings nur, wenn der Besitzer desselben geneigt ist, es zu verkaufen. Und jemand, den man gerade in den Hintern getreten hat, ist ... nun ja, da eher nicht so geneigt.

Ich halt die Chance übrigens für größer das die deutsche Autoindustrie gewaltig schrumpft als das sich VW (und Daimler, und BMW,..) aus dem USA als Produktionsstandort zurück ziehen, allein schon wegen den CO2 Vorgaben für den Flottenverbrauch in Europa und den steigenden Energiekosten.

Von den lockereren Vorgaben in den USA haben VW und Co. exakt gar nichts. Es werden dort dieselben Maschinen verbaut wie anderswo auch, weil es teurer wäre, mehrere technische Plattformen zu unterhalten, weil man die Entwicklungskosten dafür ohnehin aufbringen musste und weil - man höre und staune - auch US-Bürger inzwischen ganz gerne effizient fahren. Zudem werden deutsche Autobauer für ihre globalen Flottenverbrauch herangezogen, müssten also alles, was ihre Produkte in den USA mehr herausblasen, anderswo aufwändig zusätzlich einsparen.

Ja, und genau diese Produktionssteigerung und den Abbau des technischen Rückstand ist Teil von Trumps Wahlversprechen.

Die Realität hat die nervenaufreibende Angewohnheit, sich nicht an Versprechen gebunden zu fühlen, die irgend ein Vollpfosten abgibt.

Was soll sonst die Alternative sein?
Alle Konsumgüter aus China importieren, und an sonsten nur Hollywoodfilme, Pornos, Software, Weizen & Mais produzieren?

Eine sicherlich segensreiche Alternative wäre es, vor solchen Entscheidungen etwas länger nachzudenken, als es dauert, die spontane Schnapsidee zur Rettung der US-Wirtschaft via Twitter zu posten. Und vielleicht gelegentlich auf Leute zu hören, die es nicht nur mit ach und Krach zu einem Bachelor in Wirtschaftswissenschaften gebracht haben.

Trump hat die Strafzölle erhoben, weil ihn die hohe Differenz zwischen Import- und Exportvolumen mit bestimmten Partnern oder bestimmten Produktgruppen stört. Aber statt Maßnahmen zu ergreifen, die eigenen Exporte zu erhöhen, versucht er, die eigenen Importe zu verringern. Das ist der erste Denkfehler.

Der zweite besteht in der Wahl des Mittels. Zollerhöhungen oder Strafzölle wirken im Wesentlichen dann, wenn heimische Märkte mit *billigen* Importprodukten geflutet werden. Deren Importeure (Nicht die Hersteller!) müssen dann, um die Zölle zu kompensieren, die Preise erhöhen und/oder das Importvolumen verringern, und womöglich passen sich dadurch die Marktpreise so weit an, dass doch wieder einheimische Produkte gekauft werden, weil sie nicht mehr teurer sind.
Das Ganze funktioniert jedoch nicht, wenn die Importprodukte gekauft werden, weil deren heimische Alternativen entweder qualitativ minderwertiger oder gar nicht vorhanden sind. Dann zahlen nämlich die Konsumenten gerne den höheren Preis und die Importe werden nicht verringert. Genau das geschieht gerade in den USA.

Dass nebenbei noch lokale Arbeitsplätze gefährdet werden, ist quasi nur der Schimmel auf dem Haufen Schei...benkleister, den Trump als vermeintliche Lösung hingesetzt hat.

Warum soll es die Amis interessieren wieviele Autos sie exportieren?

Ja, warum wohl? Sie könnten die zahlreichen produzierten Autos ja schließlich auch einfach bauen, bis jeder Amerikaner eins hat und den Rest im Grand Canyon entsorgen. Wäre ja auch total absurd, sie stattdessen weltweit verkaufen zu wollen, damit der Rubel rollt ... :P
 
Aber die Türkei ist doch ein stabiles Land mit einer verlässlichen und progressiv eingestellten Regierung, die fest auf dem Fundament der Demokratie steht und sich nur gegen kurdische Terroristen und gemeingefährliche Journalisten und so verteidigt ... Dorthin Waffen zu liefern ist pazifistischer, als sie einzuschmelzen! :D
 
Aber natürlich Herzchen, dank der lieben BRD, die den Frieden auf der Welt sehr schätzt und deswegen alle Herren Länder mit Waffen beliefert, welche nur zu friedlichen Zwecken bzw zur rechtmäßigen Verteidigung eingesetzt werden.
Danke für dieses tolle Verhalten und dafür das man den Weltfrieden mit unzähligen Waffen unterstützt :hail:
 
Aber natürlich Herzchen, dank der lieben BRD, die den Frieden auf der Welt sehr schätzt und deswegen alle Herren Länder mit Waffen beliefert, welche nur zu friedlichen Zwecken bzw zur rechtmäßigen Verteidigung eingesetzt werden.
Danke für dieses tolle Verhalten und dafür das man den Weltfrieden mit unzähligen Waffen unterstützt :hail:

Es ist doch ganz einfach, Duvar:

Wenn die COVID-19-Krise vorbei ist, organisierst du eine Friedensdemo in deiner Heimatstadt und protestierst deutlich gegen Merkel und die GroKo, die deutsche Waffenexporte in die Türkei nicht einstellt.

Danach besuchst du einfach mal wieder die uzak akrabalar in der Türkei und organisierst bei der Gelegenheit eine Friedensdemo in der Türkei und protestierst deutlich gegen Erdogan und die AKP, die deutsche Waffen einsetzt.

Und anschließend vergleichst du einfach mal die Erfahrungen und berichtest hier darüber. Wir warten notfalls auch gerne bis nach deiner Haftentlassung und päppeln dich wieder auf. :D
 
Haft weil man gegen Erdogan protestiert?
Aber Schnurzilein, dann müsste doch die ganze CHP bzw die komplette Opposition und deren Anhänger im Knast sitzen^^
 
Haft weil man gegen Erdogan protestiert?
Aber Schnurzilein, dann müsste doch die ganze CHP bzw die komplette Opposition und deren Anhänger im Knast sitzen^^

Ah Duvar, irgendwann ist bei jedem der Punkt erreicht, wo man sich nicht mehr dümmer stellen kann, als man tatsächlich ist.
Ich wünsche mir natürlich, dass du vorher noch zur Besinnung kommst. :)

Liste von in der Tuerkei inhaftierten Medienmitarbeitern (nach 2000) – Wikipedia

Wenn man Glück hat, wird man auch "nur" malträtiert:
Tuerkei-News: Erdogan mit harter Hand gegen Demonstranten - Traenengas auf Frauendemo | Politik

Frei kommt man als in Ungnade gefallener Demonstrant natürlich auch ... nach ein paar Jahren:
Prozess um Gezi-Park-Proteste: UEberraschender Freispruch in der Tuerkei | tagesschau.de

Ansonsten ist Erdi aber eher selektiv bei der Wahl der Freigelassenen, Mafiosi kommen vor Regierungskritikern:
Wegen Coronavirus: Tuerkei laesst Zehntausende Haeftlinge frei | tagesschau.de
 
Ach Knurrzilein und das beweist also, dass jeder der gegen Erdogan bzw AKP protestiert inhaftiert wird? Ich glaube nicht...

Wer hat denn behauptet, das *jeder* inhaftiert würde? - Lesen, verstehen, tief durchatmen, bis zehn zählen, dann erst antworten. :)

Kannst mal paar likes abstauben von der Anti Türkei Gang :D

Du bist ja bloß neidisch, das deine "Anti-Deutschland-Gang" derzeit nur aus dir und deines Vaters Sohn besteht. :P

So, und jetzt musst du nur noch irgendwie eine Verknüpfung zwischen dem Fehlverhalten von Polizeibeamten und der Bundesregierung finden. Das dürfte allerdings etwas länger dauern und vermutlich könntest du nicht mehr den halben Tag vor deinem Erdogan-Schrein knien. :D
 
Ich habe selbst am eigenen Leib Polizeigewalt (willkürliche) erlebt, weil ich gesagt habe das ich mein Ausweis zurück will, ( der hat meine Papiere absichtlich runter geworfen vor meiner Nase und als ich sagte der soll die aufheben wurde dann zum 2. Mal von denen regelrecht "verprügelt") Davor schon von 4 Polizisten angegriffen worden. Heftige Beule am Kopf usw.
Das geile ist, ich wollte Anzeige erstatten, ging zur Polizei und die sagten ich muss zur Hauptstelle von denen, gut bin ich halt dorthin gefahren und hab dann meine Angaben gemacht und der meinte, ich muss den Leiter rufen und das war genau der, der mich attackiert hat mit seiner Gang und ob ihr es glaubt oder nicht, ich konnte keine Anzeige erstatten + die haben meinen Kollegen (der als Zeuge dabei war) und mich aus dem Präsidium mit Gewalt raus geworfen, also erzählt mir bitte keinen BS hier. Meinen Kollegen haben die getötet mit ihrer eigentlich verbotenen Fesseltaktik...
Ihr habt doch keine Ahnung was hier abgezogen wird, wenn die unter sich sind und keiner zuschaut...

Na ja Mahoy du hast ja geschrieben:
Wir warten notfalls auch gerne bis nach deiner Haftentlassung und päppeln dich wieder auf. :D
Legst einem also nahe, dass jeder der protestiert verhaftet wird oder whatever, was nonsense ist und das weißt du auch selber, aber deine Taktik halt hier so zu argumentieren und dann das Unschuldslamm zu spielen :lol:

Journalisten haben sich wie jeder andere auch an Gesetze zu halten, oder haben die einen Freifahrtschein?

Wenn ich hier demonstriere und die Polizei will das auflösen, dann schrecken die nicht vor Gewalt zurück und wenn in der Türkei, die Leute sich weder an die Gesetze halten, noch auf Anweisungen der Polizei/ des Staates folge leisten...
 
Zuletzt bearbeitet:
Bist wohl kein Schwarzkopf, oder hattest noch Glück, dass du nicht in solch eine Situation geraten bist.
Ich sag dir, die haben meinen Freund "ermordet", gibt es was schlimmeres?
Der Typ war einer der nettesten Menschen die ich kenne...
 
Rein theoretisch nicht, rein praktisch war er zur falschen Zeit am falschen Ort und hatte es dann noch mit den falschen Polizisten zu tun.
Duvar ist das aber schon mehrmals passiert, das ist dann doch eine etwas andere Sachlage.
 
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