Geschichte wiederholt sich?

Es geht um Kinder bis 18, die im Elternhaus leben .... :schief:
Hartz-IV: Wehe, wenn du arbeitest | STERN.de

Davon rede ich auch, nur vermischt du oder besser gesagt der Stern hier Fälle und der Artikel ist falsch und nicht sauber recherchiert!

Lehrlingsgehalt und Ferienjob sind zwei verschiedene paar Schuhe und sind nicht zu vergleichen! Wie bei allen HIV Empfängern werden Zuverdienste ab einem gewissen Freibetrag auf den EIGENEN Regelsatz angerechnet, der Entspricht mittlerweile mehr als 100€ im Monat oder mehr als 1200€ im Jahr.
Verdient also ein Jugendlicher in den Sommerferien 1200€, darf er die komplett behalten, darüber hinaus wird bei SEINEM Regeldatz anteilig etwas gekürzt, der Regelsatz der Eltern ist NIE betroffen.
Hartz 4 und ein Ferienjob? | Hartz IV & ALG II

Wie ich schon davor dargelegt habe wird oder besser gesagt DARF ein Lehrlingsgehalt überhaupt nicht bei den Regelsätzen der Eltern angerechnet werden, das ist die momentane Rechtssprechung, ich kann auch nichts dafür, wenn es Arbeitsagenturen versuchen und die Leute es hinnehmen und es nicht selber prüfen oder prüfen lassen.

Wohnt ein Sohn mit seiner Mutter in einer Bedarfsgemeinschaft und fängt nach der Schule eine Ausbildung an, völlig egal wie hoch das Lehrgehalt ist, wird das Lehrgehalt nur anteilig auf die Wohnkosten umgelegt, am Regelsatz der Mutter darf überhaupt nichts angerechnet werden. Die Mutter erhält weiterhin ihren vollen Regelsatz plus die Hälfte der Wohnkosten, die andere Hälfte der Wohnkosten muss der Sohn von seinem Lehrgehalt zahlen, SONST NICHTS.
Das Einkommen Ihrer Kinder – wird es bei Hartz 4 angerechnet?

Auch wenn die Eltern Hartz 4 beziehen, muss ein Kind, das Geld verdient, nichts davon an die Eltern abgeben. Das Einkommen, das das Kind erzielt, darf im Bescheid nicht auf die anderen Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft übertragen werden. Das Jobcenter hatte hier wohl Vater und Kind vertauscht – anders ist der Fall nicht zu erklären.

Schick. Aber ich kenne mehr als nur einen Fall, wo das Einkommen für die Bedarfsgemeinschaft zusammengerechnet wird. Verdient das Kind als Auszubildender zuviel, wird es angerechnet.

Wenn das wirlich stimmt, solltest du die Leute schleunigst zu einem Anwalt schicken, da Klagen gegen Bescheide des Sozialgesetzbuches Gebührenfrei sind.
 
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Dann stell Dir den Mindestlohn vor ...

Mindestlohn hab ich 10 Jahre als gut ausgebildeter Facharbeiter verdient...das ist hier in der Gegend nicht selten. Da muss man aber auch sagen, das man als Hartzer besser dran ist, da hat man nen ruhiges Leben und am Monatsende mehr übrig. So im Nachhinein kann ich es nicht verstehen, für den Mindestlohn zu arbeiten...aber es reicht gut zum Leben(wenn man keine GEZ-Briefe öffnet:ugly:).

Thresholds Beispiel mit dem Flaschensammler kommt schon eher hin.
 
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Naja die meisten haben halt null plan und wissen es nicht, man könnte denken, die setzen auf die Ahnungslosigkeit der Leute ^^

Das ist so!
Allerdings sind die Leute auch teilweise wirklich "bescheuert" oder Obrigkeitshörig.

Ich habe eine Nachbarin bei der kommt alles zusammen und dementsprechend sauer ist sie, teilweise zu verstehen, teiweise aber auch voll selbst verschuldet, die sieht sich aber ausschließlich als Opfer, durch die Blume hat sie mir auch zu verstehen gegeben das sie entsprechend wählt.
Die Dame war Bäckereifachverkäuferin und bekam mit 62 eine künstliche Hüfte, nach der Reha hat der Arbeitgeber ihr gekündigt nach 30 oder mehr Jahren Betriebszugehörigkeit, weil sie angeblich nicht mehr einsetzbar wäre. Gleich darauf hat sie ihren Rentenbescheid bekommen mit "Zwangsverentung" mit 63 mit den dazugehöreigen Abzügen (war 2011/12 oder so). Beides hat die Dame ohne irgenwelche Aktivitäten einfach hingenommen, sowohl die Kündigung, als auch die "Zwangsverrentung" ohne Widerspruch, Anwalt oder Konsultationen von Beratungsstellen. Ich bin darüber immer noch völlig Perplex, da es in diesem Fall mind mal die Möglichkeit einer Abfindung eventuell auch einen anderen Arbeitsplatz (sitzend) nach 30 Jahren im Unternehmen hätte geben müssen, plus mind. 1 Jahr Arbeitslosengeld 1, was schon die Rentenabzüge deutlich gemildert hätte. Was soll man dazu sagen.
 
Sie oder besser gesagt Lindner haben/hat sehr hart daran gearbeitet rauszufliegen, die Stammklientel (normale Liberale ohne national) der FDP (dabon gibt es einige in Hamburg) hat es Lindner schon äusserst übel genommen das er die Koalitionsverhandlungen im Bund mit der Union und den Grünen hat platzen lassen, sein ständiges herumlavieren in der Zwischenzeit, wenn Merkel abtritt stände er für eine Koalition oder Minderheitsregierung sofort bereit, dann die Sache in Thüringen wo er am gleichen Tag wieder völlig rumlaviert hat und erst am Donnerstag halbwegs die Kurve bekommen hat, plus das Kemmerich dann doch lange gebraucht hat, bis er zurückgetreten ist und natürlich überhaupt die Wahl angenommen hat. Normal Liberale sind durch so etwas höchst verärgert.
 
Na ja, wird irgendwann passieren, auch in Sachsen.
Die nächste Wahl ist in Baden Württemberg. Da wird es schon eng werden.
 
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Aber viele neuere Entwürfe und Vorschläge stellen die Weichen für diesen Weg und anscheinend wird das gesellschaftlich immer mehr und mehr akzeptiert, weil geglaubt wird, das wäre der Ausweg aus gewissen Problemen.

Es scheint halt immer so: Wenn man was längere Zeit nicht mehr hatte, dann vergisst man es und Jüngere meinen dann die Welt damit neu zu erfinden und alte Fehler erneut zu begehen. Bis man dann irgendwann den Zusammenhang erkennt und vielleicht doch versteht, dass sozialistische Ansätze für viele Probleme kontraproduktiv sind, auch wenns auf den ersten Blick sich erstmal toll anhört.

Jetzt hast du mich allerdings neugierig gemacht ... Wann und wo in der Vergangenheit haben denn "sozialistische Ansätze" (<-- Diese Worthülse bitte mit einer konkreten Erläuterung füllen.) Rechtsstaaten mit freier Marktwirtschaft in den Abgrund geführt?

Ich behaupte nämlich das Gegenteil: Desozialiserung ist es, die auch wirtschaftlich stabile Staaten destabilisiert, weil weite Teile der Bevölkerung von der Teilhabe am Wohlstand ausgeschlossen sind, was zwangsläufig zu Unruhen führt.

Mit der Abgabenlast als Ganzes hat aber erst einmal weder aus der einen, noch aus der anderen Richtung zu tun. Entscheidend ist, was bei wem besteuert wird.
Die höhere Besteuerung ruhenden Vermögens (obendrein erst ab beträchtlicher Höhe) und von Kapitalmarkterträgen belastet beispielsweise den Mittelstand überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil: Sie führt dazu, dass der Mittelstand das macht, was ihn überhaupt zum Mittelstand erklärt: Einnahmen werden überwiegend in weiteres Wachstum investiert, statt sie auf Offshore-Konten zu parken oder damit am Kapitalmarkt zu pokern.

Was den (echten) Mittelstand belastet, sind die Lohnnebenkosten. Die müssen runter. Sie können aber nur runter, wenn das, was damit getragen wird, anderweitig gedeckt werden kann: nämlich die Gesundheits- und Altersvorsorge. Dafür jedoch müsste man den Arbeitnehmern erst einmal gescheite Löhne und Gehälter zahlen, damit sie sich überhaupt erst privat für Gesundheit und Alter vorsorgen können.

Nur: Selbst wenn der Staat jetzt damit anfangen würde, die Lohnnebenkosten drastisch zu senken und Arbeitgeber die freigewordenen Mittel tatsächlich in Wachstum und höhere Löhne investieren, käme das rund 40 Jahre zu spät.
Und nein, diese Zahl ist nicht zufällig in der Nähe der durchschnittlichen Lebensarbeitszeit in Deutschland. Vereinfacht ausgedrückt: Abgaben jetzt zu verringern, *könnte* (wenn alle verantwortungsbewusst mitspielen) tatsächlich dazu führen, dass sich das neue System zukünftig trägt. Allerdings führt dies zu einer massiven Unterversorgung aller nicht mehr Berufstätigen, da die Rentenkassen noch weniger aufgefüllt werden als ohnehin schon und weil diese Leute natürlich nicht mehr nachträglich privat altersvorsorgen können.
Preisfrage: Wenn der Staat weniger kassiert, wer trägt dann den Lebensunterhalt derjenigen, die ihr Scherflein zu Deutschlands Wohlstand bereits beigetragen haben, sobald die Rentenkassen (aufgrund der gekippten Alterspyramide) leer und Steuerzuschüsse in die Rentenkasse aufgrund verringerter Abgaben gar nicht möglich sind?

Dass die Umsatzsteuer derart steigt, um auch nur einen Bruchteil der bereits bestehenden Verbindlichkeiten von Staat zu Bürger zu bedienen, glaubst du doch hoffentlich selbst nicht. Konsum ist begrenzt, man müsste also höhere Endverbraucherpreise vorschreiben und gleichzeitig den Umsatzsteuersatz erhöhen, damit dort nennenswert Mehreinnahmen generiert werden. Und das ist genau wieder diese Marktregulierung und der Griff in die Taschen des Bürgers, von dem man doch eigentlich weg will.

Kurz, der durchschnittliche Wirtschaftsliberale wünscht sich im Prinzip einen Staat, der so ist wie sein idealer Arbeitnehmer: Er muss alles leisten, darf aber nichts kosten. Um das für nicht tragfähig zu halten, muss man kein Sozialist sein, sondern nur ein wenig nachrechnen.
 
Mindestlohn hab ich 10 Jahre als gut ausgebildeter Facharbeiter verdient...das ist hier in der Gegend nicht selten. Da muss man aber auch sagen, das man als Hartzer besser dran ist, da hat man nen ruhiges Leben und am Monatsende mehr übrig. So im Nachhinein kann ich es nicht verstehen, für den Mindestlohn zu arbeiten...aber es reicht gut zum Leben(wenn man keine GEZ-Briefe öffnet:ugly:).

Thresholds Beispiel mit dem Flaschensammler kommt schon eher hin.
Is klar. Dann verschweigst aber einiges. Ich war als Hartzer nicht besser dran
 
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