Geschichte wiederholt sich?

Solang nicht zufällig dummerweise Menschenrechtsverletzungen zufällig mit geostrategischen Machtinteressen einhergehen, schaut man doch zu gern weg, konträr dazu wird dann eher noch kooperiert.
Die westliche Wertegemeinschaft war sich noch nie zu schade mit Diktaturen zu kooperieren, solang sie ihren Interessen dienten, vielmehr wurden demokratisch gewählte Regierungen sogar gestürzt.
 
Immer dann, wenn sich Staaten irgenwo einmischen, wollen die auch einen Nutzen davon haben. So z.B. nach dem 2. WK, die USA nutzt Deutschland noch heute als Standort für Militär und Waffen. Die Sowjetunion hat das Gleiche mit dem Ostblock gemacht.

Es ging nicht darum in Deutschland Militär zu stationieren. Das kostet immens Geld.
Es ging immer nur darum, dass Deutschland zum westlichen System gehören soll.
Ansonsten hätten die Amerikaner Berlin nicht mit Flugzeugen beliefert sondern Berlin den Russen überlassen.
 
Ansonsten hätten die Amerikaner Berlin nicht mit Flugzeugen beliefert sondern Berlin den Russen überlassen.
Und warum?
Weil sie macht demonstrieren wollten und Berlin nicht als ihren Teil "verlieren" wollten. Das wäre dann weltweit ein Fauxpass für die Amis gewesen.
 
Ich weiss, wass du sagen willst, aber die Ausgangssituation war doch die, dass Deutschland einen schrecklichen Krieg verloren hatte und überall letztlich Besatzungsmächte waren.
Und natürlich ging es um geostrategische Politik, immerhin war die Welt am Anfang des im Kalten Krieges.
Weder Franzosen noch Briten hatten die logistischen Möglichkeiten, aber jeweils mehrere 10.000 Soldaten in der Stadt.
Es ging also primär, aber nicht nur um die Zivilbevölkerung, sondern auch um westliche Truppen in Armeegröße, die eingeschlossen waren.
 
Interessehalber: Welchen Staat/Staaten meinst denn du?


Chile: Salvador Allende
Iran: Mohammed Mossadegh

Wie kann man sich auch erdreisten, mit der Politik auf Konfrontationskurs westlicher Wirtschaftsinteressen zu geraten.
Die CIA hat es dann zum Wohle der Menschenrechte gerichtet.

Wenn in Zukunft Akten der CIA geöffnet werden, werden sich heute als Verschwörungstheorien bezeichnete Agitationen ebenfalls als Einflussnahme der USA herausstellen, da bin ich mir sicher.
 
Ich weiss, wass du sagen willst, aber die Ausgangssituation war doch die, dass Deutschland einen schrecklichen Krieg verloren hatte und überall letztlich Besatzungsmächte waren.
Und natürlich ging es um geostrategische Politik, immerhin war die Welt am Anfang des im Kalten Krieges.
und genau deshalb hat man da so viele Ressourcen reingesteckt und macht das auch noch heute.
Warum sollten die Amis was zu verschenken haben?
Gleiches gilt für die Sowjetunion.
 
Und warum?
Weil sie macht demonstrieren wollten und Berlin nicht als ihren Teil "verlieren" wollten. Das wäre dann weltweit ein Fauxpass für die Amis gewesen.

Es gab in den letzten Tagen unzählige Dokus über den Mauer Bau und Co.
Und auch die Luftbrücke wurde thematisiert. Und den Amerikanern ging es darum Berlin zu halten und nicht an die Russen zu verlieren.
Natürlich ging es um Macht. Ist ja logisch aber die Russen waren so oder so nicht in der lage die Luftbrücke zu verhindern.
Sie hätten dann die Flugzeuge abschießen müssen, was sie nicht getan haben.
 
Stimmt, bei Allende gebe ich dir recht.
Iran sehe ich differenzierter, war doch Staatsoberhaupt der Schah, der zweifellos vom Westen unterstützt wurde aber letztlich ein blaublütiger Diktator war.
Der Schah hat sich immer mit dem ins Bett gelegt, der am meisten Geld bot, zuerst mit den Russen und später dann mit dem Amis.
 
Stimmt, bei Allende gebe ich dir recht.
Iran sehe ich differenzierter, war doch Staatsoberhaupt der Schah, der zweifellos vom Westen unterstützt wurde aber letztlich ein blaublütiger Diktator war.
Der Schah hat sich immer mit dem ins Bett gelegt, der am meisten Geld bot, zuerst mit den Russen und später dann mit dem Amis.

Der Schah wurde von den USA installiert, nachdem Mossadegh, der demokratisch gewählt wurde, Opfer eines Regimechanges wurde, da er die Ölindustrie verstaatlichen wollte, was dazu führte, das die Briten bei den USA intervenierten und zum Eingriff drängten. Nachdem der Schah gestürzt wurde, hat die USA dann ja Saddam als Verbündeten entdeckt bis er dann völlig überschuldet vom Krieg dann seine Truppen dann einfach mal in die andere Richtung hat fahren lassen.
 
Da bin ich mir nicht so sicher und selbst wenn die den verloren hätten, der Schaden in Deutschland wäre immens gewesen, wenn dann auch Atomwaffen zum Einsatz gekommen wären.

Die Russen hatten zum damaligen Zeitpunkt keine Atomwaffen. Dazu kam, dass sie Ostdeutschland ausgeplündert haben, weil sie selbst nichts hatten.
Russland ist zwar groß, aber einen weiteren Krieg hätten sie nicht überlebt.
Und das ist meiner meinung nach auch der Grund, wieso die Russen damals nachgegeben haben. Sie waren sich bewusst, dass die Amerikaner überlegen waren.
 
Dazu kam, dass sie Ostdeutschland ausgeplündert haben, weil sie selbst nichts hatten.
Nein, sie haben Reparation verlangt. Etwas wovon die westlichen Besatzungszonen weitestgehend verschont geblieben sind. Deswegen finde ich es auch unter dem Gesichtspunkt hochgradig daneben, wenn man sich in den alten Bundesländern hinstellt und über die Kosten der Wiedervereinigung jammert, obwohl man die teilweise mit als die verspätete Beteiligung an den Reparationskosten sehen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das stimmt allerdings.
Hmmm... ich denke, es ist generell schwierig, mit dem heutigen (nicht vorhandenen?) Wertegerüst die Handlungen von damals nachzuvollziehen.
 
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