Mahoy
Volt-Modder(in)
Da gebe ich dir völlig recht und streite das auch gar nicht ab, nur haben und hatten die "Herrschaften" in "Westdeutschland"einen wesentlich schwereren Stand und wesentlich weniger Akzeptanz.
Ich halte dennoch die Wahlergebnisse von BaWü (15,1%), Hessen (13,1%), Rheinland-Pfalz (12,6%) und Bayern (10,2%) für deutlich beunruhigender als 20plus-Ergebnisse in dünn besiedelten ostdeutschen Provinz. Auch ist es ein Unterschied, ob nach 70 Jahren Demokratie und weitestgehender wirtschaftlicher Stabilität oder nach 40 Jahren Diktatur und Mangelwirtschaft und anschließend 30 Jahren ausbleibender "blühender Landschaften" das Demokratieverständnis einer Bevölkerung defizitär ausgeprägt ist bzw. der der politische Kompass Unwucht hat.
Auch wenn die AfD als solche kein soziales Phänomen ist, der Populismus als ihr primäres Instrument ist ein sozialer Hebel: Wer wenig zu erwarten hat, lässt sich leichter von Versprechen nach Wohlstand, Sicherheit etc. einlullen und springt auch leichter darauf an, wenn ihm (vermeintlich) Schuldige an Missständen präsentiert werden.
Das ist der Punkt, wo sich - nach dem Titel dieses Threads schielend - Geschichte eindeutig wiederholt.
