Geschichte wiederholt sich, diesmal die USA

Ich bin mir nicht sicher, was mich am meisten wundert. Dass Trump Kennedy zum Gesundheitsminister ernannt hat; dass Kennedy Lebertran als Heilmittel gegen Masern empfiehlt; dass US-Bürger den Unfug glauben und das Zeug deswegen trinken. Die spinnen, die Römer.
 
Wobei Lebertran immerhin nicht ungesund ist, sondern bei einem Mangel an Vitamin A und Vitamin D durchaus zweckdienlich ist.

Hier ein Lebetran-Unboxing Video, das man erstmal durchstehen muss.

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Das wäre fatal. Aber Bolton sagt, dass die Europäer nicht soviel über Aufrüstung reden sollen. Nur was sollen sie denn sonst machen? Sie müssen aufrüsten. Weil wenn Trump aus der Nato austreten will und wir schwach sind, bietet das reichlich Angriffsfläche.
 

Das wäre fatal. Aber Bolton sagt, dass die Europäer nicht soviel über Aufrüstung reden sollen. Nur was sollen sie denn sonst machen? Sie müssen aufrüsten. Weil wenn Trump aus der Nato austreten will und wir schwach sind, bietet das reichlich Angriffsfläche.
EäWir sollten wirklich nicht so viel über Aufrüstung reden, sondern auch mal ausn Arsch kommen.
Gelabert wird ja viel, nur rauskommen tut nix außer unnötiges Geld verbrennen.
 

Das wäre fatal. Aber Bolton sagt, dass die Europäer nicht soviel über Aufrüstung reden sollen. Nur was sollen sie denn sonst machen? Sie müssen aufrüsten. Weil wenn Trump aus der Nato austreten will und wir schwach sind, bietet das reichlich Angriffsfläche.
Trump kann nicht alleine entscheiden, ob die USA aus der NATO austreten, denn dazu braucht er den Kongress. Im Senat nur mit zwei Drittel Mehrheit, somit höchst unwahrscheinlich, oder eben über das Repräsentantenhaus (Dem 215 / Rep 218).
Aber es liegt in seinem Ermessen, in welcher Art und in welchem Ausmaß die USA reagieren, wenn Artikel 5 getriggert wird. Was sich abzeichnet ist ein weicher Rückzug aus der NATO: die USA werden sicherlich drin bleiben, aber nicht mehr so prominent und umfänglich wie bisher. Die Räume müssen dann durch die Europäer gefüllt werden.

https://www.derstandard.de/story/30...nato-austritt-hindern-wird-aber-wenig-nuetzen

Langfristig - und nur so lässt sich ein NATO-Austritt beurteilen - verlieren die USA bei einem tatsächlichen Austritt verglichen mit einem weichen Rückzug enorm viel. Strategisch würde das keinen Sinn machen.


Das wäre eine grandiose Nachricht. Ami - go home!
Und warum sollte dich das freuen?
 
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Das wäre eine grandiose Nachricht. Ami - go home!
Warum ist das eine grandiose Nachricht?
Auch wenn Frankreich Atomwaffen hat. Denkst du wirklich, Frankreich würde die Atomwaffen zünden, weil Berlin von einer zerstört wurde? Das würde Paris zur Zielscheibe machen. Und wenn die Rechtsextremen in Frankreich an die Macht kommen, wird das sowieso ungemütlich.
Würde Trump das Baltikum atomar verteidigen? Ich denke nicht.
 
Weil der US Einfluss in Europa schwindet. Und ganz ehrlich, wenn Trump erklärt, dass er Artikel 5 nicht mehr für verbindlich hält und die USA nach Nützlichkeit entscheidet ob sie bei einem Angriff auf einen NATO Staat eingreift oder nicht, dann ist die NATO bereits tot.
Deswegen lieber eine rein europäische Lösung.
 
Man muss nicht global agieren können. Aber ein Bündnis in dem der stärkste Partner die eigene Beteiligung nach Gutdünken auslegt, ist kein Bündnis. If you do not pay enough for NATO, we are not going to defend you.
 
In gewisser Hinsicht hatte Trump die gleiche Wahl wie Biden oder andere mögliche Präsidenten: behutsame Unterstützung der Ukraine (1), nachgeben, weil Putin es nicht tun wird (2), oder All-In, was früher oder später zwangsläufig zu einem direkten Konflikt der USA mit Russland führen würde (3).

Letzteres wäre für die USA (und auch für dich und mich) der worst case - dieses Szenario wollen alle vermeiden. Die ausgewogene Unterstützung der Ukraine und somit Europas ... naja ... Trump ist halt nicht betroffen; ihm kann egal sein, wie in Europa die Grenzen verlaufen, so lange Putin nicht "übertreibt". Mit zwotens aber überlässt er uns den Konflikt mit Putin und räumt den USA ein deutlich besseres Standing gegenüber China ein. Die Militärdoktrin der USA, wonach potenziell zwei Kriege an zwei unterschiedlichen Orten auf der Welt geführt werden können, wurde hinfällig, seit China einen ebenbürtigen Status anstrebt. Da sich Putin und Xi gerne miteinander unterhalten, ist 'Murica First' eine konsistente politische Linie. Mehr kann man von Orange Man nicht erwarten.
 
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Nur bauen Bündnisse auf Vertrauen. Warum sollten die asiatischen Staaten glauben, dass die USA ihnen hilft, wenn die USA die Partner in Europa verkaufen.
 
Nur bauen Bündnisse auf Vertrauen. Warum sollten die asiatischen Staaten glauben, dass die USA ihnen hilft, wenn die USA die Partner in Europa verkaufen.
Es geht, glaube ich, weniger darum, dass die Trump-USA den Nachbarn Chinas im Falle eines Angriffes helfen sollen. Historisch hatten die USA ein Interesse an einem demokratischen Taiwan - wie demokratisch Taiwan ist, dürfte Trump wenig kümmern. Trump scheint ja eher anzupeilen, dass die Erde durch Einflussbereiche der Großmächte reguliert wird, sprich USA, Russland, China - und Europa, naja. Wenn die USA weiterhin Druck im euroasiatischen Raum auf Russland und im indopazifischen Raum auf China ausübten, würden sie die strategische Partnerschaft von Russland und China so weit provozieren, dass es für die USA zum Risiko wird. Also lässt er beiden mehr Raum. Sein Vorschlag, alle drei könnten doch ihre Militärausgaben halbieren, geht in diese versöhnliche Richtung, wirkt auf mich aber unbeholfen überstürzt und übers Knie gebrochen. Wenn er es ernst meint, wird er auf die "Bodenschätze" Taiwans verzichten müssen und die Insel an China verhökern, um dadurch die diplomatischen Beziehungen zu Xi überhaupt erst wieder auf ein annehmbares Plateau bringen zu können.
 
ie USA die Partner in Europa verkaufen.
Tun sie ja nicht. Schon seit Obama weiß die EU, weiß Europa, dass sich der Fokus der USA von Russland auf China und somit Asien verschiebt. Schon Obama machte den Leuten hier klar, dass der Weg hier in die Unabhängigkeit führen wird. Man nahm es nicht für voll. Dann kam Trump die Erste, wir wurden geschüttelt, rührten uns aber nicht. Wir atmeten bei Biden auf. War ja nicht so schlimm. Puh! Jetzt ist Trump die Zweite angesagt, und jetzt bekommen wir den Knüppel. Wir wollten es ja nicht hören. Wir wollten es nicht wahrhaben. Tja. Was soll man dazu sagen?
If you do not pay enough for NATO, we are not going to defend you.
Ich denke genauso. So what?
 
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