Nette Nebelkerze, allerdings hast vergessen zu erwähnen, dass dort überwiegend Altschulden aus Sowjetzeiten erlassen wurden und dass die Schuldenerlasse daran geknüpft sind, wie kooperativ sich die betreffenden Nationen bei Verträgen über den Import bzw. Export von Rohstoffen und Waffen verhalten und/oder wie gut der Kreml mit den dortigen Diktatoren und Autokraten steht.
Übrigens ist es - natürlich nicht nur seitens Russlands - recht schmerzfrei, Schulden zu erlassen, von denen man genau weiß, dass man sie ohnehin nie zurückbezahlt bekommt. Da ist es doch schöner, durch diese Gnade neue Verbindlichkeiten zu erzeugen, aufgrund derer der Rubel
tatsächlich rollt und/oder die geostrategisch günstig sind.
Der Ukraine wurden beispielsweise keine Schulden erlassen. Wahrscheinlich nur ein Versehen, weil der Wowa da gerade Winter-Badeurlaub auf Nowaja Semlja gemacht und Haie mit bloßen Händen gefangen hat, jedoch daher leider nicht erreichbar war, um das zu genehmigen.
Sieh es ein, Andrjuschka, es gibt in der internationalen Politik keine weißen Raben.
Auch unter Biden wird selbstverständlich nicht automatisch Weltfrieden einkehren oder auch nur der wichtigste Tagesordnungspunkt sein. Allerdings wird die US-Außenpolitik (Nicht nur die, aber sie ist das, was uns primär interessieren sollte ...) unter ihm garantiert weniger erratisch und weniger von persönlichen Spinnereien geprägt sein.
Außerdem unterstelle ich Biden trotz seines Alters die Kompetenz und den Durchblick, in wichtigen Fragen trotz etwaiger Reibungspunkte sachlich mit Russland zusammenzuarbeiten. Es gibt derzeit genug Baustellen, wo das sehr sinnvoll wäre.