Geschichte wiederholt sich, diesmal die USA

Biden hat in seiner Rede in der Nacht erklärt, dass er dem Klimaabkommen wieder beitreten würde, wenn er Präsident ist.
Konjunktiv...
Aber -- was kommt denn nach Trump? Wenn der die nächsten 4 Jahre weiter bleibt stellst sich die Frage, wer sich dann zum Präsidentschaftskandidat aufstellen lässt?
wenn ein Vollpfosten 8 Jahre lang Präsident war, kann das auch jeder andere Depp. Da kommen dann Leute angekrochen. an die man heute noch nicht mal nachdenken könnte.
Wer hätte gedacht, dass nach Obama so einer wie Trump käme? Ich will damit sagen, das Pendel schlägt aktuell in die eine Richtung aus und schwingt dann zu einer anderen Seite. Schlimmer geht immer. Aber du muss ein Trump sein, um als Trump gewählt zu werden. Den kann man nicht nachmachen. Der ist Original. Und da er keine 2/3 Mehrheiten hinbekommt, wird er wie alle anderen vor ihm nach dieser Amtszeit weg sein.

Und nicht vergessen: Aus Sicht der eines US Amerikaners hat er das getan, wofür er gewählt wurde. Sein Land in den Mittelpunkt seiner Politik gestellt. Der ist in erster Instanz der Präsi der USA und nicht der Heilsbringer für die Welt.
 
Und nicht vergessen: Aus Sicht der eines US Amerikaners hat er das getan, wofür er gewählt wurde. Sein Land in den Mittelpunkt seiner Politik gestellt. Der ist in erster Instanz der Präsi der USA und nicht der Heilsbringer für die Welt.
Dann frag mal die Leute, die welche an corona verloren haben oder jetzt arbeitslos geworden sind.
Und die Evankelikanen kann ich da auch nicht verstehen. Die blenden alles aus, Hauptsache Trump steckt konservative Richter in hohe Ämter, egal wie oft er lügt oder sonst was macht.
 
Die meisten US-Amerikaner "ticken" halt ganz anders als wir. Dort ist sich oft jeder selbst der nächste, danach kommt dann der Staat, dann oft erst die Mitmenschen. Deren Geschichte, und somit deren Erfahrungen, sind halt komplett anders als unsere deutsche oder europäische.

Arbeitslosenversicherung? Krankenversicherung? Ist ja alles "Sozialismus" :schief:
Man könnte ja zu viel abgeben, was man sich selbst verdient hat. Wenn der Nachbar Lungenkrebs hat bringt man halt mal nen Kuchen vorbei, aber wehe es geht um $$$ für seine Behandlung.
So ähnlich tickt dort halt eine große Menge der Leute, ob es die Mehrheit ist? Hoffentlich nicht... Aber genug um evtl. noch mal Trump zu wählen.

Und Trump hat es halt verstanden die Schuld oft anderen in die Schuhe zu schieben und somit von seinem Versagen ab zu lenken.
Corona? China ist Schuld!
Hohe Steuern? Obama ist Schuld!
Schwächelnde Wirtschaft? Der freie Welthandel ist Schuld!
Hohe Rüstungsausgaben? Die NATO ist Schuld!
Andere Themen wie der Klimawandel werden sowieso komplett ausgeblendet, die paar Waldbrände...
 
Die meisten US-Amerikaner "ticken" halt ganz anders als wir. Dort ist sich oft jeder selbst der nächste, danach kommt dann der Staat, dann oft erst die Mitmenschen. Deren Geschichte, und somit deren Erfahrungen, sind halt komplett anders als unsere deutsche oder europäische.

Arbeitslosenversicherung? Krankenversicherung? Ist ja alles "Sozialismus" :schief:
Man könnte ja zu viel abgeben, was man sich selbst verdient hat. Wenn der Nachbar Lungenkrebs hat bringt man halt mal nen Kuchen vorbei, aber wehe es geht um $$$ für seine Behandlung.
So ähnlich tickt dort halt eine große Menge der Leute, ob es die Mehrheit ist? Hoffentlich nicht... Aber genug um evtl. noch mal Trump zu wählen.
Sogar Minderheiten wählen teilweise Trump. Obwohl er vorher rassistisch gegen sie gehetzt hat.
Z.B. Hispanics. Die haben Angst vom Sozialismus.
 
Dann frag mal die Leute, die welche an corona verloren haben oder jetzt arbeitslos geworden sind.
Ja, und dann schaut man sicht https://de.statista.com/statistik/d...illionen-einwohner-in-ausgewaehlten-laendern/ an und denkt sich, welcher Trump regiert in Spanien, Belgien? Eben. Er hätte vllt. Tote vermeiden können. So wie bei uns. Er hat aber nicht total versagt. Deswegen gerät er bei dem Thema auch nicht unter die Räder.
Und die Evankelikanen kann ich da auch nicht verstehen. Die blenden alles aus, Hauptsache Trump steckt konservative Richter in hohe Ämter, egal wie oft er lügt oder sonst was macht.
Verstehen? US Amerikaner? Das kann man nicht. Das ist ein eigener Gedankenkosmos. Und genau darin liegt vermutlich auch unser Problem. Es ist unsere Sicht auf die Welt und wie sie unserer Meinung nach zu sein hat. Es wird Zeit zu erkennen, dass wir unseres eigenen Glückes Schmied sind.

Sogar Minderheiten wählen teilweise Trump. Obwohl er vorher rassistisch gegen sie gehetzt hat.
Z.B. Hispanics. Die haben Angst vom Sozialismus.
 
Ja, es fällt wirklich schwer in die Gedankenwelt der US-Amerikaner ein zu tauchen und ihre Beweggründe zu verstehen. Etwas weiter nördlich, in Kanada, sieht die Lage ja auch schon wieder ganz anders aus :ka:

Das Schwarze oder Latinos oder eine andere Minderheit in den USA Trump wählen, ist wohl tatsächlich auf dieses "my family first"-Denken zurück zu führen.

"Ich habe einen Job (dank Trump), ich kann meine Familie ernähren (dank Trump), ich kann meinen fetten V8 Pickup Truck für n Appel und n Ei volltanken (dank Trump)."

Da wird vieles andere ausgeblendet. Den durchschnittlichen US-Amerikaner kümmert Politik in so weit, wie sie ihn Selbst, seine Familie, seine Nachbarschaft und evtl. noch seine Heimatstadt betrifft. Das große Ganze wird dabei gern ausgeblendet. Was kümmern mich die Leute 1000Km entfernt in einem anderen Bundesstaat oder gar andere Nationen? Sollen die doch zusehen, wie sie klarkommen... :schief:
 
Letztendlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein lateinstämmiger Amerikaner Präsident wird.
Die Frage ist dann, ob er von den Demokraten oder Republikaner kommt.
 
Die deutschen Mainstreammedien sind alles andere als neutral und die Polls am Vorabend alles andere als professionell. Sie zerlegen sich selbst. Wer nur Fakten ohne wenn und aber vom Establishment will:
Das ist die beste interaktive Übersicht überhaupt. Interessant sind vor allem die grauen Zonen, einfach mit der Maus drübergehen, um alles zu erfahren. Mehr braucht man nicht zu wissen und schon gar nicht die "Meinungen" von "Journalisten" .
 
Da wird vieles andere ausgeblendet. Den durchschnittlichen US-Amerikaner kümmert Politik in so weit, wie sie ihn Selbst, seine Familie, seine Nachbarschaft und evtl. noch seine Heimatstadt betrifft. Das große Ganze wird dabei gern ausgeblendet. Was kümmern mich die Leute 1000Km entfernt in einem anderen Bundesstaat oder gar andere Nationen? Sollen die doch zusehen, wie sie klarkommen... :schief:
Ja, in USA hat sich der Staat um die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der individuellen Freiheit jedes einzelnen zu kümmern. Mehr nicht! Während wir hier bei uns im Zeichen von Corona wieder über mehr Staat denn je nachdenken, ist das in USA ein total abstruser Gedanke. Aus Sicht viele dort nimmt der Staat einem die Freiheit nahezu alle tun uns lassen zu dürfen, was man will. Der Staat soll nur ordnen und nicht bestimmen.

Woher das kommt? Vielleicht ist das so ein Echo from the Past. Ein dunkler Schatten auf der Seele der Nation, als man sich noch durch einen König und dessen Staat unterdrückt sah und sich nur unter Blut und Tränen davon entledigen konnte. Wer weiß das schon?
 
Die Einschätzungen der Journalisten u.a. bei Markus Lanz in der Sendung waren wirklich voll daneben.
Die waren alle davon überzeugt das Biden die wichtigen Swing-States gewinnt, vor allem Florida. :ugly:

Ja, in USA hat sich der Staat um die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der individuellen Freiheit jedes einzelnen zu kümmern. Mehr nicht! Während wir hier bei uns im Zeichen von Corona wieder über mehr Staat denn je nachdenken, ist das in USA ein total abstruser Gedanke. Aus Sicht viele dort nimmt der Staat einem die Freiheit nahezu alle tun uns lassen zu dürfen, was man will. Der Staat soll nur ordnen und nicht bestimmen.

Woher das kommt? Vielleicht ist das so ein Echo from the Past. Ein dunkler Schatten auf der Seele der Nation, als man sich noch durch einen König und dessen Staat unterdrückt sah und sich nur unter Blut und Tränen davon entledigen konnte. Wer weiß das schon?
Die verwechseln "Sozialstaat" und "sozialistische Diktatur".

Das ein Sozialstaat Ungerechtigkeiten minimiert und Benachteiligten hilft, sehen die nicht. Und das man dazu Solidarität benötigt.
Die sind nur in einer Sache solidarisch und das ist der Patriotismus. Mit Waffen rumhampeln und ballern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja für Biden sieht es nicht gut aus. Um zu gewinnen muss es jetzt Nevada, Arizona, Wisconsin, Michigan (Unwarscheinlich), Maine holen, dann kommt er genau auf 271 Wahlmänner.
Das wird Trump und seine Schwachmatten niemals akzeptieren!
 
Echo from the Past
Genau das! Die Geschichte der US-Amerikaner ist halt überhaupt nicht mit der europäischen zu vergleichen.
Die ersten Siedler, die auf sich allein gestellt, die großen Weiten erobern, besiedeln und Fruchtbar machen.
Die Freiheit der Siedler, die quasi "out-laws" waren für viele Jahrzehnte.
Europa war zur Zeit der Besiedelung Amerikas durch Einwanderer schon quasi "fertig". Jedes Fleckchen Land war schon beansprucht, jede Ressource entdeckt und genutzt und man musste dann zusehen, wie man mit seinen Nachbarn eine Lösung findet. Sei es durch Handel, ein Abkommen oder oft auch Krieg...
In den USA konnten die Menschen halt Jahrzehnte lang neues entdecken, ohne dass sie irgendwer gestört hat. (Von den komischen Leuten mit Federn im Haar, hoch zu Ross, mal abgesehen :ugly:)

Dadurch wird natürlich über Generationen hinweg eine Sichweise geprägt und gefestigt, die uns oft sehr fremd vorkommt.
Dementsprechend wählen viele Amerikaner nach wie vor den typ "Cowboy" bzw. "starken Mann" als ihren Präsidenten. Nächstenliebe und Solidarität gilt oft als Schwäche, abgesehen vom kleinen privaten Umfeld.
Da sind die "Amis" uns komischerweise teilweise weit vorraus, Nachbarschaftshilfe und ähnliches.
Aber halt nur im kleinen Kreis. Wo wir nationale oder gar europäische Lösungen anstreben, versucht der Amerikaner es dort auch "unter sich" zu regeln.
 
Siehe dazu...

Der Drops ist gelutscht. Trump wird uns weitere vier Jahre "erhalten bleiben".
Da sieht man nicht, wie viel % der Stimmen schon jeweils im jeden Bundesstaat ausgezählt wurden. Geh Bitte mit deinem Mauskursor über die einzelnen Staaten in meinem Link, da steht es. Und ja, die "alternativlosen" Dems haben genau dieselben Fehler gemacht wie bei Clinton. Ein einfaches weiter so reicht den Wählern nicht, sie wollen Pläne oder Perspektiven. Mit der Trump-Bashing alleine gewinnt man keinen Blumentopf.
 
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