Geschichte wiederholt sich, diesmal die USA

Aus welchem Grund nennst du das Politikverständnis des Users @Kaaruzo katastrophal?
Oder ist es nur eine Meinung, die von deiner abweicht?
  • Bspw., dass die USA links gewesen wäre. Das ist eine rechte Erzählung und auf diese wird sich offenbar bezogen. Es greift auf die rechte Diskursverschiebung zurück, wonach eigentlich bereits liberale Positionen ausschließlich als links gelabelt werden. Die Rechte bedient sich daraufhin auf in der (US-)Gesellschaft vorhandener antilinker/kommunistischer Ressentiments, verstärkt diese* und ruft dazu auf, sich doch gegen links zu versammeln.
  • Auch Kaaruzos Darstellung der Neuzuteilung der Moderation seitens des NDRs für zusätzliche* neue Sendungen des Klar-Reportage-Magazins als Mobbing und Heranziehung der Begründung, dass sie "konservativ/abweichende" Meinung vertrete, finde ich irreführend.
  • Auch dass Kaaruzo am Antifaschismus "der" Antifa zweifelt, weil Kaaruzo Handlungen einzelner Personen/Gruppen ablehnt, ist schräg.
  • Dass Kaaruzo wisse, wer die:der Attentäter:in sei und was für ein Motiv diese:r hätte, lässt mich auch an dessen Medienkompetenz zweifeln.
*Edit: Konkretisierung
 
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In den USA wird doch alles als Links verunglimpft von den Republikanern.
Bei Obamacare und anderen sozialen Errungenschaften und Ideen, haben sie sogar behauptet das wäre kommunistisch.
 
In den USA wird doch alles als Links verunglimpft von den Republikanern.
Bei Obamacare und anderen sozialen Errungenschaften und Ideen, haben sie sogar behauptet das wäre kommunistisch.
Was wir jetzt erleben, ist das Endresultat einer sehr langen Geschichte und begann quasi mit Beginn des Kalten Krieges.
Ende der 1940ger/Anfang der 1950ger wurde an Truman vorbei das Taft-Hartly-Gesetz beschlossen (Einschränkung der Gewerkschaften). Ersterer hatte schon mal die allg. Krankenversicherung in den USA eingeführt.
Zeitgleich fand ein deutlicher Rechtsruck statt, den man heute als die McCarthy-Ära kennt.
 
Was wir jetzt erleben, ist das Endresultat einer sehr langen Geschichte und begann quasi mit Beginn des Kalten Krieges.
Ende der 1940ger/Anfang der 1950ger wurde an Truman vorbei das Taft-Hartly-Gesetz beschlossen (Einschränkung der Gewerkschaften). Ersterer hatte schon mal die allg. Krankenversicherung in den USA eingeführt.
Zeitgleich fand ein deutlicher Rechtsruck statt, den man heute als die McCarthy-Ära kennt.
Naja, danach war ja die Neue Linke recht erfolgreich, Stichwort 68er:innen ...
Lange Zeit gab es, meine ich, von Linken her die Befürchtung, dass der militärisch-industrielle Komplex problematisch werden könnte. Die jetzige Faschisierung und Bildung eines autoritären Regimes scheint damit aber weniger zusammen zu hängen ...


Noch ein interessantes Interview. Z.B. wird demnach auch massiver Druck auf Anwaltskanzleien ausgeübt, so dass selbst größere Medien/Unternehmen kaum mehr klagen können, wenn sie das denn überhaupt noch auf sich nehmen wollen ...

Kulturfragen - Donald Trump inszeniert sich als unantastbarer Herrscher
„Es steht schlecht um die Demokratie in den USA“, sagt die Juristin und Autorin Sandra Navidi. Der US-Präsident hat ihr zufolge die Basis der Demokratie fundamental beschädigt. Sein Streben nach totaler Macht nimmt immer mehr Fahrt auf."

 
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Naja, danach war ja die Neue Linke recht erfolgreich, Stichwort 68er:innen ...
Das waren keine Linken in unserem Verständnis.
Love & Peace, Lennon, kiffen, Vietnam-Desaster, alle prägend für die USA, aber ändert nichts an der Tatsache, das aus unserer Sicht sozialdemokratische oder gar linke Parteien keine Rolle spielen und die Gewerkschaften genau auch in dieser Zeit weiter erodierten und Rechte verloren.
Immer bitte im Auge behalten, seit ca. 1970 (Nixon) haben sich die Demokraten (eine Originär rechte Partei) in eine Partei entwickelt, die aus unserer Sicht maximal am linken Rand der CDU stehen, nicht linker und die Republikaner aus einer originär linken (!!!!) Partei zur Gründung nun gefühlt rechts der AfD steht.
 
Immer bitte im Auge behalten, seit ca. 1970 (Nixon) haben sich die Demokraten (eine Originär rechte Partei) in eine Partei entwickelt, die aus unserer Sicht maximal am linken Rand der CDU stehen, nicht linker und die Republikaner aus einer originär linken (!!!!) Partei zur Gründung nun gefühlt rechts der AfD steht.
Die Demokraten unter Bill Clinton waren doch eine sehr wirtschaftliberale Partei, also eher FDP.
 
Die Demokraten unter Bill Clinton waren doch eine sehr wirtschaftliberale Partei, also eher FDP.
Ja, kann man so sehen.
Ist schwierig, das exakt einzuordnen.
Er gehörte m. W. zum eher liberalen Flügel der sog. New Democates an.
Und quasi zur 1968ger Gen. und setzte hier innenpolitische Impulse für Krankeversicherungen, Bekämpfung von Armut und Drogenproblemen.
 
Die US Demokraten sind eine klassische "Mitte Partei". Dort finden sich Liberale wieder, mitte bis "linke" CDU/Konserative, aber auch rechte SPD und sehr geerdete Realo Grüne.
Die Republikaner waren immer etwas radikaler, neo liberal, neo konserativ etc. Für mich wahrscheinlich der Normalste George Bush senior., alle anderen hatten irgendwelche Spleens, die aber noch halbwegs im Rahmen waren, bis Trump kam, mit dem Vorläufer TeeParty und jetzt MAGA. Vollkommen abgetrifftet mit extremistisch religiösen Zügen und teilweise politisch faschistischen Zügen.

Man kann es auch zugespitzt aber sehr treffend formulieren -> Personenkult, Bigotterie gepaart mit Heuchelei, Isolationismus und Korruption/Bereicherung.

Erklärung -> Bigotterie gepaart mit Heuchelei als Paradebeispiel, Karoline Leavitt -> gemachte Nase, gemachte Brüste, aber vor jedem Auftritt vorher öffentlichwirksam beten.
Ach ja den Sugar Daddy als Mann, 25 Jahre älter und natürlich Millionär habe ich vergessen.
So kann man übrigens viele bis alle MAGA "Damen" beschreiben.
 
Das waren keine Linken in unserem Verständnis.
Love & Peace, Lennon, kiffen, Vietnam-Desaster, alle prägend für die USA, aber ändert nichts an der Tatsache, das aus unserer Sicht sozialdemokratische oder gar linke Parteien keine Rolle spielen und die Gewerkschaften genau auch in dieser Zeit weiter erodierten und Rechte verloren.
Deine Darstellung der Neuen Linken erscheint mir meiner Ansicht nach oberflächlich, einseitig zu sein und so, wie Du es formulierst, wirkt sie entpolitisierend. Sicherlich ging es auch um liberale Forderungen hinsichtlich Selbstbestimmung, aber es ging vielen Menschen auch um soziale Veränderungen im linken Verständnis. Die Neue Linke war sehr divers. Da Du ja ein paar Begriffe in den Raum warfst, will ich da mal ein paar andere ergänzen - bspw. SDS, Black Panther ...
Mehr Details können hier nachgelesen werden:
Edit: Sorry, etwas offtopic. So wollte ich emp1s Darstellung aber nicht stehen lassen.
 
Deine Darstellung der Neuen Linken erscheint mir meiner Ansicht nach oberflächlich, einseitig zu sein und so, wie Du es formulierst, wirkt sie entpolitisierend.
Nicht entpolitisierend, lediglich nicht wirklich relevant für das mittlerweile stark polarisierende 2-Parteien-System in den USA und ja, es war sehr vereinfachend zusammengefasst.
Ebenso stark vereinfacht müssen sich fast zwangsweise linke Positionen unterm Dach der Demokraten sich irgendwie zusammenraufen, damit sie überhaupt politisches Gehör finden - mit entsprechenden Koordinierungsschwierigkeiten.
Bernie Sanders ist hier ein klassisches Beispiel, der als formal Unabhängiger sich den Demokraten angeschlossen hat, obwohl seine sozialpolitische Position irgendwo zw. unsriger Die Linken und der SPD liegt.

Über die Zusammenarbeit mit unserem Institut zu US-Instituten ist mir schon klar, dass insbesondere an den UNIs linkere Positionen als die der Demokraten vorherrschen, aber all diese Menschen bilden dennoch keinerlei relevante Mehrheit in der US-Gesellschaft.
Viel schlimmer, sie werden als "Randgruppe" von den Maga-Leuten als kommunistische Bösewichte dargestellt und m. M. nach ist es nur eine Frage "wann" und nicht "ob" bis Trump es wagt, auch die Demokraten als Verräter nicht nur abzustempeln, sondern auch zu verfolgen.
Aktuell ganz böse Entwicklung zu einer Art Diktatur.
Der Witz ist, grob 50% der Amis finden das auch noch gut.
Kannste machen nix mehr.
 
noch ist es keine Diktatur und es wird Wahlen geben. Auch wenn der Eindruck entsteht, es wäre schon alles zu spät, was aber nicht so ist.
Was wäre denn ein Szenario bei dem es keine Wahlen mehr geben wird, ich vermute der Ausnahmezustand, also das Kriegsrecht im ganzen Land.
 
noch ist es keine Diktatur und es wird Wahlen geben. Auch wenn der Eindruck entsteht, es wäre schon alles zu spät, was aber nicht so ist.
Die Midterm Wahlen kommen, aber Trump beeinflusst ja jetzt schon die Wahlen.
Er wird Minderheiten ausgrenzen und das Militär schicken. Er nennt es dann Schützen der Demokratie, aber in Wirklichkeit will er einschüchtern.
 

Trump hat eine einstündige Rede vor der UN-Vollversammlung gehalten. Er machte darin der UN Vorwürfe sie würden nichts tun. Und er hätte angeblich selber 7 Kriege beendet. Und den Friedensnobelpreis verdient!?!
Außerdem hat er Europa kritisiert. Das es hier einige Länder gibt welche immer noch aus Russland Öl und Gas beziehen. Damit hat er leider Recht gehabt.

Auf die Frage ob die Nato russische Flugzeuge abschießen sollte, wenn sie in den Nato-Luftraum eindringen meinte er "Ja".
 
Die EU ist da herrlich inkonsequent und Weltmeister im torpedieren eigener Sanktionsmaßnahmen.
Klar kann man den bohrenden Finger auf die pöhsen Ungarn und Slowaken richten, die noch direkt Öl aus Russland beziehen.
Weitgehend unbemerkt ist es aber so, dass einer der größtern Importeure für russisches Erdöl die Türkei ist.
Und diese verkaufen munter-fröhlich dann Benzin und Diesel und dies überwiegend in die EU.
Die Wahrscheinlichkeit, an einer deutschen Tankstelle ein Produkt zu kaufen, dass aus russischem Öl hergestellt wird, liegt je nach Quellenangaben zw. ca. 20-40%.
Bei Erdgas, entweder in Form von LNG oder über die TurkStream-Pipeline, ist es sogar so, dass Spanien, Frankreich, Italien, Österreich, die Niederlande und Belgien Großabnehmer sind.
Wenn ich die Zahlen richtig zusammenrechne (kann ja jeder selber mal checken und ggf. korrigieren) stammt immer noch ca. 1/4 der fossilen Energielieferanten in der EU aus Russland.

Kurzum, in dem Punkt 1:0 für Trump.
Es hilft nix, dass auch ich ihn nicht mag, wo er Recht hat, hat er Recht.
 
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Seine Punkte beim Klimawandel sind aber episch. :lol:
Das mag ja sein.
Aber ist irgendwer zu dem Thema, aber auch zu Anderen aus Protest aufgestanden,
wie bei seiner letzten Rede in der ersten Amtszeit?
Gab es bemerkbare Zwischenrufe?
Irgend eine direkte Kritik?
Was Nachrichtenblätter am Tag drauf schreiben, wird er kaum wahrnehmen.
Und letztlich ist er in einer Position, in der er Kritik einfach beiseite schiebt.
Wir können uns hier todlachen über seine Rede, er lenkt aber die westliche Welt nach seinem Gutdünken.
Und das ist der Punkt, keiner gebietet ihm Einhalt - aus Eigeninteresse.
 
Bei Erdgas, entweder in Form von LNG oder über die TurkStream-Pipeline, ist es sogar so, dass Spanien, Frankreich, Italien, Österreich, die Niederlande und Belgien Großabnehmer sind.
Die Niederlande haben Gasfelder und exportieren Gas, z.B. nach DE, sie haben auch keine LNG Terminals.
Ich weiss nicht wo ständig dieses Märchen herkommt, die Niederlande würden LNG Gas oder gar Pipeline Gas importieren und dann exportieren! Sie exportieren ihr eigenes Gas und DE ist z.B. einer der größten Abnehmer!

Weiterhin macht Frankreich so ziemlich alles mit "Strom" auch heizen, dafür haben sie ihre 57 AKWs, Frankreich importiert sehr sehr wenig Gas, weil sie keins brauchen.

Man sollte sich mal informieren bevor man wild drauflos schreibt!
 
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