Gericht: Keine Zahlung für Schul-iPads durch das Jobcenter möglich

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In Zeiten der Coronavirus-Pandemie ist immer wieder Home Schooling angesagt, doch dafür braucht man ein passendes Endgerät. Eine Familie wollte sich die Kosten für ein Apple iPad vom Jobcenter erstatten lassen, doch das muss dies nicht tun.

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Ergänzend hat die Schule gegen ihre Neutralitätspflicht verstoßen, in dem es strikt Apple-Geräte gefordert hat.

Hätte Sie mal besser einen Tablet-Computer gefordert, auf dem "mindestens iOS x.xxx" installiert ist. Da kann man sich dann ja für einen Hersteller entscheiden :ugly:
 
Mal abgesehen das man denn „Einsteiger“ Apple ipad als Luxus sieht, anscheinend hat Apple wohl die beste Software Umgebung um Klassenzimmer zu simulieren. Daher finde diese Argumentation ein wenig arm vom Gericht, denn dann könnten ja Schulen auch statt Office, Open Office oder Latex beibringen...

Was ich eigentlich noch schlimmer finde ist die Ausgrenzung, weil nach dem Urteil des Gericht heißt quasi: Hartz IV und Einkommen schwache Schüler kommen in eine Klasse und die wohlhabenden Schüler kommen in die Digitale Klasse wo sie schon wieder einen gesellschaftlichen Vorsprung erhalten durch mehr Kompetenzen. Ich finde ehrlich gesagt das dieses Urteil ein falsches Signal gibt.
 
Die Schule einer Sechstklässlerin aus Hannover hatte entschieden, dass die gesamte Klasse in eine "Tablet-Klasse" umgewandelt wird, bei der alle Kinder eigene iPads nutzen. Die Kosten für die Tablet müssen die Eltern tragen.

Soso, die Schule entscheidet also das die gesamte Klasse mit eigens beschaften Markengeräten eines bestimmten Herstellers ausgerüstet sein muss...

Ich würde dem Gericht da zwar folgen das für diese bescheuerte Entscheidung dann nicht das Jobcenter die Kosten zu tragen hat, aber definitiv kann man da auch schlecht eine Einkommensschwache Famile auf so einer "geistreichen Entscheidung" der Schule sitzen lassen.

Im Grunde müsste die Schule die dadurch entstandenen unnötigen Kosten übernehmen.
 
Ergänzend hat die Schule gegen ihre Neutralitätspflicht verstoßen, in dem es strikt Apple-Geräte gefordert hat.

Das die Schule hier Fehler gemacht hat wurde ja angemerkt .. ist aber quasi auch egal und ohne irgendeine Auswirkung. Apple bietet in diesem Bereich wohl gute Lösungen und da greift man drauf zurück. Zur Ausbildung unserer Kinder sind wir auf einen amerikanischen Konzert und dessen Produkte abhängt. Traurig.

-Edit- Zur Ausbildung unserer Kinder wird ein "Luxusartikel" benötigt. Was soll man da noch sagen :(

Leihgeräte sind hier sicher die beste Lösung. Ohne IT kommt man heute nicht mehr weit und von daher braucht jeder Mensch Zugriff darauf. Das ganze System kann so nicht funktionieren aber trotzdem finde ich es krass das die Familie zweimal vor Gericht gegangen ist. Das kostet doch auch Zeit und Nerven .. kann man das Problem nicht anders und schneller lösen ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist Jemanden schon aufgefallen, dass das erste Urteil schon aus 2018 ist?
Nix mit Corona und Homeschooling...

Da hat die Familie, dann leider einfach Pech gehabt :ka:
Und dann ging das ja auch noch durch mehrere Instanzen... ohne Worte... :schief:
 
Ist Jemanden schon aufgefallen, dass das erste Urteil schon aus 2018 ist?
Nix mit Corona und Homeschooling...

Da hat die Familie, dann leider einfach Pech gehabt :ka:
Und dann ging das ja auch noch durch mehrere Instanzen... ohne Worte... :schief:
Das mit den Instanzen ist soweit ich weiß relativ normal bei Hartz IV. Die Kosten für solche Fälle trägt mWn nach ja nicht der Kläger, der ja eh kein Geld dafür hätte, sondern der Steuerzahler. Aber man möge mich da aber gerne eines besseren belehren, falls sich das geändert hat oder meine Info falsch ist.
 
Also so wie ich das hier von den Schulen kenne gibt es immer zwei Optionen.
Zum einen den Kauf, zum anderen das "leihen", sprich zur Verfügung stellen durch die Schule.

Das habe ich selbst bei meiner 9 jährigen letztens ein Elternbrief unterschreiben müssen, ob wir im Besitz eines entsprechenden Tablets sind, das im Zweifel Home Schooling etc. gemacht werden könnte in Digitaler Form, oder ob ein entsprechendes Gerät zur Verfügung gestellt werden muss.
 
Was ich eigentlich noch schlimmer finde ist die Ausgrenzung, weil nach dem Urteil des Gericht heißt quasi: Hartz IV und Einkommen schwache Schüler kommen in eine Klasse und die wohlhabenden Schüler kommen in die Digitale Klasse wo sie schon wieder einen gesellschaftlichen Vorsprung erhalten durch mehr Kompetenzen. Ich finde ehrlich gesagt das dieses Urteil ein falsches Signal gibt.
Hast du komplett gelesen?

Im Artikel steht nämlich, dass das Gericht (okay, erst in zweiter Instanz) fordert die Schulen müssten für Alternativen sorgen, damit Kinder aus Einkommensschwachen Familien nicht benachteiligt werden, bspw. durch Leihgeräte.
 
Sorry, aber die Apple Einstiegs iPads sind jetzt nicht wirklich Luxus.

Eine Schule kriegt pro Schüler ein iPad für 345€ . (https://tabletklasse.de/ipad/)
Das ist nicht wenig Geld, aber die Welt ist es auch nicht, zumal die Schüler und Schule dann meist Papierkosten, Kosten für Tinte, ect. ect. sparen.

Finde das Urteil wirklich etwas schäbig. Ich würde gerne mit meinen Steuermitteln Kindern die Möglichkeit geben, eine ordentliche Ausbildung an der Schule zu genießen, ganz ohne Ausgrenzung. Und wenn dafür ein iPad heutzutage nötig ist, dann sollen sie ihr iPad bekommen.

Hoffe das da seitens der Politik etwas kommt.
 
Deutsche Bürokratie wieder. Wenn wir schon Milliardengelder für Digitalisierung haben und eine Schule beschließt die zu beschaffen, dann gebt einkommensschwachen Kindern doch das Ding aus Bundesmitteln. Finde persönlich schon für Normalverdiener 350€ fürn Tablet mal eben ne hohe geforderte Ausgabe.

Nebenbei hat der Gerichtsstreit doch jetzt bestimmt 20x mehr gekostet als dieses lausige Tablet.
 
Soso, die Schule entscheidet also das die gesamte Klasse mit eigens beschaften Markengeräten eines bestimmten Herstellers ausgerüstet sein muss...
Es wurde lt. Artikel scheinbar gefragt (wofür sonst eine Zustimmung einholen) und die Eltern haben zugestimmt, da sie davon ausgingen, dass das Amt zahlt. Vielleicht hätte man sich vorher erkundigen und sich die Unterschrift sparen sollen. Dann wäre man in einer deutlich besseren Ausgangssituation gewesen und hätte argumentieren können, dass man nicht unterschrieben hat, weil man sich das nicht leisten kann. Dann wäre der Ball wieder bei der Schule gewesen (Stichwort: Leihgerät)
 
Vielleicht wollte die Familie das aber z.B. nicht? Das hätte dann bestimmt länger gedauert und dann hätte es in der Klasse (wieder) geheißen, der arme Schlucker von den Versager-Hartz-Eltern hat (wieder mal) verhindert, das...
Klar darüber können wir nur spekulieren, aber so etwas kann ich mir gut vorstellen...
 
Immerhin haben die Eltern unterschrieben, da sie davon ausgingen, dass das Amt zahlt. Vielleicht hätte man sich vorher erkundigen und sich die Unterschrift sparen sollen. Dann wäre man in einer deutlich besseren Ausgangssituation gewesen und hätte argumentieren können, dass man nicht unterschrieben hat, weil man sich das nicht leisten kann. Dann wäre der Ball wieder bei der Schule gewesen (Stichwort: Leihgerät)
Naja überleg mal wie das in deiner Schulzeit war. Unterschriften von so Wischen werden öffentlich von Kindern eingesammelt und eins wird dann jeden Tag gefragt " wo ist denn die Unterschrift, haste heute dabei?"
Das ist halt schon ziemlich ausgrenzend, alle sehen öffentlich das derjenige kein Geld hat.

Generell sollte es für sowas Leihgeräte geben oder jedem Kind eins "geschenkt" werden. Genauso wie jedes Kind bezahltes Mittagessen in Mensas bekommen soll. Schulen sollen ja gerade die Herkunft überwinden lassen und nicht Einkommensunterschiede zementieren und sichtbar machen.
 
Man muss einfach die Kosten für die gesamte Klasse nach Einkommen auf die Eltern umlegen. Dann zahlen die Bonzen eben 10 ipads und jene, die unter ALG2 leiden, gar nichts.
 
Ergänzend hat die Schule gegen ihre Neutralitätspflicht verstoßen, in dem es strikt Apple-Geräte gefordert hat.
Ich glaube die Richter leben noch nicht im 21. Jhd.

Sei es bei Taschenrechnern, oder bei Tablets. Da gibt und gab es schon immer Vorgaben.

Bei mir u.a. die Vorgabe (weil praktischer) diesen Grafiktaschenrechner Ti N-Spire CX CAS von Texas Instruments zu kaufen. Ist das jetzt brechen der "nEuTrAlItÄtSpFlIcHt", weil die anderen Schüler ohne Grafiktaschenrechner von TI die Arschkarte gesehen hätten?

Also ganz ehrlich. Da muss ich mir schon an den Kopf fassen.

Einfach festlegen das günstigste iPad mit der geringsten Speicherausstattung, welches für den Unterricht reicht, wird gestellt. Ganz einfach.
 
Sorry, aber die Apple Einstiegs iPads sind jetzt nicht wirklich Luxus.

Eine Schule kriegt pro Schüler ein iPad für 345€ . (https://tabletklasse.de/ipad/)
Das ist nicht wenig Geld, aber die Welt ist es auch nicht, zumal die Schüler und Schule dann meist Papierkosten, Kosten für Tinte, ect. ect. sparen.

Finde das Urteil wirklich etwas schäbig. Ich würde gerne mit meinen Steuermitteln Kindern die Möglichkeit geben, eine ordentliche Ausbildung an der Schule zu genießen, ganz ohne Ausgrenzung. Und wenn dafür ein iPad heutzutage nötig ist, dann sollen sie ihr iPad bekommen.

Hoffe das da seitens der Politik etwas kommt.
Auch wenn am Ende alles aus dem Steuersäckl kommt, ist es trotzdem die Pflicht der Schule und nicht des Jobcenters, dafür zu sorgen, dass niemand benachteiligt wird. Ein Unternehmen kann eigentlich auch nicht fordern, dass seine Angestellten private Geräte beruflich nutzen und meist ist das auch gar nicht gewollt.
Den Preis an sich finde ich eher vernachlässigbar. Da kommt es drauf an, wie lang die Geräte im Einsatz sind und wie sie genutzt werden. Man kauft sie ja auch nicht nur um Papierkosten etc. zu sparen, sondern Technik näher zu bringen. Wenn kein PC im Elternhaus vorhanden ist und online gelehrt werden soll, sind Tablets noch die günstigere Variante, aber es kommt auch darauf an, was für Software für das jeweilige System vorhanden ist. Für den Präsenzunterricht sind PCs (am besten nicht alle mit dem gleichen Betriebssystem) aber Tablets vorzuziehen. K.A. ob 2018 die Nutzung daheim im Vordergrund stand. Mich irritiert ja, dass der Fall mit Corona in Verbindung gebracht wird, obwohl es überhaupt nichts damit zu tun hatte.

Leider gibt es auch viele Apple-Jünger, die trotz Alternative stur auf Apple Produkte setzen. Hat ja schon seit längerem religiöse Züge angenommen. Da kann ich mir durchaus vorstellen, dass es einfach nur eine Ansage war und Alternative komplett ausgeschlossen wurde.
 
Generell sollte es für sowas Leihgeräte geben oder jedem Kind eins "geschenkt" werden. Genauso wie jedes Kind bezahltes Mittagessen in Mensas bekommen soll. Schulen sollen ja gerade die Herkunft überwinden lassen und nicht Einkommensunterschiede zementieren und sichtbar machen.
Leihe ist besser. Wenn es kaputt geht und das Teil gehört der Schule, dann kommt die Haftpflicht dafür auf. Wenn es einem selber gehört, muß man selber ein neues kaufen...
 
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