Ich geh da ehrlich gesagt nicht mit. Aufgabe der Chiphersteller ist eben genau das, Chips zu designen. Es ist nicht die Aufgabe der Auftragsfertiger. Man kann auch Chips und IPC verbessern ohne eine neue Fertigung zu verwenden oder rein die Shaderanzahl aufzubohren. NV hat hier aber schlicht einfach gar nichts von dem geboten, es ist ein simples Power rauf + neuer Speicher dran. Fertig. Was haben die zwei Jahre lang gemacht?
Und bei was gehst du nicht mit?
Das nicht schon vorher klar war, dass Nvidia da nichts an der Architektur macht?
Es ist doch ganz klar nachvollziehbar das Nvidia da nichts groß an der Architektur ändern wird und die Rasterleistung kaum steigt. Es gibt ja auch keinen Druck, man kann ja verwalten, so wie Intel auch früher. Wenn es keinen gibt der dich herausfordert, dann wird man träge. Man will nämlich soviel Geld wie möglich verdienen, mit so geringem Aufwand wie möglich, deswegen sind Monopole ja auch schlecht.
Dazu kommt, dass Nvidia natürlich am liebsten die "Profi" Karten verkaufen will. Will AMD ja auch, da verdient man einfach am meisten. Mag für den Konsumenten schlecht sein, aber für die Firma ist das im Moment ja völlig unerheblich, gerade weil Nvidia auch einen Marktanteil von 90% hat.
Allerdings haben sie natürlich etwas gemacht, diese ganzen neuen Ki Sachen, die zukünftig vielleicht noch viel bringen werden oder halt nicht.
Vielleicht ist es dir noch nicht aufgefallen, aber neue Architekturen gehen meist Hand in Hand mit neuen Fertigungsschritten. Der schlechte Bulldozer war noch 32nm, der deutlich bessere Zen 1 war dann 14nm.
Ich kann mir schon vorstellen, dass bei einem neuen Fertigungsprozess auch etwas neues dazu kommt, aber selbst wenn nicht, dann gibt es auf jeden Fall mehr Leistung.
Was die Fertigung für einen Einfluss haben kann, hat man auch bei Rocket Lake gesehen, da wurde die Architektur die für 10nm entwickelt worden ist, auf 14nm Rückportiert und das Ergebnis war einfach nur schlecht. Weniger Kerne als der Vorgänger kaum schneller und genauso ein hoher Stromverbrauch. Wenn man dann die etwas verbesserte Tiger Lake H CPU aus dem Notebook gesehen hat, hat man erfahren zu was diese Architektur eigentlich im Stande war. Der 11980HK aus dem Notebook war im Cinebench 5-6 % (R20: 5929 vs 6237 oder R23: 15.211 vs 16.264) langsamer als der 11900k aus dem Desktop und das bei 105 Watt, statt den 357 aus dem Computerbase Test. Wie du siehst, kann man die Fertigung eben nicht völlig von den Architekturen trennen.
Außerdem wer sagt, dass neue Architekturen auch was gutes sein müssen? Frag mal AMD, erst GNC mit den hohen Tflops, aber schlechter Rohleistung. Dann der Versuch mit RDNA was neues zu machen und das hat ja scheinbar auch nicht gefruchtet, jetzt kommt wieder etwas neues mit UDNA. Nachher macht Nvidia was neues und das wird schlecht, wenn man Marktführer ist, dann macht man auch keine Experimente mehr, dann verwaltetet man und auch deswegen sind Monopole schlecht.