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Gebrauchter Gaming PC ~700€

Racoon8

Schraubenverwechsler(in)
Ich möchte
Neuen PC zusammenstellen
Aktuelle PC-Hardware
Nicht vorhanden
Monitor(e)
Asus vs248hr 24''
Budget
700
Kaufzeitpunkt
Sofort
Anwendungszweck
  1. Spielen
  2. Surfen
Zusammenbau
Ja, soll gebaut geliefert werden
Speicherplatz SSD (in TiByte)
1
Speicherplatz HDD (in TiByte)
0
Hallo,

mein PC hat sich leider gestern verabschiedet (Vermute CPU tot, der Lüfter dreht sich nicht mehr).
Nun suche ich jedenfalls dringend Ersatz und diese Angebot auf Kleinanzeigen scheint mir das Beste für meine Zwecke zu sein (für 699€ VB):

"Günstigster Neupreis aller Komponenten ohne die kleine SSD und die 1TB HDD laut Geizhals über 1000€!

CPU: AMD Ryzen 7 5700x (bis zu 4.60 GHz)
Kühler: Endorfy Spartan 5 RGB

Grafikkarte: Sapphire Pulse Radeon RX 7600 OC, 8GB GDDR6

Mainboard: MSI B550 Gaming Gen.3
RAM: 32 GB DDR4 3200 MT/s G.Skill AEGIS

Festplatten: 1 TB Lexar NM 710 + 256GB SSD + 1TB HDD

Gehäuse: LC Power Gaming 804B Obsession X- RGB
Netzteil: Gamdias Kratos M1-600 80+ Bronze"

Was mich anspricht:
-starke CPU im Vergleich mit anderen Angeboten
-6x 3,5'' SATA vom Mainboard unterstützt, leider nur 3 vom Gehäuse
-ca. 2 Jahre alte Komponenten laut Verkäufer, vom "Fachmann" zusammengebaut
-32GB DDR4 RAM, bietet auch nicht jeder
-die GPU ist der schwächste Part, andere bieten durchaus eine 3060 TI o.ä. in dem Preissegment (aber das kann ich am ehesten verschmerzen bzw. am meisten Mut, evtl. später aufzurüsten)

Nun die Fragen:

1. Meine größte Sorge ist die Datenrettung von meinen alten Festplatten. Ich habe 4 Stück. Eine 256er SSD auf der windows 10 lief und 3x SATA HDDs. Die sollten doch einfach in das neue win 11 System verbaubar sein und funktionieren, oder? Die SSD natürlich nicht mehr zum Booten.

Am liebsten würde ich einmal mit dem neuen PC versuchen, von der SSD zu Booten. Schlecht Idee? Kann ich an der Hardware was kaputt machen oder ist ein Bluescreen das schlimmste das passieren kann?

Ich fahre zum Besitzer persönlich hin, um den PC auszuprobieren. Soll ich meine Festplatten mitnehmen und vor Ort einbauen, um die Kompatibilität zu testen oder ist das "frech" bzw. unnötig weil "wird schon passen". Andererseits will ich den PC ja kaufen und mitnehmen, da wäre es schon sinnvoll ihn so zu testen wie ich ihn auch benutzen werde. Wie gesagt, Datenrettung ist meine absolute Priorität im Moment. Wäre ärgerlich wenn ich die Festplatten formatieren müsste o.ä.

2. Die 600 Watt PSU. Hat sie genug Power für das System und hat sie genug Stränge für meine Festplatten?
Meine alte PSU hat 550W und damit hatte ich nie Probleme. Die Komponenten waren aber auch von 2016.

3. Worauf soll ich beim testen achten? Ich habe mir aufgeschrieben, FurMark und Prime95 durchlaufen zu lassen, um die CPU, GPU und den RAM unter Last zu sehen. Sonst noch etwas von Software Seite aus?

Muss sagen, ich bin viel zu unerfahren, um von den Werten, die diese Programme ausspucken, irgendetwas sinnvolles herauszulesen. Mir geht es darum, dass die Komponenten sich nicht über 85°C erhitzen und die GPU keine Artefakte verursacht.

Soll ich den Besitzer fragen ob er ein Spiel installieren kann oder wird die Funktionstüchtigkeit der GPU eh schon von FurMark getestet und ein Spiel offenbart eigentlich keine neuen Infos?

4. Natürlich will ich den PC auch einmal aufschrauben (vllt. auch um meine Festplatten einzusetzen). Gibt es irgendetwas worauf ich achten sollte außer Kabelmanagement, Staub und offensichtliche Macken?

5. Seltsame Antwort vom Verkäufer: er meint er weiß nicht welche Win11 Version er hat... Mir ist egal, ob es Home oder pro ist, aber er sollte es eigentlich schon wissen. Er meinte, die Lizenz "sollte" freigeschaltet sein und er hat windows 11 nicht extra auf einen USB Stick bekommen. Außerdem sagte er, man könne win 11 problemlos neu aufsetzen, die Lizenz wird "heutzutage auf dem Mainboard gespeichert". Handelt es sich hier etwa um eine OEM Version, die an das Mainboard gebunden ist und unbrauchbar wird, sobald ich es auswechsele? Kam mir komisch vor seine Antwort, normalerweise sollte man wissen welche version man hat. Ich hake noch mal nach. Wenn ich mir von ihm einen Screenshot schicken lasse, wie bekomme ich heraus ob die Version OEM ist (oder überhaupt legal)? Sollte er nicht ein Passwort o.ä. haben? Ich habe noch nie Win11 benutzt.

6. Soll ich sonst noch etwas mitnehmen bzw. ihn vorbereiten lassen neben Installation der Software zum testen? Bin natürlich etwas eingeschränkt ohne Zugriff auf einen PC.

Das war's erst mal, melde mich sobald hier Antworten sind oder falls ich noch weitere Fragen habe. Freue mich über jeden Tipp bzgl. gebrauchter PCs auch wenn ich nicht explizit danach gefragt habe.
 
Als Erstes solltest du mal fragen, ob das überhaupt in Ordnung ist, dass du zum Verkäufer kommst und dort stundenlang irgendwas testen und probieren willst?
Nicht jeder möchte Fremde in der Wohnung haben. Und dann noch welche die nicht wissen, was sie tun und allerhand Zeug testen möchten. Ich wäre dafür nicht zu haben.

Mainboard: MSI B550 Gaming Gen.3
Das hat nur PCIe 3.0. Dadurch wird die Übertragungsrate zwischen CPU und GPU beschnitten, die beide 4.0 können. Daher ist das Board schon mal eine schlechte Wahl.
-ca. 2 Jahre alte Komponenten laut Verkäufer, vom "Fachmann" zusammengebaut
Nicht prüfbare Aussage. Oder gibt es Belege dafür? Wer das zusammen geschraubt hat, ist eigentlich auch zweitrangig.
Die sollten doch einfach in das neue win 11 System verbaubar sein und funktionieren, oder?
Ja.
Die SSD natürlich nicht mehr zum Booten.
Du kannst auch mit der Hardware von deiner alten SSD booten.
Kann ich an der Hardware was kaputt machen
Mit genug Mühe bekommt man alles kaputt.
Soll ich meine Festplatten mitnehmen und vor Ort einbauen, um die Kompatibilität zu testen oder ist das "frech" bzw. unnötig weil "wird schon passen".
Siehe meinen Text oben.
Wie gesagt, Datenrettung ist meine absolute Priorität im Moment. Wäre ärgerlich wenn ich die Festplatten formatieren müsste o.ä.
Musst du nicht. Die HDDs werden im neuen System einfach erkannt und du kannst darauf zugreifen.
Lediglich die Nutzerordner auf der Windows SSD sind schreibgeschützt sofern du ein Passwort verwendest.
Mir geht es darum, dass die Komponenten sich nicht über 85°C erhitzen
Was soll das bringen?

Zu Punkt 5: An deiner Stelle würde ich nach deinen erfolgreichen Tests ein frisches Windows aufsetzen, so wie du dir das vorstellst. Bei einer bestehenden Installation weiß keiner, was da wie drauf ist. Wäre mir zu unsicher.
 
Meine größte Sorge ist die Datenrettung von meinen alten Festplatten. Ich habe 4 Stück. Eine 256er SSD auf der windows 10 lief und 3x SATA HDDs. Die sollten doch einfach in das neue win 11 System verbaubar sein und funktionieren, oder? Die SSD natürlich nicht mehr zum Booten.

Solange deine Festplatten noch nicht defekt sind, und das neue(gebrauchte) System keinen Defekt hat sollte es ohne Probleme gehen deine Laufwerke im neuen PC weiterzuverwenden.

Eine 256er SSD auf der windows 10 lief

Deine SSD ist das eine m.2 SSD? Das MSI B550 Gaming Gen.3 hat nämlich nur einen m.2 Anschluss und der ist dann ja schon von der Lexar NM 710 belegt. Wenn du auch noch eine m.2 SSD hast hättest du dann einen m.2 Anschluss zu wenig.
Das Board hat wohl auch 6x S-ATA Anschlüsse, sollte ansonsten aber reichen.

Die 600 Watt PSU. Hat sie genug Power für das System und hat sie genug Stränge für meine Festplatten?

Solange das Netzteil noch in Ordnung ist sollte es reichen. Es hat auch 5 Stromanschlüsse für S-ATA Laufwerke, sollte also auch da ausreichend sein.

Außerdem sagte er, man könne win 11 problemlos neu aufsetzen, die Lizenz wird "heutzutage auf dem Mainboard gespeichert". Handelt es sich hier etwa um eine OEM Version, die an das Mainboard gebunden ist und unbrauchbar wird, sobald ich es auswechsele? Kam mir komisch vor seine Antwort, normalerweise sollte man wissen welche version man hat. Ich hake noch mal nach. Wenn ich mir von ihm einen Screenshot schicken lasse, wie bekomme ich heraus ob die Version OEM ist (oder überhaupt legal)?

Eigentlich sollte Windows 11 ja auf dem neuen System schon aktiviert sein. Du könntest ja wenn du dir das System anschaust nachsehen ob Windows 11 schon aktiviert ist. Wenn du dann später nur deine Festplatten einbaust, sollte das an der Aktivierung dann nichts ändern.
Du hattest ja bisher Winows 10 bei deinem System? Hast du da einen Key dafür? Oder ein Microsoft Konto wegen ESU (Extendet Service Updates) und da dein altes System registriert?
Falls ja kannst du zur Not auch dein bisheriges Windows 10 weiterverwenden und dann auf Windows 11 Updaten, falls irgend etwas mit dem neuen Windows 11 nicht gehen sollte oder es illegal sein sollte. (Mit Microsoft Konto sollte es aber auch bei OEM Keys möglich sein Windows zu aktivieren, auch wenn Hardware geändert wurde.)

Worauf soll ich beim testen achten? Ich habe mir aufgeschrieben, FurMark und Prime95 durchlaufen zu lassen, um die CPU, GPU und den RAM unter Last zu sehen. Sonst noch etwas von Software Seite aus?

Muss sagen, ich bin viel zu unerfahren, um von den Werten, die diese Programme ausspucken, irgendetwas sinnvolles herauszulesen. Mir geht es darum, dass die Komponenten sich nicht über 85°C erhitzen und die GPU keine Artefakte verursacht.

Soll ich den Besitzer fragen ob er ein Spiel installieren kann oder wird die Funktionstüchtigkeit der GPU eh schon von FurMark getestet und ein Spiel offenbart eigentlich keine neuen Infos?

Ich würde auch wenn möglich irgend ein Spiel mit anspruchsvollen Hardwarevoraussetzungen (z.B. Cyberpunk 2077) für einige Minuten in möglichst hohen Details testen, denn Furmark ist bei der Systemstabilität nicht immer ganz so aussagekräftig. Es kann durchaus sein Furmark läuft ohne abzustürzen, und in einem Hardwarehungrigen Spiel stürzt es schon nach ein paar Minuten ab. Außerdem wenn du mit Furmark testest nicht vergessen den Artefaktscanner im Programm einzuschalten, wenn da dann nach 10-15 Minuten testen was anderes steht als 0, hat die Grafikkarte ein Problem.

Außerdem würde ich noch ein Programm im Hintergrund laufen lassen das die Temperaturen usw. anzeigt, ich benutze da oft MSI Afterburner mit On Screen Display, HWinfo oder HWmonitor. Wenn man die im Hintergrund laufen lässt loggen die auch die Maximaltemperaturen der verschiedenen Komponenten und vieles mehr.

Mit CrystalDiskInfo kannst du auch mal die Festplatten S.M.A.R.T. Werte der Laufwerke im neuen System kontrollieren, nicht dass die Laufwerke schon einen Defekt oder nur noch kurze Lebensdauer haben.
 
Ganz kurz, ich bin auch Verkäufer und auf solche Leute habe ich persönlich keine Lust. Da sind die Probleme seitens Interessent schon vorprogrammiert. Den pc Vorort durch den Verkäufer vorführen lassen ist ok aber mehr ist schon dreist. Ich würde an deiner Stelle eher mal bei deinem pc ansetzen was defekt ist, CPU ist so ziemlich das unwahrscheinlichste was kaputt gehen kann. Hast du niemanden in deiner näher der mal dabei gucken kann?
Von wo kommst du?
 
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