Special Garuda Linux: Gaming-Distribution mit optimiertem Zen-Kernel

PCGH_Sven

PCGH-Autor
Garuda Linux ist eine ganz auf Spieler zugeschnittene Linux-Distribution mit optimiertem Zen-Kernel, die neben den neuesten Softwarepaketen, Treibern und Grafik-APIs auch sehr interessante Detaillösungen und nützliche Tweaks zu bieten hat.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Garuda Linux: Gaming-Distribution mit optimiertem Zen-Kernel

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Irgendwie scheint es gerade in Mode zu sein seine eigene dedizierte Linux-"Gaming"-Distribution rauszubringen.

Meine persönliche Meinung: Das bringt nicht wirklich was. Die ganzen Anwärter für den 1sten Platz in der Gaming Performance:

- Schenken sich gerade mal 1-2% Leistungsdifferenz in Benchmarks und das Bild ist oft nicht mal einheitlich
- Haben tatsächlich bis ca 10% Vorsprung auf die "Mainstream"-Distributionen (so mein Eindruck nach dem Wechsel von PopOS auf CachyOS). Aber der Vorsprung ist vor allem ein Vorsprung bezüglich Kernel-Version, Wayland, Treiber... sprich ein Vorsprung der nicht nachhaltig ist
- Sind bis auf das Styling recht ähnlich. Viele Gaming-relevante Aspekte sind out-of-the-box dabei, viel Konfiguration/Software für den normalen Desktop-Betrieb fehlt dann halt doch und muss nachinstalliert werden, was für unerfahrene User wieder mühsam wird

Bei der Wahl der Distribution läuft es eher auf eine Wahl der persönlichen Präferenz hinaus: Möchte ich etwas Arch-based, Debian/Ubuntu-based für die Konfiguration und Paket-Management? Möchte ich KDE, Gnome oder einen anderes Desktop Environment für das Look-and-Feel? Möchte ich eine Distribution die neu und fancy ist, aber ggf. bald nicht mehr gemaintened wird - oder eines der "Urgesteine" die mittlerweile ein bisschen angestaubt daherkommen aber stabil sind?

Eine Ausnahme sehe ich gerade aber in Bazzite, welches als (atomic) Fedora Abkömmling ganz klar den Fokus auf reines Gaming / konsolenähnliche Nutzung legt und das sehr gut macht. Dafür ist es meiner Meinung nach aber ziemlich ungeeignet für den Alltags/Desktop-Betrieb :-D
 
- Haben tatsächlich bis ca 10% Vorsprung auf die "Mainstream"-Distributionen (so mein Eindruck nach dem Wechsel von PopOS auf CachyOS). Aber der Vorsprung ist vor allem ein Vorsprung bezüglich Kernel-Version, Wayland, Treiber... sprich ein Vorsprung der nicht nachhaltig ist
Warum ist der nicht nachhaltig? Wenn man immer ganz vorne dabeibleibt, bleibt man doch immer ganz vorne dabei mit allen Vor- und Nachteilen, die das halt so mit sich bringt.
- Sind bis auf das Styling recht ähnlich. Viele Gaming-relevante Aspekte sind out-of-the-box dabei, viel Konfiguration/Software für den normalen Desktop-Betrieb fehlt dann halt doch und muss nachinstalliert werden, was für unerfahrene User wieder mühsam wird
Ist das wirklich so schlimm? Die meisten Dinge sind doch supereinfach und -schnell installiert. Vielleicht übersehe ich was, deswegen frage ich, aber wenn jemand ein OS installieren kann, sollte er doch damit auch zurechtkommen.
Bei der Wahl der Distribution läuft es eher auf eine Wahl der persönlichen Präferenz hinaus:
Ja, klar. Deswegen ist doch gut, wenn man auch in der Gaming-Nische etwas mehr Auswahl bekommt. :)
 
Warum ist der nicht nachhaltig? Wenn man immer ganz vorne dabeibleibt, bleibt man doch immer ganz vorne dabei mit allen Vor- und Nachteilen, die das halt so mit sich bringt.

Ist das wirklich so schlimm? Die meisten Dinge sind doch supereinfach und -schnell installiert. Vielleicht übersehe ich was, deswegen frage ich, aber wenn jemand ein OS installieren kann, sollte er doch damit auch zurechtkommen.

Ja, klar. Deswegen ist doch gut, wenn man auch in der Gaming-Nische etwas mehr Auswahl bekommt. :)

Was ich mit "nicht nachhaltig" (sorry für den ausgelutschten Begriff :-D) meine ist, dass die Entwicklung (wie ich annehme) in Zukunft stagnieren wird. Ich habe das Gefühl, dass gerade bei der Gaming-Performance unter Linux extrem viel geht. Wayland, RADV, Proton, Treiber ... sind alle in kürzester Zeit extrem viel besser geworden. Die Entwicklung wird aber abflachen und dann verschwindet der zeitliche Vorsprung der Gaming-Distributionen.

Bei den Dingen, die man nachträglich einrichten muss, bin ich eigentlich auf deiner Seite: Lieber erstmal nicht ALLES dabei haben und dafür selbst entscheiden was rein soll und was nicht. Aber für viele ist das glaube ich doch eher abschreckend. Bzw würde ich einem Anfänger dann doch zu einem PopOS oder Ähnlichem raten (bis man sich in der Pinguin-Welt sicher fühlt ;-))

Nicht verärgert sein, aber meiner Meinung nach widersprichst du dir mit der letzen und vorletzten Aussage ein bisschen selbst: Wenn man supereinfach und schnell Features nachinstalliert - wozu dann eine dedizierte Gaming-Distribution? Die paar Tools und Treiber kann ich mir ja auch selbst holen ;-). So mache ich es aktuell mit CachyOS, es hat nur ein paar extra Tweaks / Einstellungen gebraucht...

Generell finde ich aber eine grosse Auswahl gut! Es fliesst ja immer auch etwas in die Entwicklung des Kernels und der Tools zurück - alle profitieren :daumen:
 
Was ich mit "nicht nachhaltig" (sorry für den ausgelutschten Begriff :-D) meine ist, dass die Entwicklung (wie ich annehme) in Zukunft stagnieren wird.
Ich weiß es natürlich nicht sicher, aber ich glaube das eigentlich nicht. Es wird immer neue Hardware und neue Features geben, die dann wieder neue Treiber und Verbesserungen brauchen werden.
Bei den Dingen, die man nachträglich einrichten muss, bin ich eigentlich auf deiner Seite: Lieber erstmal nicht ALLES dabei haben und dafür selbst entscheiden was rein soll und was nicht. Aber für viele ist das glaube ich doch eher abschreckend. Bzw würde ich einem Anfänger dann doch zu einem PopOS oder Ähnlichem raten (bis man sich in der Pinguin-Welt sicher fühlt ;-))
Ist halt die Frage, wie aufwändig das ist. Wenn es einfach nur eine Installation über die (grafischen) Paketverwaltung ist, ist es ja kein Problem. Für wirklich anfängertauglich halte ich viele dieser Distros aber auch nicht, auch wenn eher, weil die oft extrem aktuell und auch nach dem, was ich darüber lese, eher etwas experimentell daherkommen (alternative Kernel usw.) und oft noch sehr schnelllebig sind.
Wenn man supereinfach und schnell Features nachinstalliert - wozu dann eine dedizierte Gaming-Distribution? Die paar Tools und Treiber kann ich mir ja auch selbst holen ;-). So mache ich es aktuell mit CachyOS, es hat nur ein paar extra Tweaks / Einstellungen gebraucht...
Kommt halt drauf an. Ein Standard-Programm (Browser, Mailclient, Mediaplayer, Office usw.) auf einer Gaming-Distro nachzuinstallieren sollte kein Problem sein, irgendwelche alternativen Kernel, Protonversionen oder ein komplexeres Tool auf einer allgemeineren Distro einzurichten, kann aber schon aufwändiger sein, wenn das nicht vorgesehen ist.

Ich selbst nutze aber auch keine Gaming-Distro, sondern Manjaro, weil mir das auch ausreicht. Bei einer Neuinstallation würde ich vielleicht sogar eher noch was Konservativeres nehmen, wobei ich den Zugriff aufs AUR schon nicht missen wollen würde.
 
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