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Gaming-PC bis 1800 EUR - Kaufberatung/Absegnung

ksasha

Schraubenverwechsler(in)
Liebe Community,

nach Jahren des Zockens auf der Konsole, soll es endlich wieder ein Gaming-PC werden. Ich will den PC selber zusammenbauen. Alte Teile sind nicht vorhanden. Bitte schaut doch mal über die nachfolgende Zusammenstellung und sagt mir, ob das alles zusammenpasst. Für Anregungen und Änderungsvorschläge bin ich euch MEHR als dankbar. Der noch zu beschaffende Monitor (27 Zoll, 1440p, 144 Hz, Gsync) ist in der Rechnung nicht enthalten. Aber auch hier bin ich für Tips und Erfahrungen sehr offen. Schon mal vorab ein dickes fettes DANKE!!!

In erster Instanz möchte ich mit dem PC zocken. Die GTX 1080 soll es sein. Mir ist bewusst, dass die 1070 im PL-Verhältnis deutlich besser liegt... aber wenn ich das Geld schon in die Hand nehme, dann möchte ich den aktuellen Stand der Technik mitnehmen und einigermaßen zukunftssicher bleiben.Sollte ich eurer Meinung nach in diesem Punkt vollkommen auf dem falschen Dampfer sein, erklärt mir bitte warum :D Ich will mich nicht gegen das Sparen wehren! Es soll halt alles "nicht nur laufen", sondern der Rechner soll schon ordentlich Power haben...

Unsicher bin ich mir insbesondere in den Kategorien: Mainboard, Netzteil, Kühlung und Gehäuse...

Zusammenstellung:

1. Mainboard: MSI Z270 Gaming Pro Carbon (175 EUR)
2. CPU: i7-7700K (360 EUR)
3. GPU: GTX 1080 - Amp! Extr. (732 EUR)
4. RAM: 16 GB DDR4-2400 - Kauf nach Tagespreis (110 EUR)
5. Kühler: beQuiet DarkRock Pro 3 (71 EUR) - taugt der für meine Zwecke??
6. Netzteil: beQuiet Power 9 600W (80 EUR) - gleiche Frage!
7. SSD: 250 GB Samsung 850 Evo (98 EUR)
8. HDD: 2 TB nach Tagespreis (50 EUR)
9 Case: Fractal Design Define R5 (103 EUR) - hier bin ich offen für Alternativen, da mir 100 EUR ein bisschen Teuer erscheinen.

Tagespreise: 1779 EUR


Der vollständigkeitshalber ;) :

1.) Wie hoch ist das Budget?
1800 ohne Monitor, Maus, Tastatur und Windows

2.) Gibt es abgesehen vom Rechner noch etwas, was gebraucht wird? (Bildschirm, Betriebssystem, ...) Gibt es dafür ein eigenes Budget?
siehe oben

3.) Soll es ein Eigenbau sein?
Jepp

4.) Gibt es vorhandene Hardware, die verwendet werden kann?
Nein

5.) Welche Auflösung und Frequenz hat der Monitor, falls vorhanden?
Wie oben beschrieben, soll es auf 27 Zoll, 1440p, 144Hz und Gsync hinauslaufen.

6.) Welchen Anwendungsbereich hat der PC? Welche Spiele werden gespielt? Welche Anwendungen werden benutzt?
Zocken, Arbeiten und ein bisschen Go-Pro-Schnitt.

7.) Wie viel Speicherplatz (SSD, HDD) wird benötigt?
250-500 SSD, 2TB HDD

8.) Soll der Rechner übertaktet werden? Grafikkarte und / oder Prozessor?
Erstmal nicht. Aber durch den i7 7700k bleibt die Möglichkeit ja erhalten.

9.) Gibt es sonst noch Wünsche?
DVD-Laufwerk/Brenner
 
Zuletzt bearbeitet:
die 20% Mehrleistung der 1080 im Vergleich zur 1070 helfen dir auch nur bedingt weiter. wenn du bereit bis jedes Jahr eine neue GPU für ~700€ zu kaufen, um immer auch höchsten Einstellungen zu spielen, kannst du gern die 1080 nehmen. ansonsten ist es "zukunftssicherer" jetzt eine 1070 zu nehmen und das gesparte Geld in ein paar Jahren in eine neue GPU (z.B. 1270 oder whatever) zu investieren.

zu der restlichen Zusammenstellung:
1. Mainboard: MSI Z270 Gaming Pro Carbon (175 EUR)
ok geht aber günstiger: ASRock Z270 Pro4 Preisvergleich | Geizhals Deutschland
2. CPU: i7-7700K (360 EUR)
passt
3. GPU: GTX 1080 - Amp! Extr. (732 EUR)
siehe Text oben
4. RAM: 16 GB DDR4-2400 - Kauf nach Tagespreis (110 EUR)
bei einem Z-Board am besten gleich 3000/3200MHz
5. Kühler: beQuiet DarkRock Pro 3 (71 EUR) - taugt der für meine Zwecke??
sehr guter Kühler, aber extrem fummelige Montage
6. Netzteil: beQuiet Power 9 600W (80 EUR) - gleiche Frage!
definitiv nicht. nimm ein be quiet! Straight Power 10 400W ATX 2.4 Preisvergleich | Geizhals Deutschland oder be quiet! Straight Power 10-CM 500W ATX 2.4 Preisvergleich | Geizhals Deutschland
7. SSD: 250 GB Samsung 850 Evo (98 EUR)
geht günstiger mit einer Sandisk Ultra II oder Crucial MX300
8. HDD: 2 TB nach Tagespreis (50 EUR)
wo bekommst du die bitte für 50€?
9 Case: Fractal Design Define R5 (103 EUR) - hier bin ich offen für Alternativen, da mir 100 EUR ein bisschen Teuer erscheinen.
Nanoxia Deep Silence 3 schwarz Preisvergleich | Geizhals Deutschland
 
Würde beim Kühler mal den EKL Olymp in den Raum werfen.
Der erzielt sehr gute Ergebnisse, teilweise sogar bessere als der Noctua NH-D15, und ist mit 60€ vergleichsweise günstig.

Bei der SSD würde ich an deiner Stelle mindestens 500GB nehmen.

Zur 1080 und dem Restwurde ja schon alles gesagt.
 
Das mit dem Netzteil würde ich definitiv korrigieren. Auch ein Bitfenix Whisper 450 w ist eine Erwähnung wert. Das ist sogar vollmodular und auch günstiger, als das Straight Power 10.
Der Kühler wurde ja auch angesprochen. Die BeQuiets sind zwar gut, keine Frage, aber halt auch vergleichsweise teuer für das Gebotene. Der angesprochene EKL Olymp ist in der Hinsicht definitiv besser, da ist das PLV tip-top.
Das Deep Silence 3 ist für 70€ ein 1A-Gehäuse, aber ganz so gut wie das Fractal Design ist es nicht ;)
Dennoch: für den Preis ein gutes Angebot.
gRU?; cAPS
 
Hi, erstmal vielen vielen Dank für eure Antworten!!

50 EUR für die 2 TB HDD ist natürlich falsch. Da bin ich wohl in der Zeile verrutscht.

Zum EKL-Olymp: Ist der auch so "fummelig" einzubauen? Soll alles nicht zu kompliziert werden :D

Zur 1080: Da muss ich noch mal gut drüber nachdenken... Ich kann der Argumentation in Richtung 1070 folgen und es wäre wohl zumindest die "vernünftigere" Lösung. Andererseits hat es auch seinen Reiz, einmal richtig aufzubauen... Mal schauen.

Zum RAM: Hier habe ich wirklich wenig Ahnung. Ich dachte, der 7700K soll/kann nur mit 2400er RAM betrieben werden. Da scheine ich also völlig daneben zu liegen!? (Sry, da bin ich nicht so der Experte...)

Die Netzteile schaue ich mir mal an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Intel garantiert nur, dass die CPU mit 2400MHz RAM läuft. eigentlich ist der RAM-Takt aber nur abhängig vom Chipsatz. B250 und H270 unterstützen nur 2400MHz. alles was höher getaktet ist, läuft dann trotzdem nur mit 2400MHz. Z270 erlaubt auch höher getakteten RAM und angesichts des geringen Preisunterschiedes kann man eben RAM mit 3000/3200MHz nehmen. alles darüber hat ein extrem schlechtes Preisleistungsverhältnis
 
Zur 1080: Da muss ich noch mal gut drüber nachdenken... Ich kann der Argumentation in Richtung 1070 folgen und es wäre wohl zumindest die "vernünftigere" Lösung. Andererseits hat es auch seinen Reiz, einmal richtig aufzubauen... Mal schauen.

Die 1080 ist nur Performance.
High End ist noch mal eine andere Nummer. Entweder die Titan X oder eben auf die 1080 Ti warten. Aber die kommt nicht vor Vega.
 
Vielen Dank für die Erklärung bezüglich des Arbeitsspeichers!!

So langsam verstehe ich das alles ein bisschen besser :D

Wer noch Lust hat, kann gerne weitere Tips geben. Das Budget bleibt das gleiche!
 
So... nochmal Danke für die Hilfe!!

Da Alternate heute 25 jähriges feiert, habe ich mir den Rechner dort zusammengestellt und konnte sparen :)

Das hier ist es geworden:

Tower: Fractial Design R5 - 79,90 (statt 115)
CPU: i7-7700K - 349 (statt 359)
RAM: Corsair 16 GB DDR4-3200 - 129
Board: MSI Z270 Gaming Pro Carbon - 182,90 (statt 175)
SSD: MX 300 175 GB - 64,90 (statt 85)
HDD: Seagate ST 2000 DM 2 TB - 49,90 (statt 69,90)
Kühler: Alpenföhn Olymp - 44,90 (statt 60)
GPU: GTX 1080 Palit GameRock Premium - 649 (statt 720)
Netzteil: BeQuiet Pure Power 9 600 W - 59,90 (statt 69)
Montage : 25 EUR (statt 100)

Insgesamt komme ich also auf 1609,40 (bzw. 1634,40) statt 1781 (bzw. 1881). Die Montage muss natürlich nicht sein, aber ich hab das noch nie gemacht und 25 EUR fand ich wirklich in Ordnung.

In Sachen RAM und Lüfter habe ich mal auf euch gehört. Das Netzteil wurde dann doch das Pure Power 9. Ich finde es im PL-Verhältnis gut und die Bewertungen auf Mindfactory und 6500 Verkäufe haben mich zu der Entscheidung bewegt. Ich habe mich gegen das ASRock Z270 Pro 4 entschieden, da es kein USB 3.1 hat und der preisliche Unterschied verkraftbar war.

Es ist letztendlich dann die 1080 geworden. Auch diese war deutlich reduziert. Die Palit GameRock Premium ist Testsieger bei Computerbase und liegt laut PCHG auf Platz 3 hinter der Phoenix GLH und der Zotac AMP! Extreme. Der Unterschied dürfte kaum spürbar sein.

Euch allen ein schöne Wochenende! Das war eine gute erste Erfahrung hier im Forum...
 
Hi, erstmal vielen vielen Dank für eure Antworten!!

50 EUR für die 2 TB HDD ist natürlich falsch. Da bin ich wohl in der Zeile verrutscht.

Zum EKL-Olymp: Ist der auch so "fummelig" einzubauen? Soll alles nicht zu kompliziert werden :D

Zur 1080: Da muss ich noch mal gut drüber nachdenken... Ich kann der Argumentation in Richtung 1070 folgen und es wäre wohl zumindest die "vernünftigere" Lösung. Andererseits hat es auch seinen Reiz, einmal richtig aufzubauen... Mal schauen.

Zum RAM: Hier habe ich wirklich wenig Ahnung. Ich dachte, der 7700K soll/kann nur mit 2400er RAM betrieben werden. Da scheine ich also völlig daneben zu liegen!? (Sry, da bin ich nicht so der Experte...)

Die Netzteile schaue ich mir mal an.

Ja der Kühler ist relativ fummelig einzubauen, aber dass sind ziemlich viele dauert halt ein paar Minuten länger als bei anderen. Aber so schwierig ist es nun auch wieder nicht wie du vielleicht glaubst :)

Ich würde mal behaupten dass der Netzteil Kauf ein großer Fehler war, Bewertungen und Verkaufszahlen sagen nichts über die Qualität eines Produktes aus.
 
Mögt ihr mir erklären, warum das Netzteil so schlecht ist?

Ich hatte auch nach Tests gesucht und da nichts negatives gefunden.

z.B. be quiet! Pure Power 9 CM 600W im Test - Hardwareluxx

Weil es gruppenreguliert ist.
Dazu mal ein kleiner Beitrag von Threshold:

Das liegt daran, dass das L8 Gruppenreguliert ist.

Gruppe bedeutet, dass die drei Spannungen im Netzteil, also 3,3 und 5 und 12 Volt gemeinsam erzeugt werden.
Das bedeutet aber auch, dass die drei Spannungen voneinander abhängig sind.
Belastest du nun eine Spannung sehr stark -- und heute wird praktisch nur noch die 12 Volt Leitung benötigt. 5 Volt brauchst du für USB und Festplatten, 3,3 Volt eigentlich gar nicht mehr -- sinkt diese ab, so dass du statt 12 Volt nur noch 11,6 Volt hast. Die 11,6 Volt sind noch innerhalb der ATX Spezifikation, aber bei 11,4 Volt wird es schon kritisch. Gleichzeitig steigen die anderen Spannungen an, sodass die 5 Volt Leitung schnell mal bei 5,5 oder gar 6 Volt landet.
Ausgleichen kannst du das nur, indem du die entsprechende Spannung belastest. Du müsstest also die 5 Volt Leitung stärker belasten, damit sie wieder sinkt. Was aber eben in der heutigen Zeit nicht einfach ist, weil ja nichts mehr da ist, was die 5 Volt braucht. Eine SSD oder eine HDD reichen da nicht.
Wenn du dann noch Netzteile hast, die eine billige Filterung und Glättung haben -- man kann das anhand der verbauten Caps erkennen -- ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass neben der steigenden Spannung auch die Restwelligkeit ansteigt. Die Restwelligkeit beschreibt die noch vorhandene Wechselspannung in der Gleichspannung. Du kannst die Wechselspannung nie komplett herausfiltern, das ist technisch nicht möglich. Man kann sie aber so weit reduzieren, dass sie keinen Einfluss mehr auf die Hardware hat.
Steigt sie aber an, hat sie ab einem gewissen Punkt durchaus wieder Einfluss auf die Hardware. die Steigende Restwelligkeit ist einer der Gründe, wieso Festplatten ausfallen.
Wenn du also jemanden kennst, der in letzter Zeit eine defekte Festplatte hatte, frag ihn mal, wie alt sein Netzteil ist, das er verwendet.

Hast du nun brauchbare Netzteile, die entsprechende Schutzschaltungen haben, schalten die ab, wenn die Spannung unterhalb eines Wertes sinkt.
Hier im forum gibt es einen User, dessen Netzteil -- ein S7 mit 450 Watt -- abschaltet, wenn er die Grafikkarte übertaktet.
Nominell sollte die Leistung des Netzteils reichen, aber weil die 5 Volt Leitung nicht mehr belastet wird, sinkt die 12 Volt Spannung unterhalb des Auslösewertes und das Netzteil schaltet ab.
Andere Netzteile schalten z.B. gar nicht ab, wie das Corsair RM. Das powert auch noch, wenn nur noch 10 Volt anliegen [was eben an der fehlenden Schutzschaltung liegt und deswegen wird es hier um Forum auch verrissen -- zu Recht]. Die thermaltake Germany Serie hatte ich ja schon erwähnt.
Schlimm wird es aber dann, wenn du hochgelabelte Gruppen Netzteile hast, wie das S7 mit 700 Watt oder das L8 mit der gleichen Leistung oder vergleichbar.
Bei denen ist die Spannungsstabilität extrem schlecht, sodass man sie nicht nutzen sollte. Schon gar nicht für Multi GPU, auch wenn die 700 Watt suggerieren, dass es eigentlich reichen müsste.


Bei Indy Netzteilen wird, wie der Name schon erahnen lässt, die Spannungen unabhängig voneinander erzeugt.
Das passiert mit DC-DC Converter. Daher nennt man diese Netzteile auch DC-DC Netzteile.
Der Vorteil ist die Spannungsstabilität. Auch wenn die 12 Volt Leitung bis zum Bersten belastet wird, hat das keine Auswirkungen auf die kleineren Spannungen.
Aber auch hier gibt es Grenzen. Wichtig sind Schutzschaltungen. Wenn die nicht vorhanden sind -- wie beim Corsair RM als Beispiel -- nützt die Spannungsstabilität nichts. Das Netzteil kann bei einem Fehler nicht abschalten und wird im Grenzfall die Hardware beschädigen.
Dann gibt es da noch Netzteile, wie die P10 Serie, die so stark gebaut ist -- was eben die Caps angeht -- dass sie auch problemlos deutlich mehr Leistung stemmen kann.
Ich hatte zwei P10 mit 550 Watt an der SunMoon getestet und beide waren in der Lage, über 700 Watt zu leisten, ohne dass sich die Spannungsstabilität geändert hatte, ohne dass die Restwelligkeit angestiegen ist. Die sind nicht mal lauter geworden.
Das ist schon sehr beeindruckend und einer der Gründe, wieso ich bei Multi GPU Systemen gerne das P10 empfehle. Ich weiß da aus erster Hand, dass es das leistet, was es verspricht.


Zusammengefasst:
Gruppe Netzteile haben bei einseitiger Belastung der Spannung -- was heute eben Fakt ist angesichts der dominierenden 12 Volt Leitung -- ein Problem mit der Spannungsstabilität, was im geringsten Fall zum Abschalten des Netzteils führt, wenn die Schutzschaltungen vorhanden sind, und im schlimmsten Fall zur Beschädigung der Hardware führt, wenn die Filterung und Gättung schlecht ist.
Indy Netzteile oder DC-DC Netzteile haben das Problem der Spannungsstabilität nicht. Nachteil hier ist einfach der, dass im Max Last Bereich die Restwelligkeit zum Teil stark ansteigt, was auf schlechte Komponenten im Form von minderwertigen Caps zurück zu führen ist.
Und natürlich sollten grundlegende Schurtschaltungen verbaut sein, die auch greifen.
Es nützt nichts, wenn der Hersteller OCP verbaut, das aber erst jenseits von 80 Ampere greift. Schon bei weiniger als 50 Ampere schmelzen Leitungen.


Und dann will ich das mit den Peak werten noch mal aufgreifen.
Aktuelle Grafikkarten wie die 900er Serie von Nvidia, haben zum Teil stark schwankende Peak werte. Das liegt daran, dass die Karten ständig zwischen Max Last und Idle hin und her schalten.
Das liegt wiederum am Boost Modus, den aktuelle Karten besitzen.
die Karte versucht immer den maximalen Boost Takt zu erreichen und taktet ständig darauf zu, wird aber gleichzeitig vom Power Limit und Temperatur Limit eingegrenzt.
So kann es passieren, dass eine Karte zwar eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von 180 Watt hat, aber einen Peak Wert von über 300 Watt.
Gerade bei übertakteten Karten wird der Unterschied größer -- Toms Hardware hatte da mal einen Test zu gemacht, als die 900er Karten auf den Markt kamen -- da liegt die durchschnittliche Leistungsaufnahme bei 190-200 Watt und der Peak Wert kratzt an der 400 Watt Marke oder ist darüber.
Moderne Netzteile, wie das E10 oder auch das Antec Edge -- gibt natürlich noch viele weitere Netzteile -- haben keine Probleme mit den Peak Werten. Die kann die Filterung problemlos abfangen.
Hast du aber ein älteres Netzteil drin oder eben ein Gruppe Netzteil, kann es passieren, dass das Netzteil abschaltet, weil der Peak Wert zu hoch war und die Schutzschaltung gegriffen hat, eben wegen der abfallenden 12 Volt Spannung.
Gerade ältere Netzteil, die schon belastete Caps haben, die auch schon einen Alterungsprozess unterliegen, können da einen Schaden kriegen, weil einer der Caps platzt.

Ich will damit nicht sagen, dass wir alle Netzteile, die älter als 4 Jahre sind, entsorgen sollen. Das ist Unsinn.
Solange du die Hardware nicht veränderst, wird das Netzteil keine Probleme haben und auch 10 Jahre laufen. Ich kenne da mehr als genug Beispiele, wo Rechner seit 10 oder 15 Jahren problemlos laufen, eben auch weil die Hardware nie verändert wurde.
Nur sind wir hier in einem Hardware Forum und da ändert man seine Konfiguration von Zeit zu Zeit und wer noch ein Sockel 775 System mit einer GTx 280 hat und nun auf ein aktuelles System mit GTX 980 wechsel will, sollte sich im Klaren sein, dass sein Straight Power E6, das er seit 8 Jahren nutzt, und das immer noch läuft, für die aktuelle Hardware einfach nicht geeignet ist. Hier ist dringend anzuraten, das Netzteil zu tauschen.
 
Mögt ihr mir erklären, warum das Netzteil so schlecht ist?

Ich hatte auch nach Tests gesucht und da nichts negatives gefunden.

z.B. be quiet! Pure Power 9 CM 600W im Test - Hardwareluxx

Oben wurde schon das Wichtigste genannt. Grundsätzlich sind die meisten Netztteiltests aber auch sehr gutmütig. Auch nicht ganz optimale Designs werden da mal gerne durchgewunken und offensichtliche Fehler ignoriert. Gerade Dinge wie Single-Rail-Designs über 500 bis 600 Watt Nennleistung werden beispielsweise fast nie angesprochen. Overclocker nutzen solche Designs, um stark übertaktete Grafikkarten oberhalb der PCI-e-Spezifikation betreiben zu können, ohne dass die Überstromsicherung eingreift - derartige 12V-Rails sind nämlich quasi ungesichert - allerdings steht bei OC-Events auch immer ein Feuerlöscher in Reichweite. Die Community hier ist generell ziemlich pingelig, was Netzteile angeht, was aber mitnichten schlecht ist. Wenn ein schlechtes Netzteil abraucht, reißt es über eine Stromspitze auch gerne mehr Hardware mit in den Tod - bei einem Freund schon passiert. Da waren dann mit dem Netzteildefekt auch CPU und Mainboard schrott, was in ca. 450 € Sachschaden mündete. Das wird dir mit einem BeQuiet wohl nicht passieren, dennoch ist das Pure Power einfach keine gute Wahl. Durch Gruppenregulierung laufen wie genannt die Spannungen aus dem Ruder, was die Spannungswandler stärker belastet und diese schneller altern lassen - und Spannungswandler sind halt einer der größten Ausfallursachen bei genutzter Hardware, besonders bei Mainboards. Das neue Pure Power 10 ist deutlich besser und besitzt die o.g. Schwäche nicht mehr, hat aber nur 3 Jahre Garantie, was in dieser Preisklasse mittlerweile stark unterdurchschnittlich ist.
Daher: spare lieber ein paar Euros bei der Hauptplatine (sehe nicht wirklich ein, für ein Mainboard im Mainstreamsegment so viel Geld zu zahlen) und investiere ein bisschen mehr in ein vernünftiges Netzteil, da hast du länger Freude dran. Ein Straight Power 10 CM oder ein Bitfenix Whisper im Bereich 450 bis 500 Watt sind für die Klasse Hardware absolut ausreichend, da hast du sogar noch ordentlich Reserven.
gRU?; cAPS
 
Das Pure Power 10 kann man inzwischen empfehlen, da es auch Indy reguliert ist, aber aktuell schlicht zu teuer. Da würde ich das Whisper vorziehen.
 
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