Games-Branche: Unternehmen bescheinigen Deutschland kaum Wettbewerbsfähigkeit

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Der Branchenverband Game hat unter seinen Mitgliederunternehmen eine Umfrage über die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Spielebranche durchgeführt. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass die Firmen dem Standort Deutschland kaum Wettbewerbsfähigkeit attestieren.

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In den 80 ´ern und 90´ern gab es einige gute deutsche Spielefirmen.
Jetzt fällt mir eigentlich nur noch Crytek ein. Aber viel machen die auch nicht.
 
Das ist ja wirklich merkwürdig. Nach jahrzehntelangen Killerspiel-Debatten und gesellschaftlichen Vorurteilen gegen Menschen, die sich halt lieber mit Rechnern als mit Fussball beschäftigen... Das da keine schlagkräftige Spieleindustrie, trotz jahrelang nicht vorhandener Förderung, entstanden ist, versetzt mich wirklich ins staunen. Und das in einem Land, in dem man e-Sport Vereine nicht unter Sport oder Gemeinnützigkeit zulässt.

Sachlich betrachtet gibts seit einigen Jahren ja Ausbildungen bzw. Studiengänge, Förderung und ich hoffe dass wir da in Zukunft mehr auf die Reihe kriegen.
Mir persönlich fehlt es in deutschen Games oft am Spielspaß oder das Gamedesign ist irgendwo in den 80ern stehen geblieben. Aber es gibt natürlich auch rühmliche Ausnahmen wie die originalen Siedler, FarCry, Gothic... Wenngleich die sich international kommerziell oft auch schwer tun.
 
Wußte garnicht, das es jetzt auch schon bei den Künstlern einen Wettbewerb gibt. :haha:
 
Wie viel Geld braucht denn die deutsche Spieleindustrie um Wettbewerbsfähig zu sein? Es gibt Entwickler weltweit, die im Alleingang erfolgreiche Spiele herausbringen, ohne jegliche finanzielle Unterstützung. Oftmals braucht man eher eine gute Idee und Talent, und nicht Geld.
Wieso bringt man nicht ein Strategiespiel heraus wie C&C Generals oder so. Dafür braucht keine großartige Geschichte zu schreiben, sondern muss nur gute Modelle erstellen.
 
Wie viel Geld braucht denn die deutsche Spieleindustrie um Wettbewerbsfähig zu sein? Es gibt Entwickler weltweit, die im Alleingang erfolgreiche Spiele herausbringen, ohne jegliche finanzielle Unterstützung. Oftmals braucht man eher eine gute Idee und Talent, und nicht Geld.
Wieso bringt man nicht ein Strategiespiel heraus wie C&C Generals oder so. Dafür braucht keine großartige Geschichte zu schreiben, sondern muss nur gute Modelle erstellen.
Da fehlt es leider an mehr als nir an Förderungen. Mut und Risikofreudigkeit sind keine deutschen Tugenden. Es muss immer zu 100% perfekt zugehen.
 
Da fehlt es leider an mehr als nir an Förderungen. Mut und Risikofreudigkeit sind keine deutschen Tugenden. Es muss immer zu 100% perfekt zugehen.
Sehe ich ähnlich.
In meinen Augen hat der Durchschnittsdeutsche Angst und strebt ein Leben in (vermeintlicher) Sicherheit unter der schützenden Hand eines Arbeitgebers / des Staates an.
Er suhlt sich gerne selbst in scheinbarer moralischer Überlegenheit, während er für risikobereite Menschen, die mehr erreichen als er selbst, nur Verachtung übrig hat und Ihnen Eigenschaften wie Egoismus, Materialismus, Rücksichtslosigkeit, Gier und Überheblichkeit unterstellt.
Klar, dass bei dieser Einstellung erfolgreiche Unternehmen nicht gerade wie Pilze aus dem Boden sprießen.
 
Sehe ich ähnlich.
In meinen Augen hat der Durchschnittsdeutsche Angst und strebt ein Leben in (vermeintlicher) Sicherheit unter der schützenden Hand eines Arbeitgebers / des Staates an.
Er suhlt sich gerne selbst in scheinbarer moralischer Überlegenheit, während er für risikobereite Menschen, die mehr erreichen als er selbst, nur Verachtung übrig hat und Ihnen Eigenschaften wie Egoismus, Materialismus, Rücksichtslosigkeit, Gier und Überheblichkeit unterstellt.
Klar, dass bei dieser Einstellung erfolgreiche Unternehmen nicht gerade wie Pilze aus dem Boden sprießen.
Du hast aber ein merkwürdiges Bild von Arbeitnehmern. Schade das es hier keinen Daumen runter gibt. Dann würde ich dir dafür direkt einen geben.
Klar, ohne Risikobereitschaft wird sich wohl kaum jemand selbstständig machen.
Aber das all diejenigen, welche diesen Schritt nicht gehen (wollen), Feiglinge sind, finde ich arg daneben.
Zum selbstständig machen gehört nämlich noch einiges mehr zu als nur Risikobereitschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum selbstständig machen gehört nämlich noch einiges mehr zu als nur Risikobereitschaft.
Da gebe ich dir recht. Aber ich finde nicht, dass es dem Durchschnittsdeutschen an Fleiß mangelt. Es mangelt ihm an Mut. Nicht umsonst sind wir bekannt als Aktienmuffel, Bausparer- und Lebensversicherungsfans, Bargeldhorter etc. und ebenfalls nicht umsonst gibt es den Begriff "German Angst".
Was ebenfalls eine Rolle spielt, das vergaß ich zuvor zu erwähnen, ist, dass Scheitern in Deutschland mit Scham behaftet ist. In den USA beispielsweise gibt es einen gewissen Stolz auf gescheiterte Versuche, in Deutschland gilt ein Scheitern als Versagen. Daher auch der Drang, wie schon Case39 erwähnte, alles 100% richtig machen zu wollen.
 
Naja, allgemein gesehen gibt es ja viele Selbstständige in Deutschland und erfolgreiche Firmen.
Speziell in der Gamingbranche hat das auch noch andere Ursachen.
 
Da gebe ich dir recht. Aber ich finde nicht, dass es dem Durchschnittsdeutschen an Fleiß mangelt. Es mangelt ihm an Mut. Nicht umsonst sind wir bekannt als Aktienmuffel, Bausparer- und Lebensversicherungsfans, Bargeldhorter etc. und ebenfalls nicht umsonst gibt es den Begriff "German Angst".
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Es gibt durchaus deutsche Entwickler die ordentliche Titel auf den Markt gebracht haben. Yager hat damals Spec Ops: The Line gebracht. Und der Titel war wirklich gut in meinen Augen. Erzählerisch einfach nur großartig, und ein extrem unterschätzter Titel. :daumen:

Dann fällt mir noch Egosoft ein. Die X-Reihe ist von der Sandbox her das Beste, was es im Space-Game Sektor im Moment gibt. Star Citizen zählt nicht, da Multiplayer. :P

Dann wäre da noch Kalypso, Deadealic, Piranha Bytes und natürlich Blue Byte.
Wem ich sehr nachtrauere, ist Massive Development. Schleichfahrt & Aqanox mochte ich einfach viel zu gern. Die KRASS-Engine von Massive war damals ein feines Stück Software. :love:
 
Sehe ich ähnlich.
In meinen Augen hat der Durchschnittsdeutsche Angst und strebt ein Leben in (vermeintlicher) Sicherheit unter der schützenden Hand eines Arbeitgebers / des Staates an.
Er suhlt sich gerne selbst in scheinbarer moralischer Überlegenheit, während er für risikobereite Menschen, die mehr erreichen als er selbst, nur Verachtung übrig hat und Ihnen Eigenschaften wie Egoismus, Materialismus, Rücksichtslosigkeit, Gier und Überheblichkeit unterstellt.
Klar, dass bei dieser Einstellung erfolgreiche Unternehmen nicht gerade wie Pilze aus dem Boden sprießen.
Man muss schon zu sich selber ehrlich sein. Wenn man das so anstrebt, darf man sich nicht beschweren, wenn man nicht mehr Geld verdient. Ich selber will eben nicht, Risiken eingehen und meine Zeit für anderes einsetzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sehe ich ähnlich.
In meinen Augen hat der Durchschnittsdeutsche Angst und strebt ein Leben in (vermeintlicher) Sicherheit unter der schützenden Hand eines Arbeitgebers / des Staates an.
Er suhlt sich gerne selbst in scheinbarer moralischer Überlegenheit, während er für risikobereite Menschen, die mehr erreichen als er selbst, nur Verachtung übrig hat und Ihnen Eigenschaften wie Egoismus, Materialismus, Rücksichtslosigkeit, Gier und Überheblichkeit unterstellt.
Klar, dass bei dieser Einstellung erfolgreiche Unternehmen nicht gerade wie Pilze aus dem Boden sprießen.
Da gebe ich dir recht. Aber ich finde nicht, dass es dem Durchschnittsdeutschen an Fleiß mangelt. Es mangelt ihm an Mut. Nicht umsonst sind wir bekannt als Aktienmuffel, Bausparer- und Lebensversicherungsfans, Bargeldhorter etc. und ebenfalls nicht umsonst gibt es den Begriff "German Angst".
Was ebenfalls eine Rolle spielt, das vergaß ich zuvor zu erwähnen, ist, dass Scheitern in Deutschland mit Scham behaftet ist. In den USA beispielsweise gibt es einen gewissen Stolz auf gescheiterte Versuche, in Deutschland gilt ein Scheitern als Versagen. Daher auch der Drang, wie schon Case39 erwähnte, alles 100% richtig machen zu wollen.
Mein Freund ... zum Teil etwas überspitzt formuliert, aber du sprichst mir aus der Seele!
Der dumme Deutsche (ich formuliere jetzt auch etwas überspitzt, bevor sich jemand beschwert) sitzt auf seinem Sparbuch weil er das Risiko am Aktienmarkt scheut und finanziert dadurch die Entschuldung des Staates der sich - wenn man mal ehrlich ist - über seine Bürger totlachen muss.
Zum Thema Lebensvericherung: Die gibt es auch fondsgebunden, von daher kann muss man die streng genommen teilweise aus der Liste rausnehmen, aber ansonsten echt treffend aufgeführt.
Mich wundert es ehrlich gesagt, dass wir noch Nachwuchs in Deutschland haben. Denn die Frau könnte ja auch nein sagen, also frag ich lieber erst gar nicht. Ok, das war jetzt vielleicht zu übertrieben, aber ich denke ihr wisst worauf ich hinaus will ;)

Um zum Thema zurück zu kommen: Ist alles richtig was geschrieben wurde, nur muss man traurigerweise auch festhalten, dass es nicht nur auf die Spieleindustrie zutrifft. Auch bei anderen Branchen hinken wir total hinterher. Neben dem bereits genannten Sachen fehlt noch ein entscheidender Teil: Der deutsche Staat und die EU mit ihren Reguliereungen. Das führt dazu, dass die wenigen erfolgreichen Eigengewächse ins Ausland abwandern wo Investoren unterstützt werden statt nur Vorschriften zu machen. N26 müsste vielen ein Begriff sein, jetzt amerikanisch statt deutsch - traurig! Es kommt auch in Mode sein Unternehmen im Dow Jones oder S&P 500 listen zu lassen statt im eigenen Land. Das sollte der Politik eigentlich zu denken geben.
 
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