Xel’Naga;1968590 schrieb:
Ich frage mich schon seit einigen Jahren wann wir endlich auf Elektroautos umsteigen, die Technologie wäre ja vorhanden nur der Wille nicht - und natürlich will das die ÖL Lobby nicht
Ich denke mal, dass werden wir machen, sobald aus einem umweltzerstörenden, energie- und geldverschwendenden Spielzeug der AKW-Lobby ein alltagstaugliche Fortbewegungsmittel geworden ist.
Ggf. also nie, denn die Chemie lässt sich nicht überlisten und Fortschritte sind langsam, der Ausbau der eneuerbaren mit Regierungen wie der unseren auch nicht viel schneller.
Wenn aber konsequent immer nur ausschließlich an den günstigeren freien Tankstellen getankt würde so würde ein Preiskrieg (andre nennen es freie Marktwirtschaft) ausbrechen der die Preise stark drücken würde - so etwas gibt es aber wegen einer quasi Monopolstellung von notwenigen Verbrauchsgütern wie Energie in Form von Treibstoff schon lange nicht mehr.
Die "freien" müssen auch irgendwo einkaufen, der einzige Preisvorteil, den die haben, sind ggf. 1-2 Zwischenhändler weniger. Aber an einem Preiskampf können sie sich nicht beteiligen, da haben die Ölriesen dank eigener Raffination die Nase vorn.
(Erneuerbare Energien sind quasi noch ein Rundungsfehler)
Ein bißchen mehr ist es schon, in einigen Ländern, die etwas früher an die Zukunft gedacht haben, auch deutlich mehr. Aber 100% Abdeckung des stationären Energiebedarfs schafft so schnell wirklich niemand. Nichtmal annährend.
Achja, um einen solchen 800Kg Akku per Hausstrom aufzuladen (ich gehe von 230V und 16A maximal aus - so einen Ladestrom zu realisieren dürfte schwierig werden aber nur als Beispiel)
Geh mal mindestens von 3*16A aus, für sowas würde man alle Phasen anzapfen

Aber am Grundproblem ändern ein paar Stunden Unterschied auch nichts. Die Konkurrenz braucht wenige Minuten, da wäre bei nem Elektroauto schon der Steckkontakt eine Herausforderung.
Da fände ich die Wasserstoffautos schon wesentlich interessanter. BMW hatte doch da mal einen Prototypen der Diesel und Wasserstoff tanken konnte. Fände das genial. Den Wasserstoff müsste man hald mit Strom aus Fotovoltaik erzeugen und das muss natürlich da geschehen wo viel Sonne ist, also irgendeinen Wüste mit dem Zeug vollstopfen.
Mit dem Geld, dass man dafür investieren müsste, könnte man vermutlich ÖPNV zu deinen Baustellen einrichten
So oder so waren die BMW-Projekte nichts anderes, als eine Alternative zu Erdgas.
Propan wird aber immer noch in großen Mengen abgefackelt und entsprechende Technik könnte man später sehr leicht für Biogas adaptieren, sollte man in die Verlegenheit kommen, keine Biomasse mehr für die stationäre Versorgung zu benötigen.
Das liegt an vielen Gründen:
1.) Das Effizienzmaximum moderner PKW-Motoren liegt etwa um 1200-1500 UPM, manche noch niedriger. Ein Polo fährt da im 5. Gang 60, ein 170PS gerät schon wesentlich schneller, vielleicht hat der auch ein 6. Gang --> Stärkere Motoren werden dort gefahren wo sie effizienter arbeiten, bei kleinen ist das wegen leistungsmangel in der Region unmöglich.
"Leistungsmangel" und "Leistungsmangel" sind auch zwei paar Schuhe.
Mein Passat ist mit 1,6l garantiert nicht übermotorisiert, aber im höchsten Gang bin ich bei 130 schon bei 3500 Touren und bestenfalls 20-30% Gas. Da könnte man auch 2000 Touren und die Drosselklappe aufmachen, wenn man ein passendes Getriebe hätte.
Der Energiebedarf zum gerade-aus-rollen ist einfach winzig im Vergleich zum Beschleunigen.
3.) Motoren haben die beste Effizienz, wenn sie im Teillastbereich gefahren werden, unter Vollgas wird gesoffen (besonders bei Direkteinspritzern ist dieser Effekt sehr groß da hier in der Teillast nur grade der raum direkt unter der Zündkerze bestäubt werden kann)). Einen 65PS Wagen musst du viel öfter mit Vollgas fahren als einen 170PS Wagen
Das ist eine Frage der Motorkonezption. Eigentlich kann man die beste Effizienz bei Volllast erreichen - aber da die Leute immer 80% Reserve haben wollen...
Elos (können) eine Effizienz von >90% haben, Verbrenner liegen so bei 35-45. Rechnet man die Stromerzeugung + Leitung mit ein, kommt man auf sehr ähnliche Werte, aber nicht schlechtere. (Werden die Kraftwerke also effizienter, überholt der Elektromotor den Verbrenner.)
Äh: Wenn die Kraftwerke wesentlich effizienter werden, könnte man die Technik vermutlich auch für die Verbrennungsmotoren einsetzen. Ein Kohle- oder Gas- (oder gar Öl-) Kraftwerk hat einen Effizienzvorsprung von 15-20, (gegenüber schlechten Autos vielleicht auch mal 25-30% - aber um die gehts nicht). Dem gegenüber stehen dann aber die Verluste
- in der Stromleitung
- zwei-drei Wandlungen von Fernleitungsspannung bis zum eigentlich Gebrauch
- Laden der Akkus
- Entladen der Akkus
- Antrieb des Elektromotors
- Bewegung des zusätzlichen Gewichts
(- Produktion der Akkus)
Das wird sich nie rechnen. Entweder hat man mehr elektrische Energie aus eneuerbaren Quellen, als man stationär nutzen kann, oder Elektroautos machen ökologisch keinen Sinn. (die Entwicklung mit Blick auf die Zukunft schon - aber mit Kleinserien für Endverbraucher kann man dann anfangen, wenn 100% Ökostrom innerhalb der nächsten 10-15 Jahre zu erwarten sind...)
Dann bring' den Wasserstoff mal über eine längere Strecke durch eine Pipeline o.ä., da wird nicht viel von übrig bleiben aufgrund der Diffundierung
Äh: Durch Stahl diffudiert H2 eher schlecht.
Wäre auch unpraktisch, wenn man die Lagerung in Druckggasflaschen bedenkt...
danke für die Info ... jetzt wäre das geklärt ... aber dann verstehe ich wiederum nicht warum mann sich dann einen kleinwagen kaufen soll um Energie zu sparen. Wenn ich also efficient fahren will muss ich min. ne sportversion einen kleinwagens kaufen da es sie sonst nicht mit den nötigen PS und Hubraum gibt.
Eher eine Frage des Getriebes. Mehr PS brauchst du erst, wenn du die langen Gänge auch für hohe Geschwindigkeiten nutzen willst.
Leider gibt es weiterhin nur sehr wenige Modelle am Markt, die kleine Motoren und lange Übersetzung kombinieren.
Der trend zum kleinwagen ist also fürn arsch
Nö, gerigeres Gewicht macht sehr viel Sinn. Weniger Luftreibung würde es auch machen.
Leider geht der Trend (zumindest in der deutschen Produktion) nicht zu kleinen, leichten, sparsamen Wagen. Sondern zu kurzen, hohen PKW, von denen dann weiterhin sportliche Fahrleistungen verlangt werden. Dass das nichts werden kann, sollte klar sein...
Statt die Motoren großer Limousinen in kleine Vans einzubauen, müsste man eigentlich die Motoren kleiner Kompakter in leichte Sportwagen transplantieren (unter Beibehaltung der Getriebe. Und Entfernung der Abtriebsmaßnahmen)