News EU kippt Zollfreigrenze: Ab Juli wird der China-Kleinkauf teurer

So viel Wut und so wenig Ahnung. Die EU ist das einzige, was uns aktuell gegenüber China und den USA noch halbwegs gut dastehen lässt. Falls wirklich die ganzen populistischen Strömungen die Oberhand gewinnen sollten und somit die EU zu Grabe getragen wird. Dann können wir nur noch zusehen wie die Wirtschaft der einzelnen europäischen Länder zwischen den USA und China zerrieben wird.
So nämlich. Das große Problem ist, das so Leute das auch noch komplett hirnentkernt abfeiern würden.
 
Der Verantwortliche kann es doch gar nicht zahlen. Sprich man zerstört ein komplettes Leben und für dieses Leben wird abschließend sogar der Steuerzahler in Form von Sozialhilfe aufkommen.
Bei Stuttgart 21 sollen doch jetzt falsche Leitungen gelegt worden sein. Immenser Schaden.
Dabei ist es egal ob nun ein Mitarbeiter aus der Wirtschaft oder ein Politiker verantwortlich ist. Der Schaden wird nicht beglichen werden.
Künftig wird es auch kaum Mitarbeiter geben welche noch eine Entscheidung treffen werden. Ist in einigen Bereichen ja schon so bzw wo der Oberbau die Verantwortlichkeiten versucht nach unten zu delegieren.
Da stehen oft große Firmen dahinter, die entsprechend dafür auch zur Kasse gebeten werden sollen.
Also das Problem auf ihre Kosten beheben - wenn die das nicht selbst hinkriegen, dann eben andere Firma holen und die bezahlen das.
Und die Verantwortlichen in der Leitung sollen halt für solche Sachen aus der Führung fliegen - dauerhaft. Die können dann meinetwegen als freiberufliche Berater oder normale Mitarbeiter irgendwo rumgammeln, aber nicht in der Führung an einer anderen Stelle, nach dem die das Projekt verkackt haben.
Wie kann das eine Stärke sein? Das ist hehres Wunschdenken.
"Ich möchte ein Pony haben". Niemand rennt für ein Pony oder den Sozialstaat in den Kugelhagel. Deine Werte sind empirisch indirekt proportional zu Patriotismus und Opferbereitschaft!
Wir sollen uns nicht opfern, wir sollen eine starke Wirtschaft haben, gute Infrastruktur, resiliente Politik die nicht wie ein Waschlappen im Wind weht. Und natürlich einen starken Sozialstaat, damit sich keiner da benachteiligt sieht - egal welche Hautfarbe, Herkunft, Sprache, Haarfarbe oder sonstige Merkmale. Genau DAS ist Stärke. In einer Welt, die zunehmend in Chaos, Krieg und Populismus versinkt.
Da haben wir sie, die einstudierte Propaganda. Der Knackpunkt ist, dass wir trotzdem beherrscht werden. Du kannst dich nicht mit hohlen Phrasen aus Politik/Krieg/Wirtschaft, also der echten Welt ausklinken, bestenfalls lässt du es zu, dass deine Elite inkognito bleibt während du dir auf die Schulter klopfst und meinst, die funktionelle Anarchie erfunden zu haben.
Damit man eben nicht beherrscht wird, muss die Wirtschaft gut sein (da ist die schwere Industrie und Militärindustrie inbegriffen, da wir eben diese haben). Dort gibt es langsam Fortschritte, zumindest bei der Waffenindustrie und dem Militär. Sozial sein heißt nicht wehrlos sein. Den Rest muss man sich mit starken Partnern aufbauen, weil das Land im Gegensatz zu den USA nicht über die Ressourcen und Technologien verfügt um praktisch alles selbst zu besorgen (bis auf wenige Sachen wie seltene Erden, haben die alles - nur nicht alles ist wirtschaftlich vor Ort machbar).
Du verstehst Politik fundamental nicht und warum kleinere Länder eher kläffen dürfen. Österreich ist komplett irrelevant für Krieg, Frieden und grosse Deals.
Länder wie Österreich oder die Schweiz sind alles andere als klein und irrelevant. Wir haben in der EU wesentlich kleinere Länder (egal ob es um Größe, Wirtschaft oder stumpf Einwohnerzahl geht) die wesentlich mehr Probleme machen. Wenn wir schon in der EU keinen gemeinsamen Kurs finden, wie soll die Außenpolitik dann funktionieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, subventioniert heißt für mich, dass man da Geld für drauflegt. Das würde aber kaum eine Firma tun, sondern dann den Markt einfach nicht bedienen. Bei vielen, insbesondere digitalen Produkten sind die Entwicklungskosten halt viel höher als die Herstellungskosten und dann lohnt es sich natürlich, größere Märkte zu bedienen, solange die Herstellungskosten sich decken lassen, die ja bei digitalen Produkten verschwindend gering sind.

Dass Firmen pleite gehen, wenn alle die gleichen, niedrigen Preise zahlen würden, würde ich auch pauschal nicht sagen, da die Preisgestaltung sich ja in den meisten Fällen nicht daran orientiert, was das Produkt in der Herstellung kostet, sondern bei welchem Preis das Produkt aus Verkäufen und Preis maximal ist, was in kaufkräftigeren Ländern einfach bei einem höheren Preis ist. Einzige Voraussetzung ist, dass die Einnahmen die Ausgaben decken, sonst verschwindet das Produkt halt. Es könnte aber natürlich passieren, dass das auf einem globalen Markt bei einem Preis passiert, der viele ausschließt. So ganz schlüssig bin ich mir nicht, was ich von der Praxis halten soll.

Wenn das Produkt an weniger Leute insgesamt verkauft wird oder im Schnitt billiger, dann lohnt sich das ganze Konzept nicht mehr – so einfach ist die Sache. Das trifft auf alle Güter zu, bei denen die Fix- weit über den Stückkosten liegen: Filme, Software, Hardware, ... . Die Produktion eines Netflix-Films oder die Entwicklung eines AMD-Prozessors muss einmal in ihrer Gesamtheit bezahlt werden und bislang gelingt das, in dem man mitteleuropäischen Enthusiasten deutlich mehr Geld für das gleiche Abo respektive die gleiche Architektur abknöpft, als einem philippinischen Tagelöhner. Aber auch letzterer zahlt immer noch mehr, als die Server für die Auslieferung an ihn respektive als die Fertigung seiner Einsteiger-APU kosten. Nicht an ihn zu verkaufen, weil man überall den gleichen hohen Preis verlangt, bedeutet also in der Summe weniger Einnahmen, welche die Produktion/Entwicklung finanzieren könnten. Umgekehrt überall billig zu verkaufen, verringert den Anteil, den der reichere Mitteleuropäer beisteuert. In beiden Fällen würde am Ende Geld in der Kasse fehlen, welches für das heute übliche Vorgehen unverzichtbar ist.

Und wie werden die Kategorien bestimmt?

Da gibt es beim Zoll sehr lange und detaillierte (und nicht immer intuitive) Listen, welche Waren in welcher Gruppe zu deklarieren sind. Die zu kennen, kann ein Job für sich sein. Als Normalbürger erhält man teilweise bei Zollverhandlungen mit UK oder wenn gegen/von Trump mal wieder irgendwelche besonderen Waren Strafaufschläge erhalten sollen. Da geht es dann real immer um irgendeine bereits definierte Untergruppe, für die eine Sonderregelung geschaffen werden soll, und "zufällig" wäre davon praktisch nur ein Hersteller betroffen.
 
Da gibt es beim Zoll sehr lange und detaillierte (und nicht immer intuitive) Listen, welche Waren in welcher Gruppe zu deklarieren sind. Die zu kennen, kann ein Job für sich sein. Als Normalbürger erhält man teilweise bei Zollverhandlungen mit UK oder wenn gegen/von Trump mal wieder irgendwelche besonderen Waren Strafaufschläge erhalten sollen. Da geht es dann real immer um irgendeine bereits definierte Untergruppe, für die eine Sonderregelung geschaffen werden soll, und "zufällig" wäre davon praktisch nur ein Hersteller betroffen.
Ja, die Frage ist halt: wie will man das prüfen? Händisch alles aufmachen?
Das braucht 'ne Armee an Zollbeamten, die haben wir nicht.
Da werden dann halt krumme Kategorien draufgepinselt und bei wenigen % der Sendungen werden die Unkosten in Kauf genommen.
 
Wenn das Produkt an weniger Leute insgesamt verkauft wird oder im Schnitt billiger, dann lohnt sich das ganze Konzept nicht mehr – so einfach ist die Sache. Das trifft auf alle Güter zu, bei denen die Fix- weit über den Stückkosten liegen: Filme, Software, Hardware, ... . Die Produktion eines Netflix-Films oder die Entwicklung eines AMD-Prozessors muss einmal in ihrer Gesamtheit bezahlt werden und bislang gelingt das, in dem man mitteleuropäischen Enthusiasten deutlich mehr Geld für das gleiche Abo respektive die gleiche Architektur abknöpft, als einem philippinischen Tagelöhner. Aber auch letzterer zahlt immer noch mehr, als die Server für die Auslieferung an ihn respektive als die Fertigung seiner Einsteiger-APU kosten. Nicht an ihn zu verkaufen, weil man überall den gleichen hohen Preis verlangt, bedeutet also in der Summe weniger Einnahmen, welche die Produktion/Entwicklung finanzieren könnten. Umgekehrt überall billig zu verkaufen, verringert den Anteil, den der reichere Mitteleuropäer beisteuert. In beiden Fällen würde am Ende Geld in der Kasse fehlen, welches für das heute übliche Vorgehen unverzichtbar ist.
Aber ist es wirklich so, dass man AMD-CPUs auf den Philippinen so viel günstiger bekommt? Und es ist ja auch nicht so, als ob das Netflix-Angebot überall gleich wäre und ich vermute auch, dass Netflix deutlich weniger für Eigenproduktionen ausgibt als für die Lizenzgebühren. Eine weitere Frage wäre auch, was das "heute übliche Vorgehen" alles so beinhaltet und ob das alles wirklich nötig ist, damit die Produkte weiterhin lohnenswert sind.
Ja, die Frage ist halt: wie will man das prüfen? Händisch alles aufmachen?
Das braucht 'ne Armee an Zollbeamten, die haben wir nicht.
Da werden dann halt krumme Kategorien draufgepinselt und bei wenigen % der Sendungen werden die Unkosten in Kauf genommen.
Natürlich nicht alles. Aber wenn man die Einnahmen nutzt, um genug aufzumachen, dann kann das reichen, dass die Kunden das nicht mehr riskieren wollen. Ist ja nicht so, als ob das Paket einfach nur zurückgeht, wenn man erwischt wird.
 
Ja, die Frage ist halt: wie will man das prüfen? Händisch alles aufmachen?
Das braucht 'ne Armee an Zollbeamten, die haben wir nicht.
Da werden dann halt krumme Kategorien draufgepinselt und bei wenigen % der Sendungen werden die Unkosten in Kauf genommen.
Das muss man garnicht. Selbst wenn am Ende nur die 3€ entrichtet werden wird es unattraktiverr bspw. einen Einkauf auf mehrere Pakete aufzuteilen, bzw. es wird unrentabel Bestellungen unkonsolidiert zu verschicken. Bei meiner letzten Bestellung waren es 5 Pakete für 8 Artikel. Gesamtpreis <150€. Man senkt damit auch die Zahl der Sendungen.
 
AMD-Prozessors muss einmal in ihrer Gesamtheit bezahlt werden und bislang gelingt das, in dem man mitteleuropäischen Enthusiasten deutlich mehr Geld für das gleiche Abo respektive die gleiche Architektur abknöpft, als einem philippinischen Tagelöhner.
Nur das dem philipinischen Tagelöhner derzeit mehr Geld aus der Rippe für eine AMD CPU gepresst wird als dem wohlgenährten mitteleuropäischen Enthusiasten.

Hier am Beispiel des AMD Ryzen 7 98503D
34250 Peso entsprechen 486€
Bei Mindfaktory für 430€ zu haben.


Intel Ultra 9 285k
40600 Peso was ~577€ entspricht.
Bei Mindfactory für 542€



Gerade PC und deren Hardware ist dort eigentlich ähnlich teuer wie auch hier zu Lande.
Ja, die Frage ist halt: wie will man das prüfen? Händisch alles aufmachen?
Genau so, wenn die bildgebenden Verfahren keinen Aufschluss geben.
Aber ist es wirklich so, dass man AMD-CPUs auf den Philippinen so viel günstiger bekommt?
Nö ist es nicht.
 
Das muss man garnicht. Selbst wenn am Ende nur die 3€ entrichtet werden wird es unattraktiverr bspw. einen Einkauf auf mehrere Pakete aufzuteilen, bzw. es wird unrentabel Bestellungen unkonsolidiert zu verschicken. Bei meiner letzten Bestellung waren es 5 Pakete für 8 Artikel. Gesamtpreis <150€. Man senkt damit auch die Zahl der Sendungen.
Abwarten und schauen was die Shops im Ausland sich ausdenken.
Je mehr Unfug beim Zoll existiert, desto schlimmer wird es mit guten, seltenen Produkten aus verschiedenen Ländern. Viele wollen sich damit nicht rumärgern und senden gar nix mehr. Und die China-Shops juckt das nicht, die werden mit niedrigen Preisen immer gewinnen.
Genau so, wenn die bildgebenden Verfahren keinen Aufschluss geben.
Und das Personal dafür kommt woher? Das lässt sich nicht automatisieren.
Niemand hat Bock auf eine Armee an Zollbeamten. Und niemand hat Bock auf noch mehr Aufwand bei Sendungen und längere Zustellzeiten + geöffnete Sendungen die dann beim weiteren Transport noch leiden.
 
Und das Personal dafür kommt woher? Das lässt sich nicht automatisieren.
Niemand hat Bock auf eine Armee an Zollbeamten. Und niemand hat Bock auf noch mehr Aufwand bei Sendungen und längere Zustellzeiten + geöffnete Sendungen die dann beim weiteren Transport noch leiden.
Was meinst Du wie das derzeit abläuft?
Zwei einsame Zollbeamte am Frankfurter Flughafen welche für die Postsendungen verantwortlich sind?
Ob Du jetzt Bock auf die Beamten der Finanzbehörde hast ist völlig unnerheblich. Das es zu längeren Zustellzeiten kommt ist halt so.
Bestell halt in der EU und Du hast diese sorgen nicht.
 
Was meinst Du wie das derzeit abläuft?
Zwei einsame Zollbeamte am Frankfurter Flughafen welche für die Postsendungen verantwortlich sind?
Ob Du jetzt Bock auf die Beamten der Finanzbehörde hast ist völlig unnerheblich. Das es zu längeren Zustellzeiten kommt ist halt so.
Bestell halt in der EU und Du hast diese sorgen nicht.
Aktuell rutscht 99% vom Paketverkehr durch den Zoll ohne das da reingeschaut wird.
Würden die da alles aufmachen wollen, bräuchten die hunderte von Beamten an jedem größeren Standort mit internationalem Güterverkehr. Das ist weder wirtschaftlich noch technisch machbar bei der Masse an Sendungen.

In anderen EU Ländern ist dies übrigens nicht besser. Ich bin nicht in DE, sondern in Portugal. Die breite Masse an Bestellungen aus dem Non-EU Ausland kommt einfach an ohne Zoll. Einige Pakete werden verzollt, das sieht aber nach Zufall aus - weder Herkunftsland noch Shop, Größe oder Warenwert haben einen Einfluss drauf, ob das bearbeitet oder einfach durchgewunken wird.

Geht auch nicht anders, sonst würden die Flughäfen und Ports in Warensendungen ertrinken. Innerhalb von Tagen wären alle Lagerflächen belegt und Chaos würde ausbrechen, der internationale Warenverkehr würde da zusammenklappen. Also wird das meiste einfach durchgewunken, schlicht und einfach weil die Masse sonst das gesamte System zusammenfaltet innerhalb von paar Tagen.
 
Würden die da alles aufmachen wollen
Wollen die doch auch gar nicht. Ich habe keine Ahnung wie man auf so eine Vorstellung kommt. Wird bisher ja auch nicht gemacht obwohl es ja auch Regel gibt.
Soll ja so etwas wie eine Deklaration des Paketes der Postsendung geben.
Das der Zoll das kann sehr ich bei meinen Sendungen aus dem Nicht EU Ausland. Hat der Absender den Einfuhrzoll nicht entrichten so muss ich das machen. Da ist noch nie ein Packet Mal durchgerutscht.

Btw wenn es in Portugal nicht klappt sind Deine Furcht, dass jedes Paket geöffnet und das es zu längeren Laufzeiten kommt völlig unbegründet.
 
Wollen die doch auch gar nicht. Ich habe keine Ahnung wie man auf so eine Vorstellung kommt. Wird bisher ja auch nicht gemacht obwohl es ja auch Regel gibt.
Soll ja so etwas wie eine Deklaration des Paketes der Postsendung geben.
Das der Zoll das kann sehr ich bei meinen Sendungen aus dem Nicht EU Ausland. Hat der Absender den Einfuhrzoll nicht entrichten so muss ich das machen. Da ist noch nie ein Packet Mal durchgerutscht.

Btw wenn es in Portugal nicht klappt sind Deine Furcht, dass jedes Paket geöffnet und das es zu längeren Laufzeiten kommt völlig unbegründet.
Naja, wie willste dann sonst die Warensendungen rausfiltern?
Das Zeug, das falsch deklariert ist? Automatisiert geht das nicht. Selbst wenn da Xray Scanner stehen würden mit ner KI drangeschraubt - der Output ist viel zu ungenau um Warenkategorien zu erkennen. Geht nicht.

Wer hindert also die Shops in China, irgendwelche Grütze draufzupinseln und nur 1-2 Warenkategorien zu deklarieren und dann sonst wie viele in das Paket zu stopfen?

Es würde nur helfen, die Menge an Paketen pro Kunde zu reduzieren (statt 10 Pakete kriegt der Kunde dann halt 2 bei größeren Bestellungen).

Das Problem existiert ja nicht nur in Portugal. Andere Länder haben dasselbe Problem - der Zoll ist überlastet und kann nur einen Bruchteil der Waren überhaupt manuell bearbeiten, ohne das ganze System anzuhalten.
 
Was hundert mich daran mich nicht an Regeln, zum Beispiel, Verkehrsregeln zu halten.
Ja Du hast Recht die Pinseln halt irgendwas drauf und gut ist. Je Paket 3€. Also warum Aufregung?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, die Frage ist halt: wie will man das prüfen? Händisch alles aufmachen?
Das braucht 'ne Armee an Zollbeamten, die haben wir nicht.
Da werden dann halt krumme Kategorien draufgepinselt und bei wenigen % der Sendungen werden die Unkosten in Kauf genommen.

Das Grundkonzept "Zoll" beinhaltet Stichprobenkontrollen in ausreichender Dichte, dass sich Betrungsversuche nicht lohnen.
Aktuell haben wir die nicht, dass hatte ich auch schon angemerkt. Temu und Shein haben die Zahl der Einzelsendungen so drastisch explodieren lassen, dass die bisherigen Personalschlüssel vorne und hinten nicht ausreichen. Umgekehrt sind aber die Zolleinnahmen, aus denen man das Personal finanzieren konnte, nicht mitgewachsen. Zumindest letzteres wird jetzt korrigiert, ich hoffe Änderungen bei ersterem folgen.

Letztlich war die bisherige Zollbefreiung für Kleinstsendungen eine Reaktion auf alte Gepflogenheiten: Es gab nur wenige Privatsendungen, diese waren mehrheitlich sowieso nicht zollrelevant und sie zu kontrollieren überproportional aufwendig. Also hat man ganz offiziell eine kleine Ausnahmekategorie geschaffen, in der es kaum etwas zu kontrollieren gab. Das haben die Versandhändler ausgenutzt, es gilt es diesen Bereich neu zu justieren.

Aber ist es wirklich so, dass man AMD-CPUs auf den Philippinen so viel günstiger bekommt? Und es ist ja auch nicht so, als ob das Netflix-Angebot überall gleich wäre und ich vermute auch, dass Netflix deutlich weniger für Eigenproduktionen ausgibt als für die Lizenzgebühren. Eine weitere Frage wäre auch, was das "heute übliche Vorgehen" alles so beinhaltet und ob das alles wirklich nötig ist, damit die Produkte weiterhin lohnenswert sind.

Natürlich nicht alles. Aber wenn man die Einnahmen nutzt, um genug aufzumachen, dann kann das reichen, dass die Kunden das nicht mehr riskieren wollen. Ist ja nicht so, als ob das Paket einfach nur zurückgeht, wenn man erwischt wird.

Bei Hardware erfolgt die Preisdifferenzierung über die verschiedenen Modelle: Ein Ryzen 7300G ist allgemein billiger, als ein 7950X3D. Aber beide refinanzieren die Entwicklung von Zen 4. Und ein 9700X kostet auch überall mehr als ein 9500F, obwohl beide genau den gleichen Produktionsaufwand bedeuten.
 
Letztlich war die bisherige Zollbefreiung für Kleinstsendungen eine Reaktion auf alte Gepflogenheiten: Es gab nur wenige Privatsendungen, diese waren mehrheitlich sowieso nicht zollrelevant und sie zu kontrollieren überproportional aufwendig. Also hat man ganz offiziell eine kleine Ausnahmekategorie geschaffen, in der es kaum etwas zu kontrollieren gab. Das haben die Versandhändler ausgenutzt, es gilt es diesen Bereich neu zu justieren.
Nun, früher waren mal alle Sendungen bis zu einem gewissen Wert zollfrei. Und das war OK.
Die Idee war hier eher - kleine Pakete und seltene Sendungen zu verzollen ist pfuj, die Bevölkerung kann sich Kleinigkeiten aus dem Ausland holen.
Die 400€ Grenze im Flieger gibt es ja immer noch.
Viele Länder hatten ähnliche Systeme. In Russland war es lange Zeit $1000 USD zollfrei - da wurden dann entsprechend nicht nur gammelige Klamotten und stinkende Sneaker aus China bestellt sondern eben auch mal Grafikkarten und Prozessoren :D

Allgemein bin ich für diese Grenze bei Kleinsendungen. Die lokale Wirtschaft leidet dabei nicht, weil es in dem Preisbereich eh gar nix gibt, was hier hergestellt wird. Nur die Shops die selbst importieren und hier verkaufen - die haben das Nachsehen. Aber die sind eh für die Faulpelze da - warum bestellen wenn es um die Ecke liegt.
 
Nur zur Information. Ich habe nich keine Bestätigung zur der These gefunden, dass Menschen in den Industrie Nationen seitens AMD stärker zur Kasse gebeten werden als Menschen aus Schwellen oder Entwicklungsländern. Ist bei anderen Herstellern übrigens nicht anders.
Hier Kenia, Karte gut 300€ teurer als bei uns.
Auch in Nigeria, das sind die welche einen immer anschreiben damit man Geld überweist um an noch mehr ran zu kommen, ist es nicht anders. Wer ne Idee hat wo Hardware günstiger als bei uns ist immer nur zu. Irgendwie müssen ja CPU, GPU und ähnliches in ihrer Gesamtheit bezahlt werden.
 
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