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Eine Kaufberatung für Office-PCs

J-Dredd

Freizeitschrauber(in)
Einleitung

Hallo und herzlich willkommen zu meinem ersten Blog. Heute beschäftige ich mich damit, eine Konfiguration für Office-PCs zu entwickeln, da diese im Zusammenstellungsforum relativ häufig nachgefragt werden und in der Regel weniger Platz für ausgefallene Wünsche lassen, als beispielsweise Gaming oder -Videobearbeitungs-PCs, sodass sich eine vereinheitlichte Hardwarezusammenstellung diesbezüglich am ehesten lohnt.
Ich schließe in diesen Blog auch eine officespezifische Peripheriekaufberatung mit ein, da mir dies sinnvoller erschien, als extra einen zusätzlichen Blog ausschließlich für dies Thema zu verfassen.

Allgemein möchte ich vorwegnehmen, dass ein sehr, sehr guter Office-PC im eigentlichen Wortsinne (d.h. ein PC, den man überwiegend für Bürotätigkeiten nutzt, der schnell im Internet surfen kann und auf dem man gut Multimediaanwendungen benutzen kann, und der, während man all das tut, leise bleibt) nicht mehr als 450€ kosten muss. Diese 450€ für die Kernkomponenten des PCs (Inhaltsverzeichnis A/B 1.-9.) garantieren eine für den Einsatzzweck wirklich luxuriöse Ausstattung. Alles, was an Budget übrig ist, kann besser gespart oder für die Peripherie (Inhaltsverzeichnis A/B 10. a-c) eingesetzt werden.

Weil diese 450€ für die Beschaffung des „Non-Plus-Ultra-Office-PCs“ meiner Definition ausreichen, werde ich ebenfalls ausführen, wo im Falle eines kleineren Budgets noch gespart werden kann. Dies reicht hinunter bis ca. 320€. Alles was noch günstiger sein soll, behandele ich dann als eigene Leistungsklasse, die nichts mit meiner Definition von „Office-PC“ zu tun hat, da dieser Blog ansonsten völlig uferlos würde.

Nichts desto trotz wird dieser Blog aber etwas … na gut, extrem voluminös. Und natürlich kann man ihn einfach von A bis Z lesen, was mich sehr freuen würde. Und wenn man gerade dabei ist, mehrere hundert Euro zu investieren, dürften 20 Minuten Lesezeit eine gute Investition sein. Allerdings kann man sich auch etwas Zeit sparen: Dieser Blog ist grob in zwei Teile, A und B geteilt. Teil A befasst sich mit den einzelnen PC-Komponenten und ihrer Bedeutung für Office-PCs im Allgemeinen. Teil B befasst sich dann mit konkreten Kaufempfehlungen. In Teil C ist eine Geizhalswunschliste verlinkt. Interessiert man sich nur für die konkreten Empfehlungen und will man nicht mit der grauen Theorie behelligt werden, so kann man Teil A überspringen. Will man einfach nur eine Kaufempfehlung ohne jegliche Begründungen haben, so kann man auch direkt zur Geizhalswunschliste ganz unten springen. Sollte man nur eine theoretische Betrachtung zu einzelnen Komponenten lesen wollen, so schaut man einfach bei einem der Unterpunkte von Teil A nach.

Nun aber viel Spaß mit dem Hauptteil!

Inhaltsverzeichnis
A. Die Bedeutung der Komponenten im Bezug auf ein Officesystem
1. Festplatten
2. Prozessor
3. CPU-Kühler
4. Arbeitsspeicher
5. Mainboard
6. Gehäuse
7. Netzteil
8. (Optisches) Laufwerk
9. WLan-Stick
10. Peripherie
a) Maus
b) Tastatur
c) Monitor
B. Konkrete Empfehlungen
1. Festplatten
2. Prozessor
3. CPU-Kühler
4. Arbeitsspeicher
5. Mainboard
6. Gehäuse
7. Netzteil
8. (Optisches) Laufwerk
9. WLan-Stick
10. Peripherie
a) Maus
b) Tastatur
c) Monitor
11. Sonstiges
C. Geizhalswunschliste

A. Die Bedeutung der Komponenten im Bezug auf ein Officesystem

1. Festplatten
Die Festplatte stellt den Speicherplatz zur Verfügung. Auf ihr werden das Betriebssystem, alle Programme und Daten gesichert. Im typischen Office-PC besteht kein gigantischer Speicherplatzbedarf, allerdings ist ein schneller und leiser Betrieb wichtig. Diese Bedingungen erfüllt eine SSD perfekt. Im Gegensatz zu HDDs hat die SSD keine beweglichen mechanischen Teile, die Geräusche und Vibrationen hervorrufen können. Außerdem ist eine SSD um ein Etliches schneller als eine HDD – sei es beim Hochfahren, beim Öffnen von Programmen oder bei der Installation von Anwendungen und Updates.

Aus diesem Grund empfehle ich dringend den Kauf einer SSD und den kompletten Verzicht auf HDDs. Im Falle eines erhöhten Speicherplatzbedarfes sollte zuerst geschaut werden, ob man nicht eine etwas größere als die empfohlene SSD verwenden kann, anstatt zur HDD zu greifen. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass man im Extremfall seine platzfressenden (Videosammlungen, Musiksammlungen) Daten einfach auf eine externe Festplatte mit USB 3-Anschluss speichert, statt sich eine HDD einzubauen, die dauerhaft Geräusche emittiert.

Grundsätzlich sollten 500 GB Speicherplatz für einen Office-PC reichen. Sollten diese in ein paar Jahren einmal tatsächlich komplett belegt sein, kann man ohne Weiteres eine weitere SSD in seinen PC verbauen.

2. Prozessor
Der Prozessor berechnet vereinfacht gesagt die ihm gegebenen Befehle, wobei ein höher getakteter Prozessor mit mehr Kernen grundsätzlich schneller zu Werke geht. Starke Prozessoren (CPU) werden beispielsweise in der rechenintensiven Video- oder Bildbearbeitung gebraucht, wo es unter anderem darauf ankommt, dass der Prozessor eine Veränderung der Parameter schnell berechnen kann, sodass man einen Vorher-Nachher-Vergleich ziehen kann, was nicht geht, wenn der Prozessor erst fünf Minuten vor sich hin rechnet. Auch fürs Spielen am PC ist eine gute CPU wichtig. Hier geht es jedoch um Office-PCs.

Office-PCs sollen in erster Linie schnell im allgemein gebräuchlichen Sinne sein: Schnell hochfahren, schnell Programme öffnen, schnell Updates installieren. Hierfür ist keine extrem rechenstarke CPU notwendig. Diese ist meiner Ansicht nach für Office-PCs eher sogar kontraproduktiv: Einerseits, weil Office-PCs anders als Gaming-PCs Gebrauchsgegenstände sind, und somit noch verstärkt auf ein gutes Preis/Leistungsverhältnis geachtet werden sollte und zweitens, weil stärkere CPUs auch immer mehr Strom verbrauchen, dadurch mehr Wärme produzieren und dadurch aufwändiger - was nichts anderes als „lauter“ heißt – gekühlt werden müssen.

Als Beleg für meine Äußerung, dass man keine besonders starken CPUs für einen Office-PC braucht, lese man nur die Systemvoraussetzungen von Microsoft Office:

Systemanforderungen für Office

Hinzuzufügen ist dem Ganzen noch, dass in vielen Fällen – wie auch in diesem, wie man der konkreten Kaufempfehlung weiter hinten entnehmen kann – eine CPU noch über eine „integrierte Grafikkarte“, sogenannte iGPU, verfügt. Aus diesem Grund kann man bei einem Office-PC getrost auf eine dedizierte (das heißt: eigenständige) Grafikkarte verzichten, was Geld und Energie einspart.

3. CPU-Kühler
Der CPU-Kühler hält eine arbeitende CPU kühl. Für Office-PCs ist an dieser Stelle interessant, dass insbesondere der den Intel-CPUs beiliegende (Boxed-) Kühler keinen guten Ruf hat, was die Laufstärke angeht. D.h., dass man sich in der Tat einen zusätzlichen CPU-Kühler für seinen neuen Office-PC kaufen sollte, der hier nicht dazu dient, übermäßige Abwärme abzuführen, sondern vielmehr garantieren soll, dass der Prozessor auch unter - zugegebenermaßen wahrscheinlich eher selten erreichter - Volllast sehr leise gekühlt werden kann.

4. Arbeitsspeicher (RAM)
Vereinfacht gesprochen ist der RAM das Kurzzeitgedächtnis des PCs. Alle Programme, mit denen in dem Moment gearbeitet wird, müssen in den RAM passen, ansonsten beginnt der PC stark zu hängen, weil die CPU nicht direkt auf die Anwendungen zugreifen kann.

Um die RAM-Auslastung einmal anschaulich zu machen: In dem Moment, da ich diese Zeilen tippe (also Word nutze) sind noch 25 Firefoxtabs geöffnet, vier Internetexplorertabs, der Taskmanager und ein Taschenrechner. Außerdem höre ich Musik während ich schreibe. Natürlich laufen auch mein Betriebssystem (Windows 10 Professional, 64 Bit) und alle Hintergrundprogramme. Der PC ist seit mehreren Tagen eingeschaltet.
Alles in Allem belege ich damit knapp 6 GB Arbeitsspeicher.
Unnötig hinzuzufügen, dass man leicht Arbeitsspeicherkapazitäten freigeben könnte, indem man beispielsweise einige Tabs schließt oder den PC einfach einmal neu startet.

Zu den Systemvoraussetzungen von Office bzgl. RAM siehe wieder hier:

Systemanforderungen für Office,

bzgl. Windows 10 siehe hier:

Windows 10 | Spezifikationen und Systemanforderungen | Microsoft.

Wenig überraschend komme ich somit zu dem Schluss, dass 8 GB RAM, aus technischen Gründen am besten in Form von 2*4 GB Riegeln montiert, für einen Office-PC eine ausreichende Menge Arbeitsspeicher sind.

5. Mainboard
Vereinfacht gesagt ist das Mainboard eine komplexe technische Einrichtung, die alle Komponenten des PCs miteinander verknüpft.
Für einen Office-PC kommt es bei einem Mainboard eigentlich nur auf die Anschlussmöglichkeiten an. Neben der Möglichkeit, etwas Arbeitsspeicher nachrüsten zu können (für den Fall eines durch technische Weiterentwicklung indizierten stark angestiegenen RAM-Bedarfs für Officebelange - eher unwahrscheinlich), sollte ein HDMI-Anschluss auf dem MB sein, sowie zwei interne USB 3.0-Anschlüsse. Weiterhin sind einige externe USB 3- und 2-Anschlüsse wünschenswert. Ein zweiter passender Videoanschluss für einen zweiten Monitor sollte auch vorhanden sein, damit dieser auf Wunsch auch betrieben werden kann.

Alles Übrige ist mehr oder weniger nicht relevant für die Nutzung eines MBs in einem Office-PC. Ich will noch hinzufügen, dass MBs eine integrierte Soundkarte haben und somit keine dedizierte Soundkarte gekauft werden muss.

Der Formfaktor des MBs muss komplementär oder kleiner sein als der, den das Gehäuse aufnehmen kann und das MB muss zur CPU passen, was in meiner Zusammenstellung gewährleistet ist.

6. Gehäuse
Das Gehäuse beinhaltet die Hardware. Bei Office-PCs hat das Gehäuse eine vorrangige Aufgabe, nämlich möglichst jegliche Geräuschemission zu unterbinden, die die (vor)verbauten Lüfter verursachen, wobei eine gute Schalldämmung sehr hilfreich ist. Dabei soll es gut (und das heißt bei Office-PCs in den allermeisten Fällen: schlicht) aussehen und außerdem zwei USB 3-Anschlüsse am Frontpanel bieten. Im besten Fall ist es dabei auch noch etwas kleiner als der typische PC-Tower, was aber eine Frage des Geschmacks und des zur Verfügung stehenden Raumes ist.

7. Netzteil
Das Netzteil versorgt die einzelnen Komponenten mit Strom. Auch bei einem Office-PC sollte dabei auf einiges geachtet werden. Zuerst einmal muss das NT genug Energie liefern. Dafür reicht jedoch ein 300W NT locker. Wichtiger als die Wattzahl ist die Qualität, die sich in Effizienz, Lautstärke und Sicherheit manifestiert.

Ein Netzteil sollte alle gängigen Sicherheitsvorrichtungen haben und diese sollten auch tatsächlich funktionieren. Deshalb sollte man beim NT wirklich nicht sparen und nicht irgendein 20€-Exemplar nehmen.

Außerdem sollte das NT effizient die Energie an die Endverbraucher weitergeben. Ist es nicht effizient, hat man unnötig hohe Energiekosten und einen erhitzten PC, was – wie schon erwähnt – zu höherem Kühlaufwand und damit zu mehr Geräuschentwicklung führt.

Das führt mich direkt zum letzten Punkt, der Lautstärke: Man sollte darauf achten, dass der Netzteillüfter wie alles andere am PC ebenfalls leise arbeitet.

8. (Optisches) Laufwerk
Laufwerke erwähne ich nur der Vollständigkeit halber. Grundsätzlich könnte auf ein Laufwerk komplett verzichtet werden, wenn man das Betriebssystem via USB-Stick installiert und sich dann alle anderen Daten und Programme downloaden kann. Ist dies nicht der Fall oder weiß man bereits, dass man häufiger optische Speichermedien einlesen muss, so sollte noch ein einfacher DVD-Brenner der Konfiguration hinzugefügt werden.

9. WLan-Stick
WLan-Sticks ermöglichen es, drahtlos das Internet nutzen zu können. Sollte man kein Ethernet- (LAN-) Kabel zur Verbindung mit dem Internet nutzen können, muss zusätzlich noch ein WLan-Stick der Konfiguration hinzugefügt werden.

10. Peripherie
Als Peripherie bezeichnet man alle Komponenten eines PCs, die nicht in das Gehäuse verbaut werden, also üblicherweise Tastatur, Maus, und den Monitor. Die Kosten der Peripheriegeräte sind von den Kosten der Kernkomponenten getrennt.

a) Maus
Grundsätzlich ist das Wichtigste an der Maus, dass sie zur eigenen Hand passt. Hier kann ich also nichts Konkretes empfehlen. Sie sollte jedoch mit Infrarotabtastung arbeiten und über eine nicht ganz schlechte Auflösung verfügen, damit präzise gearbeitet werden kann. Dies ist aber letzten Endes Geschmacks- und Gewohnheitssache. Außerdem sollte man die Maus auf einem schwarzen Stoffmauspad betreiben, damit die Abtastung optimal funktioniert. Die Maus sollte zusätzlich zu den beiden Standardtasten mindestens über ein Mausrad sowie zwei linksseitige Tasten zur Schnellsteuerung durch den Browser verfügen. Bei Verwendung einer Funkmaus kann man für einen geringen Aufpreis ein Kabel auf dem Schreibtisch sparen.

b) Tastatur
Tastaturen teilen sich technisch gesehen in die Gruppen Rubber Dome und mechanisch. Verkürzt gesagt verfügen mechanische Tastaturen über eine länger haltbare – wenig überraschend, weil namensgebend – Mechanik bei der Betätigung der einzelnen Tasten. Diese sorgt dafür, dass diese Art Tastatur insgesamt länger hält und sich dabei die Anschlagsdynamik nicht oder nur minimal verändert. Das Gegenbeispiel aus der Welt der Rubber Dome Tastaturen ist die durchhängende Leertaste, die wahrscheinlich jeder schon einmal an einem Laptop nach längerem und häufigerem Gebrauch bemerkt hat.

Bei den mechanischen Tastaturen kann man sich außerdem die Art der Mechanik – die sogenannten Switches – aussuchen, was in einer anderen Anschlagsdynamik resultiert. Ich zum Beispiel verwende für diesen Text eine Cherry-Tastatur mit MX-Black Switches. Diese haben einen einheitlichen Tastendruck, welcher einer relativ hohen Auslösekraft bedarf. Für mich als Klavierspieler eine sehr sympathische Eigenschaft.

Welche Tastatur letzten Endes ausgesucht werden sollte, ist wieder eine nicht allgemein beantwortbare Frage und hängt von der Gewohnheit des Nutzers sowie seinem Geldbeutel ab. Für Vielschreiber ist eine mechanische Tastatur aber definitiv zu empfehlen. Kabellose mechanische Tastaturen sind leider eine Seltenheit; kabellose Rubber Dome-Varianten gibt es jedoch zur Genüge.

Wer einen weiterführenden Bericht lesen möchte:

Kaufberatung Tastaturen: Empfehlungen mit Gummi oder Mechanik zum Fest - ComputerBase

c) Monitor
Ein Monitor für Officearbeiten sollte eine vernünftige Auflösung, mindestens Full HD, besser WQHD haben und gut ausgeleuchtet sein. Weiterhin sollte er eine angenehme Arbeitsgröße (mind. 24 Zoll) haben und die Eigenschaft FlickerFree besitzen. Dies sorgt dafür, dass die Augen beim Arbeiten geschont werden. Soll mit mehreren Monitoren gearbeitet werden, so empfiehlt es sich, auf die Eigenschaft „Slim Bezel“, also dünner Rahmen, zu achten. Außerdem sollte der Monitor die Ergonomiefunktionen Höhenverstellbarkeit, Swivel und ggf. Pivot (Hochkantmodus) haben, damit so das Arbeiten in einer gesunden Haltung erleichtert wird.

Um letztgenannten Faktor noch weiter zu verbessern, kann man über den Einsatz eines Monitorarms nachdenken, der es erlaubt, den Monitor in die optimale Position zu bewegen und gleichzeitig weiteren Platz auf dem Schreibtisch schafft, da die vom Monitorstandfuß belegte Fläche frei wird und die Kabel mit einer Kabelführung im Zaum gehalten werden.

In Kombination mit Funkmaus und Funktastatur erhält man dann einen komplett kabellosen Schreibtisch.

B. Konkrete Empfehlungen
Hier folgen alle Einzelempfehlungen für die jeweiligen Komponenten. Am Ende werde ich eine Geizhalswunschliste mit allen empfohlenen Produkten sowie den günstigeren Alternativversionen einstellen. Am Ende der jeweiligen Nummer werden diejenigen, die Teil A übersprungen haben bei Bedarf in Klammern eine Kurzinfo vorfinden.

1. Festplatten
Als Empfehlung für die SSD habe ich mich für die Crucial MX300 525GB entschieden. Diese bietet gute Lese/Schreibraten in allen Belangen und hat eine Garantie von drei Jahren. Die SSD hat genug Speicherplatz für viele Officedokumente und ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.

Als Alternativempfehlung für die SSD habe ich mich für die Samsung SSD 750 Evo 250GB entschieden. Auch diese SSD hat ordentliche Lese – und Schreibgeschwindigkeiten. Samsung ist im Moment der absolute Marktführer für SSDs und bekannt für seine qualitativ hochwertigen Produkte. Andere SSDs mit diesen Leistungswerten sind nur unwesentlich günstiger und ich persönlich habe nur gute Erfahrungen mit Samsungs SSDs gemacht.

Eigentlich sind 250 GB für einen reinen Office-PC schon keine Sparvariante mehr; die Kapazität müsste schon reichen.

(Zur Frage warum keine HDDs verbaut werden sollten siehe bitte Teil A. 1.)

2. Prozessor
Als CPU-Empfehlung habe ich den Intel Pentium G4560, 2x 3.50GHz ausgesucht. Dieser hat ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis und bietet reichlich CPU-Power für einen flotten Officebetrieb. Die Pentium-Klasse ist seit dieser Generation sogar hyperthreadingfähig; mit 3,5 GHz takten die einzelnen Kerne auch ordentlich bei einer inteltypisch hohen Leistung-pro-Takt-Effizienz.

Die teureren Modelle der Pentium-Klasse haben vor allem eine bessere iGPU (integrierte Grafikeinheit, die statt einer dedizierten Grafikkarte für die Bildausgabe sorgt), also eine bessere Grafikeinheit, die zu Officezwecken aber nicht gebraucht wird.

Mit dem Pentium G4560 können sogar Netflix-UHD-Videos auf dem PC gestreamt werden (Netflix 4K auf dem PC ausprobiert: Kaby Lake funktioniert, GeForce 1000 und Radeon RX 400 nicht | heise online). Also steht auch gelegentlichen Multimediaabenteuern nichts im Weg.

Eine günstigere Alternativempfehlung gibt es für die CPU nicht.

3. CPU-Kühler
Der empfohlene CPU-Kühler ist der Arctic Freezer i32, der laut PCGH der Spartipp schlechthin ist. Diese Aussage bezieht sich aber auf ausgewachsene CPUs, für den empfohlenen Pentium ist der Arctic eher overzised. Dies führt dazu, dass der Prozessor sehr leise gekühlt werden kann – im Officebetrieb sogar tatsächlich lautlos – dank dem semipassiven Betriebs, der mit einem guten Airflow (siehe weiter hinten, Gehäuse) bei nicht anspruchsvollen Tätigkeiten möglich ist.

Bei Interesse und Englischkenntnissen: https://play3r.net/reviews/cooling/arctic-freezer-i32-semi-passive-cpu-cooler-review/4/

Die Alternative ist natürlich der der CPU beiliegende Boxed-Kühler. Dieser hat jedoch, was die Lautstärke angeht, keinen guten Ruf.

4. Arbeitsspeicher
Welcher RAM eingebaut wird ist eigentlich egal, solange die folgenden Kriterien eingehalten werden:
Der RAM soll Typ DDR4 sein, 2400 MHz Speichertakt haben und in Form von 2 * 4 GB großen Riegeln eingebaut werden. Beispielhaft habe ich der Konfiguration die Patriot Signature Line DIMM Kit 8GB, DDR4-2400, CL16 hinzugefügt. Man sollte einfach kurz vor dem Kauf des PCs Geizhals nach dem günstigsten Angebot für Riegel mit diesen Eigenschaften durchsuchen; hier der zugehörige Suchfilter:

http://geizhals.de/?cat=ramddr3&xf=..._2x~5015_2400~5828_DDR4~5830_UDIMM1~5831_DIMM.

16 GB RAM sind einfach zu viel des Guten und aktuell auch viel zu teuer. „Alternativempfehlung“ sind 4 GB Ram – was ich allerdings nicht wirklich empfehlen kann (siehe hierzu Teil A. 4.)

5. Mainboard
Das zu verbauende Mainboard sollte meiner Meinung nach das MSI B250M Pro-VDH sein. Dies MB hat zu einem relativ günstigen Preis alles, was man für Officearbeiten braucht: 1 * HDMI 1.4, 1* VGA, um bei Bedarf einen zweiten Monitor nutzen zu können, nach hinten raus 1* USB C 3.0, 3 * USB 3.0, 2* USB 2.0. Intern hat es 2* USB 3 für das Frontpanel. Weiterhin kann es ohne Umwege zwei Lüfter (siehe auch unten, Gehäuse) und den CPU-Kühler betreiben.

Eine Alternativempfehlung gibt es hier nicht.

6. Gehäuse
Meine Gehäuseempfehlung ist das Nanoxia Deep Silence 4 schwarz, schallgedämmt . Das Gehäuse bringt bereits 2 vorinstallierte und gute Lüfter mit, die normalerweise jeweils ca. 10€ kosten würden. Es hat 2 USB 3-Anschlüsse am Frontpanel. In den zwei 5,25“-Schächten kann man ein optisches Laufwerk (siehe unten, unter (Optisches) Laufwerk) und bei Bedarf einen zusätzlichen Cardreader installieren.

Das Gehäuse ist wertig gearbeitet, schlicht und elegant und hat eine gute vorverbaute Schalldämmung. Die Materialstärke des Metalls sorgt für weitere Schalldämmung. Meine Empfehlung ist allerdings, die SSD in den untersten Einschub einzubauen und die beiden modularen Festplattenkäfige auszubauen, sodass der Airflow der Lüfter optimiert wird.

Als Alternativempfehlung habe ich das Sharkoon MA-A1000 ausgesucht. Für rund die Hälfte des Preises verschwindet die Schalldämmung, und die Materialdicke nimmt ziemlich ab, sodass das Gehäuse etwas instabil wirkt. Die vorverbauten Lüfter sind keine Markenlüfter und am Mainboard angeschlossen werden sie wahrscheinlich mit voller Leistung laufen, da es 3-Pin Lüfter sind. Nichtsdestotrotz macht das Gehäuse seine Sache gut, die Lüfter wirken nicht allzu störend und sollten unsensiblere Gemüter nicht weiter stören, wenn der Computer unter einem Schreibtisch steht.

Will man am PC sparen, so sollte man jedoch, bevor man das günstigere Gehäuse nimmt, zuerst am CPU-Kühler sparen.

7. Netzteil
Meine Netzteilempfehlung ist das in der aktuellen PCGHX-Netzteilempfehlung stehende be quiet! Pure Power 9 300W ATX 2.4. Die in dieser Auswahl stehenden Netzteile sollten alle notwendigen Schutzfunktionen besitzen. Das be quiet! ist das leiseste der gelisteten Office-Netzteile und hat mit 300W mehr als genug Leistung für jeden Office-PC, selbst wenn man irgendwann noch eine Einsteigergrafikkarte oder eine der untere Mittelklasse (ca. 100€-170€) nachrüsten wollte. Die Effizienz des NTs ist mit einer 80 Plus Bronze auch im guten Bereich.

8. (Optisches) Laufwerk
Wenn man tatsächlich ein DVD-Laufwerk braucht, ist die Auswahl desselben nicht schwer: Irgendeines unter 15€ und mit der zum Gehäuse passenden Farbe. In der Geizhalswunschliste (siehe unten) habe ich exemplarisch eines aufgelistet.

9. Wlan-Stick
Sollte man kein Ethernetkabel (Lankabel, ebenfalls eines exemplarisch der Wunschliste hinzugefügt) zur Verbindung mit dem Internet nutzen, so kann man sich einen WLan-Stick kaufen. Welche Eigenschaften dieser Stick haben muss, hängt stark von der Art eures Heimnetzwerks und dem von Anbieter zur Verfügung gestellten Down- und Uploadraten. Daher muss der Stick individuell ausgesucht werden. Nichtsdestotrotz habe ich einen exemplarisch der Wunschliste hinzugefügt.

Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass ein WLan-USB-Stick diese Funktion am besten erfüllt, da eine PCIE-WLan-Adapter logischer Weise einen der knappen PCIE-Slots des Mainboards belegen würde.

10. Peripherie

a) Maus
Wie oben beschrieben, muss die Maus in erster Linie zur eigenen Hand passen, und aus diesem Grund wird hier auch keine konkrete Empfehlung ausgesprochen. Und obwohl sogar das nur schwer möglich ist, habe ich einen Suchfilter entwickelt, in dem schon einmal eine sehr grobe Vorauswahl für Mäuse getroffen ist:

http://geizhals.de/?cat=mouse&bpmax...00~8553_2~855_2-Wege~8562_LED-rot/IR~8565_500

Als Erinnerung liegt jedoch eine Maus in der Wunschliste, sodass der Kauf der Maus nicht vergessen wird. Die dort befindliche Maus habe ich auch schon für ein Familienmitglied ausgesucht, welches damit sehr zufrieden ist.

Ein gutes Mousepad liegt ebenfalls exemplarisch in der Wunschliste.

b) Tastatur
Auch bei Tastaturen verhält es sich so, dass es stark auf den eigenen Geschmack ankommt. Allerdings geht es hier nicht so individuell zu wie bei Mäusen, sodass ich hier zwei konkrete Empfehlungen aussprechen kann.

Meine erste Empfehlung ist die Cherry MX-Board 3.0, MX-Black zusammen mit dem zugehörigen Cherry Palmrest, wobei betont werden muss, dass die Switches ( siehe Teil A) individuell ausgesucht werden müssen. Black Switches sind die schwergängigsten. Die mechanische Tastatur hat ein schlichtes Design und eine standardmäßige Aufteilung. Zusammen mit der Handballenauflage lässt es sich hier für meinen Geschmack gut schreiben. Die Tastatur ist rutschfest.

Als Alternativempfehlung habe ich die Cherry B.Unlimited Board schwarz ausgesucht, welche neben einem schlichten Design auch über den Vorteil der Kabellosigkeit verfügt. Die Tasten sind laserbeschriftet, was in dieser Preisklasse eine Seltenheit darstellt und dafür sorgt, dass die Beschriftung nicht durch starken Gebrauch unleserlich wird. Das relativ hohe Gewicht vermittelt den Eindruck von Wertigkeit. Leider hat diese Tastatur keine Handballenauflage.

c) Monitor
Wie alles, mit dem der User unmittelbar interagiert (Peripherie), kommt es bei der Monitorauswahl stark auf individuelle Vorlieben und Wünsche an.

Meine Monitorempfehlung für die gehobene Preisklasse ist der Dell Professional P2416D, 23.8", welcher mit seiner hohen Auflösung, seinen auch sonst guten technischen Eigenschaften, einem IPS-Panel und allen Ergonomiefunktionen punkten kann. Für den Multi-Monitor-Betrieb ist er durch den relativ dicken Rahmen nur bedingt geeignet. Außerdem hat der Monitor keine Boxen, sodass mit Kopfhörer oder zusätzlichen Boxen Musik gehört werden muss, wenn der Wunsch besteht. Allerdings sind vorverbaute Monitorboxen meist nicht besonders gut, sodass die alternativen Audiolösungen sowieso in Betracht gezogen werden sollten.

Meine preisgünstigere Monitorempfehlung ist der Samsung S24E650PL, 23.6", welcher neben Full HD ebenfalls gute technische Eigenschaften sowie ein IPS-Panel bietet. Der Hersteller gibt auf das Produkt drei Jahre Garantie und verpasst ihm auch zwei Lautsprecher. Diese sind, wie gesagt, nicht toll, ersparen aber den Kauf eines weiteren Audioausgabegeräts und tragen so dem Spargedanken Rechnung. Ergonomiefunktionen im vollen Umfang bietet der Monitor ebenfalls.

Beide Monitore können mittels Monitorhalterung befestigt werden, was dann in einer großen Flexibilität und ergonomischen Optimierung sowie einem kabelfreieren Schreibtisch resultiert. Allerdings möchte ich hier keine konkrete Empfehlung aussprechen und die Auswahl lieber dem Käufer überlassen. Hier ein Link mit ein paar sinnvoll erscheinenden Voreinstellungen:

http://geizhals.de/?cat=tvzub&xf=11...%7E1121_Tischhalterung%7E8334_Kabelmanagement

Ein meiner Meinung nach für die meisten gut geeignetes Exemplar für einen stattlichen Preis habe ich nichtsdestotrotz quasi als Platzhalter zur Erinnerung in die Wunschliste aufgenommen.

Allerdings lohnt sich der Griff zur Monitorhalterung auf den veranschlagten Preis gesehen erst ab dem teureren Monitor, wenn nicht gar erst bei noch teureren Monitoren. Auch sollte man sich überlegen, ob die ergonomischen Vorteile (ggf. erst testen, ob die monitoreigenen Ergonomiefunktionen ausreichen) sowie die größere Ordnung auf dem Schreibtisch einem den Aufpreis wert sind.

11. Sonstiges
Sinnvoll ist außerdem die Investition in einen Überspannungsschutzadapter. Im eigenen Bekanntenkreis habe ich zwei Personen, die bei einem Blitzeinschlag alle auf der Festplatte gespeicherten Daten verloren haben. Eigentlich sollte dafür die Schutzfunktionen des Netzteils reichen, aber doppelt gemoppelt hält besser. Empfehlen kann ich den Brennenstuhl Primera-Line Überspannungsschutzadapter 13500A

C. Geizhalswunschliste
Hier nun folgt die Geizhalswunschliste, auf der relativ übersichtlich alle genannten Produktempfehlungen gebündelt sind. Der Umgang mit der WL ist eigentlich selbsterklärend: Alle Kernkomponenten sind mit * 1 versehen, die Alternativempfehlungen befinden sich unter derselben Überschrift, sind aber mit * 0 versehen (welchen Unterschied es macht, statt der Erstempfehlung die Alternativkomponenten zu wählen siehe B), die Peripherie und alle optionalen Produkte sind ebenfalls mit * 0 versehen.

https://geizhals.de/?cat=WL-757565

Schlusswort

Vielen Dank an alle, die es bis hierher geschafft haben! Ich hoffe, ich konnte ein wenig Klarheit in den Komponentendschungel bringen, insbesondere für die, an die sich dieser Blog ja vornehmlich richtet: Weniger technikaffine Personen, die einen guten Office-PC suchen und dafür Beratung wünschen.

Dieser Blog ist innerhalb einiger Tage sporadisch entstanden, und natürlich hoffe ich darauf, keine Fehler gemacht zu haben – solltet ihr trotzdem welche entdecken, weitere Anregungen, Kritiken oder sonstige Kommentare haben, scheut euch nicht, die entsprechende Funktion unten zu nutzen. Ich würde mich freuen.

Und wenn euch die Argumentation meines Blogs zusagt, dann würde ich mich außerdem sehr freuen, wenn ihr den Blog bei entsprechenden Threads verlinkt.

Mit den besten Grüßen

euer Judge Dredd!
 
TE
J-Dredd

J-Dredd

Freizeitschrauber(in)
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