Ein PC-Tisch im wahrsten Sinne des Wortes (Update 14.9.): Hardware in einen Schreibtisch integrieren

Herbboy

Kokü-Junkie (m/w)
Zuerst einige Anmerkungen: ich werde einige Leerpostings erstellen, um neue Fortschritte zu dokumentieren. Immer, wenn es was neues gibt, werde ich zudem hier im Startposting kennzeichnen durch einen Update-Hinweise mit Datum. Ich möchte auch zeigen, wie ich kleine Probleme im Detail lösen konnte - ich werde also teilweise auch eine Idee ausführlicher zeigen, wie ich sie angehe, und dann zeigen, wie ich doch zu einer anderen Lösung gelange. Das wird natürlich aber nicht so weit gehen, dass ich für jedes Bohrloch ein Bild posten werde - SO ausführlich wird es nicht werden ;) Fett gedruckt sind jeweils neue größere Einzelschritte, Gedanken oder "Kapitel". Namen von mit angehängten Bildern werde ich fett und in roter Schrift posten. Wenn ihr Fragen oder Kommentare habt, dann postet am besten entweder auf das Startposting oder auf eine bereits bestehenden Comment anworten, damit für die User, die sich den Thread "pfadartig" anzeigen lassen, trotzdem alle meiner größeren Einträge (die zur Zeit noch Leerpostings sind) übersichtlich untereinander stehen haben. Zudem kann es sein, dass ich einige Leerpostings noch lösche, wenn ich gar nicht so viele benötige. Danke!

*Updates* hier poste ich die Updates mit einer kurzen Beschreibung - ausführlich wird es dann im beim Update genannten Posting. Für Neulinge: unter diesen Updates findet ihr eine Beschreibung, was es mit dem Projekt überhaupt auf sich hat :)

Update 6.9.2012: Ideen und Material aus dem Baumarkt sowie erste Arbeiten, siehe Posting #2 http://extreme.pcgameshardware.de/t...nen-schreibtisch-integrieren.html#post4533860

Update 8.9.2012: Mainboard drehen, Seitenteil für den Tisch planen, Grafikkarte weiß lackieren und Bestellung von Zubehör http://extreme.pcgameshardware.de/t...isch-integrieren-post4533861.html#post4533861

Update 10.9.2012: Mainboardkäfig bauen, Abstandhalter befestigen und Board probeweise montieren. Netzteil und Front für DVD-Laufwerk und Cardreader bauen und fixieren http://extreme.pcgameshardware.de/t...nen-schreibtisch-integrieren.html#post4533862

Update 14.9.2012: Halterung für Mainboardkäfig, Aussägen eines Sichtfensters und Anbringen der Steckerleiste http://extreme.pcgameshardware.de/t...nen-schreibtisch-integrieren.html#post4533864


*Ende Updates*


Situation und Problem: mein Wohnzimmer ist gleichzeitig mein Arbeits- und Gaming-Zimmer. Das Zimmer ist etwas ungewöhnlich geschnitten, siehe das 7. Bild Surround.jpg - dort sieht man eine Skizze des Zimmers aus der Vogelpersspektive. An der diagonalen Wand ist mein LCD und die Hifi-Surroundanlage mit den Frontboxen, das graue ist mein Sofa, links unten im Bild ist der PC-Tisch zu sehen. Einen ersten Eindruck vom Tisch seht ihr auf dem ersten Bikd, Bild1.jpg. Der Tisch ist ca 90cm breit und hat zwei Ebenen (Tastatur und Monitor). Wie man auf den Surround.jpg sehen kann ist es von da aus gut möglich, auch nebenbei fernzusehen oder Musik aus der Hifi-Anlage laufen zu lassen. Wenn ich Freunde zu Besuch habe, um Filme zu schauen, wird es zwischen dem Wohnzimmertisch und dem PC-Tisch sehr eng. Den Wohnzimmertisch sieh man auf dem ersten Bild zwar nicht, aber man kann sich vorstellen: er steht natürlich "im L" des Sofas, so dass zwischen der linken Wohnzimmertisch-Seite und der rechten PC-Tisch-Seite ein Gang entsteht. In diesem Gang sitzt aber meistens einer meiner Kumpel - das ist dann sehr end, wenn man vom Sofa aus dort langgehen möchte (Küche zum Bierholen oder Klo zum Bierwegbringen ;) ). Wenn ich nun den PC-Tisch um 90 Grad gedreht an die Wand schieben würde, brächte das ca 30-40cm mehr Platz, so dass man gemütlich an der Engstelle durchkommt. Schön, und warum mache ich das nicht? Ganz einfach: es hängen da eine Menge Kabel am PC, zudem gehen auch Kabel zur linken Wand (Router und Steckdosen) und auch nach links hinten, da dort ein mit dem PC verbundener Synthesizer steht (ich mache nebenbei auch Musik). Durch das Verschieben gibt es also Probleme mit den Kabeln. Außerdem muss ich immer den Tisch ein paar Zentimeter bewegen, dann den ca 9kg PC nachschieben, dann wieder den Tisch, dann wieder den PC usw. - das ist einfach zu umständlich.

Die Problemlösung: ich befestige den PC fest mit dem Tisch. Doch das ist mir zu simpel, einfach ein "Fach" an den Tisch zu bauen, in das mein PC reinkommt. Zudem ist der PC ja auch recht schwer. Daher wurde meine Problemlösung geboren: die Hardware komplett in den PC integrieren!

Der erste Plan: auf Bild1.jpg seht ihr ja, wie mein Tisch bisher aussieht (bzw. aussah, denn ich habe bereist einiges an Arbeit hinter mir). Bei 1 und 1b seht ihr meine Soundkarte (ein externes Modul speziell zum Musikmachen) und die Kabel, die nach hinten zum Synthesizer (viertes Bild, Bild6.jpg) führen. Bei 2 und 3 seht ihr einen Mikrofonständer und dessen Befestigung am Tisch. Bei 4 seht ihr eine Art "Fach" in, dem Stromstecker und einige Kabel liegen. Der Bereich mit dem Fach soll später unterhalb der linken Lautsprecherbox und dem Monitor den Synthesizer beheimaten, damit keine Kabel mehr nach hinten führen müssen. Rechts unten steht der PC, dort wollte ich ein Fach bauen, in das ich dann ein selbstgebautes "Skelett", also eine Art Mainboardkäfig einbaue, auf das ich das Mainboard befestige. Die Laufwerke sollten entweder ebenfalls rechts unten "vor" den Mainboardkäfig, oder aber in den oberen Bereich des Tisches, also unter den Monitor und die rechte Lautsprecherbox. Das zweite Bild, Bild3.jpg, zeigt die Rückseite von PC und Tisch, dort sieht man, wie die Kabel im Tisch verschwinden - man kann erahnen, dass die Kabel dann am Kabelkanel oder PC zerren, wenn man nur den Tisch versucht zu verschieben.

Ich habe zur Planung auch zwei Skizzen erstellt: beim vorletzten Bild (Tisch Seite Planung.jpg)seht ihr, wie ich die Hardware unterbringen möchte aus einer Sicht "rechts" vom Tisch. Ich sitze dann also auf dem Bild links. FP-Käfig bedeutet natürlich Festplattenkäfig. Für das DVD-Laufwerk habe ich zwei Positionen in Aussicht. Beim letzten Bild PC-Tisch Planung Synthie.jpg wiederum ist im linken Teil die aktuelle Situation und rechts die Planung, wie es später aus Sicht "von links" aussehen könnte.

An Ende sollten dann nur noch drei Kabel zum Tisch führen: das Stromkabel für einer Steckdosenleiste, das LAN-Kabel vom Router und ein Audiokabel, das von meinem PC zur Surroundanlage führt. Alles andere soll im Tisch integriert sein, so dass ich den Tisch als Ganzes drehen und verschieben kann und nur noch auf den Kabelstrang mit den drei genannten Kabeln achten muss, was natürlich viel weniger Aufwand ist.


Soviel zur ersten Planung, ich werde in den nächsten 1-2 Tagen dann über die ersten Arbeitsstunden berichten inklusive erster Probleme, neuer Ideen und Baumarkt-Intuitionen ;)


Herbboy
 

Anhänge

  • Surround.jpg
    Surround.jpg
    94,5 KB · Aufrufe: 1.815
  • Tisch Seite Planung.jpg
    Tisch Seite Planung.jpg
    61,9 KB · Aufrufe: 1.803
  • PC-Tisch Planung Synthie.jpg
    PC-Tisch Planung Synthie.jpg
    67,3 KB · Aufrufe: 1.727
  • Bild 1.jpg
    Bild 1.jpg
    369,8 KB · Aufrufe: 2.744
  • Bild 3.jpg
    Bild 3.jpg
    281,9 KB · Aufrufe: 1.828
  • Bild 2.jpg
    Bild 2.jpg
    319,3 KB · Aufrufe: 1.642
  • Bild 6.jpg
    Bild 6.jpg
    342,3 KB · Aufrufe: 1.921
  • Bild 5.jpg
    Bild 5.jpg
    390,2 KB · Aufrufe: 1.696
  • Bild 4.jpg
    Bild 4.jpg
    229,2 KB · Aufrufe: 3.374
Zuletzt bearbeitet:
AW: Ein PC-Tisch im wahrsten Sinne des Wortes: Hardware in einen Schreibtisch integrieren

6.9.2012: Ideen und Material aus dem Baumarkt sowie erste Arbeiten

Der Baumarkt
Mit den Plänen aus dem Startposting ging ich einfach mal in einen Baumarkt. Einige Dinge, die ich kaufen wollte, waren klar: von einem alten Schreibtisch meines Bruders hatte ich mehrere Metallstangen mit Gewinde für M6-Schrauben - diese Metallstangen sollten das neue Gerüst für meinen Tisch bilden, den ich übrigens auch schon selber gebaut hatte, und zwar mit drei massiven (3cm dicken) Holzplatten aus einem alten TV-Schrank (daraus wurden die Seitenteile und die Tastatur-Ebene) sowie 2-3 Regalplatten 80cm Länge aus dem Baumarkt. Die Metallstangen, die ich nun verbauen wollte, sind etwas länger, so dass der Tisch um ca 5cm breiter wird. Je zwei Stangen sollten den Halt für das Brett mit der Tastaturebene sowie die Ebene für den Monitor und die Boxen geben - hier verwende ich erstmal das alte, 80x25cm große Regalbrett. Es soll später durch ein 90x40cm Brett ersetzt werde, so dass auch für die Boxen mehr Platz vorhanden ist und noch vor den Monitor ein kleines Keyboard (zum Musikmachen) hinpasst - man sieht das ganze ja auf dem ersten und dem letzten Bild des Startpostings, wie eng es im Ausgangszustand ist.

Lange Rede kurzer Sinn: mindestens vier Metalstangen, macht also acht M6-Schrauben mit mind 3cm Länge, da die Seitenteile ja 3cm dick sind - ich nahm 4cm lange Gewindeschrauben. Außerdem kaufte ich einige Holzschrauben und auch Gewindeschrauben mit Muttern in den Größen M3 und M4 und in Längen von 16 bis 40mm. Außerdem eine Aluminium-Platte 0,6mm Stärke in 100x50cm (ca 8 Euro) und eine Stahlplatte 0,8mm Dicke 50x20cm - die Idee war, daraus u.a die Mainboardplatte und Abdeckungsteile zurechtzuschneiden. Dafür wollte ich einen Winkelschleifer (Flex) von Bosch verwenden und kaufte dafür dann einen Pack mit 115mm-Scheiben zum Metalltrennen. Doch woraus sollte ich den geplanten Mainboard-Käfig bauen? Hier entdeckte ich in einem Gang Metallstangen in vielen Ausführungen, die u.a. zum Bau von Kanienchenkäfigen beworben werden: unterschiedliche Dicke und Querschnitte, nicht nur rund oder eckig, sondern zB auch L-förmig usw. , auch weicheres und härteres Matell und verschiedene Längen und Breiten. Viele dieser Stangen/Leisten sind innen hohl, vom gleichen Anbieter gibt es Plastikverbinder, die man einfach an die Enden der Stangen/Leisten steckt - die Verbinder gibt es in vielen Versionen: T-Stücke, L-Stücke, Eckstücke usw. - ich kaufte zwei Tüten mit jeweils 4 Eckstücken und drei Metallleisten ca 1cm breit und 100cm lang zu je knapp 2 Euro. Die Metallleisten wollte ich dann zu Hause mit der Flex kürzen und zusammen mit den Eckstücken dann ein rechteckes Gerüst in der Größe passend zu ATX plus 1-2cm Puffer formen, in das dann die Mainboardplatte kommen sollte. Doch wie hält die Mainboardplatte? Dank der Auswahl an Leisten-Profilen fand ich eine Art von Metallstangen, die einen quadratischen Querschnitt haben, aber auch noch "Flügel" besitzen, also über die gesamte Länge L-förmig noch zwei Leisten besitzen - den Querschnitt und eine 3D-Skizze habe ich als Querschnitt.jpg unten angehangen, vielleicht wird das ganz dann verständlicher. Wenn ich diese Metallleiste dann beim rechteckigen Gerüst so ausrichte, dass deren "Flügelleisten" nach innen ausgerichtet sind, habe ich eine kleine Auflagefläche für die Mainboardplatte - auf der Skizze quasi das mittelgraue Stück, das nach links zeigt. Mehr zur Mainboardplatte und dem Mainboardkäfig folgt demnächst.

Außerdem suchte ich lang nach einer Art Staubschutz - dann die Eingebung: zuschneidbare Fliegenschutz-Gitter zum selber zuschneiden der Baumarkt-Eigenmarke! 110x130cm, das reicht dicke. Was ich noch gekauft habe ist eine Spraydose mit weißem Lack - da der Tisch weiß ist, wollte ich eventuell einige Dinge ebenfalls weiß lackieren. Eine Idee kam mir dann sofort: ich werde die Plastikabdeckung der Grafikkartenkühlung weiß lackieren! Ich habe eine AMD 6870 von Sapphire, die eine schwarze Kühlerabdeckung hat. Die Lackierung der Karte, bei der ich nebenbei die Karte auch mal saubermache, wird Thema des nächsten Updates sein. . Die Einkaufsliste als grobe Zusammenfassung: diverse Schrauben und Muttern, weißer Spraylack, mehrere Metallstangen/leisten, Verbindungstücke, Metalltrennscheiben für die Flex, Sägeblätter für meine elektrische Stichsäge, eine Schutzbrille zum Flexen, das Fliegengitter - am Ende stehen fast 90 Euro auf dem Kassenbon... ich hoffe, es wird sich lohnen.


Erste Arbeiten
Der erste Arbeitsschritt war, die alten Metallstangen, die ich von meinem Bruder bekommen habe, an den Tisch zu montieren. Diese sollen ja, wie oben beschrieben, vor allem Halt für die beiden Schreibtischebenen geben. Hierzu habe ich drei Bilder mit dem Tisch gepostet, einmal im Urzustand mit einer der neuen, noch nicht montierten Metallstangen auf der Tastatur-Ebene und dem Synthesizer, den ich schonmal in die ungefähre geplante Position hinlegte, um zu schauen, ob es überhaupt passen kann. Dazu noch zwei Fotos mit bereits vier befestigten Metallstangen. Eines davon "nackt", das andere mit den beiden Platten für die Tastatur- und Monitor-Ebene, die ich provisorisch einfach draufgelegt habe. Die hellbraunen Holzteile waren die Halterung der alten Monitor-Ebene, das linke Holzteil werde ich etwas neigen und möchte es als Hilfschiene zum Einschieben des Synthesizers verwenden. Die Stangen habe ich wie folgt befestigt: die Stange habe ich an das Seitenteil in der gewünschten Position gehalten, per Bleistift markiert, wo die Stangen-Kanten das Seitenteil berühren. Dann machte ich von der Markierung aus 1cm weiter innen eine weitere Markierung, denn die Stangen sind 2cm breit, das Gewinde liegt also 1cm weiter innen vom Rand der Stange aus gemessen. An dieser Markierung habe ich mit einem 4mm-Holzborher und einer Bohrmaschine erstmal ein Loch vorgebohrt, dann mit einem 6mm-Bohrstift das endgültige Loch gebohrt.

Da die Seitenteile sehr dick sind, musste ich sehr gerade bohren, denn nur wenige Grad Abweichung sorgen dafür, dass man direkt um einen halben Zentimeter versetzt auf der anderen Seite des Holzes herauskommt und die Schraube schief herauskommen wird - so könnte man kaum mehr in das Gewinde der Metallstange kommen. Das fertige Loch habe ich dann noch mit einem Schraubenzieher etwas "gereinigt", dann die M6-Gewindeschraube durchgesteckt, Metallstange auf der anderen Seite ansetzen und festdrehen - aber noch nicht richtig fest, denn zuerst muss ja in das andere Seitenteil quasi spiegelverkehrt auf gleicher Höhe auch ein Loch. Wenn nun zwischen den Löchern nur ein bisschen Abweichung herrscht, entsteht eine Spannung, die das Festschrauben erschwert - daher habe ich am Ende bei allen acht Schrauben (vier Stangen mit je zwei Schrauben) diese erstmal nur locker und erst nach und nach richtig feste reingeschraubt. Natürlich ist der Tisch so trotzdem noch sehr wackelig, er schwankt seitlich, aber es kommt noch mindestens eine Stange im unteren Bereich dazu, außerdem werde ich auf der Rückseite noch zwei Regalbretter mit 90x20cm oder 90x30cm befestigen, die zum einen als Abdeckung dienen, zum anderen aber auch die Steifigkeit des Tisches erhöhen.

Das nächste Update handelt wie angekündigt vom Säubern und Lackieren der Grafikkarte, aber auch von meiner Onlinebestellung von Dingen speziell für PC-Modding&Co, die ich nicht im Baumarkt bekommen habe - bis denn!

Herbboy
 

Anhänge

  • Querschnitt.jpg
    Querschnitt.jpg
    8,9 KB · Aufrufe: 528
  • Tisch neue Metalltreagern und Ebenen.jpg
    Tisch neue Metalltreagern und Ebenen.jpg
    86 KB · Aufrufe: 1.923
  • Tisch mit neuen Metalltreagern.jpg
    Tisch mit neuen Metalltreagern.jpg
    112,4 KB · Aufrufe: 909
  • Tisch offen alt mit neuem Treager.jpg
    Tisch offen alt mit neuem Treager.jpg
    69,8 KB · Aufrufe: 868
Zuletzt bearbeitet:
AW: Ein PC-Tisch im wahrsten Sinne des Wortes: Hardware in einen Schreibtisch integrieren

8.9.2012: Mainboard drehen, Seitenteil für den Tisch planen, Grafikkarte weiß lackieren und Bestellung von Zubehör

Neue Idee: Seitenteil integrieren und Board drehen
Eine weitere Idee für meinen Tisch ist, dass ich in das Seitenteil des Tisches, in dem die Hardware sitzt, ein Sichtfenster einsetze. Das Fenster ist dann also rechts, und dabei gibt es ein kleines Problem: normalerweise sind Mainboards ja nach links ausgerichtet. Ich muss das Mainboard also so umdrehen, dass CPU, Grafikkarte usw. nach rechts zeigen und gleichzeitig die Anschlüsse für USB, Grafikkarte usw. trotzdem nach hinten zeigen. Das hat zur Folge, dass die CPU später unten sein wird und die Grafikkarte oben - deren Lüfter wird dann nach oben zeigen und nicht wie sonst üblich nach unten. Darin sehe ich aber an sich doch kein Problem, es muss sich aber später noch zeigen, ob es in Sachen Kühlung irgendwelche Nachteile ergeben.

Bestellung von Zubehör
Nun zuerst ein etwas langeweiligerer Part: Bestellung von "Modding"-Teilen ;) Folgende Teile habe ich bei caseking bestellt: ein Akasa ICR-17 Frontpanel (3,5-Zoll mit USB3.0-Cardreade, je drei Ports USB2.0 und zwei Ports USB3.0 sowie esata) für knapp 30 Euro, einen Xigmatek 4in3 Festplattenkäfig mit 140mm-Lüfter für knapp 15 Euro, zwei Taster (also Schalter, die nicht einrasten) als Power- und Reset-Schalter (1x mit rotem LED-Ring in 19mm, 1x mit blauem LED-Ring in 16mm), zwei passende Anschlusskabel mit Steckern für die Mainboardanschlüsse und Anschluss-Schuhen für die Taster (ich bin zu Faul zum Löten ;) ), ein Set mit zwei 30cm-Kaltlichtkathoden in blau, einen Kippschalter zum Ein/Ausschalten der Kathoden, eine Acrylscheibe 40x40cm für das geplante Seitenfenster und zwei blaue Slevekabel zu je 1m - man weiß ja nie. Summe knappe 100 Euro.

Den Festplattenkäfig will ich an Position 2 platzieren, die man auf dem vorletzten Bild im Startposting sieht. Auf dem Bild sieht man übrigens auch das bereits gedrehte Mainboard. Der Lüfter des Käfigs dient dann gleichzeitig als Front-Lüfter und bringt einen Luftstrom zur CPU. Da ich zwei Festplatten in den Käfig einbauen werde, ist auch genug Platz für so einen Luftstrom. Meine SSD werde ich irgendwo fixieren, wo sich Platz ergibt. Der Cardreader soll im oberen Bereich des Tisches platziert werden, quasi über meinem Mauspad. Da ich ja kein PC-Gehäuse nutze, ist das Panel die einzige Chance, Front-USB zu haben. Neben oder über dem Panel sehe ich inzwischen auch eine gute Position für das DVD-Laufwerk.


Grafikkarte weiß lackieren
Als ich die Grafikkarte ausbaute und den ganzen Staub in ihr sah, war klar, dass ich zwecks Reinigung den Kühler abmontieren müsste. Dabei kam mir die Idee, das Kühler-Gehäuse, welches aus Kunsstoff ist, weiß zu lackieren! Schritt für Schritt habe ich dies dokumentiert, dazu habe ich Bilder hochgeladen. Auf dem ersten Bild (Weisse 6870 A.jpg) sieht man die Karte im Urzustand, darunter die Rückseite der Karte. Ich habe die vier Stellen, an denen die Schrauben zur Kühlerhalterung sind, rot markiert - zwei Schrauben sind hier bereits entfernt. Nach dem Entfernen aller Schrauben klappt man den Kühler vorsichtig um, denn er hängt noch mit dem Kabel des Lüfter an der Grafikkarte fest - das seht ihr links im Bild Weisse 6870 B.jpg, wo man auch die Reste der Wärmeleitpaste der GPU sieht. Rechts ein Zoom, der den Staub auf anderen Chips zeigt - 1,5 Jahre Nutzung haben ihre Spuren hinterlassen.

Nach dem Abstecken des Lüfterkabels kann man die Schrauben entfernen, die das Kunsstoffgehäuse mit dem Kühler verbinden - diese Schrauben sind oben auf dem Bild Weisse 6870 C.jpg rot markiert, in grün habe ich den Weg des Lüfterkabels gekennzeichnet sowie zwei Schrauben, die das Kabel festhalten und die man auch entfernen sollte. Gut zu sehen die Paste-Reste auf der Kupfer-Kühlfläche. Unten im Bild ist das Gehäuse bereits entfernt, in rot markiert sind zwei der "Stege", in denen die Schrauben steckten. Auf dem Bild Weisse 6870 D.jpg sieht man links oben sehr gut, wieviel Staub sich dort angesammelt hat. Den Lüfter entfernt man, indem man vier sehr kleine Schrauben abschraubt - hier habe ich leider kein Foto, aber man sieht die Schrauben gut zwischen den Lüfterblättern. Daraufhin kann man den Lüfter und den Kühlkörper sehr gut reinigen (Pinsel, Zahnstocher, feuchtes Küchenpapier und einfach mal selber pusten). Links unten die neue Wärmeleitpaste - natürlich ist die alte vorher von GPU und Kühlfläche entfernt worden.

Rechts oben im Bild seht ihr, wie ich ein weiteres Problem gelöst habe, welches einer Lackierung im Weg stand: auf der Abdeckung sind nämlich silberfarbende Zierleisten, die ich nicht überlackieren wollte. Ich probierte es zuerst mit Tesafilm, um die Leisten vor Farbe zu schützen. Aber zwischen Abdeckungsoberfläche und Zierleisten ist stets ein Spalt, so dass dort unweigerlich Farbe reinlaufen kann, die die Zierleiste dann doch einfärbt. Ich drehte die Abdeckung daher um und sah, dass die Zierleisten mit "Steckern" durch die Abdeckung gesteckt wurden, deren Köpfe danach durch Hitze verformt wurden, so dass die Leiste nicht wieder abzuziehen ist. Ich schnitt mit einem Cutter jeden einzelnen Kopf daher vorsichtig ab und konnte die Zierleisten nach und nach dann doch herausnehmen - rechts oben im Bild seht ihr auch bei der kleinen Zierleiste angedeutet, dass sie kleine Köpfe hat und es passende Löcher an ihrem Platz der Abdeckung gibt, bei der längeren Zierleiste habe ich angedeutet, wo sie vorher saß.

Den Typen-Aufkleber der Grafikkarte (siehe ersten Bild zum Vergleich) habe ich wiederum dann doch mit Tesa-Film sehr gut abkleben können. Danach legte ich die Kühlerabdeckung auf Styropor, wie man rechts unten im Bild sieht, und färbte sie in mehrere Schichten weißer Farbe per Lackspray aus dem Baumarkt ein. zuerst eine "dicke" Schicht, nach einer halben Stunde eine weitere. Nach einigen Stunden setzte ich dann die Leisten wieder ein, entferne das Tesa vom "Typenschild" und schraubte alles wieder zusammen - das Ergebnis seht ihr auf dem letzten Bild Weisse 6870 E.jpg, rechts im Bild ist die Karte schon wieder im Testbetrieb zusehem, dafür habe ich das Board provisorisch aufgebockt. Ein kleiner Fauxpas ist mir dabei aber unterlaufen, der aber nur Perfektionisten stören wird (ich bin keiner ;) ): ich war etwas zu ungeduldig, habe die Abdeckung mitnur etwa 4 Strunden zu kurz trocknen lassen. Daher ging - als ich die Abdeckung umgedreht hinlegte, um die Kühlkörper-Schrauben wieder reinzudrehen - ein wenig Farbe wieder ab, was ich mit dem grünen Pfeil kennzeichnete. Besser also: die Farbe über Nacht in Ruihe trocknen lassen.

Im nächsten Update werde ich den Mainboard-Käfig bauen und ihn provisorisch schon einmal an den Ort unter den Tisch stellen, wo er später eingebaut wird, und das ganze testen.
 

Anhänge

  • Weisse 6870 A.jpg
    Weisse 6870 A.jpg
    280,5 KB · Aufrufe: 533
  • Weisse 6870 B.jpg
    Weisse 6870 B.jpg
    141,3 KB · Aufrufe: 466
  • Weisse 6870 C.jpg
    Weisse 6870 C.jpg
    806,1 KB · Aufrufe: 475
  • Weisse 6870 D.jpg
    Weisse 6870 D.jpg
    368,5 KB · Aufrufe: 500
  • Weisse 6870 E.jpg
    Weisse 6870 E.jpg
    295,6 KB · Aufrufe: 2.875
Zuletzt bearbeitet:
AW: Ein PC-Tisch im wahrsten Sinne des Wortes: Hardware in einen Schreibtisch integrieren

Update 10.9.2012: Mainboardkäfig bauen, Abstandhalter befestigen und Board probeweise montieren. Netzteil und Front für DVD-Laufwerk und Cardreader bauen und fixieren.

Mainboardkäfig bauen
Wie zuvor schon beschrieben, habe ich Metallstangen, die u.a. zum Bau von Kaninchenkäfigen beworben werden. Diese sind innen hohl bei rechteckigem Querschnitt. Ich habe die Stangen mit einem Winkelschleifer zurechtgeschnitten, mit dem ich ebenfalls die 0,8mm dicke Aluminiumplatte auf ATX-Maß gebracht habe - die Platte ist natürlich als Mainboardplatte gedacht. Natürlich habe ich dabei ATX-Maße plus 2-3cm Puffer genommen. Entsprechend sind dann auch Metalstangen gekürzt worden. Insgesamt sind es 12 Stangen, denn ein Käfig=Quader besteht ja aus zwei "Rechtecken" zu je 4 Stangen, die wiederum mit 4 Stangen zu einem Quader verbunden werden. Ich schnitt also jeweils 4 Stangen zu je ca 32cm und ca 27cm zurecht (für die beiden Rechtecke im großzügigeren ATX-Format) sowie 4 Stangen zu je ca 18cm (quasi die Mainboard-Käfig-Breite). Die Ecken werden mit Eckstücken aus Plastik verbunden, die 3 Achsen haben, quasi x-y-z-Achsen. Diese Plastik-Eckverbinder passen mit etwas Kraftaufwand genau in den Querschnitt der Stangen, da sie vom gleichen Hersteller kommen. Danach habe ich dann die Mainboardplatte mit dem Rechteck verschraubt - wie in Posting #2 beschrieben, haben die Stangen ja "Flügelleisten", an denen die Platte sehr gut aufliegt. Ich bohrte zum Befestigen der Mainboardplatte 3mm-Löcher in die Platte und in die Flügelleisten und nahm 1cm lange M3-Gewindeschrauben mit passenden Muttern, um die Platte zu befestigen.

Was noch als Erleichterung dazukam... also, das ist schwer zu beschreiben, aber: ich richtete die Stangen so aus, dass bei der oberen und untere Stange die Flügelleiste eher "nach oben" zeigte und bei den seitlichen Stangen "nach unten" - dadurch ensteht bei der Überlappung der Flügelleisten an den Ecken ein ca 1mm großen Spalt, in den ich die Mainboardplatte "zwischenquetschen" kann. Zum Verständnis habe ich eine kleine Skizze Ecke.jpg gemacht: zwei Stangen treffen sich, in Schwarz (1) das Verbindungseckstück, die gestrichelte schwarze Linie ist das Plasktik vom Verbindungstück, das ins intere der hohlen Stangen geht. In Dunkelgrau die "Flügelleiste" der oberen Stange (3), in Hellgrau die der linken Stange (2) - die gestrichelte Hellgraue Linie deutet an, dass die hellgraue Flügelleiste "unter" die dunkelgraue abtaucht. Die grüne Fläche soll die Mainboardplatte sein - die Pfeile zeigen, wie ich die Platte unter (in grün) bzw. über (in rot) die Flügelleisten schiebe - in blau das Eckstück ist logischerweise unter der dunkelgrauen, aber über der hellgrauen Flügelleiste "eingequetscht". Nachdem die Platte befestigt war, baute ich ein zweites Rechteck aus weiteren Stangen, denn es sollte ja ein Käfig werden und nicht nur eine flache Umrahmung für die Mainboardplatte. Die beiden Rechtecke habe ich dann wiederum mit 4 jeweils auf 17cm zurechtgekürzte Metalstangen verbunden, so dass am Ende ein Käfig entanden ist - siehe dazu auch das Bild Mainboardkaefig.jpg links oben - dort sieht man auch schon den nächsten Punkt meines Updates: die Abstandhalter


Abstandhalter befestigen
In die Mainboardplatte hatte ich zuvor schon passend die 9 Löcher im ATX-Standard zur Befestigung des Mainboards gebohrt, in die die Abstandhalter des Mainboards kommen sollten. Da ich keine normalen Abstandhalter verwenden kann (ich kann kein sauberes "Gewindeloch" für die normalen Abstandhalter in ein 0,8mm dünnes Blech bohren), habe ich 9 Gewindeverbinder gekauft - das ist quasi eine Art sehr lange Mutter, also ein sechskantiges Metallstück, das innen ein durchgehendes Gewinde hat, in das man von beiden Seiten Gewindeschrauben eindrehen kann. Es gab sie Baumarkt aber nur in der Breite M4, 2cm lang - also kaufte ich noch 18 M4-Gewindeschrauben 1cm Länge - 18 Stück, da ja Gewindeverbinder 2 Schrauben nötig sind (eine von unten durch Mainboardplatte nach oben und eine von oben durch das Board hindurch), also 9x2. Die Gewindeverbinder platzierte ich auf den Bohrlöchern und schraube dann von unten je eine der M4-Schrauben hinhein, so dass die Gewindeverbinder genau wie normalerweise die Abstandhalter auf der Mainboardplatte nach oben schauen - das ganze sieht man auch auf dem Bild Mainboardkaefig.jpg links oben. Ich habe die Schrauben aber nur leicht festgedreht, damit die Gewindeverbinder noch ein wenig Spiel haben, falls sie nicht 100% genau unter die entsprechenden Löcher des Mainboards passen. Ich legte daraufhin das Mainboard auf die Gewindeverbinder und schraubte durch die Mainboardlöcher die M4-Gewindeschrauben in die Gewindeverbinder, danach zog ich alle Schrauben nach und nach fest, auch die unter der Mainboardplatte. Das Ergebnis mit dem fertig montierten Mainboard seht ihr unten links auf dem Bild Mainboardkaefig.jpg, rot umkreist seht ihr noch nebenbei einen der Eckverbinder, der noch nicht ganz einsteckt ist. Rechts auf dem Bild seht ihr aus Sicht "hinter" dem Tisch, wie ich den Mainboardkäfig dann noch provisorisch schon einmal unter den Tisch platzierte - ich bockte ihn zu diesem Zweck einfach mit Packungen und Brettern auf. Die Rückseite des Käfigs, also die mit den Anschlüsse des Mainboards und der Grafikkarte, liegt auf einer Metallleiste auf, wie man unteren Bilddrand erahnen kann. Dies ist eine Leiste genau wie die Leisten aus Posting #2, allerdings war sie in Posting #2 noch nicht befestigt. Inzwischen sitzt sie bombenfest und verbindet ebenfalls die beiden Seitenteile des Tisches. Ach ja: ein Testbetrieb des "PCs" mit dem neuen Mainboardkäfig verlief einwandfrei :)



Netzteil, DVD-Laufwerk und Cardreader befestigen
Das Netzteil (auf dem Bild rot umrandet) habe ich, wie ihr seht, u.a. mit zwei Winkeln befestigt. Die Winkel sind mit einer Seite ins Tisch-Seitenteils geschraubt, die andere Seite wird mit den gleichen Schrauben mit dem Netzteil verbunden, die man auch bei einem normalen Gehäuse benutzt. Die beiden Winkel alleine würden das Netzteil aber nicht halten - daher seht iht auf dem nächsten Bild Netzteil.jpg, wie zwei breite Stuhlwinkel an der Innenseite des Tisch-Seitenteils das Netzeil stützten - es hält einwandfrei! Für DVD-LW und Cardreder habe ich ein "Front-Holzbrett" zugeschnitten, das ich hinter/über dem Mauspad als "Front" befestigen werde. Es soll sozusagen "hinter" die eine obere Metallleiste, die man in Posting #2 sieht und auf die dann die Ebene für Monitor und Boxen kommt. In das Front-Holzbrett habe ich Aussparungen für das DVD-Laufwerk und den Cardreader gesägt, Reader und Laufwerk habe ich wiederum mit einem dünnen Metallstück an der (von vorne aus gesehen) rechten Seite miteinander verbunden, so dass beides zusammenhängt. An der Innenseite des Tischseitenteils habe ich - ähnlich wie für das Netzeil - einen Winkel als Stütze befestigt. Die (von vorne aus gesehen) linke Seite des DVD-Laufwerkes und Cardreaders habe ich wiederum an der Innenseite des Front-Holzbrettes mit Winkeln befestigt - all das seht ihr auf dem Bild DVD Card Front.jpg, außerdem seht ihr dort unten im Bild, wie das Ganze dann (fast) fertig aussieht. Der Cardreader ist auf dem Bild wieder abmontiert, da er beim Test leider nicht ging (USB-Ports gingen, aber Cardreader nicht) - links zu sehen der bereits eingebaute Synthesizer, auf die Metallstangen kommt dann noch ein Regalbrett, auf das wiederum Monitor und Boxen gestellt werden.


Das war es erstmal für heute, beim nächsten Update werde ich zeigen, wie ich anstelle des provisorischen Aufbockens des Mainboards, den ihr ja hier auf dem ersten Bild rechts sehen könnt, eine Ebene rechts unter dem Schreibtisch baue, auf die dann der Mainboardkäfig eingeschoben werden kann. Außerdem evlt. noch das Aussägen eines Fensters in das rechte Seitenteil und Anbringen einer Steckdosenleiste inklusive "Verstecken" der Stromkabel im Tisch.

Bis denn :)

Herbboy
 

Anhänge

  • Ecke.jpg
    Ecke.jpg
    5 KB · Aufrufe: 459
  • Mainboardkaefig.jpg
    Mainboardkaefig.jpg
    209,3 KB · Aufrufe: 1.269
  • Netzteil.jpg
    Netzteil.jpg
    91,6 KB · Aufrufe: 833
  • DVD Card Front.jpg
    DVD Card Front.jpg
    132,7 KB · Aufrufe: 1.234
Zuletzt bearbeitet:
AW: Ein PC-Tisch im wahrsten Sinne des Wortes: Hardware in einen Schreibtisch integrieren

Update 14.9.2012: Halterung für Mainboardkäfig, Aussägen eines Fensters und Anbringen der Steckerleiste

Halterung für Mainboardkäfig
Nun ist es an der Zeit, dass der Mainboardkäfig auch ohne provisorische Stützen auskommt - ich will nicht Schiss haben, dass irgendwas kaputtgeht, nur weil ich gegen den Tisch stoße ;) ich habe zwei Bretter zu einem L zusammengeschraubt, welches den Käfig unten umrahmen soll. Das eine Ende des L wird mit einer Schraube an dem hinteren unteren Metallleiste des Tisches fixiert, das andere an der Innenseite des Tisches rechts vorne. Auf Keafighalterung 1.jpg seht ihr links das L umgedreht vor dem Einbau, rechts ist es bereits montiert. Der Käfig wird aber immer noch von den Packungen gehalten, die unter dem L zu sehen sind - dort habe ich dann aber zwei weitere Bretter festgeschraubt, die eine Art Boden entstehen lassen. Das Ergebnis seht ihr auf dem Bild Keafighalterung 2.jpg, wo ihr ebenfalls seht, wie das L mit der hinteren Metallleiste und an der Innenseite des rechten Seitenteils fixiert ist (grün umkreist), außerdem nochmal die Winkel, die das Netzteil stützen (rot umkreist). Unten im Bild ist die Konstruktion vom Boden aus fotografiert - mit den roten Pfeilen deute ich an, wie die beiden "Bodenbretter" mit der Tischinnenseite fixiert sind.


Der Käfig hält nun ohne weitere Abstützung einwandfrei! Dies erahnt man auch auf dem Bild Keafighalterung 3.jpg, wo ihr links im Bild eine Art Fach seht, das ich für den Festplattenkäfig eingerichtet habe. Rechts im Bild ist der Festplattenkäfig bereits eingesetzt. Und eines kann ich schon jetzt ankündigen: der Festplattenkäfig hat besonders viel Zeit in Anspruch genommen, da er erstens an der jetzigen Position dann doch ein bisschen stört (wenig Platz fürs rechte Bein, zumal ja VOR den Käfig noch eine Abdeckung hinkommen soll) und zweitens - was besonders schlimm ist/war - trotz entkoppelter Festplattenfixierung den ganzen Tisch zum Brummen bringt... inzwischen habe ich endlich eine Lösung gefunden, aber das folgt in einem späteren Update.


Aussägen eines Fensters
In das rechte Seitenteil des Tisches soll etwa in Mainboardgröße ein Fenster zum Aufklappen, und zwar nicht nur wegen der Optik, sondern auch um ohne großen Aufwand mal eine Komponente zu tauschen. Zum Aussägen habe ich den Käfig entfernt und alle Schrauben, die das rechte Seitenteil halten, entfernen müssen - das Ganze hielt sich aber in Grenzen, es sind 4 Schrauben für die Metallleisten und weiter 4 für das "L" der Mainboardkäfig-Halterung. Den Rest des Tisches habe ich auf einem Klappstuhl aufgebockt, der quasi als Ersatz-Seitenteil diente. Im Bild Fenster 1.jpg seht ihr, wie das Fenster aus dem 3cm dicken Seitenteil bereits fertig ausgesägt ist. Ich habe dazu einfach die 4 Ecken des späteren Fenster per Stift markiert und in die Ecken jeweils 2-3 Löcher gebohrt und diese noch "ausgelöffelt", damit dort die Säge meiner Stichsäge genug Platz hat, um von dort aus zur nächsten Ecke zu sägen. Es ging erstaunlich gut, da das Holz von guter Qualität ist - bei Regalplatten aus Sperrholz wird der Schnitt deutlich schiefer mit Wellen usw., da das Sägeblatt durch das grobe Holz wohl unruhiger läuft. Rechts auf dem Bild ist das Seitenteil wieder angebracht und der Käfig an seinem Platz, die Kabel sind natürlich noch nicht ordentlich verlegt ;) Auf dem Bild Fenster 2.jpg seht ihr einen Testbetrieb mit Beleuchtung. Ich habe testweise ein kleines Stück Plexiglas mit EINEM Scharnier befestigt um zu testen, wie weit das Scharnier vom Rand des Fensterrahmens weg sein muss. Das eigentliche Plexiglasfenster ist noch nicht zurechtgeschnitten.


Steckerleiste und Soundkarte anbringen
Am linken Seitenteil ist der ideale Platz für die Steckdosenleiste, da sie zur Wand zeigt und somit das Kabelwirrwarr nicht sichtbar sein wird. Dazu habe ich nur ein einziges Bild hochgeladen, Steckerleiste.jpg, welches die Schritte kurz zeigt. Ein Brett ragt etwas über den Rand hinaus und gibt "von hinten" halt, dazu noch zwei Stuhlwinkel und eine kleine Schraube, auf die ich das Loch der Steckerleiste stülpe (grün markiert links im Bild). Schritt zwei zeigt die bereits fixierte Steckerleiste, und rechts im Bild sind alle Stecker bereits eingesteckt und die Kabel halbwegs ordentlich untergebracht. Das weiße mit den Buchsen ist ein Soundmodul meiner Soundkarte - vorne oben kommen zum Beispiel die Kopfhörer dran, weitere Buchsen (auch auf der Rückseite, auf dem Bild nicht sichtbar) sind zum Anschluss meines Synthesizers da. Der Knopf oben vor dem Soundmodul ist ein Schalter für die Steckerleiste - ich kann nun also den gesamtem Strom einfach links am Tisch ab/einschalten.

Im nächsten Update: Festplattenkäfig entkoppelt einbauen, Power- und Resetschalter in die Front einbauen und evlt. auch Fenster zurechtschneiden und abringen.

Bis denn!

Herbboy
 

Anhänge

  • Steckerleiste.jpg
    Steckerleiste.jpg
    173,3 KB · Aufrufe: 1.655
  • Fenster 2.jpg
    Fenster 2.jpg
    132,8 KB · Aufrufe: 1.668
  • Fenster 1.jpg
    Fenster 1.jpg
    274,7 KB · Aufrufe: 1.220
  • Kaefighalterung 3.jpg
    Kaefighalterung 3.jpg
    106,2 KB · Aufrufe: 997
  • Kaefighalterung 1.jpg
    Kaefighalterung 1.jpg
    149,9 KB · Aufrufe: 917
  • Kaefighalterung 2.jpg
    Kaefighalterung 2.jpg
    255,1 KB · Aufrufe: 1.060
Zuletzt bearbeitet:
AW: Ein PC-Tisch im wahrsten Sinne des Wortes: Hardware in einen Schreibtisch integrieren

Da hast du aber vorgesorgt mit Leerpostings:ugly:
Da müssen aber viele Fotos kommen, um die alle zu füllen:daumen:
 
AW: Ein PC-Tisch im wahrsten Sinne des Wortes: Hardware in einen Schreibtisch integrieren

Da hast du aber vorgesorgt mit Leerpostings:ugly:
Da müssen aber viele Fotos kommen, um die alle zu füllen:daumen:

Jein: ich will halt nicht pro Posting 200 zeilen schreiben und 30 Bilder posten, sondern lieber viele kleinere Postings, in denen jeweils nur 1-2 Arbeitsschritte erläutert werden ;) oder auch Platz, falls jemand etwas genauer wissen will, wofür sich ein "größeres" Posting lohnt und nicht nur 2-3 kurze Sätze reichen.

Und wenn ich weniger Postings brauche als vorgesorgt, werden natürlich auch Leerpostinggs gelöscht. :D
 
AW: Ein PC-Tisch im wahrsten Sinne des Wortes: Hardware in einen Schreibtisch integrieren

Na das hört sich ja mal spannend an.
Dann freu ich mich auf deine ersten Arbeitsschritte!

Viel Erfolg!

:daumen:
 
AW: Ein PC-Tisch im wahrsten Sinne des Wortes: Hardware in einen Schreibtisch integrieren

Ein erstes Update ist da - und danke für die guten Wünsche :)
 
Zurück