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"Survivorship Bias" hin oder her. Microsoft ist nicht trotz, sondern teilweise wegen der weiten Verbreitung ihrer Software (legal oder illegal) zum Standard geworden. Piraterie war in den 70ern und 80ern oft das beste Marketing für die Etablierung eines Monopols. Gates Brief war weniger ein Überlebenskampf als vielmehr der Startschuss für die Monetarisierung eines Hobbys.
Wenn das der Preis für den "Survivorship Bias" ist, Multimilliardär zu werden und ein weltweites Betriebssystem-Monopol aufzubauen, dann hätten viele andere Entwickler 1976 sicher gerne mit Gates getauscht.
Mein Mitleid hält sich auch 50 Jahre später in Grenzen.
Ps: 1998 Hielt der selbe Gates eine Rede an der University of Washington
Zitat: "About 3 million computers get sold every year in China, but people don't pay for the software. Someday they will, though. As long as they are going to steal it, we want them to steal ours. They'll get sort of addicted, and then we'll somehow figure out how to collect sometime in the next decade."
Gates Brief war insofern kein Hilferuf eines Sterbenden, sondern der Versuch, ein Geschäftsmodell zu erzwingen, das die Community-Kultur der Hobbyisten (die den PC-Markt erst erschaffen haben) kriminalisierte.
Dass ausgerechnet die Firma, die am lautesten schrie, durch die quasi-monopolistische Verbreitung ihrer Software zum wertvollsten Konzern der Welt wurde, zeigt eher: Die Verbreitung war die Währung, nicht jeder einzelne Scheck über 20 Dollar für eine Lizenz.
Wenn du also das nächste Mal mit psychologischen Fachbegriffen um dich wirfst mach auch die Geschichtshausaufgaben dazu wenigstens ordentlich.
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