Ich möchte Windows und andere MS Produkte noch nicht mal geschenkt!
Windows habe ich in der Vergangenheit immer gekauft, bzw. kostenlose Updates auf die nächste Version benutzt!
MS Office nutze ich nur auf der Arbeit. Zu Hause viel meine Wahl zuerst auf Open Office und jetzt schon seit Jahren auf Libre Office!
Raubkopieren war bei Spielen in der Vergangenheit ein großes Thema. Gerade zu C64-Zeiten.
Auch beim PC wurden CDs und DVDs kopiert!
Seit Steam in Sales die Games günstig verkauft, müsste das ganze doch stark abgenommen haben.
Absolut Deiner Meinung.
Heute glänzt man über Qualität: Programme, Indie Games, Filme.
Manches ist zum Wohle der Allgemeinheit altruistisch kostenlos (Open-Source).
Anderes ist Indie oder ein Neuversuch, eine Chance eines neuen Teams mit frischer Idee.
Das wenigste ist Altbewärtes bekannter Qualität - eigentlich nur bei Hardware.
Ich kaufe mir heute auch vermehrt Indies, die halbwegs gut bewertet sind und meinen Geschmack treffen, da einfach und günstig verfügbar.
Software verwende ich fast ausschließlich Open-Source im Privat-Umfeld und würde das selbst im Beruflichen vermehrt tun und sogar die Dienstleistung und Spenden bezahlen, wenn ich da was zu entscheiden hätte.
"Raubkopieren" tue ich im Gegensatz zur Jugendzeit sogut wie gar nicht mehr und eigentlich auch nur dann, um mich vorher von der Qualität und Brauchbarkeit eines paywalled Produktes (oft ohne Demo) - gerade bei Spielen und Filmen- zu vergewissern - und nicht später der Gelackmeierte zu sein.
Das ist besonders oft bei den größten der Branche, mit den großen Franchises und sinkender Qualität, sowie zunehmender Kunden-Täuschung der Fall.
Wenn es mir gefällt und ich es haben will, dann kaufe ich es nachgelagert auch - im Sale zu angemessenem Preis.
Pirating zur Qualitätssicherung und Selbstschutz sozusagen.
Das sind ziemlich auch die einzigen Fälle, die mir heute überhaupt noch für mich in den Sinn kämen.
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Kostenlose Vollzeit-Programmierer?
Hab ich nicht gesagt.
Bezahlte Vollzeit-Programmierer und Hobbyisten (deren Leistung ist oftmals kostenlos).
Du musst Dienstleistung und Software voneinander trennen.
In dem Fall ist die Dienstleistung das Produkt, das vermarktet wird - nicht die Software/Tool/Application.
Guck Dir mal die Business Models von FOSS an
Mit Service, Dienstleistung und Arbeitszeit kann man Geld machen und trotzdem die Software kostenlos anbieten.
Geht.
Es gibt nicht nur Geschäftsmodelle, wo ich ein Produkt, eine Idee oder Wissen umzäunen und absichern muss, um durch Zugangsbeschränkung (also Zoll, Wegelagerei) Geld zu verdienen.
Vielleicht mal
"Free Culture" von Lawrence Lessig gelesen?
Eben nicht. Ein Teil der Open-Source-Community lebt von Spenden, und zwar weniger ein paar Cent über Patreon & Co, sondern Millionensummen von kommerziellen Unternehmen, die letztlich die Weiterentwicklung eines Tools für ihre Zwecke finanzieren, aber so nett sind, es andere auch nutzen zu lassen. Der andere Teil lebt davon, die gnädiger Weise auch kostenlos angebotene Software mit entweder erweitertem Funktionsumfang oder für professionellen Einsatz angebrachten Support zum Vollpreis zu verkaufen. Nur sehr kleine Tools werden einzig und allein von Hobbyisten in ihrer Freizeit aus Spaß an der Freude maintained; der absolute Löwenanteil von OSS ist Business. Also eine Form von dem, was sich Gates an Stelle der seinerzeit auf allen Ebenen üblichen Raubkopiererei gewünscht hat.
"Nettigkeit" und "Gnade" durch große Konzerne.

Das sieht echt so in Deiner Weltanschauung aus, was?
Das ist knallhart durchkalkuliert und sie profitieren davon. Sie profitieren von Open-Source und der freien Beteiligung, der gemeinsamen Kollaboration über Firmen hinweg.
Sie helfen, essentielle Grundlagen zu erzeugen, um dann auf anderer Weise im Service ihr Geld zu verdienen.
Guck mal, wieviel selbst Microsoft heute auf Open-Source setzt und sich zunutze macht (und das auch nicht immer fair), wie hoch der Anteil an Cloud-Dienstleistungen an ihrem Geschäftsmodell heute ist und wieviel dort bei ihren Servern auf Open-Source setzt (und gar Linux!).