News Ein halbes Jahrhundert später: Gates' Kritik an Software-Diebstahl

PCGH_Jacky

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Vor 50 Jahren sorgte ein offener Brief von Bill Gates für Diskussionen innerhalb der PC-Hobbyisten-Szene. Darin kritisierte der Microsoft-Mitgründer die Software-Piraterie und stellte Grundsatzfragen zur Finanzierung von Entwicklungsarbeit.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Ein halbes Jahrhundert später: Gates' Kritik an Software-Diebstahl

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
Hatte er ja recht, damals war es eine Plage. Wer kaufte war eigentlich nicht normal.
Aus heutiger Sicht kann ich es nicht mehr beurteilen, kaufe brav, nicht unbedingt zum Vollpreis beim Erscheinen und ärgere mich, das in den Preisen der Kopierverlust mit eingepreist wird. Was dann bei einer Window Lizenz komplett ausartet und mich allein aus dieser Sicht schon in Richtung Linux treibt, für die ich gerne auch einen Obolus bezahlen würde. Bisher konnte ich mich für Keine entscheiden, b.z.w. konnte keine Windows komplett ersetzen.
 
Wenn man Hardware kopieren könnte, würde ich es in der momentanen Lage tun.
Ach, und Lebensmittel, so wie bei Star Trek.
Ich träume von Utopia, aber eigentlich leben wir schon in einer Dystopie.
In diesem Sinne: Earl Grey, hot.
 
Zuletzt bearbeitet:
Damals gabs aber auch keine Day 1 patches oder kaum nutzbare Software mit ABO Modell, die Zeiten haben sich dahin gehend geändert und ich finde heute ist die Qualität nicht die selbe.

War damals kaufen = besitzen?
 
Ein wenig Mitleid könnte man mit MS schon haben! Denen geht es gar nicht gut!
Denen geht es so schlecht, dass man die Office Abogebühren bald leider erhöhen muss!


Ich warte nur noch auf das Windows Abomodell!
 
Im falle von Adobe, Software allgemein, könnte man sich Adobe leisten, 100€ im Jahr für Rundumlizenz, würden einige auch nicht Premiere oder photoshop raubkopieren. Bei Games kann man einfah auf Sales warten, aber sowie die Firmen halt Preispolitik betreiben gilt es js nurnoch für Mittelschicht und selbst die ist so erodiert, will auch keiner mehr für was zahlen. Und Studenten 50€. Verlangen aber ja 23 im Monat und ich will eig auch Cloud mitreinnehmen, des ist 70. also zahlt man da ja wucher. 5€ im Monat.

If buying isn´t owning, etc etc
 
Die Kritik und das Gejammer sind sehr hol und gegenstandslos, wenn man bedenkt, wie Microsoft sich unbezahlt bei anderen bedient hat, Ideen geklaut (Xerox: Mouse-Click, Fenster-Modus, Scrollbars; Features aus Lotus-1-2-3 in Excel-Spreadsheets, Sun's Java-Code in MS-Java, Coral WordPerfect-Features in MS Office ... usw).
Oder wenn man sieht, wie die großen der Branche gerade bei ihren KI-Modell-Trainings sich frei an allerlei Content schamlos bedienen - ob urheberrechtsgeschützt, mit Lizenzen nutzungsbeschränkt, Paywall-umgehend, "raubkopierend".

Softwarepiraterie und Urheberrechte sind nur noch lahme Vorwände, die eh nicht ernst genommen werden.

Wenn SIE es machen, ist es OK - ist ja Wettkampf , wenn ANDERE es machen, ist es Diebstahl.
Alles klar!

Microsoft, Google, Meta, openAI, Tesla, Netflix, Disney, ... ihr seid unsere Vorbilder ;) , wir machen es euch nach :daumen:
(naja, teilweise,.. wir versuchen nicht ganz so A-löcher zu sein - nur wenn es um die Verteilung von immateriellem "Besitz" zum Gemeinnutzen geht)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das unglaublich ironische ist, dass Microsoft durch exakt dieses Entwicklung überhaupt zum Monopolisten aufsteigen konnte.

Es gab, in den 80ern und 90ern, durchaus einen Haufen Alternativen zu MS, die auch alle wesentlich billiger waren. nur interessierte das kaum einen Privatanwender, weil sich die meisten einfach das teurere MS Office, DOS, Windows usw. kopiert haben. Unternehmen, ab einer Mitarbeiterzahl, in der man ex nicht mehr verheimlichen konnte, mußten sich die MS Produkte hingegen kaufen, da sie zum defakto Standard mutiert waren. Daran sind dann alle Konkurrenten pleite gegangen.

Kann man heute auch hier sehen. Viele würden es sich dreimal überlegen, ob sie nicht Linux installieren oder zumindest ausprobieren würden, wenn sie für Windows Home die vollen 250€ oder für Professional gar 850€ hinblättern müßten. Aber es gibt ja die Keyhänder im Internet und schon hat man Windows für unter 5€.

Oder, wie es (ich glaube es war sogar Bill Gates) ein MS Boss später gesagt hat "es ist mir lieber, wenn jemand Windows kopiert, anstatt sich Linux zu installieren.
 
Im falle von Adobe, Software allgemein, könnte man sich Adobe leisten, 100€ im Jahr für Rundumlizenz, würden einige auch nicht Premiere oder photoshop raubkopieren. Bei Games kann man einfah auf Sales warten, aber sowie die Firmen halt Preispolitik betreiben gilt es js nurnoch für Mittelschicht und selbst die ist so erodiert, will auch keiner mehr für was zahlen. Und Studenten 50€. Verlangen aber ja 23 im Monat und ich will eig auch Cloud mitreinnehmen, des ist 70. also zahlt man da ja wucher. 5€ im Monat.
... wozu brauchst du Adobe, gibt doch genug kostenlose Alternativen wie z.B. Windows-Fotobearbeitung - da brauchst noch nicht einmal was installieren, ist schon mit bei :D
Oder die vielen vielen kostenlosen Programme egal ob für Office und PDF ...
 
Schon bevor die Software-Konkurrenten Pleite gegangen sind, ist Microsoft überhaupt erst groß geworden, weil unzählige Hardware-Hersteller das Design des IBM-PCs kombiniert und mit MS-Betriebssystem ausgeliefert haben. (Von wegen Hardware kann man nicht duplizieren.^^) Und schon davor kam "MS-DOS" überhaupt erst zu Stande, weil ein gewisser Geschäftsmann einen Entwickler ziemlich abgezogen und mit einem Hungerlohn hat sitzen lassen.

Das Gates selbst von Ideendiebstahl profitiert hat, ändert aber nichts daran, dass er recht hat. Bei vielem, was verkauft wird, mag der Preis nicht der eigentlichen Arbeitsleistung entsprechen. Aber alles, was kostenlos bezogen wird, ist entweder
- von so unterirdischer unbrauchbarer Drecksqualität, dass es eigentlich niemand beziehen sollte.
- mitnichten umsonst sondern z.B. über Daten- oder Zeitdiebstahl ("Werbung") finanziert.
- geklaut oder im besten Fall von jemandem großzügigen verschenkt.

Auf die ersten beiden Punkte sollte man nicht bauen, auf den letzten kann man es nicht. Und das betrifft nicht nur Software, sondern sämtliche Wissensleistungen.
 
Das Gates selbst von Ideendiebstahl profitiert hat, ändert aber nichts daran, dass er recht hat. Bei vielem, was verkauft wird, mag der Preis nicht der eigentlichen Arbeitsleistung entsprechen. Aber alles, was kostenlos bezogen wird, ist entweder
- von so unterirdischer unbrauchbarer Drecksqualität, dass es eigentlich niemand beziehen sollte.
- mitnichten umsonst sondern z.B. über Daten- oder Zeitdiebstahl ("Werbung") finanziert.
- geklaut oder im besten Fall von jemandem großzügigen verschenkt.

Auf die ersten beiden Punkte sollte man nicht bauen, auf den letzten kann man es nicht. Und das betrifft nicht nur Software, sondern sämtliche Wissensleistungen.

Open Source Software würde allen drei Punkten widersprechen...

(natürlich gibt es da auch Punkt 1)
 
Ich möchte Windows und andere MS Produkte noch nicht mal geschenkt!
Windows habe ich in der Vergangenheit immer gekauft, bzw. kostenlose Updates auf die nächste Version benutzt!
MS Office nutze ich nur auf der Arbeit. Zu Hause viel meine Wahl zuerst auf Open Office und jetzt schon seit Jahren auf Libre Office!

Raubkopieren war bei Spielen in der Vergangenheit ein großes Thema. Gerade zu C64-Zeiten.
Auch beim PC wurden CDs und DVDs kopiert!
Seit Steam in Sales die Games günstig verkauft, müsste das ganze doch stark abgenommen haben.
 
[...]Aber alles, was kostenlos bezogen wird, ist entweder
- von so unterirdischer unbrauchbarer Drecksqualität, dass es eigentlich niemand beziehen sollte.
- mitnichten umsonst sondern z.B. über Daten- oder Zeitdiebstahl ("Werbung") finanziert.
- geklaut oder im besten Fall von jemandem großzügigen verschenkt.

Auf die ersten beiden Punkte sollte man nicht bauen, auf den letzten kann man es nicht. Und das betrifft nicht nur Software, sondern sämtliche Wissensleistungen.
Boa äh, das ist mal eine sehr pessimistische und etwas platte Sicht auf die Dinge.

Komisch, irgendwie wird der FreeWare- und Open-Source-Anteil hier ziemlich als Nische ganz im hinteren Eck als Randnotiz versteckt: "im Besten Fall".

Dieser Beste Fall macht einen sehr großen Anteil im Netz aus, in dem Hobbyisten und für ihre Dienstleistung bezahlte
Vollzeit-Programmierer kollaborativ an Lösungen arbeiten.

Gerade der Open-Source-Sektor ist riesig und wichtig!
Ich habe Programme und Code gesehen, die so sauber, schlank und effizient waren, da kann der proprietäre versteckte Spaghetti-Code-Mist, abstinken - der nur Maintained wird, wenn jemand dafür ausreichend bezahlt wird.
(der mal nebenbei gesagt, genauso von Drecksqualität oder Datenklau und werbeverseucht sein kann, um Profitabilität zu maximieren - nur da weisst Du es halt nicht, weil Du nicht gucken kannst)
Nur weil ich für etwas Geld bezahle, ist es noch lange nicht gut, wie die fortschrietende Enshittification und gerade Microsoft in letzter Zeit so eindrucksvoll beweist.

Beispiel Celluloid (video-player) vs WMP.
Blender vs Autodesk Maya / 3ds Max?
KeePass vs LastPass / 1Password?

Auch sonst sind kostenlose Tools heute weit verbreitet und in vielen Teilen Standard geworden - nicht immer mit Werbung zugeballert oder von minderer Qualität.
VLC, Notepad++, Audacity, Gimp, Inkscape, LibreOffice, Firefox und Derivate, PostgreSQL usw.

Und der Fakt, dass der Code offen zugänglich, einsehbar und weiterverwendbar ist, ist extrem wichtig.
Ganze Industriezweige und Großkonzerne stützen sich darauf und haben Multi-Millionen-Dollar-Geschäftsmodelle mit ihren Dienstleistungen darauf aufgebaut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Open Source Software würde allen drei Punkten widersprechen...

(natürlich gibt es da auch Punkt 1)

Dieser Beste Fall macht einen sehr großen Anteil im Netz aus, in dem Hobbyisten und für ihre Dienstleistung bezahlte
Vollzeit-Programmierer kollaborativ an Lösungen arbeiten.

Kostenlose Vollzeit-Programmierer?
Eben nicht. Ein Teil der Open-Source-Community lebt von Spenden, und zwar weniger ein paar Cent über Patreon & Co, sondern Millionensummen von kommerziellen Unternehmen, die letztlich die Weiterentwicklung eines Tools für ihre Zwecke finanzieren, aber so nett sind, es andere auch nutzen zu lassen. Der andere Teil lebt davon, die gnädiger Weise auch kostenlos angebotene Software mit entweder erweitertem Funktionsumfang oder für professionellen Einsatz angebrachten Support zum Vollpreis zu verkaufen. Nur sehr kleine Tools werden einzig und allein von Hobbyisten in ihrer Freizeit aus Spaß an der Freude maintained; der absolute Löwenanteil von OSS ist Business. Also eine Form von dem, was sich Gates an Stelle der seinerzeit auf allen Ebenen üblichen Raubkopiererei gewünscht hat.
 
Ich möchte Windows und andere MS Produkte noch nicht mal geschenkt!
Windows habe ich in der Vergangenheit immer gekauft, bzw. kostenlose Updates auf die nächste Version benutzt!
MS Office nutze ich nur auf der Arbeit. Zu Hause viel meine Wahl zuerst auf Open Office und jetzt schon seit Jahren auf Libre Office!

Raubkopieren war bei Spielen in der Vergangenheit ein großes Thema. Gerade zu C64-Zeiten.
Auch beim PC wurden CDs und DVDs kopiert!
Seit Steam in Sales die Games günstig verkauft, müsste das ganze doch stark abgenommen haben.
Absolut Deiner Meinung. :daumen:

Heute glänzt man über Qualität: Programme, Indie Games, Filme.

Manches ist zum Wohle der Allgemeinheit altruistisch kostenlos (Open-Source).
Anderes ist Indie oder ein Neuversuch, eine Chance eines neuen Teams mit frischer Idee.
Das wenigste ist Altbewärtes bekannter Qualität - eigentlich nur bei Hardware.

Ich kaufe mir heute auch vermehrt Indies, die halbwegs gut bewertet sind und meinen Geschmack treffen, da einfach und günstig verfügbar.
Software verwende ich fast ausschließlich Open-Source im Privat-Umfeld und würde das selbst im Beruflichen vermehrt tun und sogar die Dienstleistung und Spenden bezahlen, wenn ich da was zu entscheiden hätte.

"Raubkopieren" tue ich im Gegensatz zur Jugendzeit sogut wie gar nicht mehr und eigentlich auch nur dann, um mich vorher von der Qualität und Brauchbarkeit eines paywalled Produktes (oft ohne Demo) - gerade bei Spielen und Filmen- zu vergewissern - und nicht später der Gelackmeierte zu sein.
Das ist besonders oft bei den größten der Branche, mit den großen Franchises und sinkender Qualität, sowie zunehmender Kunden-Täuschung der Fall.
Wenn es mir gefällt und ich es haben will, dann kaufe ich es nachgelagert auch - im Sale zu angemessenem Preis.

Pirating zur Qualitätssicherung und Selbstschutz sozusagen.
Das sind ziemlich auch die einzigen Fälle, die mir heute überhaupt noch für mich in den Sinn kämen.

---
Kostenlose Vollzeit-Programmierer?
Hab ich nicht gesagt.
Bezahlte Vollzeit-Programmierer und Hobbyisten (deren Leistung ist oftmals kostenlos).

Du musst Dienstleistung und Software voneinander trennen.
In dem Fall ist die Dienstleistung das Produkt, das vermarktet wird - nicht die Software/Tool/Application.
Guck Dir mal die Business Models von FOSS an ;)

Mit Service, Dienstleistung und Arbeitszeit kann man Geld machen und trotzdem die Software kostenlos anbieten.
Geht.
Es gibt nicht nur Geschäftsmodelle, wo ich ein Produkt, eine Idee oder Wissen umzäunen und absichern muss, um durch Zugangsbeschränkung (also Zoll, Wegelagerei) Geld zu verdienen.

Vielleicht mal "Free Culture" von Lawrence Lessig gelesen?

Eben nicht. Ein Teil der Open-Source-Community lebt von Spenden, und zwar weniger ein paar Cent über Patreon & Co, sondern Millionensummen von kommerziellen Unternehmen, die letztlich die Weiterentwicklung eines Tools für ihre Zwecke finanzieren, aber so nett sind, es andere auch nutzen zu lassen. Der andere Teil lebt davon, die gnädiger Weise auch kostenlos angebotene Software mit entweder erweitertem Funktionsumfang oder für professionellen Einsatz angebrachten Support zum Vollpreis zu verkaufen. Nur sehr kleine Tools werden einzig und allein von Hobbyisten in ihrer Freizeit aus Spaß an der Freude maintained; der absolute Löwenanteil von OSS ist Business. Also eine Form von dem, was sich Gates an Stelle der seinerzeit auf allen Ebenen üblichen Raubkopiererei gewünscht hat.
"Nettigkeit" und "Gnade" durch große Konzerne. :schief:
Das sieht echt so in Deiner Weltanschauung aus, was?

Das ist knallhart durchkalkuliert und sie profitieren davon. Sie profitieren von Open-Source und der freien Beteiligung, der gemeinsamen Kollaboration über Firmen hinweg.
Sie helfen, essentielle Grundlagen zu erzeugen, um dann auf anderer Weise im Service ihr Geld zu verdienen.

Guck mal, wieviel selbst Microsoft heute auf Open-Source setzt und sich zunutze macht (und das auch nicht immer fair), wie hoch der Anteil an Cloud-Dienstleistungen an ihrem Geschäftsmodell heute ist und wieviel dort bei ihren Servern auf Open-Source setzt (und gar Linux!).
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange ich heutzutage nur noch eine Nutzungslizenz kaufe, die mir jederzeit entzogen werden kann,

setze ich auf Alternativen. Mittlerweile Linux und GoG. Das letzte "gekaufte" Office meinerseits war Office 2007

mit 3 Lizenzen, das ich letztens nicht mehr online aktivieren konnte, eine Aktivierung per Telefon ist auch nicht mehr

möglich, :wall: das Resultat war dann eine "Spezialversion" des Office 2007 für den Laptop. Mal sehen, wann ich den

Laptop dann in der Zukunft auch noch auf Linux only umstelle, dann kann M$ mich mal kreuzweise... :cool:
 
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