Das Problem ist nicht das Motorengewicht. Wenn du sehr hohe Leistungen anbieten willst musste alles rundherum auch für sehr hohe Stromstärken (Akkuaufbau, Leitungsquerschnitte, Kühlsysteme usw.) und hohe mechanische Belastungen (Wellendurchmesser, Bremsen usw.) auslegen da der Nutzer tatsächlich auf die Idee kommen könnte die Leistung zu benutzen auch wenn man sie real 99+% der Zeit nicht braucht. Und all das musste mitschleppen.
Eine hohe Performance macht ein e-Auto also sehr wohl deutlich ineffizienter - nur nicht wegen des Motors selbst. Der Unterschied ist weitaus kleiner als bei Verbrennern (was im Wesentlichen daran liegt dass e-Motoren im Gegensatz zu Verbrennern nicht sofort in den effizienztechnischen Abgrund fallen wenn man sie abseits ihres Betriebspunktes betreibt) aber dennoch spürbar vorhanden.
Insgesamt sind die Verluste wesentlich geringer. Es ist sinnvoll, die Elektroautos entsprechend zu motorisieren, da sie dann einen ihrer größten Vorteile ausspielen können.
Der Gründer von Tesla (Elon Musk ist nur der Investor) hatte es erkannt: Elektroautos werden sich durchsetzen, wenn sie besser sind, nicht schlechter. Darum ist eine ordentliche Motorisierung wichtig. Die Eunuchenkarren haben sich leider nicht verkauft, obwohl es sie durchgängig gab.
Ja, das finde ich auch. Nur, soll ich mir heute so eine Möhre kaufen, wenn in 3-4 Jahren nicht nur alles toller ist, sondern absehbar auch nicht kompatibel sein wird? -> Nee!!
Die Autos entwickeln sich seit gut 200 Jahren permanent weiter (ich zähle auch die Dampfwägen dazu), mit der Einstellung wirst du dir nie ein Auto kaufen können. Wenn es gefällt, dann schlag zu, ansonsten laß es.
Habe vor Jahren den "Microlino" mal als 3. Wagen ins Auge gefaßt, und? Bis heute nicht zu kaufen und wenn der Akku nach 5 Jahren mal hin ist: Totalverlust inkl. Abfallthematik.
Wer sich so ein Auto kauft, der sollte wissen, worauf er sich einläßt. Das Ding hat (je nach Akku) eine praktische Reichweite von 50-100km. Die Hersteller geben 700-1000 Zyklen an, in der praxis landet man durchaus bei 1500-2500. Gehen wir einfach von 1500 Zyklen aus, dann bist du bei 75-150.000km.
Danach mußt du dir dann einen neuen Akku kaufen oder den alten mit neuen Zellen bestücken lassen. Bei 5 Jahren müßtest du mit dem Ding jeden(!) Tag 40-80km fahren. Was angesichts der Ladezeit und geringen Geschwindigkeit recht sportlich ist.
Hatte neulich im Urlaub einen Q2, knapp 1000km Reichweite mit 55L Tank ... da müssen Millionen von Forschern noch ordentlich in die Hände spucken, bis so etwas besser funktioniert!
Eine chinesische Firma hat schon einen 150kWh Akku im Programm, damit ist das auch schaffbar. Das große Problem sind höhere Geschwindigkeiten. Bei einem Elektroauto macht sich jedes zusätzliche kmh böse bemerkbar. Ein effizienter Verbrenner kann auch mit 200kmh unterwegs sein, braucht dann eben seine 8-12L, aber die hat man bei der Tankstelle in ein paar Minuten wieder drin.
Bis man mit den meisten Autos mit bequemen 160kmh dahinfahren kann, wird es noch dauern.