AW: Dyson-Sphäre hinter seltsam flackerndem Stern vermutet
Ersteres stimmt, der mittlere Schluss ist aber falsch. Wenn Aliens 20%
der in unserer Richtung emittierten Energie ihrer Sonne abzapfen, dann ist keineswegs anzunehmen, dass diese 20% umgesetzter Energie
in unserere Richtung als Infrarotstrahlung emittiert werden würden.
Würde ich den lächerlichen Versuch unternehmen, aus unserer heutigen Technik Rückschlüsse zu ziehen, würde ich sogar das genaue Gegenteil annehmen: Wir kennen keinen einzigen Verarbeitungsprozess, der auch nur annähernd so energieintensiv ist, dass er den Transport der Werkstoffe auf ein Dyson-Objekt und wieder zurück rechtfertigen würde. Wir haben auch keinerlei Konzepte dafür, wieso große Teile einer Bevölkerung auf Dyson-Objekten leben sollten. Wenn man aber die gesammelte Energie nicht auf dem Dyson-Objekt nutzen kann, sondern sie von dort in irgend einer Form abtransportiert (im einfachsten Fall ein Spiegel, im komplexesten Fall z.B. durch eine Antimaterieproduktion vor Ort), dann ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass sie in einer anderer Richtung abtransportiert wird. Bedenkt man die enorme Energiemenge, die bei 20-prozentiger Abdeckung geerntet wird, halte ich sogar die Nutzung auf einem oder mehreren Planeten für unmöglich (die Oberfläche dieser würde sich viel zu stark aufheizen, wenn man soviel Energie darauf nutzt). Es bleibt also nur die Nutzung der Energie im interstellaren Raum und da ist gerichtete Strahlung (höchstwahrscheinlich nicht auf die Erde) das beste Konzept. Ich hatte ja schon den Shkadov-Thruster erwähnt, der das ganze Sonnensystem z.B. aus einem Kollisionskurs mit anderen Sternen entfernen soll (seeeeehr langlebige bzw. -planenden Aliens

). Eine andere Möglichkeit wäre z.B. die Energieversorgung interstellarer Flugobjekte durch gezielte Bestrahlung.
Die letzte Schlussfolgerung stimmt somit wieder: Niemand baut eine Dyson-Sphäre für die Stadtelektrifizierung.