Duden 3.0: Shitstorm, Facebook und Co. jetzt deutsches Sprachgut

@Shub Niggurath: Ist dir eigentlich bewusst wieviele Worte du in deinem Text verwendest, die gar nicht aus dem deutschen kommen?
Hip, cool, Fanboy, Nuance,... um nur einige zu nennen.

Sprache verändert sich und hat dies auch schon immer getan. Es gibt keine monotithisch unveränderliche Sprache. Sprache ist vielmehr ein evolutionärer Prozess, der sich permanent wandelt und auf verschiedene Einflüsse reagiert. Es gibt z.B. speziell im Südwesten eine große Anzahl von französischen Begriffen, die längst eingedeutscht wurden und ganz normal verwendet werden (Trottoir, Couch, Plafond,...). Kein Mensch regt sich darüber auf, das ist dann wohl eine gute Veränderung gewesen und jetzt alles "urdeutsch"?

Veränderung der Sprache gab es schon immer und ebenfalls schon immer wurden dabei vornehmlich Begriffe aus benachbarten Sprachgebieten oder eben von kulturell vorherschenden Sprachen übernommen. So war dies in der Vergangenheit neben dem lateinischen, das ja als Sprache des Klerus und der Gelehrten bis in die Neuzeit hinein Einfluss auf die Sprach- bzw. Wortentwicklung hatte auch beispielsweise das Französische, das zur Zeit des Absolutismus die Sprache des Adels und der vornehmen Gesellschaft war. Viele der Begriffe die damals eingedeutscht wurden sind heute Teil der Alltagssprache und z.T. wissen viele Leute gar nicht, dass es sich dabei um gar keine "deutschen" Worte handelt. Andere dieser Worte waren reine Modeworte und werden heute z.T. gar nicht mehr Verstanden oder sorgen zumindest für Verwunderung.

Mit dem Englischen ist das momentan eben ähnlich, nicht zuletzt weil ein großer Anteil der Bevölkerung beruflich regelmäßig Englisch redet. Es bleibt abzuwarten wie viele der denglischen Begriffe in 100 Jahren in der Alltagssprache noch verwendet werden. Es gibt aber auch in einigen Bereichen aktuell ein Hang zu japanischen Begriffen. In Zukunft werden wir vlt. alle chinesische Wörter in unsere Sprache einbauen?

Das dies heutzutage ggf. etwas schneller geht als vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten liegt auch an der Globalisierung. Früher sind die normalen Leute eben praktisch nie mit einer anderen Sprache in Berührung gekommen, z.T. nicht mal mit einem anderen Dialekt. Das sich unter diesen Bedingungen Veränderungen langsamer vollziehen liegt nicht an der Sittenlosigkeit der heutigen Gesellschaft.

Bei solch einem Prozess den Untergang der deutschen Sprache, Kultur, Kreativität und was weiß ich alles zu prophezeien schießt deutlich übers Ziel, genauso der Vorwurf jemand, der so rede habe keine Selbstachtung mehr.

Ach ja umgekehrt werden natürlich auch in anderen Sprachen ebenfalls deutsche, japanische, englische und was weiß ich für Wörter eingebaut und verwendet... Außerhalb von Frankreich regt sich da aber so wie ich das mitbekomme praktisch keiner auf.


Dem Duden ist jedenfalls aus der Aufnahme dieser Begriffe kein Strick zu drehen. Dort wird ja Sprache nicht gemacht oder gesteuert, sondern lediglich auf die Sprache reagiert. Wenn also neue Begriffe Allgemeingut werden, dann kommen die da auch rein. Alles andere wäre ja praktisch eine Zensur!
 
Ich finde es gut das solche Wörter in den Duden mit aufgenommen werde, die Deutsche Sprache entwickelt sich nun mal Weiter.
Ist doch überall so, alles Entwickelt sich weiter. Ich muss behaupten das ich ziemlich viele Englische Wörter in meinem täglichen Sprachgebrauch mit drin sitzen habe und das ohne es Bewusst zu merken.
 
Es kommen nur Begriffe rein, die in die Allgemeinsprache Einzug gehalten haben. Dafür fliegen andere wieder raus, die kein Mensch mehr nutzt. Es ist nicht die Aufgabe des Dudens die Sprache vor irgendwas zu schützen, sondern lediglich eine Bestandsaufnahme zu machen. Das war übrigens schon immer so und ist jetzt nicht anders als vor 30 Jahren!

Es werden daher auch von der Redaktion keine deutschen Begrifflichkeiten für irgendeine Sache gesucht, sondern diese wenn sie denn genutzt wird ebenfalls aufgenommen (wenn sie es nicht schon ist). Es gibt da keine Wertung in gut oder schlecht, sondern lediglich in gebräuchlich oder nicht. Alles andere wäre Zensur der Sprache!

Wenn alle Begriffe, die aus fremden Sprachen ins Deutsche übernommen wurden, raus sollten, dann wäre der Duden wesentlich handlicher...
 
Mannomann.
Anschiß war nur eine Idee!

Man kann die Bedeutung von bestehenden Wörtern verändern oder erweitern.
Schrieb ich doch!

Wo kommt denn da jetzt die Rassenideologie her?
Hast wohl so ein Gutmenschausprägung, die dich dazu veranlaßt überall zu viel reininterzupretieren.

Bei Facebook schrieb ich doch, daß es ein Produktname ist und nicht übersetzt werden brauch.
Auch schrieb ich, daß der Prozess der Aufnahme von Fremdwörtern früher ein gemächlicher Vorgang war. Ganz im Gegensatz zu den letzten dreißig Jahren, wo eine exorbitante Beschleunigung stattgefunden hat.

Achso, ich habe keine Ahnung, was in anderen Ländern passiert.
Deswegen haben die Franzosen auch nur eine Akademie, die über die Reinhaltung der frz. Sprache wacht. Sollten Wörter "einfranzösicht" werden, dann werden die so bearbeitet, daß sie klingen, als wären es eigentlich schon immer frz. Wörter gewesen.

Wo habe ich bei den pseudoenglischen Wörtern behauptet die seien aus dem Duden?
Ich schrieb über die Sprache allgemein, wenn ich mich auf den Duden bezog, dann habe ich das doch explizit erwähnt.
Außerdem bist du doch Mr. Oberschlau, wie du dich hier gibst, dann muß ich ja wohl nicht jede Silbe meines Textes erklären. Dann kannst du ja wohl mal 1 und 1 zusammenzählen.


So, jetzt mal zu dir.
Du scheinst so einer zu sein, die den ganzen Tag nichts Besseres zu tun haben, in Foren rumlungern und auf Opfer warten, nur um deren Beiträge als Wortfetzen zu zitieren und dadurch zusammenhanglos gegensätzliche oder weitentfernte Deutungen reinzuinterpretieren. Ich schreib doch nicht in Hieroglyphen. Ließ einfach den Text ordentlich, die einzelnen Aspekte bilden einen Zusammenhang. Wenn man alles zerhackstückelt, sieht man nunmal schlecht das Gesamtbild. Z.B. quakst du was von Sachen, die ich an anderer Stelle ausgeführt habe.

Aber wie man lesen kann, willst du auch gar nicht verstehen, sondern Hauptsache nur Contra geben. Den ganzen Schund dann noch im persönlich beleidigenden Ton zu halten ist dann nur noch das I-tüpfelchen. Das gangze Geschreibsel hättest du dir auch sparen können, denn schlußendlich hätten es einfach ein paar Beleidigungen auch getan. Das Niveau hätte sich dadurch nicht verändert.
Dir steht es natürlich frei jetzt wieder jedes Wort von mir einzeln zu zitieren und deinen Text mit unterschwellig herablassendem Ton zu garnieren. Ich werde dann allerdings von einer Antwort absehen, da mir meine Zeit zu schade ist, für einen den es eh nicht interessiert, alles zum x-ten Mal zu wiederholen.



Blöd nur, dass ich meine Identität aufgrund der Tatsache dass ich in 3 verschiedenen Ländern groß geworden bin und jeweils mit vollkommen unterschiedlichen Kulturen konfrontiert war anders definiere - ich mache meine Identität nunmal nicht anhand meiner Nationalität fest - muss ich das? :ka::hmm:
Ja, das ist allerdings blöd. :)
Da bist du aber auch eher eine Ausnahme, auf die ich mich auch nicht bezogen habe.
Ich meinte die Allgemeinheit, die ja auch die Entwertung der Sprache zu verschulden hat.
An der Nationalität mache ich Kultur und Sprache auch nicht fest.
Deutsch z.B. hört ja nicht an der Grenze von Deutschland auf.

Die Isländer sind da ganz heftig - die nehmen nämlich keine fremdsprachige Wörter in ihren Wortschatz auf, sondern erfinden für alles, was neu herauskommt, ein ganz eigenes Wort. Strom beispielsweise heißt bei denen wortwörtlich übersetzt "Bernsteinkraft"
Das scheint wieder zu extrem, aber immerhin machen die was.
In D herrscht voll-egal-Einstellung (siehe OldboyX). :daumen2:

Dass Backshop im Duden steht wundert mich nicht - aber wozu denn Bodybag?
Ob sich die Leute um 1850 herum auch so aufgeregt haben, als sich das Wort Dschungel anstatt Urwald durchgesetzt hat?
Bitte guck noch mal genau hin, ich schrieb schon, daß es früher auch Fremdwörter gab.
Was aber seit 30 Jahren anders ist, ist die Rate mit der die Fremdwörter Einzug halten.
Davon mal abgesehen sind es heutzutage so gut wie nur Anglizismen.
Was sehr einseitig ist.
Da kann man auch gleich das Oxford Dictionary mit in den Duden reinschreiben.

@Shub Niggurath: Ist dir eigentlich bewusst wieviele Worte du in deinem Text verwendest, die gar nicht aus dem deutschen kommen?
Ja, ist es mir. ;)
Ich schreibe ja nicht mit ausgeschaltetem Kopf.
 
Um dein Contra zu interpretieren...
Sorry, ist ja gar nicht mehr Deutsch. ;)

Dass du das vermehrte Auftreten von Anglizismen in den letzten 30 Jahren verstärkt bemerkt hast, liegt wohl daran, dass in dieser Zeit das Zwischennetz groß geworden ist und die Menschen eben regelmäßig mit Englisch Kontakt haben.
Das nennt man dann 'sprachliche Entwicklung' und lässt sich nicht verhindern.
 
Schon alleine die Floskel "Entwertung der Sprache" ist ja wohl ein Witz. Sprache kann nicht entwertet werden, dafür müsste es ja dann auch hochwertigere und minderwertigere Sprachen geben - auf diesen Quatsch würde ich mich lieber nicht einlassen wollen...

Sprache kann auch nicht geregelt werden und sowas wie es die Franzosen machen ist ein Witz! Dort wird alles nicht-französische versucht aussen vor zu halten. 100% funktionieren tut es nicht, weil die Leute sich nunmal nicht vorschreiben lassen wie sie zu reden haben. Blöd dabei ist aber, dass als Nebeneffekt in Frankreich kaum jemand vernünftig eine Fremdsprache beherrscht. Das ist ein klarer Wettbewerbsnachtel!

Der Duden ist dazu auch nicht in der Lage und sieht auch seine Aufgabe da gar nicht drin. Wie sollte auch ein einfacher Verlag bestimmen was gesprochen werden sollte und was nicht? Mit welcher Legitimation könnte er das? Mit welcher Legitimation könnte das überhaupt irgendwer?
 
Bitte guck noch mal genau hin, ich schrieb schon, daß es früher auch Fremdwörter gab.
Was aber seit 30 Jahren anders ist, ist die Rate mit der die Fremdwörter Einzug halten.
Davon mal abgesehen sind es heutzutage so gut wie nur Anglizismen.
Was sehr einseitig ist.
Da kann man auch gleich das Oxford Dictionary mit in den Duden reinschreiben.

Ohgott. Die Englische Sprache umfasst etwa 550 000 Wörter, das willst du doch nicht ernsthaft? ;)
Natürlich findet heute ein regerer Austausch an Sprachgut statt - schließlich sind wir wesentlich mehr Menschen, als vor 30 Jahren - dazu kommt der Globalisierungsfaktor Internet, über den ja die Begriffe, über die wir gerade diskutieren, übertragen werden und sich dadurch den Weg in den alltäglichen Sprachgebrauch zwängen. Wie Zappaesk schon beschrieben hat, es wird ja niemand gezwungen, die Begriffe zu nutzen, geschweige denn dass das nun quasi die deutsche Sprache in sich legitimiert.
Sprache entwickelt sich nunmal, entsteht neu und zerfällt wieder. Vor 30 Jahren hat hier in München auch noch jeder Münchnerisch oder bairisch gesprochen - heute hört man das nur noch bei besoffenen Teenies auf dem Oktoberfest, die meinen, es zu können, oder von Leuten ü40 - und selbst ein Großteil derer spricht eher Hochdeutsch (Übrigens, das stolze, bayerische München bietet das hochgestochenste Hochdeutsch :lol: so viel zu unserer kulturellen Identität in unserer Weißwurstenklave) - wie dem auch sei, es ist nicht verwunderlich, dass derart viele Begriffe auf Englisch sind - man beachte mal die Geschichte des Vereinigten Königreiches, bzw. des Empire. Die Kerle eroberten im letzten Jahrtausend so viele Ländereien, dass sich dies natürlich als Handelssprache etabliert hat und der Sprache, auch dank relativer Einfachheit, zur Weltsprache verholfen hat - allgemein der, Zweitsprecher inklusive, meistgesprochenen Sprache der Welt. Hätten sich Chinesen, Spanier oder Deutsche in der Geschichte mehr durchgesetzt, sähe das wohl wieder anders aus. Und hätten die Römer vor 2000 Jahren nicht halb Europa erobert, würde unsere Sprache wohl wieder anders seien. Man kann die Einflüsse einfach nicht verhindern - außerdem wussten selbst die alten Römer, dass sich besser handeln lässt, wenn man eine gemeinsame Sprache spricht und haben sich deswegen auch beim Handeln in Fernost auch deren Sprachen angeeignet. Im Endeffekt ist es alles ein Mischmasch. Deutsch ist ja auch "nur" (ganz grob ausgedrückt) aus Latein, Altgriechisch und Altnordisch entstanden.
Außerdem hat der Sprach/Gedankenaustausch auch seine Vorteile - betrachtet man relativ isolierte Sprachen, wie z.B. Polynesische oder auch das Japanische, fällt einem auf dass deren Grammatik, sowie Wortvielfalt schon recht beschränkt, teilweise muss man fast sagen "degeneriert", ist.

In 5 Jahren ist das alles wieder vergessen und etabliert, dann gibt's aber natürlich wieder potenziell neue Wörter im Duden, über die man sich aufregen kann. Natürlich geht mit der Veränderung auch Kulturgut verloren - allerdings ist da schätze ich die gröbste Zeit vorüber. Die Spanier, Holländer und Engländer haben ja tausende Sprachen und Dialekte geradezu ausgerottet.
 
also regt euch nicht auf solange wie es lehrer gibt die deutsch unterrichten wie zum bleistift ? ein schüler muß im unterricht lachen ? der lehrer versteht nicht warum also betraft er ihn mit den wortlaut ! laut und deutlich damit es jeder versteht ! ich rede hier von ein deutsch lehrer



stell dich in die tür <<--- ????? sollte wohl bedeuten ,, stell dich vor die tür `` ^^


ich hab zwar kräftig gelacht aber ich verstehe das deutsch nicht mehr in den heutigen schulen, also was ist schlimmer der duden oder das deutsch , ich denke wir brauchen wohl mehr deutsch ärzte das deutsch ist schwer super schwer krank und wenn es nicht sterben soll sind mehr ärzte erforderlich ,)


und auch sowas gibt es !

die schule lernd ihren schülern das internet :::!!!!!!

wie wird eine URL geschrieben ???????????? ich bin ja blöd

so steht es noch heute nach ein jahr an der haus wand als werbung !???????? auf mein hinweiß das es falsch ist versicherte man mir es sei keine werbung sondern kunst
also : da steht an der wand und sie wollen es einfach nicht begreifen, das sie so nicht zu finden sind .nach mehr maligen hinweisen !


w.w.w.siebengeb.......schule .de <<--- mit absicht habe ich die url nicht aus geschrieben aber ich werde an andere stelle das bild dazu ins internet stellen ,) die schule hat es nach ein jahr immer noch nicht geschaft das richtig zu stellen
 
Zuletzt bearbeitet:
@helmi04: Solange solch grammatikarme Beiträge mit Interpunktions- und Ortographiephobien wie der deinige geschrieben werden, spielt es eh keine Rolle was im Duden oder sonst wo steht.

Geht es nur mir so oder findet ihr nicht auch sowas extrem anstrengend zu lesen? Der Sinn ergibt sich erst nach mehrmaligem Lesen und der Witz erschließt sich mir gar nicht. Das man mal ein Komma vergisst oder irgendwas falsch schreibt, das ist ja ok und passiert jedem. Aber das man konsequent gänzlich auf alles verzichtet was einen Satz gliedert, ihn lesbar und verständlich macht, das ist wirklich sehr grenzwertig. Durch mitten im Satz eingestreute Frage- und Ausrufezeichen wirds dann nicht besser.

In einem Thread über den - vermeintlichen - Niedergang der deutschen Sprache bringt so ein Beitrag eine ganz neue Fasette ins Spiel! :D:ugly:
 
da hast du wohl recht !


genau das war der sinn der übung ,also brauchen wir doch mehr deutsch ärzte ? hahahahahahahahaa
 
Mannomann.
...
Wo kommt denn da jetzt die Rassenideologie her?
Hast wohl so ein Gutmenschausprägung, die dich dazu veranlaßt überall zu viel reininterzupretieren.

Eher weniger. Versuche einfach mal zu begründen wie und warum man die deutsche Sprache rein halten sollte. Wer entscheidet das? Welche Kriterien legst du dafür an? Was ist 'echtes Deutsch' was ist falsches?

Und um ein paar Dinge vorwegzunehmen: Historisch lässt sich das nicht begründen, denn auch die Deutsche Sprache hat ihre Wurzeln im indo-europäischen und im Laufe der Zeit hat sich eben das durchgesetzt, was in bestimmten Gebieten in den 'Alltagssprachgebrauch' übergegangen ist. Also genau das, wogegen du hier versuchst zu kämpfen wie ein gewisser Don gegen Windmühlen.

Der Versuch Sprache mit präskriptiver Grammatik zu regeln ist übrigens eine relativ neue Erfindung, die historisch eben genau mit bestimmten Ideologien einhergeht aufgrund derer sich Nationalstaaten herausgebildet haben. Allein schon deine Rhethorik in diesem Zusammenhang ist unglaublich stark ideologisch aufgeladen. Wie sonst kannst du von einem 'Verhunzen', 'Vergewaltigen' und 'Zerfleischen' der deutschen Sprache spreche. Das geht nunmal nicht ohne
a) ein Wertsystem im Hintergrund zu haben, das offenbar festlegt was 'gute Sprache' und was 'schlechte Sprache' ist
b) zu implizieren, dass bestimmte Personen von dir genannte (und offensichtlich als äußerst negativ dargestellte) 'Vergewaltigungen' an der 'guten' Sprache betreiben

Sprache für sich ist einfach nur, die 'Wertung' legen immer nur Menschen hinein. Manche (wie du) in völlig übertriebender Form, die im Extremfall (wie bei allen Ideologien) eben konfliktfördernd wirkt. Ansonsten hättest du es nicht nötig obig genannte Wörter zu verwenden um Kritik zu üben.

Bei Facebook schrieb ich doch, daß es ein Produktname ist und nicht übersetzt werden brauch.
Auch schrieb ich, daß der Prozess der Aufnahme von Fremdwörtern früher ein gemächlicher Vorgang war. Ganz im Gegensatz zu den letzten dreißig Jahren, wo eine exorbitante Beschleunigung stattgefunden hat.

Und wie von mir bemerkt ist es gängige Praxis Produktnamen (auch solche die gar nicht aus dem Englischen kommen) in den Duden aufzunehmen - seit Jahrzehnten schon. Wieso sollte man dann bei Facebook eine Ausnahme machen? Auch beim zweiten Teil haben wir genau dieselbe Meinung, die Aufnahme von Fremdwörtern geschieht aktuell häufiger, die Faktoren dafür hast du ja aber auch selbst genannt (Stichwort Globalisierung, Internet). Die Kritik an deinen Beiträgen ist (und ich zweifle zunehmend ob du das verstanden hast) deine extreme Reaktion bzw. Bewertung dieser Entwicklung, die du (und auch das wird hier deutlich) offenbar völlig unreflektiert betreibst im Sinne einer emotionalen Reaktion, wieso kann nur gemutmaßt werden. Wird dein Deutschtum angegriffen? Dein Nationalstolz? Glaubst du, dass jeder Deutsche sich entsprechend Deutsch artikulieren zu hat? Fühlst du dich in deiner Identität verletzt? Du sprichst sehr vage davon, dass 'die Leute da', die ständig Anglizismen nutzen, die Kultur gefährden würden. Und damit schließt sich der Kreis zu den Ideologien, ohne die deine Argumentation überhaupt nicht funktioniert. Die Kultur kann nur dann gefährdet werden, wenn du irgendwelche Maßstäbe anlegst die entscheiden was 'gute' und 'schlechte' Kultur ist, was 'echtes Deutsch' ist und was 'schlechtes' Deutsch ist. Besonders interessant ist dabei, dass du dich gegen jene Institution wendest, für die du eigentlich (wie sonst kaum jemand) dankbar sein müsstest, denn der Duden nimmt ja noch lange nicht alles auf, was 'Alltagssprachgebrauch' ist.

Achso, ich habe keine Ahnung, was in anderen Ländern passiert.
Deswegen haben die Franzosen auch nur eine Akademie, die über die Reinhaltung der frz. Sprache wacht. Sollten Wörter "einfranzösicht" werden, dann werden die so bearbeitet, daß sie klingen, als wären es eigentlich schon immer frz. Wörter gewesen.

Ich kenne zugegebenermaßen nicht besonders viele Franzosen. Trotzdem benutzen jene die ich kenne ebenso Anglizismen wie die Deutschen das tun. Auch in Frankreich gibt es das Internet und einiges an Sprache das aus dem Englischen ins Französische schwappt. Egal wie sehr die 'Wächter' das zu verhindern suchen. Nun kannst du argumentieren, dass es dann wenigstens nicht 'offiziell' sei, doch bist du damit an anderer Stelle doch auch nicht konsequent und überdies bringt doch eine Vorschrift die mit der tatsächlichen Sprache dann nicht viel zu tun hat auch nichts.

Wo habe ich bei den pseudoenglischen Wörtern behauptet die seien aus dem Duden?
Ich schrieb über die Sprache allgemein, wenn ich mich auf den Duden bezog, dann habe ich das doch explizit erwähnt.
Außerdem bist du doch Mr. Oberschlau, wie du dich hier gibst, dann muß ich ja wohl nicht jede Silbe meines Textes erklären. Dann kannst du ja wohl mal 1 und 1 zusammenzählen.

Wenn es nicht im Duden steht, dann ist es doch auch kein offiziell erlaubtes Deutsch. Nach der Logik müsstest du dich ja über jeden Dialekt, jedes 'erfundene Kultwort' einer Jugendclique und jede nicht-standard Aussprache die irgendwo irgendwann einmal getätigt wird ganz fürchterlich aufregen. Wirklich schlimm alles, nicht?

So, jetzt mal zu dir.
Du scheinst so einer zu sein, die den ganzen Tag nichts Besseres zu tun haben, in Foren rumlungern und auf Opfer warten, nur um deren Beiträge als Wortfetzen zu zitieren und dadurch zusammenhanglos gegensätzliche oder weitentfernte Deutungen reinzuinterpretieren. Ich schreib doch nicht in Hieroglyphen. Ließ einfach den Text ordentlich, die einzelnen Aspekte bilden einen Zusammenhang. Wenn man alles zerhackstückelt, sieht man nunmal schlecht das Gesamtbild. Z.B. quakst du was von Sachen, die ich an anderer Stelle ausgeführt habe.

Es ist (wie immer) befremdlich anderen das vorzuwerfen, was man selbst tut. Offensichtlich scheinst du auch 'so einer zu sein' (was auch immer das heißen soll), der den ganzen Tag in Foren rumlungert. Aber wenn wir schon bei Persönlichkeitsanalysen sind. Ich glaube wirklich, dass du ideologisch bedingte Aggressionen hast, die sich sprachlich (schon wieder) in deiner Wortwahl äußern. Inwiefern du dich als Opfer siehst ist mir schleierhaft.
Im Übrigen kannst du mir kaum vorwerfen ich würde Zitate aus dem Zusammenhang reißen (ich glaube zumindest, dass du das meinst) denn ich habe deinen Kompletten Text zitiert und Stellung bezogen. Die Unterteilung ist dabei einzig und allein der Übersicht geschuldet.

Aber wie man lesen kann, willst du auch gar nicht verstehen, sondern Hauptsache nur Contra geben. Den ganzen Schund dann noch im persönlich beleidigenden Ton zu halten ist dann nur noch das I-tüpfelchen. Das gangze Geschreibsel hättest du dir auch sparen können, denn schlußendlich hätten es einfach ein paar Beleidigungen auch getan. Das Niveau hätte sich dadurch nicht verändert.
Dir steht es natürlich frei jetzt wieder jedes Wort von mir einzeln zu zitieren und deinen Text mit unterschwellig herablassendem Ton zu garnieren. Ich werde dann allerdings von einer Antwort absehen, da mir meine Zeit zu schade ist, für einen den es eh nicht interessiert, alles zum x-ten Mal zu wiederholen.

Ich glaube deinen Text ganz gut verstanden zu haben. Auch steht es mir fern dich beleidigen zu wollen. Deine sprachideologische Haltung jedoch habe und werde ich auf das Schärfste kritisieren, dazu stehe ich gerne.

Ja, das ist allerdings blöd. :)
Da bist du aber auch eher eine Ausnahme, auf die ich mich auch nicht bezogen habe.
Ich meinte die Allgemeinheit, die ja auch die Entwertung der Sprache zu verschulden hat.
An der Nationalität mache ich Kultur und Sprache auch nicht fest.
Deutsch z.B. hört ja nicht an der Grenze von Deutschland auf.

Das ist aber gerade der springende Punkt. Wenn du von Entwertung sprichst, dann musst du diese auch irgendwo festmachen. Ansonsten bleibt es einfach nur reißerische Polemik, die bestimmte Ziele verfolgt, über die (im schlimmsten Fall) gar nicht nachgedacht wurde, weil sie auf einem Bauchgefühl beruhen (Angst vor Veränderung, Misstrauen gegenüber Fremden /neuen Kulturen etc.) das gefährliche Ideologien bedient und andere untergräbt.

Das scheint wieder zu extrem, aber immerhin machen die was.
In D herrscht voll-egal-Einstellung (siehe OldboyX). :daumen2:

Hättest du meinen Text gelesen, wüßtest du, dass ich keine voll-egal-Einstellung habe. Auch hat die Deutschland nicht (ich bin übrigens kein Deutscher) denn sonst gäbe es den Duden ja überhaupt nicht. Strohmänner aufzubauen und sich dann gegen diese zu empören ist aber ein erprobtes (und gefährliches) rhetorisches Mittel.

Bitte guck noch mal genau hin, ich schrieb schon, daß es früher auch Fremdwörter gab.
Was aber seit 30 Jahren anders ist, ist die Rate mit der die Fremdwörter Einzug halten.
Davon mal abgesehen sind es heutzutage so gut wie nur Anglizismen.
Was sehr einseitig ist.
Da kann man auch gleich das Oxford Dictionary mit in den Duden reinschreiben.

Auch hier wieder wird keiner widersprechen, dass die Rate mit der neue (englische) Wörter in die deutsche Sprache einziehen gestiegen ist. Auch haben wir bereits die Gründe dafür erörtert. Unverständlich bleibt, wieso du sofort wieder in Schwarz-Weiß-Denken verfallen musst. Wieso sollte man das OED in den Duden schreiben? Niemand fordert das und was aktuell passiert ist weit von dieser Praxis entfernt. Extreme sind immer kontraproduktiv, wie du selbst bei anderen feststellen kannst (Franzosen, Isländer?), aber bei deiner eigenen Meinung anscheinend nicht.

Ja, ist es mir. ;)
Ich schreibe ja nicht mit ausgeschaltetem Kopf.

Ist dir auch bewußt, dass du damit der selbst propagierte 'Vergewaltiger', 'Verhunzer' und 'Zerfleischer' der deutschen Sprache bist? Was schlägst du vor, um dich vor dir selbst zu schützen? Du solltest, deiner eigenen Anklage zu Folge unmittelbar Schritte einleiten, um dieser Entwertung der deutschen Sprache 'durch dich' Einhalt zu gebieten. Findest du es schön, dich selbst bei dieser deiner Tätigkeit mit solch abwertenden Begriffen zu bezeichnen?

Ansonsten könntest du auch einfach wie viele andere hier die Veränderung akzeptieren, mit der Zeit gehen und dich darüber freuen, dass ein paar neue Begriffe unsere Schöne Sprache erweitern, die es uns ermöglichen eine 'Welle der Empörung' kurz und prägnant als 'Shitstorm' zu bezeichnen, anstatt mit blumiger Gewaltsprache gegen solche Veränderungen zu hetzen.

@helmi04: Solange solch grammatikarme Beiträge mit Interpunktions- und Ortographiephobien wie der deinige geschrieben werden, spielt es eh keine Rolle was im Duden oder sonst wo steht.

Geht es nur mir so oder findet ihr nicht auch sowas extrem anstrengend zu lesen? Der Sinn ergibt sich erst nach mehrmaligem Lesen und der Witz erschließt sich mir gar nicht. Das man mal ein Komma vergisst oder irgendwas falsch schreibt, das ist ja ok und passiert jedem. Aber das man konsequent gänzlich auf alles verzichtet was einen Satz gliedert, ihn lesbar und verständlich macht, das ist wirklich sehr grenzwertig. Durch mitten im Satz eingestreute Frage- und Ausrufezeichen wirds dann nicht besser.

Da kann ich dir nur voll und ganz zustimmen. Gleichzeitig habe ich überhaupt keine Sorge davor, dass sich so eine Schreibweise langfristig und nachhaltig durchsetzen wird, denn das widerspricht aus genau den von dir genannten Punkten einfach der Evolution. Diese Art der Kommunikation ist ineffizient und führt zu Missverständnissen. Das wird sich nicht durchsetzen.

In einem Thread über den - vermeintlichen - Niedergang der deutschen Sprache bringt so ein Beitrag eine ganz neue Fasette ins Spiel! :D:ugly:

Wir sind nunmal im Internet wo es kaum eine Form von Etikette bezüglich des Sprachgebrauchs gibt. Das finde ich auch gut so, schließlich kann ich (und das mache ich ehrlich gesagt auch) Leute die ständig so schreiben einfach ignorieren und dafür ist es nicht nötig die Freiheit eines anderen einzuschränken sich 'so' auszudrücken. Zudem kommt es auch vor, dass sich Leute an Diskussionen beteiligen, die zwar gute Ideen haben, aber offensichtlich nicht Deutsch als Muttersprache (deren Beiträge möchte ich nicht missen, nur weil sie sprachliche Mängel aufweisen). Bei Dingen wo es zählt, werden sich solche Leute schon auch entsprechend anders artikulieren (darauf kann man ja von Forenbeiträgen nicht schließen) und ansonsten haben sie eben in vielen beruflichen Sparten sowie einigen anderen Bereichen des Lebens erhebliche Nachteile.
 
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